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Mit “One Pot Pasta” brilliante Nudelgerichte zaubern in nur einem Topf
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In einem Topf gekocht schmecken Nudeln, Sauce und Gemüse gleich viel besser. Dazu sparst du Energie und auch der Abwasch geht schneller von der Hand.

Es gibt immer wieder Tage, an denen ich einfach nur müde vom langen Tag bin und eigentlich keine Lust habe, länger in der Küche zu stehen. Geht es dir gelegentlich auch so?

Die einfache Antwort für mich ist oft Pasta. Wasser erhitzen bis es blubbert, Nudeln zugeben. Parallel eine einfache Soße kochen, eventuell etwas Gemüse anbraten, z.B. passierte Tomaten oder Ähnliches mit Wasser dazu.

Der Einfachheit halber habe ich früher sogar auf das Gemüse verzichtet. Dann habe ich aber eine clevere Methode entdeckt, mit der ich schnell und einfach ein leckeres und gesundes Gericht zaubern kann. Anstatt Nudeln in Wasser zu kochen, das anschließend weggekippt wird (oder zum Putzen verwendet), nur um dann im zweiten Topf Wasser zur Soße zu geben, kann man auch das gleiche Wasser für beides nehmen! Alle Zutaten in einem Topf zu kochen mag zuerst etwas merkwürdig klingen, aber die Vorteile überzeugen und das Ergebnis spricht für sich!

One Pot Pasta – Nudeln, Soße und Gemüse in einem Topf

Es ist unglaublich, wie einfach sich ein leckeres Gericht zubereiten lässt. Dafür musst du lediglich alle Zutaten in einen Topf geben, erwärmen und rühren! Die Nudeln erhalten eine wunderbare Cremigkeit und der Geschmack ist fantastisch.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Du kochst sehr schnell ein gesundes Essen
  • Du sparst Energie
  • Es entsteht weniger dreckiges Kochgeschirr

Seitdem ich diese Kochmethode verwende, sind meine Nudelgerichte viel schneller gekocht und ich bereichere sie liebend gern mit etwas mehr Gemüse.

Zwei meiner Lieblingsrezepte findest du in diesem Beitrag. Natürlich eignet sich diese Methode auch für viele andere Kombinationen, sie ist außerdem ideal für das Verwerten von Essensresten.

Reisudeln mit Zucchini und Möhren

Für dieses Rezept brauchst du bloß:

  • einen großen Topf und einen Rührlöffel
  • 200 Gramm Reisnudeln oder andere Nudeln
  • Möhren, Zucchini, Stangensellerie – achte darauf, Gemüse mit gleicher Garzeit zu kombinieren
  • Zwiebeln, Knoblauch
  • Basilikum, Salbei, Salz
  • 500 ml Wasser

Und so gehst du vor:

  1. Gemüse in kleine Stücke schneiden.
  2. Zwiebeln und Knoblauch kleinschneiden.
  3. Alles zusammen mit den Nudeln und Wasser in einen Topf geben.
  4. Erhitzen und 10 Minuten köcheln lassen, dabei kräftig rühren.

In einem Topf gekocht schmecken Nudeln, Sauce und Gemüse gleich viel besser. Dazu sparst du Energie und auch der Abwasch geht schneller von der Hand.

Spaghetti mit Paprika, Kohlrabi und Kürbis

Für diese Pasta brauchst du lediglich:

  • einen großen Topf und einen Rührlöffel
  • 200 Gramm Spaghetti oder andere Nudeln
  • Paprika, Kohlrabi, Kürbis, etwas Stangensellerie und ein bisschen Grünkohl
  • Zwiebeln, Knoblauch
  • Salbei, Petersilie, Salz
  • 500 ml Wasser

Sellerie und Grünkohl dienen in diesem Rezept der Würze. An ihrer Stelle könntet du auch eine Gemüsebrühe nehmen. Am besten eignet sich natürlich selbstgemachtes Würzpulver oder Würzpaste mit einem hohen Gemüseanteil.

