Brokkolistrunk und Blumenkohlstrunk nicht wegwerfen, sondern komplett verwerten

Der Brokkoli- und Blumenkohlstrunk ist ebenso genießbar wie die anderen Teile der Kohlsorten und steckt voller wertvoller Vitalstoffe - Grund genug, um aus dem Strunk leckere Gerichte zu zaubern!

Brokkoli und Blumenkohl sind beliebte Kohlsorten in der Küche: schnell zubereitet und überaus gesund. Leider wird der Strunk häufig als Biomüll angesehen und gar nicht zum Kochen verwendet, obwohl er genauso genießbar und Quelle vieler Vitamine und Nährstoffe ist.

Brokkoli- und Blumenkohlstrunk haben einen Platz auf dem Speiseplan ebenso verdient wie die Röschen der Kohlsorten. Um diesen kostbaren Teil des Gemüses kulinarisch genauso zu verwerten, kannst du ihn vielseitig zubereiten und dabei Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden.

Der Kohlstrunk enthält viele Nährstoffe

Brokkoli und Blumenkohl sind beide Mitglieder der Familie des Gemüsekohls (Urform Brassica oleracea var). Ihre Strünke sind daher – wie die Röschen – eine wertvolle Quelle für dieselben Vitamine und Mineralstoffe. Ein Brokkolistrunk oder Blumenkohlstrunk beliefert den Körper vor allem mit Kalzium, Phosphor, Kalium, Eisen, den Vitaminen A, C und E und dem Provitamin Beta-Carotin. Während der Schwangerschaft ergänzt er den Vitaminhaushalt mit B9 (Folsäure), das wichtig für die gesunde Entwicklung des Embryos ist. Und der hohe Gehalt des Vitamins B5 unterstützt die Regeneration der Haut.

Brokkoli und Blumenkohl(-strunk) zubereiten

Sowohl Brokkoli als auch Blumenkohl werden sehr schnell gar und brauchen nicht lange gekocht werden. Am besten dünstet man sie nur, damit möglichst viele Nährstoffe erhalten bleiben. Dafür ist es nicht notwendig, sie zu zerteilen, sondern sie können im Ganzen gekocht werden.

Zuvor sollte der Strunk von holzigen Stellen befreit und dann kreuzweise eingeritzt werden, damit er zur selben Zeit wie die Röschen gar wird. Die Blätter können ebenfalls mitgekocht werden.

Um die Kohlsorten zu reinigen, werden sie nur kurz abgebraust oder in kaltes Wasser getaucht. Zu ausgiebiges Waschen könnte die feinen Röschen beschädigen.

Rezepte für Brokkoli- und Blumenkohlstrunk

Werden für ein Gericht nur die Röschen benötigt, können Strunk und Stängel auch separat verarbeitet werden. Sie eignen sich besonders gut für die Zubereitung von Suppen, Gratins oder Püree. Als Beilage können sie außerdem wie Spargel blanchiert oder mit anderem gekochten regionalem Gemüse wie Karotten und Erbsen genossen werden.

Brokkoli-Cremesuppen und -Püree

Cremesuppen aus Brokkoli oder Blumenkohl sind klassische Gerichte, um die Kohlsorten komplett zu verwerten. Für die Sämigkeit kann auch gekochte Kartoffel ergänzt werden.

Dafür den Strunk in Salzwasser oder Gemüsebrühe garen und danach (zusammen mit der gekochten Kartoffel) mit einem Stabmixer in der Kochflüssigkeit pürieren. Die Suppe mit Salz, Pfeffer abschmecken und nach Belieben würzen, zum Beispiel mit Kreuzkümmel und/oder Currypulver. Wer mag, gibt noch einen Schuss Schlagsahne oder eine pflanzliche Sahne-Alternative dazu, damit die Suppe noch cremiger wird. Dazu passt geröstetes Brot.

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Der Brokkoli- und Blumenkohlstrunk ist ebenso genießbar wie die anderen Teile der Kohlsorten und steckt voller wertvoller Vitalstoffe - Grund genug, um aus dem Strunk leckere Gerichte zu zaubern!

Auch ein köstliches Püree lässt sich sehr einfach aus Kohlstrünken zubereiten. Dafür einfach etwas Milch oder eine pflanzliche Milch-Alternative zum gegarten Strunk geben und alles mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Das Püree mit Salz, Pfeffer und etwas fein geriebener Muskatnuss (oder einer Prise Muskatpulver) abschmecken. Für das Püree können auch Brokkoli- und Blumenkohlstrunk zusammen verarbeitet werden. Es lässt sich sogar um anderes gekochtes Gemüse und Kartoffeln erweitern.

Asiatische Suppe als Energiebooster

Da die Zutaten dieser Suppe fein geschnitten und nur kurz gegart werden, bleiben viele Nährstoffe erhalten. Mit Ingwer und Chilischote ist die gesunde und leichte Suppe ein wahrer Energielieferant. Sie ist in wenigen Schritten zubereitet.

