Hagebuttenpulver selber machen: Wirkung und Anwendung des kostenlosen Naturheilmittels

Hagebuttenpulver ist reich an Vitalstoffen und wirkt entzündungshemmend und antioxidativ, sogar bei Arthrose. Statt es zu kaufen, kannst du Hagebuttenpulver leicht selber machen.

Hagebuttenpulver ist ein wahres Wundermittel bei Arthrose und rheumatischen Beschwerden. Sogar wissenschaftliche Studien belegen, dass die in den Früchten enthaltenen Wirkstoffe (mehr dazu weiter unten) unter anderem als pflanzlicher Entzündungshemmer wirken, Schmerzen lindern und die Darmflora positiv beeinflussen. Statt das natürliche Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen, lässt es sich ganz einfach und kostenlos aus Hagebutten selber machen!

Wenn sich der Sommer dem Ende zu neigt, sind vielerorts die rot leuchtenden Früchte wild wachsende Hagebutten zu sehen. Sie stehen bevorzugt an Wald- und Wegrändern und können einfach geerntet werden. Mit ein paar Handgriffen wird aus den kleinen Früchten haltbares Hagebuttenpulver.

Hagebuttenpulver: Herstellung

Nicht nur der bekannte Wissenschaftsjournalist Jean Pütz hat Hagebuttenpulver als Heilmittel bei Arthrose für sich entdeckt. Statt es zu kaufen, lässt sich Hagebuttenpulver mit geringem Aufwand selber machen. Wenn du nicht weißt, wo du in deiner Umgebung Hagebutten ernten kannst, findest du auf mundraub.org sicher eine Sammelstelle in der Nähe.

Um Hagebuttenpulver herzustellen, werden folgende Zutaten und Utensilien benötigt:

  • reife Hagebutten
  • scharfes Messer oder ein Multizerkleinerer
  • Gewürzmühle oder ein Smoothie-Mixer

Die Zubereitung des Hagebuttenpulvers erfolgt in wenigen Schritten:

  1. Hagebutten waschen, trocknen und grob zerkleinern. Die Kerne nicht entfernen, denn sie enthalten besonders viele Galaktolipide, die gegen Arthrose wirksam sind.
  2. Auf einem Teller ausbreiten und für zwei bis drei Tage an der Luft trocknen. Wenn es schneller gehen soll, kannst du die Fruchtstücke alternativ auch im Dörrapparat oder im Backofen trocknen.
    Hagebuttenpulver ist reich an Vitalstoffen und wirkt entzündungshemmend und antioxidativ, sogar bei Arthrose. Statt es zu kaufen, kannst du Hagebuttenpulver leicht selber machen.
  3. Die vollständig getrockneten Hagebuttenstücke mit einer Gewürzmühle, einem Mörser oder einem leistungsstarken Mixer zu einem feinen Pulver verarbeiten. Im Smoothiemixer mit hoher Drehzahl geht es nach unserer Erfahrung besonders effektiv und schnell.

Hagebuttenpulver ist reich an Vitalstoffen und wirkt entzündungshemmend und antioxidativ, sogar bei Arthrose. Statt es zu kaufen, kannst du Hagebuttenpulver leicht selber machen.

Fertig ist dein vitalstoffreiches Hagebuttenpulver! Es wird am besten in einem geschlossenen Gefäß aufbewahrt, zum Beispiel in einem Schraubglas, und ist gut durchgetrocknet und bei sauberer Arbeitsweise mehrere Monate lang haltbar. Im besten Fall reicht dein Vorrat bis zur nächsten Hagebuttensaison.

Wenn du nach der Verarbeitung merkst, dass das Pulver noch etwas feucht ist und sich zusammenklumpt, breite es auf einem Teller aus und lass es nochmals für ein bis zwei Tage durchtrocknen, bevor du es abfüllst.

Tipp: Hier findest du weitere Rezepte mit dem regionalen Superfood Hagebutte.

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Hagebuttenpulver: Anwendung

Um von den positiven Eigenschaften des Naturheilmittels mit reichlich Antioxidantien zu profitieren, empfiehlt es sich, über vier bis acht Wochen hinweg täglich ein bis zwei leicht gehäufte Teelöffel Hagebuttenpulver einzunehmen. Bei guter Verträglichkeit kann es auch problemlos längerfristig eingenommen werden.