Und diese Schritte sind notwendig, um die Pasta zuzubereiten:

  1. Paprika, Kohlrabi und Kürbis in kleine, etwa gleichgroße Würfel schneiden.
  2. Grünkohl und Sellerie etwas feiner schneiden.
  3. Zwiebel und Knoblauch nach Bedarf und Geschmack klein schneiden.
  4. Alle Zutaten zusammen mit Wasser und Salz in einen Topf geben.
  5. Sobald das Wasser anfängt zu kochen, häufig am Topfboden rühren, damit nichts anbrennt.
  6. Nach etwa 10 Minuten ist die Pasta fertig zum essen.

Tipps zur One Pot Pasta

  • Bei der Auswahl des Gemüses sind keine Grenzen gesetzt, es muss lediglich auf die Garzeit geachtet werden, die meist mit der Größe der Stücke beeinflusst werden kann.
  • Die Nudeln sollten eine Garzeit von neun bis elf Minuten haben. Falls die Nudeln länger benötigen, riskierst du, dass das Gemüse matschig wird.
  • Wähle lieber einen größeren Topf als einen zu kleinen, das Rühren wird im großen deutlich einfacher.

In einem Topf gekocht schmecken Nudeln, Sauce und Gemüse gleich viel besser. Dazu sparst du Energie und auch der Abwasch geht schneller von der Hand.

Bist du auch schon auf die Idee gekommen, alles in einem Topf zu kochen? Hast du ein interessantes Rezept für dich entdeckt, welches dich nach einem langem Tag besonders zufrieden stellt und satt macht?

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  • Julie

    Hallo zusammen, ich habe ein wunderbares Rezept für eure One Pot Challenge! :-) Es ist ein sizilianisches Rezept und wir lieben es. Man nimmt einen großen Topf mit Gemüsebrühe (ich nehme am liebsten die selbstgemachte nach eurem Rezept). Dann gebe ich 500 g Spaghetti und 500 g kleingeschnittenen Mangold hinzu. Wenn die Spaghetti gar sind, ist auch der Mangold durch. Dann noch mit Knobiöl würzen und nach Belieben Parmesan, eine Handvoll Kirschtomaten, Pinien- oder Sonnenblumenkerne oder oder oder …darüber geben. Ist ganz wenig Arbeit und schmeckt superlecker!

    • Antonia

      Hallo. ich habe mal eine Frage: Habe ich das richtig verstanden, dass die Nudeln in KALTEM Wasser aufgesetzt werden? Werden sie dann nicht matschig? Bislang hieß es doch immer: Gemüse, Kartoffeln und Reis in kaltem Wasser aufsetzen, Nudeln aber immer nur in heißes Wasser geben => ist das überholt? Danke für Eure Antwort (als Jahrzehnte lange Hausfrau und Gerne-Köchin ist diese Frage wirklich ernst gemeint.

      • Maximilian Knap

        Sparsam wie wir sind erhitzen wir das Wasser immer erst im Wasserkocher (braucht am wenigsten Energie) und schütten es zu den Zutaten. Dann Herd auf höchste Stufe und nach 1-2 Minuten kocht es. Man könnte sicher auch die Zutaten ins kochende Wasser geben. Liebe Grüße!

        • Pruelence

          Also ich erhitze mein Wasser auch im Wasserkocher, habe aber gemerkt, dass es zwar heiß aber nicht mehr siedend ist. Deswegen mache ich immer einen kleinen Schluck Wasser in den Topf und während der Wasserkocher schon brodelt, erhitzt sich das. Dann das Wasser aus dem Wasserkocher einfach drauf und schon siedet das Wasser direkt auf. Das mache ich auch, wenn ich Nudeln oder Kartoffeln oder oder machen will. Funktioniert ohne Probleme. “One-Pot”-irgendwas (weil ich nicht nur Nudeln sondern auch Reis und Kartoffeln und alles darin mache) mache ich auch schon seit einer halben Ewigkeit, habe damit aber angefangen, weil ich nur zwei Töpfe habe, von denen meist einer dreckig ist und ich keine Lust habe, so viel zu spülen (ich warte immer bis richtig viel zum spülen da ist). Man kann auch herrlich Eier mit dem Nudelwasser kochen, das mache ich dann ab und zu mit 10 Eiern und die reichen mir die nächsten zwei Wochen.