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Du brauchst:

  • 1 Strunk von Brokkoli und/oder Blumenkohl
  • 2 Möhren
  • 1-2 Zehen Knoblauch, in feine Scheiben geschnitten
  • 5-7 cm großes Stück Ingwer, geschält und in feine Streifen oder Scheiben geschnitten
  • 1 rote Chilischote, in Ringe geschnitten (Wer es nicht so scharf mag, entfernt vorher die Kerne.)
  • 2 Limettenscheiben
  • 100 ml Sojasoße oder eine würzige Alternative
  • 1 Prise Zucker
  • optional weitere Suppeneinlagen wie gehackte Erdnüsse, Nudeln, Pilze oder Tofu 

So schnell bereitest du die Brokkoli- oder Blumenkohl-Suppe zu:

  1. Strunk von Brokkoli und/oder Blumenkohl und Möhren in hauchdünne Scheiben schneiden (Brokkolistrunk vorher schälen).
  2. In kochendes Wasser geben, Sojasoße, Zucker und Knoblauch dazugeben. Drei Minuten köcheln lassen.
  3. In der Zwischenzeit Ingwer, Chili, Limettenscheiben und nach Belieben weitere Suppeneinlagen in eine Schale geben.
  4. Brühe und Kohlscheiben in die Schale füllen. Schon ist die gesunde Suppe mit Strunk von Brokkoli und Blumenkohl fertig!

Tipp: Aus einem Brokkolistrunk kannst du auch ein tolles Carpaccio zubereiten. Schneide ihn mit dem Schäler in dünne Scheiben, gib über Nacht etwas kalt gepresstes Olivenöl extra mit Knoblauch dazu und bestreue das Ganze morgens mit frisch gemahlenem Pfeffer.

Der Brokkoli- und Blumenkohlstrunk ist ebenso genießbar wie die anderen Teile der Kohlsorten und steckt voller wertvoller Vitalstoffe - Grund genug, um aus dem Strunk leckere Gerichte zu zaubern!

Brokkoli- und Blumenkohlsalat

Die meisten Vitamine kannst du aufnehmen, wenn du Brokkoli und Blumenkohl roh isst. Allerdings ist nur der Blumenkohlstrunk naturbelassen gut verdaulich. Dagegen kann der Verzehr des Brokkolistrunks bei empfindlichen Mägen zu Blähungen und Magenkrämpfen führen. Grundsätzlich können jedoch auch alle Teile des Brokkolis roh gegessen werden – am besten mit einer kleinen Menge probieren, wie gut du den rohen Kohl verträgst.

Für den Rohkostsalat mit Brokkoli und Blumenkohl brauchst du nur den Kohl abzubrausen und mit einer Küchenreibe zu zerkleinern. Dazu passen Paprika, Möhren, Äpfel, Kürbis- oder Sonnenblumenkerne und ein Honig-Senf-Dressing. Gehackte Petersilie als Garnitur rundet den Salat ab.

Der Rohkostsalat eignet sich hervorragend als Meal-Prep für die Mittagspause im Büro oder für ein Picknick und kann ganz einfach im Schraubglas transportiert werden. Er bleibt zwei Tage lang knackig und frisch, wenn er im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Der Brokkoli- und Blumenkohlstrunk ist ebenso genießbar wie die anderen Teile der Kohlsorten und steckt voller wertvoller Vitalstoffe - Grund genug, um aus dem Strunk leckere Gerichte zu zaubern!

Tipp: Den Strunk kannst du wie auch die Röschen fermentieren und dadurch länger haltbar machen.

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Welche Rezepte kennst du noch, um Brokkoli, Blumenkohl und andere Kohlsorten vollständig zu verwerten? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

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6 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Also geht der Strunk roh, auch problemlos in einen smoothie?

    Antworten
    • Ich bin ein Hildegard von Bingen Freund halte LEIDER! nichts von rohem Gemüse.

  2. Bei „roh vegan am limit“, heißt es das man zu broccoli senf geben soll, da dadurch die gesunden inhaltsstoffe besser verfügbar gemacht werden

    Antworten
  3. Hallo Silke,
    guter Idee als Rohkost ist der Blumenkohl natürlich auch am vitalstoffreichsten.
    Liebe Grüße, Annette

    Antworten
  4. Bisher bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, den Strunk wegzuwerfen?!
    Der wird kleingeschnitten und mitgegart…immer schon.
    Auch werfe ich das Möhrenkraut nie weg. Das wird gewaschen und eingefroren. Braucht auch gar nicht geschnitten zuwerden, sondern wird dann tiefgefroren „zerbröselt“, und in die Suppen gegeben…im Salat mag ich es nicht so gerne.
    Würzt hervorragend!
    Schön, dass ihr auf solche „Verschwendung“ aufmerksam macht, es wird vielzuviel weggeworfen!!!
    Viele Grüße
    Manou

    Antworten
  5. Der Strunk vom Blumenkohl landet bei mir gar nicht erst im Kochtopf. Den habe ich vorher schon ( roh ) aufgegessen. Schmeckt sehr gut. Beim Broccolie probiere ich es das nächste mal aus.

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