Okara-Rezepte: Knäckebrot, Nuggets und mehr aus den Sojaresten machen

Okara-Rezepte: Knäckebrot, Tempeh, vegane Nuggets oder auch süße Kekse … So viel lässt sich aus den Resten der Sojamilchherstellung noch machen!

Knäckebrot, Tempeh, vegane Nuggets oder auch süße Kekse … So viel lässt sich aus den Resten der Sojamilchherstellung noch machen. Die besten Okara-Rezepte findest du hier!

Wer seine Sojamilch selbst macht oder auch deren Folgeprodukte, wie selbst gemachten Tofu oder Joghurt und Quark aus Sojamilch, der hat immer auch den Trester der Sojabohnen übrig. Aus diesem Rest, Okara genannt, lässt sich aber noch so einiges machen …

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Das einfachste Okara-Rezept: Veganer Feta

Nicht nur aus den Resten der Mandelmilchherstellung lässt sich eine vegane Fetavariante selber machen, auch aus Okara gelingt diese Köstlichkeit. Ersetze den Mandeltrester im Rezept für Mandelfeta einfach durch die hellgelbe Sojapulpe.

Tipp: Da Soja viel weniger Fett als Mandeln enthält, kannst du der Fetamasse vor dem Backen etwas mehr Öl oder zusätzlich ein bis zwei Esslöffel (selbst gemachtes) Mandelmus hinzufügen. So wird das Ergebnis genauso cremig wie mit Mandeln.

So einfach geht veganer Feta: Eine pflanzliche Alternative zum Käse lässt sich aus den Tresterresten der Nussmilchherstellung selber machen.

Wichtig: Um das giftige Phasin der rohen Sojabohnen vollständig abzubauen, muss Okara – anders als bei anderen Rezepten zur Verwertung von Pflanzenmilch-Trester – immer erhitzt werden. Deswegen sind alle Rezepte in diesem Beitrag Koch- oder Backrezepte. 15 Minuten bei mindestens 90 °C genügen bereits, egal ob im Backofen oder im Kochtopf.

Okara-Rezept Nr.2: Proteinreiches Knäckebrot

Knäckebrot lässt sich leicht selber machen – mit Mehl, Haferflocken, diversen Kernen und in immer wieder neuen Abwandlungen und Geschmacksrichtungen. Für ein besonders proteinreiches Knäckebrot verwende Okara im Rezept. Bei der Herstellung von circa 750 Millilitern Sojamilch aus 100 Gramm trockenen Sojabohnen bleibt in etwa so viel Okara übrig, wie für dieses Rezept benötigt wird.

Protein-Knäckebrot einfach selber machen! Entdecke unser gesundes Rezept mit Okara, Tofu, Kichererbsen oder Quark - gleich nachbacken!

Vegane Nuggets aus Okara

Ob mit oder ohne Chicken: Nuggets mit knuspriger Panade sind bei Groß und Klein gleichermaßen beliebt. Wer die vegane Variante der Knusperteilchen nach diesem Rezept für Soja-Nuggets einfach selbst herstellt, verwertet nicht nur clever die Reste der Sojamilchherstellung, sondern spart auch jede Menge Verpackungsmüll ein.

Für die beliebten knusprigen Nuggets ist kein Fleisch notwendig: Du kannst vegane Nuggets einfach aus den Resten der Sojamilchherstellung selber machen!

Okara-Tofu-Bratlinge

Mit einem Haps sind die im Mund: Herzhafte Okara-Bratlinge kommen kalt oder warm, zum Partybuffet oder beim Picknick garantiert immer gut an.

Wirf den nahrhaften Sojatrester nicht weg! Entdecke unser Rezept für herzhafte Okara-Bratlinge - mit Tipps zu Beilagen und Haltbarkeit.

Tempeh – der Klassiker der Okara-Rezepte

Tempeh, eine fermentierte, als Fleischersatz gehandelte Spezialität aus der ost- und südasiatischen Küche, wird klassischerweise aus Okara hergestellt. In diesem Rezept für Tempeh aus Schälerbsen wurde zwar eine Alternative zur Sojabohne verwendet, diese lässt sich aber leicht auch wieder ersetzen: Verwende 750 Gramm Okara, um zwei bis drei Laibe Tempeh herzustellen.

Okara-Tempeh kann pur verzehrt, gebacken, frittiert oder gebraten werden und schmeckt gut als proteinreiche Zutat in One-Pot-Gerichten, als Brotbelag oder mariniert wie Tofu und mit Gemüse am Spieß gegrillt.

Tempeh selber zu machen, gelingt nicht nur mit Sojabohnen, sondern auch mit Schälerbsen, Lupinensamen, Kichererbsen, schwarzen Bohnen oder anderen Hülsenfrüchten.

