Porridge heiß, kalt, über Nacht – Zubereitung des gesunden Haferbreis

Porridge - das gesunde Frühstück aus Hafer. Ergänze und variiere den Brei mit Obst, Nüssen und Gewürzen, kalt, warm, vegan oder auch herzhaft!

Porridge – der warme Frühstücksbrei, der ursprünglich aus Schottland stammt und schon lange in ganz Großbritannien verbreitet ist, steht längst auch auf zahlreichen Frühstückstischen in der ganzen Welt. Zu Recht, denn Hafer gilt als eine der vitamin– und mineralstoffhaltigsten sowie besonders eiweißreichen Getreidesorten und bildet eine gesunde Grundlage für die erste Mahlzeit am Tag.

Statt eine fertige Porridge-Mischung zu kaufen, kannst du den Brei ganz einfach, gesünder und preiswerter selber machen und dabei nach Lust und Laune variieren: Pur oder mit Süße und Gewürzen, üppig aufgepeppt mit Nüssen und Obst, warm, kalt, vegan oder auch herzhaft – da ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Basisrezept für klassisches Porridge

Basisrezept für klassisches Porridge

Schwierigkeit: Einfach
Portionen

2

Portionen
Kalorien

185

kcal
Gesamtzeit

5

Minuten

Bereite dein Porridge am besten frisch zu, da so die meisten Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Die Zubereitung ist so einfach, dass sie auch morgens kein Problem darstellt. Die Zutaten ergeben 2 Portionen.

Zutaten

  • Grundzutaten
  • 100 g zarte Haferflocken

  • ½ L Wasser, Milch oder Pflanzenmilch

  • Optionale Zutaten
  • 1 Prise Salz

  • Zucker oder eine Zuckeralternative nach Geschmack

  • Gewürze

  • Obst

  • Trockenfrüchte

  • Nüsse und Saaten

Zubereitung

  • Haferflocken mit Flüssigkeit und eventuell Salz in einen Topf geben und aufkochen.
  • Etwa drei bis vier Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen, bis eine breiige Konsistenz entsteht.Entdecke Porridge - das gesunde Frühstück aus Hafer: Hier findest du ein Grundrezept, viele Variationsmöglichkeiten und Rezeptideen.
  • In Schüsseln geben, mit weiteren Zutaten nach Wunsch ergänzen und noch warm genießen.

Tipp

  • Wenn du die Flocken vor dem Aufkochen kurz in einer Pfanne anröstest, intensiviert sich ihr Aroma.

Porridge, Overnight Oats oder Haferschleim?

Für das klassische Porridge werden Haferflocken mit Flüssigkeit gekocht, so dass ein cremiger Brei entsteht, der in den Vereinigten Staaten auch als Oatmeal und im deutschsprachigen Raum als Haferbrei bekannt ist. Vom Müsli unterscheidet sich das Porridge dadurch, dass es aufgekocht und warm gegessen wird, sowie durch seine breiige Konsistenz. Als Haferschleim wird dagegen nur die sämige Flüssigkeit bezeichnet, die nach dem Kochen vom Haferbrei abgeseiht werden kann.

Sehr ähnlich in der Konsistenz sind die Overnight Oats, bei denen Haferflocken abends mit Flüssigkeit kalt angerührt werden und über Nacht zu einem Brei quellen. Mit Schmelzflocken ist die Zubereitung eines Breis auch ohne Wartezeit möglich.

Allen Varianten ist gemein, dass sie besonders magenfreundlich und gut verdaulich sind. Porridge und Co. sind damit auch als Schonkost und für die ersten Breimahlzeiten von Babys etwa ab dem sechsten Monat geeignet.

Overnight Oats als kaltes Porridge

Wer auf die heiße Zubereitung verzichten möchte oder wem ein Porridge am Morgen zu viel Arbeit macht, der kann auf die kalte Version Overnight Oats ausweichen. Die Variationsmöglichkeiten sind ebenso groß wie beim Porridge.

