Pflanzen für die Nachkultur: Diese Gemüse und Kräuter gedeihen bis in den Herbst

Wenn die Haupternte eingeholt ist, können die Beetflächen mit einer Nachkultur bepflanzt werden, um sie optimal zu nutzen. Viele Gemüsesorten gedeihen auch noch im Herbst und Winter.

Im Sommer, wenn schon viele Gemüsesorten, Salate und Kräuter abgeerntet sind, entstehen Lücken im Beet. Statt bis zum nächsten Frühjahr zu warten, um die Erde neu zu bepflanzen, kannst du auch jetzt noch viele Gemüse und Kräuter aussäen und auspflanzen für eine Nachkultur. So wird die Beetfläche optimal ausgenutzt.

Am besten wird bereits im Frühjahr ein Anbauplan angelegt, der die Fruchtfolge berücksichtigt. Manchmal ergeben sich jedoch auch ungeplante Lücken durch Pilzbefall, Bodenschädlinge oder Schneckenfraß, sodass eine kurzfristige Nachpflanzung sinnvoll ist. Welche Sorten dafür geeignet sind, kannst du in diesem Beitrag lesen.

Schnell wachsende, anspruchslose Pflanzen für die Nachkultur

Pflanzen, die für eine Nachkultur infrage kommen, erfüllen meist eines dieser Kriterien:

  • Schnelles Wachstum: Damit die Pflanzen noch vor dem Winter ausreifen, haben sie nicht mehr viel Zeit. Starkwüchsige Pflanzen sind daher von Vorteil.
  • Geringerer Wärme- und Sonnenbedarf: Die Pflanzen müssen mit weniger Sonnenstunden und Wärme zurechtkommen – für manche Pflanzen kein Problem oder sogar ideal.
  • Mittel- oder schwachzehrend: Da die Sämlinge oder Pflänzchen dort Platz nehmen, wo bereits andere Sorten den Boden ausgelaugt haben, ist es sinnvoll, dass sie einen mittleren oder geringen Nährstoffbedarf haben.

Alternativ kannst du auch auf Wintergemüse setzen, das frostunempfindlich ist und den Winter überdauert oder sogar trotz kalter Temperaturen reift. Erntezeit ist bei diesen Sorten während des Winters oder im nächsten Frühjahr.

Feldsalat – anspruchslos und frostresistent

Der auch unter den Namen Rapunzel, Vogerlsalat oder Nüsslisalat bekannte Feldsalat ist eine ideale Nachkultur für fast jedes einigermaßen sonnige Plätzchen, denn er wächst schnell, ist anspruchslos was die Bodenverhältnisse betrifft und gedeiht auch bei Frost.

Die Aussaat kann bis September oder bei bestimmten Sorten sogar ganzjährig erfolgen. Nach etwa fünf bis sieben Wochen haben sich die Pflänzchen zu erntereifem Salat entwickelt, der besonders viel Vitamin C und Folsäure enthält. Entweder wird die Pflanze im Ganzen geerntet oder einzelne Blättchen abgezupft, sodass eine mehrfache Ernte möglich ist.

Wenn die Haupternte eingeholt ist, können die Beetflächen mit einer Nachkultur bepflanzt werden, um sie optimal zu nutzen. Viele Gemüsesorten gedeihen auch noch im Herbst und Winter.

Endivien – Salatpflanze für die Nachkultur

Bis in den September hinein können Endivien gesät werden. Sie werden vor allem als Salat gegessen, im Rheinland ist auch eine Zubereitung mit Stampfkartoffeln, Zwiebeln und Speck bekannt. Bis zur Reife benötigen sie etwa drei Monate Zeit und können bis in den Winter hinein geerntet werden, da sie leichten Frost gut vertragen.

Wenn die Haupternte eingeholt ist, können die Beetflächen mit einer Nachkultur bepflanzt werden, um sie optimal zu nutzen. Viele Gemüsesorten gedeihen auch noch im Herbst und Winter.

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Radieschen – schnelle Lückenfüller

Egal ob als Vor-, Zwischen- oder Nachkultur – Radieschen sind die idealen Lückenfüller. Sie benötigen nur rund vier Wochen bis zur Reife und haben außer einem sonnigen Plätzchen keine besonderen Ansprüche. Einige Sorten sind sogar frostfest, sodass sie das ganze Jahr über kultiviert werden können. Wusstest du eigentlich, dass nicht nur die roten Wurzeln, sondern auch die Radieschenblätter sehr schmackhaft sind?

Wenn die Haupternte eingeholt ist, können die Beetflächen mit einer Nachkultur bepflanzt werden, um sie optimal zu nutzen. Viele Gemüsesorten gedeihen auch noch im Herbst und Winter.

Petersilie – frostfestes Salat- und Suppenkraut

Die Petersilie braucht zwar lange zum Keimen – bis zu vier Wochen. Da sie aber frostfest ist, kann sie einfach bis in den Winter hinein wachsen und liefert als Salat- und Suppenkraut reichlich Vitamin C. Sie kommt gut mit nährstoffarmem Boden zurecht, der nach einer stark zehrenden ersten Tracht frei wird.

Wenn die Haupternte eingeholt ist, können die Beetflächen mit einer Nachkultur bepflanzt werden, um sie optimal zu nutzen. Viele Gemüsesorten gedeihen auch noch im Herbst und Winter.

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Tipp: Mische Radieschensamen mit Petersiliensamen bei der Aussaat. Im Gegensatz zu Petersilie keimen und reifen Radieschen sehr schnell. Sie zeigen außerdem an, wo gesät wurde, damit unerwünschte Beikräuter besser ausgezupft werden können. Sie werden geerntet, bevor die Petersilie den Platz braucht.

