Natürlich duftende Wäsche mit Hausmitteln – ohne künstliche Aromen

Natürlich duftende Wäsche ohne Weichspüler und Co. erhältst du mit diesen einfachen Hausmitteln - preiswert, umweltfreundlich und wirksam.

Wer zum ersten Mal selbst gemachtes Waschmittel mit Kernseife verwendet oder die natürliche Waschkraft von Roßkastanien nutzt, vermisst vielleicht den intensiven Duft, den herkömmliche Waschmittel hinterlassen. Unsere Nasen sind schon von Kindertagen darauf konditioniert: Frische, saubere Wäsche muss einen bestimmten Duft haben! Natürlich ist es auch irgendwie schön und angenehm, wenn die saubere Wäsche nicht einfach nach nichts riecht, sondern mit einem dezenten Duft gute Stimmung und ein Gefühl der Frische vermittelt. Giftige, das Abwasser belastende Weichspüler sind dafür aber trotzdem nicht notwendig.

Im Netz findet man zahlreiche Rezepte für Wäscheduft mit ätherischen Ölen, die den Lösungsvermittler LV 41 verwenden – ein Spezialprodukt, das in der Apotheke oder online bestellt werden muss. Wir haben es getestet und festgestellt, dass der Zusatz gar nicht notwendig ist, und dass es ebenso gut mit hochprozentigem Alkohol funktioniert, den man womöglich ohnehin zu Hause hat. Die Wäsche duftet angenehm frisch und nicht so aufdringlich wie die künstlichen Aromen eines Weichspülers.

Aber: Egal ob mit LV 41 oder mit Alkohol, oder ob man ätherisches Öl direkt ins Weichspülerfach gibt – der so erzeugte Duft hält sich maximal für ein paar Stunden in der Wäsche. Daran können auch weitere Zusätze nichts ändern, weil ätherische Öle hochgradig flüchtig sind und an der Luft verdunsten. Aus diesem Grund sind andere Methoden der Beduftung (weiter unten im Beitrag) sogar die bessere Wahl, denn sie wirken länger und erfordern überhaupt keine weiteren Zusätze.

Wäscheduft aus zwei Zutaten

Wenn du ein natürliches Wäscheparfüm herstellen möchtest, brauchst du hochprozentigen Alkohol (ca. 40 % Vol., z.B. Wodka), ein oder mehrere ätherische Öle und ein kleines bisschen Geduld, bis sich die Aromen im Alkohol gelöst haben.

Tipp: Stelle dir aus mehreren ätherischen Ölen eine individuelle Duftmischung zusammen, die genau deinen Vorlieben entspricht.

So bereitest du das Wäscheparfüm zu:

  1. 9 Teile Alkohol auf 1 Teil ätherisches Öl in eine Flasche oder ein Glas geben und fest verschließen.
  2. Für zwei bis drei Tage stehen lassen, gelegentlich schütteln.

Nach und nach trübt sich der Alkohol ein und die Trennung zwischen beiden Flüssigkeiten wird geringer oder löst sich ganz auf. Vor dem Waschen noch einmal kräftig schütteln, ein bis zwei Esslöffel des Wäscheparfüm ins Weichspülerfach geben und normal waschen. Die Kleidung duftet nach dem Waschen angenehm leicht nach den Aromen der verwendeten ätherischen Öle. Wie schon erwähnt, ist jedoch nach dem Trocknen nur noch ein Hauch des Duftes vorhanden.

Natürlich duftende Wäsche ohne Weichspüler und Co. erhältst du mit diesen einfachen Hausmitteln - preiswert, umweltfreundlich und wirksam.

Um keine falschen Erwartungen zu wecken: Mit dem starken Duft synthetischer Wäscheparfüms wie diesem lässt sich die Wirkung nicht vergleichen. Dafür ersparst du deiner Gesundheit und der Umwelt eine ganze Reihe chemischer Inhaltsstoffe und sorgst dafür, dass andere angenehme Gerüche auch noch eine Chance haben.

Tipp: Statt den Wäscheduft in die Waschmaschine zu geben, kannst du ihn auch als Bügelwasser verwenden. Zu diesem Zweck wird er noch einmal verdünnt. Gib ein Teil des Wäscheparfüms und 10 Teile Alkohol (z.B. Wodka) in eine Sprühflasche und befeuchte die Wäsche vor dem Bügeln damit. Hier findest du mehr Tipps für effizientes und umweltfreundliches Bügeln.

Kräutersäckchen und Naturseifen als Wäscheduft

Ätherische Öle sind flüchtig, der Duft ist bereits nach dem Trocknen zum Teil wieder verflogen. Statt mit Wäscheparfüm lässt sich die Kleidung deshalb besonders effektiv direkt im Schrank beduften. Dafür kannst du kleine Stoffsäckchen mit aromatischen Kräutern füllen und zwischen die Kleidung legen. Das klassische Duftkraut Lavendel hilft gleichzeitig, einem Befall durch Kleidermotten vorzubeugen. Wenn du einen intensiveren Duft wünschst, kannst du die Säckchen zusätzlich mit ein paar Tropfen ätherischem Öl beträufeln.

