Schmackhaftes aus Feld und Flur: Wildpflanzen im Februar

Im Februar findet man schon wieder die ersten frischen Wildkräuter. Auch leckere und heilkräftige Wurzeln können jetzt noch geerntet werden.

Im Februar erwachen mancherorts schon die Frühlingsgefühle. Erste Schneeglöckchen und sogar Krokusse erblühen, die Tage werden länger und es macht Freude, wieder in die langsam grüner werdende Natur zu gehen. Noch muss man genau hinschauen, um kleine, sprießende Kräuter zu entdecken, doch von den winterharten Wildkräutern kann man jetzt schon wieder frisches, zartes Grün ernten.

In diesem Beitrag erfährst du, welche Wildpflanzen und Wurzeln im Februar geerntet werden können, Tipps für alle Jahreszeiten findest du im Wildpflanzen-Erntekalender für das ganze Jahr. Beachte jedoch, dass in dieser kargen Jahreszeit wenn überhaupt nur kleine Mengen geerntet werden sollten, damit von dem spärlichen Angebot noch genügend für die Tierwelt übrig bleibt.

Allgemeine Tipps für die Wildkräutersammlung

Absolute Neulinge finden in einem eigenen Beitrag Grundlagen zum Sammeln von Wildpflanzen. Die wichtigsten Regeln haben wir kurz und bündig zusammengefasst:

  • Ein unsichtbarer Sammler ist ein guter Sammler, deshalb ernte maximal ein Drittel der Pflanzen an einer Stelle.
  • Sammle ausschließlich Pflanzen und Pflanzenteile, die du sicher bestimmen kannst. Deinen Wissensschatz kannst du auf Wildkräuterführungen und Webseiten über Wildkräutern Schritt für Schritt erweitern. Wenn du unsicher bist, lass die Pflanze stehen und mache stattdessen ein paar Fotos, um sie daheim in Ruhe zu bestimmen.

Beim Bestimmen kann ein informatives Kräuterbuch hilfreich sein. Wir können zum Beispiel diese empfehlen:

Beachte, dass die klimatischen Bedingungen von Jahr zu Jahr und auch regional stark schwanken können. Deshalb weichen die hier beschriebenen Zeiträume und Wachstumsstadien gegebenenfalls von deinen lokalen Bedingungen ab.

Wildkräuter im Februar – auf den letzten Drücker

Wenn du noch Wurzeln ernten möchtest, solltest du es jetzt tun. Denn mit den länger werdenden Tagen kehrt die Kraft der Pflanzen vermehrt von den Wurzeln zurück in das grüne Kraut.

Von folgenden Pflanzen kannst du im Februar Wurzeln ernten und in der Küche oder zu Heilzwecken weiterverarbeiten:

Im Februar findet man schon wieder die ersten frischen Wildkräuter. Auch leckere und heilkräftige Wurzeln können jetzt noch geerntet werden.

Wie schon in den Vormonaten lassen sich im Februar außerdem die Wurzeln folgender Kräuter ernten:

Der Löwenzahn beginnt jetzt schon wieder kräftig auszutreiben, weshalb die Wurzel nicht mehr geerntet wird.

Mehr Informationen und Ratschläge zum Ernten und Verarbeiten von Wurzeln findest du im Wildkräuter-Erntekalender für den November.

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Diese Wildpflanzen haben im Februar Hochsaison

So richtig Hochsaison haben frische grüne Wildkräuter im Februar noch nicht, aber wer die Augen offen hält und genau hinsieht, kann schon einige junge Pflänzchen finden. Wenn die Natur sich noch etwas Zeit lässt, kannst du dich bestenfalls noch an deinen Vorräten erfreuen. Zum Beispiel ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um getrocknete oder in Öl eingelegte Kräuter aufzubrauchen, denn ab März wird es wieder reichlich frisches Grün geben.

Einige Kräuter und Pflanzen ziehen sich auch im Winter nie ganz zurück und gehören deshalb im Februar zu den ersten Kräutern, deren frisches Blattgrün geerntet werden kann:

  • Sauerampfer ist ein fein säuerlich-würziges Kraut mit zarten Blättern, die sich für Salat und als Würze für Gemüse und andere herzhafte Speisen eignen.
  • Wiesenknopf streckt seine Fiederblättchen auch schon der Sonne entgegen. Dieses milde Würzkraut ist sogar eine Zutat der berühmten Frankfurter Sauce, aber auch viele andere Speisen kann er geschmacklich verfeinern.