Winterrettich – lagerfähige Bereicherung des Speiseplans

Bis zum September können schnell wachsende Sorten des Schwarzen Winterrettichs ins Beet gesät werden. Sie benötigen drei bis vier Monate zum Reifen und können bis in den Dezember hinein geerntet werden. Falls im Dezember schon strenge Fröste drohen, ist ein Kälteschutz mit Mulch oder Reisig empfehlenswert. Die geernteten Rettiche lassen sich sehr gut lagern, am besten in feuchtem Sand oder einer Erdmiete und bereichern so den ganzen Winter über den Speiseplan und ergeben zusammen mit Kandiszucker einen wirksamen Hustensaft.

Wenn die Haupternte eingeholt ist, können die Beetflächen mit einer Nachkultur bepflanzt werden, um sie optimal zu nutzen. Viele Gemüsesorten gedeihen auch noch im Herbst und Winter.

Ackerbohnen – frostfest und stark im Frühjahr

Obwohl diese Art als Ackerbohne, Puffbohne oder auch Saubohne bezeichnet wird, ist sie eigentlich keine Bohne, sondern gehört zu den Wicken. Anders als die meisten echten Bohnen ist sie winterhart. Eine Ernte ist zwar vor der kalten Jahreszeit nicht mehr möglich, aber dennoch ist es von Vorteil, sie schon zwischen September und Oktober auszusäen: Sie keimt bereits im Herbst und überdauert als kleines Pflänzchen sogar mäßige Winterfröste. Wenn andere, im Frühjahr gesäte Bohnen sich erst entwickeln müssen, ist die Ackerbohne schon stark genug, um Schädlingen und Unkraut zu widerstehen.

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Topinambur – Nachkultur für die Ernte im Folgejahr

Sogar bis Ende November können Topinamburknollen gesetzt werden. Sie sind extrem kälteresistent und überdauern den Winter im Boden, um dann zeitig im Frühjahr auszutreiben und besonders viele Knollen zu bilden. Eine Ernte ist das ganze Jahr über möglich, aber im Herbst am ergiebigsten, bevor der Boden gefroren ist.

Tipp: Wer verhindern möchte, dass sich Topinambur durch seine immer neue Pflanzen bildenden Wurzelknollen ausbreitet, kann eine Wurzelsperre im Beet eingraben.

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Senf -für die Ernte oder als Gründüngung

Die Senfpflanze ist eine anspruchslose und gegen Trockenheit, Hitze und Frost widerstandsfähige Nachkultur. Noch im September kann der vielseitig nutzbare Senf direkt ins Beet gesät werden. Nicht nur die Samen sind essbar, auch die jungen Blätter können ähnlich wie Spinat verwendet werden und bereichern Eintöpfe und Salate.

Falls die Samen nach einer späten Aussaat und frühem, starken Frost nicht mehr zur Reife kommen, war der Anbau dennoch nicht umsonst. Alternativ können die Senfpflanzen auch einfach stehen bleiben und dienen auf diese Weise als Gründüngung des Gartenbodens für die nächste Saison.

Wenn die Haupternte eingeholt ist, können die Beetflächen mit einer Nachkultur bepflanzt werden, um sie optimal zu nutzen. Viele Gemüsesorten gedeihen auch noch im Herbst und Winter.

Hinweis: Senf gehört zur Gattung der Kreuzblütler und ist in der Fruchtfolge nach anderen Kreuzblütlern wie Kohlsorten, Rettichen und Rüben nicht geeignet.

Phacelia – Bienenweide und Gründüngung

Eine weitere Pflanze, die zur Gründüngung, aber auch als Bienenweide ausgesät werden kann, ist Phacelia, passenderweise auch als “Bienenfreund” bezeichnet. Bis August oder je nach Lage sogar September ausgesäte Pflanzen kommen noch im selben Jahr zur Blüte und versorgen die Bienen noch spät im Jahr mit Nahrung. Die im Winter auf dem Beet verrottenden Pflanzen reichern den Boden mit Stickstoff an und hemmen Nematoden und vermeintliche Unkräuter.

Wenn die Haupternte eingeholt ist, können die Beetflächen mit einer Nachkultur bepflanzt werden, um sie optimal zu nutzen. Viele Gemüsesorten gedeihen auch noch im Herbst und Winter.

Säen oder pflanzen?

Um noch vor dem Winter zu ernten, ist für die meisten Pflanzen eine Aussaat bis Ende August empfehlenswert. Im September sind nur noch wenige Sorten übrig, die schnell genug reifen. Wer seine Beete dennoch effizient nutzen möchte, kann ab September auch auf vorgezogene Setzlinge zurückgreifen, entweder von der eigenen Fensterbank oder aus der Gärtnerei.

Für ungeplante Lücken im Beet oder “faule” Gärtner ist diese Zusammenstellung verschiedener Setzlinge für die späte Ernte optimal geeignet.

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Unbedingt ergänzen sollte man Wickroggen, eine Mischung aus Winterroggen und Zottelwicke. Diesen kann man bis in den Oktober aussäen, und der Winterroggen wächst auch im Winter, bei unseren derzeitigen Nichtwintern um so mehr.

    So hat man zum Saisonbeginn im Frühjahr durchaus Grünmasse meterhoch (Mulchen, Kompostieren, Tierfutter), eine enorme Wurzelmasse verbleibend im Boden zur Nährstoffanreicherung sowie einen lebenden und lockeren Boden. Diesen Boden kann man mit den Händen umgraben …

    Antworten
    • smarticular.net

      Vielen Dank für die wertvolle Ergänzung!
      Liebe Grüße

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