Ofengemüse: schnell und unkompliziert Gemüsereste verwerten

Der Kühlschrank ist voll mit “angebrochenem” Gemüse – eine halbe Paprika, eine halbe Karotte, ein viertel Brokkoli, eine halbe Zwiebel … und gleichzeitig fehlt die Zeit, um lange am Herd zu stehen? In solchen Fällen und auch generell ist Ofengemüse wunderbar! Denn das schnelle Gemüse aus dem Backofen ist mit wenig Aufwand zubereitet und braucht keine Aufsicht beim Garen.

Wie sich leckeres Gemüse aus dem Ofen besonders leicht zubereiten und mit pikanter Marinade aufpeppen lässt, erfährst du in diesem Beitrag.

Auch das Überangebot an Gemüse der Saison – aus dem eigenen Garten oder vom Wochenmarkt – kann mit Ofengemüse bestens verwertet werden. Das Schöne daran ist, dass es je nach Jahreszeit auch immer wieder anders schmeckt.

Ofengemüse: das Grundrezept

Grundsätzlich lässt sich für Ofengemüse jeder Gemüserest verwenden, der gerade weg muss. Für kleinere Mengen Gemüse bietet sich eine Auflaufform an, größere Mengen können direkt auf dem Backblech gebacken werden.

Das wird für das Ofengemüse benötigt:

Mit Ofengemüse kann man Gemüsereste, aber auch Gemüse der Saison ohne Aufwand in ein köstliches Gericht verwandeln. Hier ein Rezept mit und ohne Marinade.

Und so wird das Ofengemüse zubereitet:

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Festes Gemüse wie Kartoffeln und Karotten in mundgerechte Würfel oder nicht allzu dicke Scheiben schneiden. Blumenkohl und Brokkoli in Röschen zerteilen, die Strünke ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Lauch in Abschnitte zerteilen, Radieschen halbieren oder auch ganz verwenden.
  3. Weiches Gemüse wie Tomaten, Paprika, Zucchini und Auberginen in Viertel oder in dickere Scheiben zerteilen, Zwiebeln vierteln.
  4. Das geschnittene Gemüse in einer Schüssel mit Kräutern, Öl, Salz und Pfeffer mischen.
  5. Die gewürzten Gemüsestücke in eine Auflaufform geben; bei größeren Mengen ein Backblech mit Backpapier oder einer Backpapier-Alternative auslegen und das Gemüse darauf verteilen.
  6. Das Ofengemüse im Backofen etwa 30-35 Minuten lang garen.

Mit Ofengemüse kann man Gemüsereste, aber auch Gemüse der Saison ohne Aufwand in ein köstliches Gericht verwandeln. Hier ein Rezept mit und ohne Marinade.

Jetzt ist die leckere und einfache Mahlzeit bereits fertig! Ofengemüse schmeckt pur schon sehr gut, aber mit einem erfrischenden Dip ist es noch besser (siehe weiter unten). Du kannst das Gemüse aber auch zu einem Rest Reis, Hirse oder einem anderen gekochten Getreide reichen.

Tipp: Wie lange das Gemüse braucht, bis es serviert werden kann, hängt von der Größe der Gemüsestücke und deinen Vorlieben ab. Es empfiehlt sich deshalb, ab und an zu schauen, ob das Grünzeug schon fertig ist oder ob es noch ein paar Minuten länger garen kann.

Marinade für Ofengemüse

Das Gemüse aus dem Grundrezept wird sehr knackig und nur dann saftig, wenn zum Beispiel weiche Tomaten oder Zucchini mit verarbeitet werden, die ihre Flüssigkeit beim Garen abgeben. Wer mehr Flüssigkeit haben möchte, kann sich einfach eine Marinade selbst zusammenstellen und statt der einfachen Würze aus Öl, Pfeffer und Salz aus dem Grundrezept verwenden. Das folgende Rezept ergibt eine Marinade mit einem asiatisch angehauchten Geschmack.

Für eine Marinade, passend zur oben angegebenen Gemüsemenge, wird benötigt:

  • 3-4 EL Wasser
  • 3 EL Sojasauce
  • 3 EL Öl
  • 1 EL Essig
  • ½ TL Ingwerpulver oder 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 1 zerdrückte Zehe Knoblauch
  • ½ TL Chilipulver oder ein Stückchen sehr klein geschnittene frische Chili
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • optional 2-3 EL Agavendicksaft oder eine Alternative dazu

Die Zubereitung ist einfach: Mische alle Zutaten und verrühre sie mit dem klein geschnittenen Gemüse in einer Schüssel, bevor es in den Backofen kommt.

