Veganes Backen: Alternativen für die Weihnachtsbäckerei und mehr

Wie veganes Backen ohne ausgefallene Zutaten gelingt, erfährst du hier! Denn viele Backrezepte - auch Klassiker - lassen sich einfach veganisieren.

Viele Backrezepte – auch die Klassiker der Weihnachtsbäckerei – lassen sich einfach veganisieren. Wie veganes Backen ohne ausgefallene Zutaten oder besonderes Vorwissen gelingt, erfährst du in diesem Beitrag!

Dabei ist es nicht nur für vegan lebende Menschen interessant, ohne Butter, Eier und Milch zu backen. Das hat noch andere Vorteile: Die verwendeten Zutaten sind oft länger haltbar, es spart Energie, weil vegane Teige besonders gut ohne den Einsatz elektrischer Rührgeräte gelingen, und wer statt Butter auf pflanzliche Öle setzt, spart Cholesterin und gesättigte Fettsäuren, die – übermäßig verzehrt – als ungesunde Fette gelten.

Veganes Backen: Zutaten in Klassikern ersetzen

Die meisten Backrezepte lassen sich ganz leicht veganisieren, indem die tierischen Zutaten 1:1 mit veganen Alternativen ausgetauscht werden. Das betrifft:

  • Butter, die mit Margarine bzw. (selbst gemachter) veganer Butter oder einem zum Backen geeigneten Pflanzenöl ersetzt werden kann. Bei Öl gilt allerdings die Faustregel: Für 100 g Butter 80 g Öl verwenden.
  • Milch, die durch jede beliebige Pflanzenmilch ersetzt werden kann. Je nach Sorte bringt das gleich auch noch einen besonderen Geschmack mit ins Gebäck. Unserem Empfinden nach besonders geschmacksneutral verhält sich ungesüßte Sojamilch.
  • Sahne, die in Backrezepten meist zum Aufschlagen benötigt wird. Wer vegane Sahne kaufen möchte, muss darauf achten, dass sie “aufschlagbar” ist. Alternativ findest du hier ein Rezept für vegane Schlagsahne mit Sojamilch.
  • Marzipan, das leider nicht immer vegan ist (wenn Honig enthalten ist), aber leicht durch eine vegane Sorte Marzipan ersetzt werden kann. Wer ganz sicher gehen möchte, was drin ist, kann Marzipan einfach selber machen.
  • Backaromen, die nur fälschlicherweise als unvegan wahrgenommen werden. Selbst das beim Backen beliebte Butteraroma ist vegan und muss nicht ersetzt werden. Nur ganz wenige natürliche Aromen haben tierische Produkte als Ausgangsstoffe, die kommen aber so gut wie gar nicht als Backaroma in Umlauf, weil sie recht teuer sind.

Du möchtest weniger tierische Lebensmittel verwenden, aber nicht auf deine Lieblingsrezepte verzichten? Hier erfährst du, wie einfach es ist, Käse, Eier, Butter & Co. durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen.

Etwas schwerer ist es in einigen Backrezepten, Eier zu ersetzen, da sie – je nach Rezept – unterschiedliche Backeigenschaften erfüllen müssen bzw. einige Teige auch komplett ohne Ei auskommen. Ausprobieren ist hier die Devise!

In den allermeisten Fällen helfen beim veganen Backen folgende Ei-Ersatzprodukte:

  • Stärke für Rezepte, in denen das Ei bindet (z.B. Rührteig, Mürbeteig wie in den veganen Plätzchen)
  • Apfelmus oder zerdrückte Banane für Rezepte, in denen ebenfalls das Ei bindet, der fruchtige Eigengeschmack der Ersatzprodukte aber nicht stört bzw. sogar besonders lecker ist (z.B. Brownies)
  • Kichererbsenwasser (Aquafaba) für Rezepte mit Eischnee (z.B. Baisers, Biskuitteig)
  • Seidentofu für Cremes, die beim Backen fest werden sollen (z.B. Eierschecke, Käsekuchen) – Seidentofu lässt sich auch selber machen
  • Natron und Essig für Rezepte, in denen ein Ei ersetzt wird, das besonders lockernd wirkt (z.B. zusätzlich zu einem bindenden Ei-Ersatz in Rührteig)
  • geschrotete Leinsamen und Wasser für kernige Rezepte (z.B. Vollkornrührteige, Brot)