Hagebuttenpulver ist reich an Vitalstoffen und wirkt entzündungshemmend und antioxidativ, sogar bei Arthrose. Statt es zu kaufen, kannst du Hagebuttenpulver leicht selber machen.

Damit die teilweise hitzeempfindlichen Wirkstoffe nicht zerstört werden, wird das Pulver am besten in das morgendliche Müsli, eine Schale (selbst gemachten) Joghurt oder in einen grünen Smoothie eingerührt und vor dem Verzehr für circa zehn Minuten eingeweicht, um besonders bekömmlich zu sein.

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Hagebuttenpulver: Wirkung

Hagebuttenpulver wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und antioxidativ dank des außerordentlich hohen Vitamin-C-Gehalts von 500-1500 Milligramm pro 100 Gramm Hagebutten. Insbesondere sein positiver Einfluss bei Arthrose und anderen Gelenkserkrankungen ist wissenschaftlich belegt. Dieser geht auf den hohen Anteil an Galaktolipiden zurück, die entzündlichen Prozessen in den Gelenken entgegenwirken. Die sekundären Pflanzenstoffe sind vor allem in den Kernen der Hagebutten enthalten.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, kann Hagebuttenpulver auch vorbeugend eingenommen werden, um Muskeln, Sehnen und Knochen zu stärken und einem Gelenkverschleiß entgegenzuwirken. Seine antioxidative Wirkung schützt zudem die Zellen vor freien Radikalen und somit den gesamten Körper vor vorzeitiger Alterung.

Neben ihrem hohen Gehalt an Vitamin C enthalten Hagebutten viele weitere Vitamine, darunter die Vitamine A, B, E (Tocopherol), K und P und die Mineralstoffe Eisen und Magnesium sowie weitere Vitalstoffe, darunter ätherische Öle und Flavonoide. Sie gehören zu den immunabwehrstärkenden Naturheilmitteln, die Grippe und anderen Infekten vorbeugen, und werden traditionell auch bei Harnleiden und Verdauungsproblemen eingesetzt.

Auf dem Wildkräuter-Portal kostbarenatur.net findest du weitere detaillierte Angaben zu Inhaltsstoffen, Wirkungsweise und Anwendung der Hagebutte (Hundsrose).

Hinweis: Zwar treten bei der Einnahme von Hagebuttenpulver in der Regel keine Nebenwirkungen auf. Bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe oder einer zu hohen Dosierung kann es aber in seltenen Fällen zu Verdauungsproblemen oder allergischen Reaktionen kommen.

In unserem Buch findest du weitere Sammeltipps und Rezepte mit regionalen Wildfrüchten und Superfoods vor deiner Haustür:

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Hast du bereits Erfahrungen mit Hagebuttenpulver gesammelt? Dann freuen wir uns auf deine Ergänzungen in einem Kommentar!

Mehr Tipps und Rezepte zum Nachmachen gibt es hier:

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37 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ursula K.

    Ich wollte Hagebuttenpulver machen. Ich habe die Früchte gewaschen, halbiert und dann auf dem Dörrex getrocknet. Aber jetzt sind die Kernchen so hart wie Stein und lassen sich weder im Cutter, im Mörser noch im Smoothie-maker zerkleinern.
    Was habe ich falsch gemacht?

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Gar nichts, die Geräte sind dann nur womöglich zu schwach. Bei uns funktioniert es mit einer Gewürzmühle mit Keramik-Mahlwerk gut, oder auch im Smoothie-Mixer bei höchster Drehzahl, circa eine Minute lang.
      Alternativ könntest du die Kerne am Ende aussieben.
      Liebe Grüße

    • Ursula K.

      Ich habe die Kerne ausgesiebt, aber die Schalen sind so hart, dass sie nicht einmal zerkleinert werden geschweige denn, dass es Pulver gibt.
      Schade für die Arbeit.
      So ist im Moment nichts zu gebrauchen.