      • Julie

        Wie oben schon erwähnt, ich lasse die Gemüsebrühe kochen, dann kommen die Zutaten hinzu. Da klebt nichts und wird auch nicht matschig. Einfach mal ausprobieren, da kann gar nichts schief gehen. :-)

    • Maximilian Knap

      Klingt fantastisch, das müssen wir probieren, vielleicht auch mit Blattspinat statt Mangold, den haben wir im Garten :) liebe Grüße!

    • Beagel

      Ich hab in Zusammenhang mit den One-Pot-Pasta-Rezepten mal gehört, dass man die Nudeln vorher immer kalt abspülen sollte, um überschüssige Stärke zu entfernen und damit ein Verkleben zu verhindern. Es geht also auch ohne?

      • Julie

        Also meine Gemüsebrühe kocht, wenn ich die Spaghetti hinzugebe. Ich spüle sie vorher nicht ab. Ich weiß nicht, wie das bei den anderen Rezepten ist, aber bei meinem klebt nichts. :-)

  • iknowiknowiknow

    Muss das wirklich sein, dass wir für jahrhundertealte bewährte Konzepte englische Bezeichnungen verwenden müssen, um besonders hip und modern und innovativ zu klingen?
    Der Eintopf ist im deutschsprachigen Raum wirklich keine neue Idee, vor allem die Deutschen haben da eine beachtenswerte Kultur entwickelt.
    Und warum darf man zu Nudeln nicht mehr Nudeln sagen? Weil die Amis “Pasta” sagen?
    Gerade bei der Ernährung brauchen wir keine Kultur vom fettesten Volk der Welt importieren und damit auch nicht die Bezeichnungen.
    Davon abgesehen versteht ein großer Teil der Bevölkerung die wichtigtuerischen englischsprachigen Slogans sowieso nicht.

    • Beagel

      Ich weiß auch nicht warum ich deinen Kommentar in Verbindung mit deinem Nutzernamen irgendwie lustig finde… :-) Und gerade die “Eintopf-Variante” mit Nudeln ist doch nun wirklich neu und nicht unbedingt mit klassischen Eintopf-Varianten vergleichbar.

      • iknowiknowiknow

        Monica, you ASKED the question! (Für alle Insider)
        Stimmt allerdings, Nudeln sind vor allem in der deutschen Küche ein Novum, wo man zu 99% auf die Kartoffel setzt. Das meine ich jetzt in keiner Weise negativ, Kartoffeln sind in jeder Hinsicht wertvoller als Nudeln.
        Das ganze ist schon eine angenehme “Gegenbewegung” gegen die Geschirrverschwendung des geneigten Fernsehkochs (“Man nehme: 20 Zutaten in lauter kleinen Schüsseln, ansprechend präsentiert und brate sie alle voneinander unabhängig an …”)

  • Teresina

    Nein Kinder wirklich Nein! Das ist einfach nur eklig

    • Gast

      was jetzt genau ist daran bitte eklig?? ich finde es genial…

  • Doris

    Eine für

  • Doris

    Hoppla, zu früh gedrückt. Eine für mich sehr wichtige Erkenntnisse war, dass man One Pot Pasta Gerichte nicht wirklich aufheben kann. Da die Nudeln nach dem fertigkochen quasi in ihrer Kochumgebung bleiben (weil alles in einem Topf) garen sie weiter und dann werden die Nudeln schnell richtig matschig. Vielleicht klappts wenn man Reste sofort kalt stellt, aber ich hab da eher Zweifgel. Ansonsten ne gute und schnelle Variante Pasta zu kochen.
    Für mich hat der deutsche Eintopf übrigens wenig mit dieser one pot Variante zu tun, außerdem ist die Zubereitungsart weit älter als der deutsche Begriff dafür, also keine Panik um deutsches Sprachgut, die Deutschen haben es nicht erfunden. Ein klein wenig übertrieben, aber das sei nur meine bescheidene Meinung.
    LG
    Doris

    • Vielen Dank für diese hilfreiche Ergänzung :-) stimmt, die Gerichte sind für sofortigen Verzehr gedacht. Nach längerem Stehen werden die Nudeln dagegen matschig. Das geht dann eventuell besser mit anderen Beilagen, wie zum Beispiel Buchweizen oder anderem Getreide. Liebe Grüße!

  • Doris

    Aber eh schon eine alte Diskussion, wie ich sehe ;)

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