Beim Ausprobieren, welche Alternative am besten funktioniert, ist es wichtig zu wissen, dass vegane Teige im ungebackenen Zustand oft deutlich flüssiger sind. Wurde nicht zu viel gerührt – denn das macht den Kuchen oder die Muffins zu fest und schwammig -, gelingt das Ergebnis aber trotzdem. Keine Sorge!

Wie veganes Backen ohne ausgefallene Zutaten gelingt, erfährst du hier! Denn viele Backrezepte - auch Klassiker - lassen sich einfach veganisieren.

Vegane Rezepte der Weihnachtsbäckerei

Gerade in der Weihnachtszeit wird viel gebacken. Wer auf tierische Zutaten lieber verzichten möchte, braucht deswegen noch lange nicht Plätzchen, Stollen und Co. außer Acht zu lassen.

Veganes Backen gelingt ganz leicht, indem Butter und Milch durch Margarine und Pflanzendrink ersetzt werden – zum Beispiel in unserem Rezept für Spekulatius, für Christstollen im Glas oder für ein weihnachtliches Früchtebrot. Besonders lecker wird das weihnachtliche Gebäck mit Nussmilch, wie beispielsweise (selbst gemachter) Mandelmilch. Ein Hefeteig, wie er für das Früchtebrot zubereitet wird, wird mit Sojamilch sogar noch flaumiger als mit Kuhmilch.

Spekulatius gehören zu den beliebtesten Winterleckereien. Anstatt sie zu kaufen, kannst du die würzigen Kekse mit diesem Spekulatius-Rezept leicht selber machen!

Eine besondere Verarbeitung verlangen vegane Backrezepte auf Mürbeteigbasis – zum Beispiel bei der Keksrolle für schnelle Plätzchen und dem Grundrezept für vegane Plätzchen. Hier wird die vegane Butter in Würfeln dazugegeben und statt mit den Händen zügig mit einem Teigschaber eingearbeitet. So wird die Masse nicht zu schnell weich.

Alle Jahre wieder ist Plätzchenbackzeit! Mit diesem einfachen Rezept gelingen auch vegane Plätzchen problemlos - zum Ausstechen, Verzieren und Verschenken.

Selbst die geliebten Kokosmakronen gelingen vegan, wenn statt Eiweiß 160 g Aquafaba (ca. 8 EL), 1 gestr. TL (Weinstein-)Backpulver und 1/2 TL Zitronensaft verwendet werden. Nach dem Unterheben der Kokosraspeln und vor dem Backen die Masse für ca. 20 min in den Kühlschrank stellen.

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Auch ohne Abwandlung des Rezepts (zufällig) vegan sind gebrannte Mandeln und Dominosteine. Wer bei Letzterem sichergehen möchte, dass ausschließlich hochwertige Zutaten verwendet werden, kann Dominosteine einfach selber machen.

Noch mehr zufällig vegane Rezepte und Tipps für die vegane Küche im Allgemeinen findest du in unseren Büchern:

Welches Backrezept fehlt dir noch in unserer Liste? Wir freuen uns über Anregungen in den Kommentaren, welche Klassiker noch veganisiert werden könnten!

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Ein Kommentar Kommentar verfassen

  1. Ich bin immer noch nicht besonders gut im Backen von Keksen und Kuchen, deswegen freue ich mich über jeden Tipp.
    Öfter habe ich probiert die Angaben von Magarine / Butter durch Kokosöl zu ersetzen.
    Das hat mal besser, mal schlechter geklappt. Aber ich weiß die Gründe nicht.
    Eigentlich habe ich sowieso schon weniger davon genommen, also an der falschen Menge kann es nicht gelegen haben.
    Ist es möglich, dass das erwärmte Öl nach dem Untermengen wieder abkühlen muss?
    Oder fällt Euch noch etwas ein, was zu beachten wäre?

    Antworten

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