Mispel-Salsa: süß-pikanter Dip mit der regionalen Herbstfrucht

Auf die Mispel, fertig, los! Die heimische Mispelfrucht ist die perfekte Zutat für Marmeladen, Mus oder Salsa. So einfach gelingt der köstliche Mispel-Salsa-Dip!

Die kälteresistente Mispel ist eine kaum bekannte, in unseren Breiten aber oft anzutreffende Frucht, die man sich schmecken lassen kann, wenn anderes Obst bereits abgeerntet ist. Nachdem der erste Frost Ende Oktober oder Anfang November eingesetzt hat, beginnen die süß-säuerlichen Mispeln zu reifen. Dann lassen sie sich hervorragend zu Marmelade, Gelee oder Likör verarbeiten!

Mispeln schmecken aber ebenso in herzhaften Gerichten. Wie wäre es mit einem Mispel-Rezept für eine pikante Salsa mit südamerikanischem Einschlag?

Mispel-Rezept für pikante Salsa

Wenn das Fruchtfleisch der Mispel durch den ersten Nachtfrost weich und süß geworden ist, kann es leicht weiterverarbeitet oder einfach pur genossen werden. Für etwa 350 Milliliter (zwei mittelgroße Schraubgläser) süß-pikante Salsa werden benötigt:

  • 200-300 g Mispeln
  • 7 aromatische kleine Tomaten, z.B. Kirschtomaten
  • ½ rote Zwiebel
  • 1 EL Pflanzenöl, z.B. Olivenöl

Und zum Würzen:

  • 1 Chilischote
  • 4 Stängel frischer Koriander
  • 1 TL flüssige Süße, z.B. Rübensirup oder Honig
  • 1 unbehandelte Limette, davon Saft und abgeriebene Schale
  • Salz und Pfeffer

Auf die Mispel, fertig, los! Die heimische Mispelfrucht ist die perfekte Zutat für Marmeladen, Mus oder Salsa. So einfach gelingt der köstliche Mispel-Salsa-Dip!

Tipp: Ob die Mispeln reif sind, kannst du am Geschmack erkennen. Das rohe Fruchtfleisch reifer Früchte schmeckt mild und süß, ähnlich wie Birnen. Unreife Früchte schmecken dagegen eher herb bis bitter. Damit sie ihr volles Aroma entfalten, lege unreife Mispeln für ein bis zwei Tage ins Gefrierfach und lasse sie wieder auftauen – so werden sie weich und zuckersüß.

Um an das weiche Fruchtfleisch der Mispeln zu gelangen, ist es am einfachsten, die halbierten Früchte durch ein feines Sieb zu passieren. Im Video von mundraub.org kannst du dir anschauen, wie es funktioniert.

Auf die Mispel, fertig, los! Die heimische Mispelfrucht ist die perfekte Zutat für Marmeladen, Mus oder Salsa. So einfach gelingt der köstliche Mispel-Salsa-Dip!

Tipp: Keine Angst vor faulen Früchten: Auch wenn voll entwickelte Mispeln einen überreifen Eindruck machen, erkennt man wirklich faule, ungenießbare Früchte am vergorenen Geruch.

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So machst du eine Salsa aus der Mispel-Frucht:

  1. Das Mispel-Fruchtfleisch zu Fruchtbrei passieren wie oben beschrieben.
  2. Tomatenstrünke entfernen und Tomaten klein schneiden.
  3. Zwiebel und entkernte Chilischote in feine Würfel schneiden.
  4. Koriander in feine Streifen schneiden.
  5. Die klein geschnittenen Zutaten zusammen mit dem Fruchtmark der Mispeln in eine Schüssel geben. Mit Öl, Süße, Limettensaft und -schale vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Die fertige Salsa abfüllen und im Kühlschrank über Nacht gut durchziehen lassen.

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Die Mispel-Salsa wird am besten innerhalb von zwei Tagen aufgebraucht und kann in wiederverwendbaren Schraubgläsern aufbewahrt werden. Um den Dip länger haltbar zu machen, fülle die Gläser nur zu etwa drei Vierteln, sodass du die Salsa einfach im Schraubglas einfrieren kannst.

Dazu schmecken zum Beispiel gebratenes Gemüse der Saison, knusprige Kartoffelspalten aus dem Backofen oder selbst gemachte Gemüsechips.

Die Mispelfrucht in der Region ernten

Die Mispel enthält vor allem Vitamin C, Pektin und Gerbstoffe. Damit fördert ihr Genuss die Verdauung und lindert innerliche Entzündungen, zum Beispiel des Darms und der Blase.

Während die Mispel im Mittelalter für ihre heilende Wirkung bekannt war, ist sie mittlerweile fast in Vergessenheit geraten. Das macht sie zu einer wahren “Mundraub-Frucht”, da sie in Supermärkten und selbst auf Wochenmärkten kaum angeboten wird. Aber dafür steht so manch vergessener Mispelbaum in der Nähe von Hecken oder auf Streuobstwiesen, der beerntet werden kann.

Mit der Karte von mundraub.org kannst du dich selbst auf die Suche nach dieser sehr gesunden Frucht begeben. Ausgebildete, reife Mispeln erkennst du an bräunlichen Flecken auf der Schale und trockenen Blütenresten am unteren Ende der Frucht. Mehr Erntetipps findest du in einem eigenen Beitrag.

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Mispeln lagern und reifen lassen

Wenn die geernteten Mispeln noch nicht weich und süß genug sind, um sie zu essen, empfiehlt es sich, sie bei kalten Temperaturen draußen an der Luft oder im Gefrierfach zu lagern, damit sie nachreifen können. Werden sie draußen gelagert, erkennt man an der dunklen bräunlich gefärbten Schale und an der weichen Konsistenz, dass die Früchte genießbar sind. Je nach Außentemperatur kann es mehrere Wochen dauern, bis sie so weit sind.

Gelagerte Mispeln sind anfällig für Schimmel, der sich vom Stängel her ausbreitet. Um die Früchte davor zu bewahren, werden die Stängel vor dem Lagern in eine Tasse mit Salzwasser getaucht. Dafür zwei Esslöffel Salz in 250 Millilitern Wasser auflösen.

Tiefgefrorene Mispeln können nach ein bis zwei Tagen aufgetaut und gegessen werden. Da sie nach dem Auftauen zu gären beginnen, sind sie leicht verderblich und werden am besten gleich gegessen oder weiterverarbeitet. Man kann auch einfach immer nur so viele aus dem Gefrierfach nehmen, wie gebraucht werden – so hält die Mispel-Saison zu Hause lange an.

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Welche heimischen Früchte verarbeitest du am liebsten und wie? Wir freuen uns über deine Inspiration in einem Kommentar!

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