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Was für ein Gerät verwendest du denn zum Hacken/Mahlen?
      Wie oben beschrieben (die Bilder zeigen das leider nicht so gut – wir prüfen das), ist es empfehlenswert, die Hälften erst grob zu “schreddern/hacken”, zum Beispiel in einem Multizerkleinerer, bevor man sie trocknet. Dann lassen sie sich später leichter mahlen.
      Liebe Grüße

  2. Kann man das pulver in Wasser oder Tee einnehmen?

    Antworten
  3. federhexe
    federhexe

    Moin liebe Sylvia,
    danke für Deine Anregung, ich hab nach wie vor Probleme damit. Erstens widerstehen die mir zur Verfügung stehenden Mahlwerkzeuge jedem Versuch die Kerne kleinzukriegen, und viele Haare hingen an den Messern, aber Pulver Fehlanzeige. Jetzt versuche ich es mit der anderen Hälfte ohne Kerne. Mal sehen, wie das läuft.
    Übrigens wird im Internet Hagebuttenpulver – angeblich in Bio-Qualität – zu Kilo-Preisen ab 16 € angeboten. Ich frage mich, wie das möglich ist, zumal im Laden 100 g um 8 € kosten. Ich recherchiere gerade, mal sehen was dabei heraus kommt.
    Ein schönes Wochenende.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Tipp zum Zerkleinern: Die besten Erfahrungen haben wir mit dem Smoothie-Mixer gemacht. Innerhalb einer Minute pulverisiert er sogar die ziemlich harten Kerne fein und kann auch problemlos größere Mengen getrockneter Hagebutten auf einmal verarbeiten.
      Liebe Grüße

    • Kann ich da jede Hagebuttenart benutzen? Habe heute ganz viel Hagebutten von der Kartoffelrose gesammelt.

      Liebe Grüße :)

    • Hallo Bella, die Hagebutten der Kartoffelrose sind ja auch essbar und können insofern auch für ein Hagebuttenpulver verwendet werden. Ob sie die gleichen Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen wie die Früchte der heimischen Sorten haben, können wir aber nicht sagen. Liebe Grüße Sylvia

  4. federhexe
    federhexe

    Moin allerseits,
    danke für die Hagebutten-Geschichte. Ich verwende es schon länger, allerdings aus dem Bioladen. Da ich inzwischen eine Wildrosenhecke in meinem Minigarten gepflanzt habe, ernte ich die Hagebutten dieses Jahr zum ersten Mal.
    Da ich sie getrocknet habe, müsste ich sie nun mahlen. Was ist mit den Haaren, die an den Kernen sitzen? Werden die durch das Mahlen nicht mehr jucken – was wir ja als Kinder fürchteten, wenn uns jemand das Zeug in den Kragen steckte?

    Antworten
    • Hallo, wenn du sie wirklich fein mahlst, merkt man die Haare nicht mehr. Wobei wir auch empfehlen, das Pulver in Joghurt oder Müsli einzurühren und nicht pur vom Löffel einzunehmen, das wäre schon unangenehm trocken. Liebe Grüße Sylvia

  5. Hallo danke für den super Input. Eine kurze Frage, mir wurde erzählt, dass Hagebutten extrem jucken va. die Kerne. Stimmt das und wie ist das dann bei der Einnahme von dem Pulver? Danke u LG Claudia

    Antworten
    • Hallo Claudia, also ich habe das Pulver für den Beitrag zubereitet und den kompletten Ablauf über keine Handschuhe getragen. Ja es juckt mal ein bisschen, aber als extrem würde ich es nicht bezeichnen. Das ist aber natürlich ein Stück weit subjektiv. Was das Pulver angeht, sind die Haare aber derart zerkleinert, dass man sie nicht mehr merkt. Zudem nimmt man das Pulver nicht pur ein, sondern gibt es am besten ins Müsli oder rührt es in Joghurt oder in einen Smoothie ein. Liebe Grüße Sylvia

