Belebender Rosmarintee: Wirkung und einfache Zubereitung
Rosmarin ist nicht nur ein unverzichtbares Küchenkraut für mediterrane Gerichte, sondern auch eine geschätzte Heilpflanze mit langer Tradition. Besonders einfach und effektiv lassen sich die wertvollen Inhaltsstoffe der Nadeln als Teeaufguss nutzen. Ein wärmender Rosmarintee ist ein hervorragender Begleiter für den Start in den Tag, vertreibt das Nachmittagstief und unterstützt auf natürliche Weise den Körper.
Hier erfährst du, welche Eigenschaften das Küchenkraut als Heilmittel mitbringt und wie du Rosmarintee zubereiten kannst.
Rosmarintee zubereiten
Schwierigkeit: Einfach1
Portionen2
kcal15
MinutenFür die Zubereitung kannst du sowohl frische Rosmarinzweige vom Balkon oder aus dem Garten als auch getrocknete Rosmarinblätter aus dem Vorratsschrank verwenden.
Zutaten
Zubereitung
- Wasser im Wasserkocher oder Topf sprudelnd aufkochen.
- Getrocknete Rosmarinblätter leicht im Mörser oder zwischen den Fingern zerdrücken, um die ätherischen Öle freizusetzen. Bei frischem Rosmarin die Nadeln leicht anknicken.
- Kraut in ein Teesieb geben oder direkt in die Tasse legen. Mit dem heißen Wasser übergießen.
- Tasse mit einem kleinen Teller oder Deckel abdecken. So verdampfen die wertvollen ätherischen Öle nicht.
- Den Tee für 10 Minuten ziehen lassen.
- Teesieb herausnehmen oder den Tee durch ein feines Sieb abseihen.
- Nach Belieben mit Honig süßen oder mit Zitrone verfeinern und warm in kleinen Schlucken genießen.
Mehr Ideen und Rezepte für deine natürliche Hausapotheke findest du auch in unserem Buch:
Die vielfältige Wirkung von Rosmarin
Rosmarin enthält ätherische Öle mit Stoffen wie Cineol und Kampfer sowie weitere pflanzliche Inhaltsstoffe. In Labor- und ersten klinischen Studien werden ihm unter anderem krampflösende, entzündungshemmende, antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. Die Ergebnisse deuten zudem auf mögliche positive Effekte von Rosmarinpräparaten auf Gedächtnis, Stimmung und Konzentration hin.1
Traditionell wird Rosmarin für seine wärmende, anregende und verdauungsfördernde Wirkung geschätzt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur führt Rosmarinblätter als pflanzliches Arzneimittel zur symptomatischen Linderung von Verdauungsbeschwerden und leichten krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden – etwa bei Völlegefühl, Blähungen oder leichten Magenkrämpfen.2
Ob bzw. inwieweit Rosmarintee diese vielfältigen Wirkungen erzielen kann, ist allerdings nicht ausreichend untersucht. Die vorhandenen Hinweise basieren in der Regel auf Laborversuchen, konzentrierten Extrakten oder kleinen Studien. Deshalb lassen sie sich nur bedingt auf einen Teeaufguss übertragen.
Hinweise und Nebenwirkungen
Da Rosmarin stark anregend wirkt, empfiehlt es sich, den Tee morgens oder mittags zu trinken. Abends getrunken, kann er das Einschlafen erschweren. Ein bis zwei Tassen am Tag sind in der Regel völlig ausreichend, um von der positiven Wirkung zu profitieren.
Wichtig: Schwangere sollten auf Rosmarintee in größeren Mengen verzichten, da die enthaltenen ätherischen Öle wehenfördernd wirken können. Auch Menschen mit starkem Bluthochdruck sollten die Anwendung aufgrund der kreislaufanregenden Eigenschaften vorher ärztlich abklären.
Die wilde Kraft der Natur und wie du sie dir zunutze machen kannst, lernst du in diesem Buch kennen:
Hast du schon einmal Rosmarintee getrunken? Berichte von deinen Erfahrungen in den Kommentaren!
Und schau auch mal bei diesen Themen vorbei:
- Hirtentäscheltee: Perfekt für die weibliche Hausapotheke
- Johanniskrauttee: Wirkung, Wirkstoffe und die richtige Zubereitung
- Tannennadeltee selber machen: Wirkung, Ernte und einfaches Rezept
- Heiltees und ihre Wirkung: Welcher Tee hilft bei welchen Beschwerden?

- Ghasemzadeh Rahbardar M, Hosseinzadeh H. Therapeutic effects of rosemary (Rosmarinus officinalis L.) and its active constituents on nervous system disorders. Iran J Basic Med Sci. 2020 Sep;23(9):1100-1112. doi: 10.22038/ijbms.2020.45269.10541. PMID: 32963731; PMCID: PMC7491497. ↩︎
- Rosmarini folium – herbal medicinal product | European Medicines Agency (EMA). (2026, 12. März). European Medicines Agency (EMA). ↩︎