Sahnemeerrettich und andere Rezepte mit der scharfen, heilsamen Knolle

Meerrettich spielt in deiner Küche kaum eine Rolle – schade, denn die scharfe Knolle ist überaus gesund und lässt sich für viele Rezepte und die Hausapotheke verwenden.

Den scharfen Meerrettich verbinden viele mit Sahnemeerrettich zu Räucherlachs oder der typischen Soße zu Tafelspitz. Weitgehend in Vergessenheit geraten ist hingegen, dass es sich bei der Meerrettichwurzel um ein natürliches Antibiotikum handelt und die scharfe Knolle zahlreiche weitere gesundheitsförderliche Eigenschaften besitzt.

Statt Sahnemeerrettich fertig im Glas zu kaufen, kannst du die scharfe Paste ganz einfach selber machen. Lass dich von folgenden Tipps und Rezepten inspirieren, das unscheinbare, aber äußerst gesunde Wurzelgemüse (wieder) öfter in der Küche zu verwenden! Zudem kann Meerrettich als einfaches, vielseitiges Hausmittel zum Beispiel bei Erkältungskrankheiten und Muskelbeschwerden die Heilung fördern.

Sahne-Meerrettich selber machen

Statt den klassischen Sahne-Meerrettich im Glas zu kaufen, kannst du ihn leicht selbst herstellen. Dafür werden lediglich eine Handvoll Zutaten benötigt:

  • 150 g Meerrettichwurzel (gibt’s in der Gemüseabteilung, zum Beispiel im Bioladen)
  • 100 ml Schlagsahne
  • 1 TL Salz


Meerrettich spielt in deiner Küche kaum eine Rolle – schade, denn die scharfe Knolle ist überaus gesund und lässt sich für viele Rezepte und die Hausapotheke verwenden.

Die Zubereitung dauert nur wenige Minuten:

  1. Meerrettich schälen und grob reiben.
  2. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Mixstab fein pürieren.
  3. Die fertige Paste in mehrere kleine, saubere Gläser füllen.

Im Kühlschrank hält sich der frische Sahne-Meerrettich einige Tage. Wenn du eine größere Menge Meerrettich verarbeiten möchtest, kannst du die Mengen entsprechend erhöhen, den fertigen Sahne-Meerrettich in kleine Schraubgläser abfüllen und einfrieren oder alternativ im Glas einkochen.

Tipp: Eine weitere Möglichkeit, Meerrettich haltbar zu machen, besteht darin, die frischen Raspel in Essig und Salz einzulegen.

Rote-Bete-Apfel-Salat mit Meerrettich

Rote Bete und Meerrettich harmonieren geschmacklich besonders gut, deshalb findet man sie auch in zahlreichen Rezepten gemeinsam in der Zutatenliste – zum Beispiel in einem Salat mit Roter Bete, Apfel und Meerrettich.

Folgende Zutaten werden benötigt:


  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL frischer Meerrettich oder Sahne-Meerrettich aus dem Glas

Meerrettich spielt in deiner Küche kaum eine Rolle – schade, denn die scharfe Knolle ist überaus gesund und lässt sich für viele Rezepte und die Hausapotheke verwenden.

So bereitest du den Salat zu:

  1. Öl, Essig und Honig zu einem Dressing verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Äpfel und Rote Bete würfeln.
  3. Dressing über die Würfel geben und alles gut vermengen.
  4. Meerrettich nach Geschmack dazugeben und alles noch einmal abschmecken.

Wer einen milderen Geschmack bevorzugt, kann zusätzlich etwas Joghurt an den Salat geben. Dazu passt ein kerniges Brot.

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Meerrettich-Suppe mit Kartoffeln

Kartoffeln und Meerrettich kannst du auch fleischlos genießen, beispielsweise in einer würzigen Kartoffelsuppe mit Meerrettich, die sich auch mit veganen Alternativen zubereiten lässt.

Für vier Portionen brauchst du folgende Zutaten:


Meerrettich spielt in deiner Küche kaum eine Rolle – schade, denn die scharfe Knolle ist überaus gesund und lässt sich für viele Rezepte und die Hausapotheke verwenden.