  6. Anna-Maria

    Hallo zusammen, ich kaufe lieber Hagebuttenpulver, man braucht ja wirklich nicht viel.
    Die Vögel lieben Hagebutten sehr und freuen sich den ganzen Winter über diese
    feine Leckerei. Der Mensch nimmt sowieso schon so viel aus der Natur.
    Es tut mir richtig weh, wenn ich die Menschen beobachte, wie sie den Vögeln und den
    Wildtieren alles wegnehmen.
    Die Tiere können nicht zum Einkaufen gehen, wir schon. Ihr Lebensraum wird
    immer kleiner, da sich die Menschen immer mehr ausbreiten.
    Bitte schreibt nicht, dass genügend da ist, das stimmt nicht. Ich beobachte seit
    Jahrzehnten, wie die Nahrung für Vögel, Insekten usw. in der Natur immer weniger
    wird. Es ist unsere Aufgabe Hüter der Natur mit allen Lebewesen zu sein.
    Vielen herzlichen Dank für Eure Aufmerksamkeit.
    Wünsche allen Alles Gute
    Anna-Maria

    Antworten
    • Was meinst du, wo das gekaufte Hagebuttenpulver herkommt?

    • Liebe Anna-Maria, danke für deinen Kommentar und die Gedanken, die nachvollziehbar sind. Allerdings hat das Kaufen ja durchaus auch seine Schattenseiten. Deshalb animieren wir lieber dazu, aktiv etwas für die Tierwelt und insbesondere die bedrohten Insekten zu tun. Zum Beispiel indem man insektenfreundlichen Pflanzen im Garten und auf dem Balkon den Vorzug gibt oder Kleintieren im Garten Rückzugsgebiete in Form von Laubhaufen und Totholz lässt. Wenn wieder mehr Menschen die Hagebutte als Heilmittel entdecken, wird sie wahrscheinlich auch wieder mehr in Gärten gepflanzt und so haben doch alle was davon. Liebe Grüße Sylvia

  7. Hallo, Ihr schreibt, man verwendet “reife” Hagebutten. Ich vermute zum Mörsern nimmt man sie jetzt, wenn die Schale hart ist.
    Zum Essen finde ich sie nach dem Frost lecker, wenn sie matschig geworden sind. Welche nimmt man für Hagebuttenmus? Die festen oder die weichen? Lieben Dank für die tolle Anregung

    Antworten
    • Hallo Katja du hast Recht, für das Hagebuttenpulver eignen sich die festen besser. Für das Mus würde ich auch weiche verwenden, einfach weil sie schmackhafter sind. Nach der Ernte noch harte Exemplare werden durch einen Aufenthalt im Gefrierschrank weich. Liebe Grüße Sylvia

    • Danke Sylvia für die flotte Antwort.
      Ich finde eure Tipps super. Liebe Grüße von Katja

  8. Danke für den Beitrag. Die Internet-Adresse müsste http://www.kostbarenatur.net heißen.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Damit hast du natürlich Recht, wie konnte das passieren – wird korrigiert!
      Liebe Grüße

  9. Lieber Kinderschwester – manchmal habe ich das Gefühl, dass von öffentlichen Medien und die im Netz alle dazu gehörenden, sich “PROBLEME” einfallen lassen, die Angst bewusst erzeugen sollen – um die Menschen ja davon abzuhalten, sich an der Vitamin C – Bombe zu vergreifen und erfreuen. Ich nutze seit Jahren die Hagebutte und zermale mir die Kerne in einer alten Handkaffeemühle > Und ich lebe noch immer ohne die von ihnen beschriebenen Symptome!
    Ich wollte mit meinen Kindern (nicht meine eigenen!!) Brombeeren sammeln, oder Pilze mitbringen und sie zubereiten ….. wurde mir von meiner Chefin verboten. > Ich dürfte nichts sammeln, was unter einem Meter zu finden sei > Grund > Hundebandwurmgefahr usw. ……
    Die Frage bleibt > Wie konnte es die Menschheit überhaupt die Tausenden Jahre aushalten / überleben, mitunter mitten in der Natur?
    Die jetzige, der Natur abgewendeten Zeit ist wohl kaum noch zu toppen! ;O(

    Antworten
  10. Kinderschwester

    ACHTUNG: die Härchen bleiben bei dieser Methode auch drin und können Allergien auslösen, von leichtem Kratzen im Hals bis zu schweren allergischen Schwellungen!
    MfG
    Die Kinderschwester

