Jackfruit-Frikassee: So gelingt der Kindheitsklassiker rein pflanzlich
Frikassee ohne Huhn? Kein Problem mit Jackfruit! Denn bei diesem absoluten Wohlfühl-Klassiker, den viele noch aus ihrer Kindheit kennen, ergibt das faserige Fruchtfleisch der Jackfruit einen nahezu perfekten, rein pflanzlichen Ersatz für Hühnerfleisch.
Der Rest des traditionellen Rezepts wird nur minimal verändert, um eine köstliche, vegane Variante zu erhalten, die dem Original in nichts nachsteht. So holst du dir den Geschmack von früher auf den Teller – ganz ohne tierische Produkte!
Jackfruit-Frikassee
Schwierigkeit: Einfach2
Portionen280
kcal30
MinutenFür das vegane Frikassee brauchst du nicht viele außergewöhnliche Zutaten. Das Gemüse lässt sich zudem wunderbar regional und saisonal anpassen. Jackfruit-Frikassee schmeckt wie der Klassiker mit Reis oder einer Reisalternative, passt aber auch zu (selbst gemachter) Pasta oder Kartoffeln.
Zutaten
1 Glas oder Dose junge Jackfruit (ca. 225 g Abtropfgewicht)
1 Zwiebel
1–2 Tassen Gemüse (z.B. Karotten, Erbsen, Spargel, Champignons – je nach Saison oder Restebestand)
Neutrales Pflanzenöl oder vegane Margarine zum Anbraten
optional 3 EL Kapern
250 ml Gemüsebrühe (optional 100 ml der Brühe durch veganen Weißwein ersetzen)
100 ml pflanzliche Sahne (z.B. Hafersahne)
2 EL helles Mehl (Weizen oder Dinkel)
Saft einer halben Zitrone
Salz, frisch gemahlener Pfeffer und Muskatnuss
Zubereitung
- Jackfruit durch ein Sieb abgießen, mit klarem Wasser abspülen und mit den Händen oder einer Gabel entlang der Fasern zerkleinern. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Das restliche Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
- Etwas Pflanzenöl in einer Pfanne oder einem weiten Topf erhitzen und die Zwiebelnwürfel darin glasig anschwitzen. Falls du Champignons verwendest, diese hinzufügen und für einige Minuten kräftig anbraten.
- Die zerkleinerte Jackfruit und das restliche Gemüse hinzugeben. Alles für 10 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis das Gemüse gar, aber noch bissfest und die Jackfruit weich ist. Bei Bedarf noch etwas Wasser dazugeben.
- Parallel in einem kleinen Topf aus 2 EL Pflanzenöl (oder Margarine) und 2 EL Mehl eine vegane Mehlschwitze herstellen. Das Mehl unter Rühren kurz anschwitzen und dann zügig mit der Gemüsebrühe ablöschen. Dabei kräftig mit einem Schneebesen rühren, damit keine Klümpchen entstehen.
- Zum Schluss die Pflanzensahne unter die Soße rühren. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Muskat und dem Zitronensaft herzhaft abschmecken.
- Die fertige cremige Soße zum Gemüse in die große Pfanne geben und unterheben. Wer den typisch säuerlichen Geschmack mag, gibt jetzt noch ein paar Kapern zum Jackfruit-Frikassee dazu.
Tipp
- Wirf die ausgepresste Zitronenhälfte nicht weg! Du kannst die Zitronenschale noch vielfältig im Haushalt verwerten, zum Beispiel als natürlichen Kalklöser.
Lagerung und Haltbarkeit
Falls von dem Frikassee doch einmal etwas übrig bleiben sollte, ist das gar kein Problem. Im Gegenteil: Durchgezogen schmeckt es oft sogar noch besser!
- Im Kühlschrank: In einem luftdichten Behälter verpackt, hält sich das Frikassee problemlos 2 bis 3 Tage. Beim erneuten Aufwärmen im Topf oder in der Mikrowelle einfach noch einen kleinen Schluck Wasser oder Gemüsebrühe dazugeben, falls die Soße zu sehr eingedickt ist.
- Einfrieren: Du kannst Reste auch wunderbar einfrieren. Beachte jedoch, dass das Gemüse (wie etwa Spargel oder Karotten) nach dem Auftauen etwas weicher sein kann als frisch gekocht. Im Tiefkühlfach hält es sich etwa 2 bis 3 Monate.
Warum Jackfruit für Frikassee so genial ist
Vielleicht ist dir die riesige, stachelige Frucht schon einmal im Asialaden oder auf Reisen begegnet. Aber warum landet sie bei uns im Frikassee?
- Unreifes Fruchtfleisch Für herzhafte Gerichte wie dieses Jackfruit-Frikassee wird ausschließlich junge, unreife Jackfruit verwendet. In diesem Stadium ist das Fruchtfleisch noch fast geschmacksneutral und hat eine erstaunlich fleischähnliche, faserige Struktur.
- Der Schwamm-Effekt: Da die unreife Frucht kaum Eigengeschmack besitzt, saugt sie Gewürze, Brühen und Soßen auf wie ein Schwamm. Deshalb funktioniert sie in der kräftig gewürzten cremigen Soße unseres Jackfruit-Frikassees so hervorragend.
Hier findest du weitere Rezeptklassiker mit Jackfruit statt Fleisch.
Tipps Einkauf und Zubereitung
Damit dein Jackfruit-Frikassee perfekt schmeckt, gesund und auch noch möglichst umweltfreundlich ist, kannst du ein paar einfache Dinge berücksichtigen:
- Nachhaltig einkaufen: Jackfruits wachsen in tropischen Regionen und haben einen langen Transportweg. Dennoch ist ihre CO2-Bilanz im Vergleich zu Fleisch deutlich besser. Achte beim Kauf auf Bio-Qualität und Fairtrade-Siegel.
- Gründlich abspülen: Unreife Jackfruit wird meist in Salzlake oder Wasser mit etwas Limettensaft eingelegt. Dieser Sud kann manchmal leicht säuerlich schmecken. Der wichtigste Zubereitungsschritt: Gieße die Stücke durch ein Sieb ab und spüle sie gründlich unter fließendem Wasser aus. Drücke die Stücke danach leicht mit den Händen aus.
- Proteine ergänzen: Jackfruit ist reich an Ballaststoffen, hat aber kaum Eiweiß. Da sie im Jackfruit-Frikassee eher ein Struktur- als ein Nährstoffersatz für Fleisch ist, kombinierst du sie am besten mit proteinreichen Zutaten wie Erbsen und Champignons.
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Hast du schon einmal Jackfruit-Frikassee zubereitet? Teile deine Tipps in einem Kommentar unter dem Beitrag!
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