So bereitest du die Suppe zu:

  1. Zwiebel schälen und fein würfeln.
  2. Kartoffeln und Meerrettich schälen und grob zerkleinern.
  3. Butter in einem Topf schmelzen lassen und die Zwiebelwürfel darin glasig schwitzen.
  4. Kartoffeln dazugeben und kurz anbraten.
  5. Mit Gemüsebrühe ablöschen und circa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
  6. Meerrettich und Milch hinzufügen und alles nochmals 5 Minuten köcheln lassen.
  7. Mit dem Pürierstab pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu passen frische Kresse oder andere Küchenkräuter der Saison, geröstete Brotwürfel oder eine Einlage aus geräuchertem Fisch.

Brotaufstrich mit Meerrettich

Meerrettich verleiht vegetarischen Aufstrichen eine ganz besondere Note. Auch auf dem Brot harmoniert das scharfe Aroma sehr gut mit dem erdigen Geschmack von Roter Bete – zum Beispiel mit diesem einfachen Aufstrich-Rezept.

Zutaten für Rote-Bete-Aufstrich mit Meerrettich:

  • 250 g gekochte Rote Bete
  • 50 g Sonnenblumenkerne oder Cashewkerne
  • 2 EL hochwertiges, geschmacksneutrales Pflanzenöl


  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 EL Essig
  • 2-4 TL Meerrettich – frisch geraspelt oder aus dem Glas

Alle Zutaten in den Mixer geben und pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Im Kühlschrank hält sich der Aufstrich einige Tage. Für eine bessere Haltbarkeit kann man die Oberfläche mit Pflanzenöl bedecken. Größere Mengen des Aufstrichs werden am besten portionsweise in kleine Gläser gefüllt und eingefroren.

Meerrettich spielt in deiner Küche kaum eine Rolle – schade, denn die scharfe Knolle ist überaus gesund und lässt sich für viele Rezepte und die Hausapotheke verwenden.

Tipp: Eine blitzschnelle Variante des Meerettich-Aufstrichs ist Meerrettich-Butter. Dafür einfach etwas geriebenen Meerrettich mit weicher Butter verrühren und mit frischem Brot genießen.

Meerrettich-Honig gegen Erkältungskrankheiten

Die in der Knolle enthaltenen ätherischen Senföle wirken antibakteriell, deshalb eignet sich Meerrettich hervorragend, um einen heilsamen Hustensaft daraus zuzubereiten.

Als natürliches Antibiotikum helfen die Wirkstoffe im Meerrettich, Erkältungskrankheiten zu lindern - zum Beispiel mit einem selbst gemachten Hustensaft aus Meerrettich und Honig.

Meerrettich Wickel gegen rheumatische Beschwerden und Muskelkater

Nicht nur als Lebensmittel haben die scharfen Knollen jede Menge zu bieten. In einer heilsamen Auflage wirken die Inhaltsstoffe des Meerrettich durchblutungsfördernd und können helfen, Muskelkater und rheumatische Beschwerden zu lindern.

Die Auflage ist schnell gemacht:

  1. Frischen Meerrettich fein reiben.
  2. Meerrettich-Raspel dünn auf die betroffenen Stellen auftragen und mit einem Lein- oder Baumwolltuch abdecken. Bei empfindlicher Haut den Meerrettich in ein dünnes Tuch einschlagen und auflegen.
  3. Tuch und Meerrettich für einige Minuten liegen lassen und nach Bedarf mehrmals wiederholen.

Durch die enthaltenen Senfölglycoside wirkt der Meerrettich schnell und intensiv, weshalb du lieber mit einer kurzen Anwendungsdauer beginnen solltest. Eine zu lange Einwirkzeit könnte zu Hautreizungen führen. Wenn du den Meerrettich auf der Haut gut verträgst, kannst du die Behandlungsdauer für eine noch intensivere Wirkung auch verlängern.

Möchtest du mehr über die Heilkräfte der Wurzeln erfahren? Dann kannst du in unserem Buchtipp weiterlesen:

Wie bereitest du die scharfe Knolle am liebsten zu? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Christina

    Auch die Blätter des Meerrettichs sind essbar – und schmecken ähnlich, aber deutlich milder als Meerrettich. Man kann die (jungen) Blätter einfach auf Brot legen oder einen köstlichen Aufstrich aus Blättern und Nüssen herstellen Handvoll Blätter, Handvoll Sonnenblumenkerne oder Nüsse, Salz, etwas Olivenöl im MIxer zerkleinern und mixen)

    Antworten
    • Danke für die Ergänzung! Das klingt lecker. Liebe Grüße Sylvia

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