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      In der Theorie könnten die Härchen Empfindlichkeitsreaktionen auf der Haut auslösen, wenn man sie trocken direkt auf die Haut gibt (daher der Name Juckpulver). Dabei handelt es sich um eine Reizung der Haut an sensiblen Stellen durch die Widerhaken an den Haaren, aber nicht um eine allergische Reaktion. Dieser Effekt ist uns aber nicht bekannt bei der empfohlenen Verarbeitung (trocknen und fein mahlen bzw. mörsern und das Pulver später in Flüssigkeiten einweichen). Uns ist noch nie ein Fall untergekommen, weder im Team noch innerhalb der übrigen Community, wo jemand bei gemahlenem, eingeweichtem Hagebuttenpulver von irgendeiner negativen Reaktion betroffen gewesen wäre. Falls du dazu weiterführende seriöse Quellen hast, würden wir uns natürlich sehr freuen.
      Liebe Grüße

    • Kinderschwester

      Findet ihr z.B. unter den Autor(innen) Chrubasik-Hausmann, in der Zeitschrift für Phytotherapie 2015, und bei der Uni Hamburg zu gesäuberten hagebuttenschalen, die dennoch Juckreiz auslösen konnte (Teeverarveitung).
      Wenn kein Zugriff auf entsprechende Datenbanken besteht, vielleicht über Google Scholar versuchen.
      MfG
      die Kinderschwester

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Zunächst halten wir es für wichtig, Juckreiz und Allergien auseinanderzuhalten. Juckreiz kann durch Widerhaken an den Härchen entstehen, aber für Allergien kennen wir keinen seriösen Beleg.
      Es ist bestimmt nicht auszuschließen, dass ohne jede Weiterverarbeitung Juckreiz auch bei Tee denkbar wäre, auch wenn das nach unserer Erfahrung sehr ungewöhnlich wäre (nicht nur das Fruchtfleisch, auch die Härchen weichen im Kochwasser auf). Dagegen sind uns viele Rezepte bekannt zur Verwendung der Kerne inklusive Härchen, etwa der beliebte und wegen seiner Heilwirkung geschätzte Kernlestee. Von allen Anwenderinnen und Anwendern (uns eingeschlossen) sind uns keinerlei negative Wirkungen bei dieser Art der Verarbeitung bekannt.
      Im Rezept oben werden die Fruchtstücke mit allen Teilen fein pulverisiert, was die Härchen bricht und deren Aufweichen noch deutlich erleichtert. Wir sehen darin die Begründung dafür, dass es jedenfalls mit nach obiger Anleitung zubereitetem Hagebuttenpulver zu keinerlei Juckreiz oder Ähnlichem kommt.
      Liebe Grüße

    • Kinderschwester

      Ihr könnt es essen oder lasse und tun wie ihr wollt, wir sind ja alle Erwachsene.

      Aber es wundert dann schon, wenn nach seriösen Quellen gefragt wird, es diese gibt – und sei es nur zu seltenen Fällen, aber dennoch eben vielleicht für diese Einzelnen gefährlich – und dann die eigene unbewiesene Expertise als Vermutung dagegen gestellt wird??
      “Es kann nicht bewiesen werden, dass es KEINE schwarzen Schwäne gibt, es könnte immer noch einer wo auftauchen.” Umgelegt auf die Allergie-Möglichkeit: es wurden schon welche beobachtet, beschrieben und damit sind sie nicht zu leugnen. Seriöse AutorInnen sollten das dann vielleicht auch einfach so nennen und stehen lassen können. Denn das hat die Phytotherapie in den letzten Jahren auch gezeigt: längst nicht alles ist so ungefährlich, wie die traditionelle Hausmedizin gedacht hat (Schöllkraut, Huflattich…)
      Schönen Herbst- und Sammeltag!
      Die Kinderschwester