Tipp: Mit dem Besorgen der Sonderzutat, dem Tempeh-Starter, ist die halbe Arbeit schon getan. Denn Tempeh macht sich quasi von allein. Und ist der Starter einmal vorrätig, lassen sich kostengünstig Unmengen der nussig-würzigen Laibe herstellen, die wirklich um Welten besser schmecken als gekaufte (pasteurisierte) Varianten. Trotz Sonderzutat und langer Reifezeit lohnt sich das Selbermachen von Tempeh also sehr!

Süße Okara-Rezepte zum Schluss

Kekse gehen immer! Auch mit Okara. Statt Mandeltrester im Rezept für Mandelplätzchen oder Tresterreste der Hafermilchherstellung im Rezept für Haferkekse zu verwenden, lässt sich die jeweils genannte Hauptzutat auch leicht durch Okara ersetzen. Welches ist dein Lieblingsrezept?

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Hast du vielleicht schon selbst mit Okara-Rezepten experimentiert? Dann lass uns gern eine gelungene Kreation in den Kommentaren unter dem Beitrag da!

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Über mich

Lisa hat als studierte Germanistin viel Erfahrung im Umgang mit Quellen. Vor allem wissenschaftliche Studien zum Thema bedarfsdeckende rein pflanzliche Ernährung sind ihr täglich Brot. Sie liebt es zu basteln, Kosmetik- und diverse andere Haushaltsprodukte selber zu machen und hat deswegen immer mehr Ideen, als sie in nur einem Leben umsetzen könnte.

6 Kommentare
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  1. C.Pappert

    Ich bereite seit Jahren Sojadrink selbst und zwar so, dass die eingeweichten Bohnen püriert, gekocht und erst dann gefiltert werden. So bleibt kein rohes Okara übrig, b.z.w. muss nicht nochmal erhitzt werden. Warum steht in fast allen Anleitungen eine andere Vorgehensweise :
    püriert, gefiltert, Drink ohne Okara
    kochen ?

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo,
      du hast Recht, deine Methode ist effizienter! Dass hier und anderswo trotzdem meistens die oben beschriebene Methode empfohlen wird, hat mehrere Gründe – die alle dafür sorgen, dass das Rezept besser gelingt, auch für jene, die es zum ersten Mal probieren:

      • Es geht schneller – bei deiner Methode müsstest du den kochend heißen Brei durch ein Passiertuch o.ä. filtern (Verbrennungsgefahr) oder warten, bis er abgekühlt ist.
      • Weniger Gefahr, dass etwas anbrennt (beim gekochten Bohnenbrei muss man höllisch aufpassen.
      • Weniger Schaum, der hochkocht – der gekochte Brei produziert viel Schaum (Saponine) und das kocht dann sehr schnell über.

      Wer den Dreh raus hat, kann es aber genau so machen wie du! Denn so lösen sich noch mehr Stoffe in der Milch, sie schmeckt noch besser, und das Okara ist, wie du schreibst, sofort weiterverwendbar.

      Liebe Grüße

  2. Ich habe eine Frage: wenn man Sojamilch herstellt, muss man diese am Schluss kochen, um das Phasin zu inaktivieren. Der Trester ist ja aber aus der rohen Sojabohne. Müsste das nicht auch vor Verwendung erhitzt werden? Denn Phasin ist da doch sicherlich auch drin, oder? Und wenn ja: wie macht man das? Ich habe es jetzt mal drei Minuten in die Mikrowelle gegeben, habe aber keine Ahnung, ob das Sinn macht.
    Und im Netz habe ich auch nichts dazu gefunden.
    Wer ist schlauer als ich?
    Liebe Grüße

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Liebe Ulrike,
      richtig – dazu gibt es ganz oben einen Hinweis, gleich unterhalb des Bildes zum veganen Feta. Bei allen Rezepten, in denen die Zutaten nicht nochmal erhitzt bzw. gebacken werden, empfiehlt es sich, das Okara separat zu erhitzen. Man könnte es zu diesem Zweck auch zusammen mit der Sojamilch kochen (nach dem Mixen) und erst im Anschluss die abgekochte Sojamilch filtern.
      Liebe Grüße

  3. Mega Idee, wir essen sehr wenig Fleisch, heute gibt es Frikadellen (Fleischpflanzerl) da kann ich doch auch Sojatrester mit rein verarbeiten? Ist dann zwar nicht vegan, aber eben noch weniger Fleisch.
    Danke

    Antworten
  4. Wir haben die Nuggest recht lecker. Nur die Panier war leider sehr trocken. Wir hatten den Boden der Form eingeölt und nach der halben Zeit auch noch etwas Öl auf die Nuggets gegeben, aber das hat nicht genügt. Was könnte man da noch verbessern?

    Könnte man die Nuggets auch in der Pfanne rausbraten oder braucht der Seitan diese lange Zeit, um durch zu sein?

    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Karin

    Antworten

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