Lavendel gehört zu den vielseitigsten Gartenkräutern. Verwende ihn zum Beispiel für tolle Desserts, Naturkosmetik oder als wohlriechendes Mittel gegen Mücken.

Eine weitere Alternative oder Ergänzung ist es, natürlich duftende Seifen in den Kleiderschrank zu legen. Sie duften besonders lange und geben ihr frisches Aroma nach und nach an die Kleidung ab.

Wie sorgst du dafür, dass deine Wäsche immer frisch und angenehm duftet? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen in einem Kommentar!

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13 Kommentare Kommentar verfassen

  1. freespirit

    In alten Zeiten hat man hier in Griechenland Lavendel”bomben” benutzt… Die riechen auch nach ca 30 Jahren noch. Man nimmt dazu ca 30-33 frische Lavendelblüten mit Stängelänge ca 30-40 cm. Die Blüten formt man eng anainandeliegend im Kreis und bindet es mit einem starken Nähgarn ab. Mit diesem Garn wird dann weiter fest die Blüten “zusammengewickelt” und abgeknotet (ohne Faden abzuschneiden) Danach dreht man das Gebinde und “faltet” vorsichtig, ohne die Stängel dabei zu brechen, einzeln und eng anliegend jeden Stängel entlang der Blüten nach unten. Wenn alle Stängel entlang der Blüte gefaltet sind, bindet man wieder eng mit dem Nähgarn ab und verknotet den Faden, anschließend bindet man noch eine Schleife zum Aufhängen. Diese “Lavendel-Bombe” wird dann in den Schrank gehängt/gelegt oder auch im Zimmer aufgehängt, im Auto aufgehängt,… Duft hält wie gesagt ewig (selbst nach ca 30 Jahren war noch ein leichter Duft riechbar), ist viel stärker als wenn man schnell verflüchtigende Säckchen oder ätherische Öle verwendet (zur Verstärkung man kann ja auch mehrere “Lavendel-Bomben” machen und in den Schrank packen), hält außerdem Mosquitos, Motten und Co ab…

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  2. Ich gebe in das Weichspülerfach Essig und 20 Tropfen einen Parfumöls dazu. Das hält ziemlich lange an. Ich habe nur bemerkt, dass es Wäschestücke gibt die den Duft stärker annehmen und wo er länger hält als bei anderen. Ich weiß aber nicht inwiefern Parfumöle auch belastend für die Umwelt sind …
    Meine Frau verlangt jedoch duftende Wäsche … Wir sind auch draufgekommen, dass man beim selbstgemachten flüssigen Waschmittel nur die Hälfe eines konventionellen Weichspülers benötigt und die Wäsche duftet damit sogar intensiver als mit herkömmlichen Waschmitteln. Wenn man also nur die Hälfte eines konventionellen Weichspülers braucht und damit sogar ein besseres Ergebnis bekommt, hat man die Umwelt auch etwas weniger belastet …

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    • Hallo :) ich gebe auch etwa bei voller Ladung (7kg) 6-7 Tropfen Orangen-Öl und 1 Schuss Essigessenz ins Weichspülfach. Riecht toll :) auch noch nach dem Trocknen.

      Ganz doofe Frage: Könnte man nicht einen Teil der Kernseife im Waschmittel durch leckerriechende Naturhandseife ersetzen?

    • Hallo Giuliana,
      gute Idee, aber leider sind Handseifen und Körperseifen, anders als Kernseife, meistens überfettet und daher nicht geeignet für Waschmittel.
      Liebe Grüße, Annette

    • Eine Freundin hatte bereits Anfang der 80er Jahre an einem Projekt von “Jugend forscht” zum Thema “Weichspüler und ihre Auswirkungen auf die Umwelt” gearbeitet. Die Ergebnisse ihrer Studie haben mich veranlasst, bis heute NIEMALS diese Produkte zu benutzen. Ehrlich gesagt, gehören sie verboten, aber Industrie samt Werbung vernebeln “verwöhnten” Kunden die Klarsicht, damit selbst auf dem Sterbebett das letzte Hemd schön “muggelig” sei – “Schei… doch auf die Umwelt & nach mir die Sintflut!” Sorry Markus, aber “weniger belastend” ist absolute Augenwischerei! Du nimmst ja von einem Gift auch nicht nur die halbe Dosis, weil’s dem Körper dann weniger zusetzt…