Im Februar findet man schon wieder die ersten frischen Wildkräuter. Auch leckere und heilkräftige Wurzeln können jetzt noch geerntet werden.

  • Junge Löwenzahnblätter machen sich wunderbar einem grünen Salat.
  • Gänseblümchen dekorieren nicht nur verschiedenste Speisen, du kannst aus ihnen auch Gelee kochen, einen Heiltee gegen Atemwegserkrankungen zubereiten oder eine Gänseblümchen-Tinktur herstellen.
  • Frisches Pfennigkraut hilft bei Husten und ist zudem ein gutes Wundheilmittel. In der Küche wird es gern als mild-würzige Zutat in den Salat gegeben.
  • Scharf-würziges Wiesenschaumkraut eignet sich roh als Beigabe zu Salaten und anderen Kräuterspeisen.

Die Vogelmiere breitet sich zum Ärgernis vieler Gärtner gern großflächig aus. Das vitalstoffreiche Wildkraut kann zu Salat, Pesto und mehr verarbeitet werden, statt es zu bekämpfen.

Wie schon in den Vormonaten kannst du auch im Februar weiterhin junge Triebe der folgenden Wildpflanzen ernten und für Salat oder winterliche grüne Smoothies verwenden:

Vielleicht entdeckst du schon…

Abhängig von den lokalen Gegebenheiten und der aktuellen Witterung kannst du Ende Februar vielleicht schon folgende Wildkräuter entdecken:

  • Vitamin-C-reiches Scharbockskraut mit seinen kräftig grünen Blättern, die als Zutat für Salate dienen
  • hellgrüner Sauerklee, den man meist im Winter findet und der eine erfrischende Nascherei auf Spaziergängen ist
  • leicht herbe Schafgarbe, die unter anderem als Frauenheilkraut und bei Wunden verwendet wird

Die Schafgarbe ist eine reiche Quelle gesunder Inhaltsstoffe für innere und äußere Anwendungen. In Kosmetik und als Tee wirkt die Schafgarbe durchblutungsfördernd, entzündungs­­hemmend und krampflösend.

  • Huflattich gehört zu den wenigen Kräutern, bei denen zuerst die Blüte erscheint. Die gelben Huflattichblüten können hartnäckigen Husten vertreiben. Sowohl die Knospen, Stängel als auch die Blüten werden im Salat gegessen.

Heimisches Wildobst im Februar

Frisches Wildobst gibt es um diese Zeit nicht. Doch wer vorgesorgt hat, kann jetzt Kompott, Marmelade, Gelee und Fruchtmus zum Nachtisch anbieten. Eine besonders leckere Nascherei sind getrocknete Früchte, seien es Kirschen, Zwetschgen, Erdbeeren, Äpfel, Birnen oder Sanddornbeeren.

Wer es lieber frisch mag, kann im Februar weiterhin auf Lageräpfel zurückgreifen. Meist sind diese Äpfel nicht mehr knackig und frisch, doch auch leicht weich sind sie oft noch köstlich und eignen sich zudem prima für Apfelkuchen und selbst gemachtes Apfelmus.

Unsere liebsten Wildpflanzen, Rezepte und Tipps findest du auch in unserem Buch:

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Welche Kräuter und anderen Wildpflanzen erntest du, und wie verwendest du sie? Teile uns deine Erfahrungen über die Kommentare mit!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Wir hatten heute das 1.x viel Sonnenschein und so bin ich in die Natur.
    Es wächst schon der Berliner Bärlauch, Knoblauchranke u.a. Jedenfalls da, wo ich war.
    Kommt immer auf den Boden an. Das ist immer meine Frühjahrskur.
    Auch einige Schneeglöckchen fand ich.
    Auf meinem Balkon blühen immer noch Ringelblumen, violette Malven und jeden Tag
    esse ich Dill und Kapuzinerkresse. Das war voriges Jahr noch nicht.
    Dann allen viel Spaß beim Suchen und essen.
    Monika

    Antworten
    • Hallo Monika,
      dieser Winter ist ja bisher eher mild gewesen, sodass in der Natur noch oder schon einiges zu finden ist. Und auch ich freue mich schon auf den ersten Berliner Bärlauch/Wunderlauch!
      Liebe Grüße, Annette

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