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Da haben wir uns missverstanden. Wir wollen keine Quelle in Abrede stellen, im Gegenteil. Du selbst sprichst von Juckreiz, aber für Allergien fehlt uns noch jedweder Beleg.
      Wir stellen unsere eigene Expertise auch nicht dagegen, sondern berichten lediglich aus Erfahrung. Es ist nicht auszuschließen (wie bei allem), dass es in seltenen Fällen zu Empfindlichkeitsreaktionen kommen könnte. Das wird aber auch nirgends bestritten. Jede fünfzigste Person reagiert empfindlich auf Zimt, das ist sicherlich deutlich mehr als bei Hagebuttenpulver nach obiger Anleitung. Natürlich könnte man jetzt auf jedes Rezept mit Zimt einen Warnhinweis schreiben. Mit der Diskussion hier unter dem Beitrag ist in unseren Augen bereits ein wertvoller Beitrag geleistet. Aber du hast natürlich Recht, sodass wir gleich noch prüfen, wie sich ein Hinweis auf mögliche Unverträglichkeit oben am besten integrieren lässt.
      Liebe Grüße

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Nachtrag: der Sicherheitshinweis auf mögliche Unverträglichkeiten ist ja sogar schon ausdrücklich im Beitrag oben enthalten. Wir würden allen empfehlen, es zunächst mit einer kleinen Menge zu testen. Uns ist keine Methode bekannt, mit der sich sämtliche Härchen vom Fruchtfleisch und von den Kernen zuverlässig vollständig entfernen ließen, deshalb wäre es besser, bei vermuteter oder beobachteter Überempfindlichkeit keine Hagebutten zu sich zu nehmen.
      Liebe Grüße

  11. Hallo.Hagebuttenpulver oder auch Mus machen,super.Was ist mit den Härchen darin?Habe Mus gemacht,das hat gekitzelt im Mund.Wer hat einen Super Tipp. Danke

    Antworten
    • Hallo Brigitte, beim Hagebuttenpulver werden alle Teile der Hagebutte so fein zerkleinert, auch die Härchen, dass da nicht mehr viel zu merken ist. Dennoch empfehlen wir es in etwas Flüssigkeit einzurühren und kurz einzuweichen. Das Mus könnte man durch ein Sieb geben, um möglichst viel zu entfernen. Liebe Grüße Sylvia

    • Hallo Brigitte,
      mach immer Hagebuttenmarmelade und richte mich nach einem alten Einmachbuch. Hagebutten mit Wasser weich kochen dann kommt es durch ein grobes Sieb und anschließend durch ein feines Sieb. Koche es dann mit Apfelsaft und Gelierzucker. Hab damit bis jetzt nur gute Erfahrung gemacht,auch beim verschenken kam nur positive Resonanz. Vielleicht hilft es dir etwas.

    • Hallo Brigitte, ich mach es auch so wie Claudi. Durch das feine Sieb werden die Härchen restlos entfernt.
      Den Rest mit den Kernen habe ich nicht weggeworfen, habe damit Likör angesetzt.

  12. Das Problem mit den Hagebutten bei uns in der Gegend ist, dass es eigentlich keine verwertbaren gibt. Entweder sie stehen neben der Autobahn o.ä. oder man findet sie im Naturschutzgebiet bzw im Wald (und der ist durch die Trockenheit der letzten Jahre so geschwächt, dass man da auch die Finger von lässt)

    Antworten
    • Hallo Nado, ja das ist blöd. Einen Garten hast du auch nicht oder? Sonst könntest du dir einen eigenen Strauch pflanzen. Wenn es gar keine Möglichkeit gibt, an frische Hagebutten zu kommen, kann man das Pulver zur Not auch kaufen. Liebe Grüße Sylvia

    • Die Schwächung des Waldes bezieht sich wohl eher auf die Bäume. Ich glaube es ist vertretbar, wenn du Hagebutten erntest, solltest du dort fündig werden. Die Pflanze wird dadurch nicht geschädigt, abgesehen davon, dass Heckenrosen ja sehr robust und ausbreitungsfreudig sind. Neben der Trockenheit macht dem Wald vor allem die Verdichtung des Bodens durch Forstarbeiten mit schweren Maschinen zu schaffen. Es wird ihm kaum schaden, wenn du dort Hagebutten sammelst.

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