    • Naturliebhaberin

      Markus selbst wenn du weniger nimmst schadest du der Umwelt immer noch mehr als wenn du es aus natürlichen Zutaten selbst herstellst. Denn die schaden der Umwelt nämlich gar nicht. Du kannst auch dich umhören oder im Internet forschen mit welchen Mitteln du deine Wäsche duftender bekommst. Zudem ist es auch viel günstiger Waschmittel, Weichspüler und Putzmittel jeglicher Art selbst herzustellen. Und gesünder für Körper und Haut auch noch. Und wenn du jetzt denkst “ach dieses bisschen schadet doch nicht” Dann rechne mal zusammen was du auf dein gesamtes Leben alles verbrauchst. Dann ist es auf einmal nicht mehr nur noch “eine kleine Menge”. Außerdem bist du somit auch ein Vorbild für andere. Anderen Menschen erzählst du dann davon und wenn die dann merken deine Wäsche riecht nicht schlechter als ihre dann machen sie es dir vielleicht nach, oder kaufen dir sogar welches ab und du verdienst noch Geld dran.

  3. Simone Max v. Maxen

    Ganz ehrlich, ein Teil ätherische Öle mit neun Teilen Schnaps, und davon ein bis zwei Esslöffel (15-30 ml) pro Waschgang- das ist eine krasse Verschwendung, und ich hoffe niemand packt mal eben 1,5 – 3 ml (was ungefähr 45- 90 Tropfen ätherisches Öl entspricht) in eine Waschladung!! Bei Lavendel entspräche das 180 bis 360 g Pflanzenmaterial (pro Waschladung!) -Bitte nochmal drüber nachdenken!

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    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Simone,
      natürlich ist eine sparsame Dosierung sinnvoll. Auf eine normale Waschladung reicht ein Esslöffel, das entspricht umgerechnet circa 20-30 Tropfen ätherischen Öls. Man kann es mit weniger probieren, die Duftwirkung ist dann allerdings gering. Dabei ist auch zu beachten, dass hierfür nicht die kostbarsten Öle erforderlich sind wie zum Beispiel Rosenöl. Dagegen ist zum Beispiel Lavendelöl ziemlich preiswert in größeren Mengen erhältlich, da es auch in sehr großen Mengen gewonnen werden kann. Natürlich sind das auch wertvolle Ressourcen – aber allemal besser, als zu synthetischen Duftstoffen und Trägersubstanzen zu greifen, die auf Dauer weitaus schädlicher (und ungesund) sind und das Abwasser unnötig belasten. Besonders empfehlenswert ist hier übrigens ätherisches Orangenöl, das durch Direktpressung aus den Schalen gewonnen wird. Es ist im Vergleich mit anderen ätherischen Ölen äußerst preiswert, weil Orangenschalen in riesigen Mengen als Abfallprodukt bei der Orangensaftherstellung anfallen und so noch sinnvoll genutzt werden können.
      Liebe Grüße

  4. Meine Oma hat immer stark riechende Seife zwischen die Wäsche, die sie nicht oft verwendete z.B. Die Bettwäsche, die sie mir beim Übernachten gab, getan. Ich habe das geliebt!

    Ich selbst benutze manchmal Zitronen- oder Orangenschalen, die ich in alte, zurechtgeschnittene Strumpfhosen gebe und mit der Wäsche in die Waschmaschine lege. Die Wäsche riecht dann so richtig schön frisch!

    Ich werde den Tipp mit dem Wäscheduft aber auch mal probieren! Klingt toll!

    Antworten
  5. Häppchen

    Ich mag keinen Duft an der Wäsche haben, aber wenn ich einen Schuss Essig ins Spülfach gebe, riecht die Wäsche nach dem Trocknen so “natürlich frisch”, irgendwie nach Geborgenheit…ich kann das gar nicht gut beschreiben…es ist aber so sehr angenehm! :-)

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  6. Für die kalte Jahreszeit habe ich eine einfache Methode: Waschen mit selbstgemachtem Flüssigwaschmittel, Spülgang mit einem Schuss 5%igem Essig und in den Trockner gebe ich einen trockenen Seiflappen, der mit ein paar Tropfen Lavendelöl betröpfelt wird. Ich selbst nehme den Geruch nicht allzu lange wahr, aber Kinder, die ich auf der Arbeit betreue, sprechen mich oft an und sagen: “Du riechst so schön…hmm, Lavendel…”Also scheint der Duft doch länger anzuhalten, als man glaubt.

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    • Liebe Heike, vielen Dank für den schönen Tipp für alle, die einen Trockner nutzen. Schöne Grüße Sylvia

  7. Ich tropfe manchmal ätherisches Öl auf das Waschpulver in der Waschmaschine. Die Wäsche duftet nach dem Waschen dann dezent nach dem verwendeten Duft. Allerdings, das ist richtig, verfliegt er schnell. Deshalb lasse ich es meist. Wenn das Wetter schön ist, trockne ich lieber draußen: der Duft hält lange an und ist einfach herrlich.

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