Tipp: Wenn du noch einen Rest Tofu hast, kannst du ihn in Würfel schneiden und mit zum Gemüse geben. Als Topping passen bei dieser asiatischen Variante zum Beispiel Sesam oder Gomasio.

Mit Ofengemüse kann man Gemüsereste, aber auch Gemüse der Saison ohne Aufwand in ein köstliches Gericht verwandeln. Hier ein Rezept mit und ohne Marinade.

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Dip für Ofengemüse

Ein einfacher, kühler Dip aus Joghurt oder einer veganen Alternative bringt spannende Erfrischung in das Essvergnügen mit Ofengemüse. Dazu werden nicht viele Zutaten benötigt. Du brauchst:

Der Joghurt-Dip ist schnell gemacht:

  1. Joghurt mit Öl, Salz und Pfeffer mischen.
  2. Gewaschene und abgetrocknete Kräuter zerkleinern und in den Joghurt rühren; einige ganze Blättchen als Dekoration auf dem Dip arrangieren.

Je nach verwendeten Zutaten bieten sich für den Dip andere Kräuter an. Zum Beispiel schmeckt ein Dip mit Basilikum wunderbar zu Ofengemüse mit reichlich Tomaten, und Pfefferminze passt zum asiatisch marinierten Gemüsemix.

Tipp: Auch andere Dips passen gut zu Ofengemüse, wie zum Beispiel Hummus und Bärlauch-Hummus, Aioli oder vegane Aioli, sowie Remoulade, Mayonnaise oder vegane Mayonnaise.

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Wie magst du Ofengemüse besonders gern? Wir freuen uns über deine Tipps in den Kommentaren!

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4 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hier mein Rezept, was ich vorhin schon an anderer Stelle geschrieben hatte, hier passt es aber definitiv besser hin. Die meiste Arbeit macht übrigens das Schnippeln des Gemüses. ;-)

    Zutaten: Zwiebel, Paprika, Tomaten, Zucchini, Kartoffeln, Knoblauch, Käse, Hirtenkäse, Chorizowurst (gibt es auch im Stück), Olivenöl, Basilikum, italienische Gewürzmischung, Salz, Pfeffer. Die Wurst kann man natürlich auch weglassen oder durch was Anderes ersetzen. Ich nehme auch gerne Cayennepfeffer. Wenn man aber die scharfe Chorizo nimmt, dann sollte man das lassen. ;-) Kartoffeln, Zwiebeln, Gemüse, Wurst und Käse in kleine Würfel schneiden und in einer Schüssel mit getrocknetem Basilikum, Olivenöl, Gewürzen, Salz und Pfeffer mischen. Knoblauch durch die Presse drücken und mit unterrühren. Auf einem doppelt mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen und für 30 bis 40 Minuten bei 180°C Umluft in den Backofen geben (ohne Vorheizen).

    Das Gemüse ist so allerdings wirklich gar und nicht mehr bißfest. Dafür hat es viele leckere Röstaromen.

    Guten Appetit!

    Tolle Seite, habe schon etliche interessante Tips hier bekommen. Vielen Dank dafür. :-)

    Antworten
  2. Bini Katz

    aber aus dem wok ist es ja auch kein ofengemüse! ;-)

    Antworten
  3. Anke Schulz

    Ich liebe Ofengemüse! Und bereite es immer nach Lust und Laune zu, machmal auch im Wok 😉. Mein Lieblingsdipp dazu besteht aus Quark, etwas glatt gerührt mit Milch, selbstgemachtem Unkrautsalz, ein wenig Pfeffer und jeweils zu gleichen Teilen Leinöl und Zitrone. Ist gesund, sieht nett aus und schmeckt dank der Zitrone selbst eingefleischten Leinölhassern!

    Antworten
  4. Bini Katz

    das ganze mache ich in der wokpfanne auf dem herd mit der halben garzeit! ich finde, der neue ofengemüse-trend bedeutet vor allem: energieverschwendung!

    Antworten

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