Bist du auf der Suche nach einer Morgenmahlzeit, die schnell zubereitet und trotzdem gesund ist? Dann probiere doch einmal Overnight Oats!

Brei aus Schmelzflocken

Für den sofortigen Haferbrei-Genuss ist es möglich, gemahlene, besonders zarte Schmelzflocken mit warmer oder kalter Flüssigkeit zu einem Brei anzurühren.

Variationsmöglichkeiten für Porridge

Egal ob warm oder kalt, das Basisrezept aus Haferflocken und Milch oder Wasser lässt sich vielseitig ergänzen und variieren.

Andere Getreideflocken, zum Beispiel aus Dinkel, glutenfreier Hirse oder Reis, geben dem Brei zur Abwechslung eine andere Geschmacksgrundlage. Mit Vollkornflocken wird das Porridge zwar etwas kerniger, dafür kommst du in den Genuss der gesamten Nähr- und Vitalstoffe, die die Körner zu bieten haben. Wenn du eine Kornquetsche besitzt, kannst du den Nährstoffgehalt noch optimieren, indem du die Flocken selber machen. Grobe Flocken sind für die kalte Zubereitung allerdings weniger geeignet, da die Konsistenz nicht so breiig wird, sondern eher einem Müsli ähnelt.

Tipp: Wenn du dich gerne proteinreich ernährst, probiere unbedingt auch unser Rezept für ein Quinoa-Porridge.

Haferflocken selbst herstellen – das klingt erstmal nach Aufwand. Vor allem, wenn man hört, dass dafür eine Getreidequetsche nötig ist. Noch ein Küchengerät anschaffen, das Platz wegnimmt und nicht ganz günstig ist? Das war auch mein erster Gedanke. Warum ich meine Meinung geändert habe und wie auch du profitieren kannst, erfährst du hier.

Als Flüssigkeiten sind zum Aufkochen neben Wasser oder Milch auch Pflanzenmilch wie Hafermilch oder Mandelmilch bestens geeignet. Ein Schuss (Pflanzen-)Sahne macht die Mahlzeit noch gehaltvoller. Nach dem Kochen oder bei der kalten Zubereitung lassen sich auch Joghurt oder Saft verwenden.

Gewürze wie Zimt, Vanille, Kakao, Kurkuma oder andere Gewürze verleihen deinem Brei ein besonderes Aroma.

Ergänze dein Porridge am besten noch mit Obst, um es zu einer vollwertigen, vitaminreichen Mahlzeit zu machen. Wie beim Müsli kannst du ganz nach Lust und Laune Bananen- und Apfelstücke, Beeren, Granatapfelkerne und vieles mehr zugeben. Saisonale und regionale Sorten sind zu jeder Jahreszeit erhältlich und machen den Brei zur nachhaltigen Mahlzeit.

Nüsse, zum Beispiel Mandeln, Hasel- und Walnüsse oder Cashewkerne bereichern, gehackt und nach Wunsch geröstet, die Nährstoffvielfalt. Samen wie Leinsamen, Chiasamen oder Buchweizen fördern die Verdauung und liefern jede Menge Mineralstoffe.

Probiere zum Beispiel unser leckeres Rezept für ein Birnen-Porridge mit frischen und getrockneten Früchten, Nüssen und Gewürzen.

In diesem Birnen-Porridge kombinierst du herbstliche Früchte mit ballaststoffreichen Cerealien und Nüssen zu einem gesunden Frühstück.

Herzhaftes Porridge

Ohne Zucker und statt Obst ergänzt mit rohem oder schnell garendem Gemüse, das einfach im Topf zusammen mit den Flocken aufgekocht wird, ist das Porridge als herzhafte Mahlzeit zu jeder Tageszeit ein Genuss. Bereite dafür ein klassisches Porridge mit Wasser oder Brühe und etwas Salz zu und ergänze beispielsweise feine Möhren-, oder Zucchinistreifen, zerkleinerte Kohlblätter oder Erbsen.

Weitere köstliche und gesunde Rezepte und andere originelle Ideen findest du in unseren Buchtipps:

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Wie bereitest du Haferflocken zum Frühstück zu? Wir freuen uns über deine Anregungen in einem Kommentar!

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Über mich

Annette, gelernte Grafikdesignerin und Redakteurin, liebt es grün, wenn sie in der Küche, an der Nähmaschine oder im Garten experimentiert und danach über ihre Erkenntnisse schreibt. Am Ende ist aber trotzdem alles rosarot, denn beim Fotografieren und in der Grafik sorgt sie dafür, dass alles hübsch aussieht.

9 Kommentare
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  1. Thedhor Thümmelwalter

    Ich mache mir an kalten Tagen auch super gerne einen warmen Brei zum Frühstück. Bei mir muss dann immer noch eine Messerspitze Kardamom und etwas geriebener Ingwer mit rein, das wärmt so richtig schön von innen. Liebe Grüße

    Antworten
  2. Hallo ihr Lieben,

    bei uns gibt es das auch fast jeden Morgen, vor allem wenn es draußen so ungemütlich ist. Ich rühre dann gerne einen geriebenen Apfel und eine Prise Lebkuchengewürz mit unter, das schmeckt herrlich winterlich und wärmt so schön.

    Liebe Grüße

    Antworten
  3. Merike Schümers-Paas

    Brei ist lecker, gesund und günstig. Mit buntem Obst, Kräuter und Lebensmittelpulver kann man schon am frühen Morgen den Künstler rauslassen und die Familie einen munteren Start herzaubern. Ich habe neulich Bilder von einem Breigraffitiworkshop gesehen. Sehr inspirierend.

    Antworten
  4. Scottish porridge
    Wird mit kernige Haferflocken gemacht.

    Ca 50 gr Haferflocken pro Person.
    Über Nacht im kaltem Wasser legen,
    wichtig… mit einer Prise Salz
    Zum Frühstück aufkochen, eventuell noch Wasser hinzufügen, dann unter mittlere Hitze cremig ruhren.
    Dann frischem bio Milch oder noch besser bio Sahne unter rühren.
    Zum süßen spärlich mit Honig.
    Mehr nicht.

    Antworten
    • belala blou

      Vielen Dank für das Rezept. Das Einweichen hat mir im Beitrag oben auch gefehlt.
      Wird das Einweichwasser danach ersetzt oder direkt mit aufgekocht?

  5. Klassische Porridge hatten nie und nimmer Zucker oder auch Honig in ihren Zutaten. Dieses Gericht war das typische Frühstück des Bauernstades im Mittelalter und hin zur Industrialiierung. Zucker gab es in der Form noch nicht und Honig hatte nicht jeder.

    Antworten
    • belala blou

      Danke. So in der Art denke ich mir das auch.
      Gibt es irgendwo praktisch anwendbare Quellen zur Ernährung einfacher Leute vor der Industrialisierung? Für solche Informationen bin ich immer dankbar. Leider bin ich da bisher nicht sonderlich erfolgreich gewesen.

  6. hm, und morgen lerne ich, wie ich mir ein butterbrot schmiere? das niveau dieses beitrags ist erschreckend unten. – an sich mag ich diese seite, aber eben bin ich enttäuscht.

    Antworten
    • Man muss immer mit der Dummheit seiner Mitmenschen rechnen…haben sich wohl ein paar Menschen gedacht, als sie “Porridge”, trocken! also Haferflocken, mit besagten Zutaten, in teure Tüten gepackt haben, um sie in Drogerie- und Bio-Märkten, zum Verkauf anzubieten!

      Für so ein Portiönchen bezahlt dummer Mensch dann eben mal 5-6-7€, weil er wahrscheinlich auch noch zu unbedarft, um nicht doof zu sagen, dazu ist, sich ein Butterbrot schmieren zu können :-)

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