Gemüseaufstrich selber machen: die besten Brotaufstriche aus Gemüseresten

Reste von gekochtem Gemüse lassen sich mit wenigen weiteren Zutaten in köstliche Brotaufstriche verwandeln.

Reste von gekochtem Gemüse müssen nicht in der Tonne landen – denn Gemüsebeilagen wie gekochter Blumenkohl, Karotten, Zucchinispagetti oder übrig gebliebenes Grillgemüse lassen sich mit wenigen weiteren Zutaten in einen köstlichen Gemüseaufstrich verwandeln.

Je nach vorhandenen Gemüseresten kannst du immer wieder neue Brotaufstriche zubereiten, und es kommt garantiert keine Langeweile auf. Unsere besten Anregungen und Rezeptvorschläge haben wir hier für dich zusammengefasst.

Aufstrich aus Blumenkohlresten

Aus übrig gebliebenem gekochtem Blumenkohl (inklusive dem Strunk) lässt sich mit wenigen Handgriffen ein Brotaufstrich zaubern.

Für die Konsistenz dienen in diesem Aufstrich Sonnenblumenkerne, die vor der Verwendung eingeweicht werden, um sie cremiger zu machen und um Phytinsäure und andere Antinährstoffe abzubauen. Wenn du nach dem Mittagessen noch Gemüsereste übrig hast, dann lege die Sonnenblumenkerne am besten gleich ins Wasser für einen Aufstrich zum Abendessen oder zum Frühstück am nächsten Tag.

Diese Zutaten brauchst du für ein kleines Glas Blumenkohl-Aufstrich:

So gehst du vor:

  1. Die Sonnenblumenkerne für mindestens sechs Stunden in kaltem Wasser einweichen, anschließend das Wasser abgießen, die Kerne abspülen und gut abtropfen lassen.
  2. Alle Zutaten mit einem Multizerkleinerer zu einer gleichmäßigen Paste mixen. Zwischendurch die Masse mit einem Teigschaber von den Seitenwänden zurück zu den Klingen schieben.
  3. Den fertigen Aufstrich in ein Glas füllen, zum Beispiel in ein leeres Schraubglas.

Im Kühlschrank ist der Aufstrich bis zu drei Tage haltbar. Länger haltbar wird er, wenn er direkt im Glas eingefroren wird.

Brokkoli, Erbsen, Möhren oder Mischgemüse lassen sich auf diese Weise ebenso verarbeiten.

Reste von gekochtem Gemüse lassen sich mit wenigen weiteren Zutaten in köstliche Brotaufstriche verwandeln.

Chili-Tomaten-Aufstrich aus gekochten Bohnen

Mit übrig gebliebenen gekochten Bohnen, Kichererbsen oder Linsen und wenigen weiteren Zutaten entsteht schnell und einfach ein köstlicher scharfer Tomaten-Aufstrich.

Diese Zutaten werden für etwa 200 Gramm Tomaten-Aufstrich gebraucht:

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So wird der Aufstrich zubereitet:

  1. Zwiebel und Ingwer schälen, zusammen mit der Chilischote in feine Würfel schneiden und mit den Gewürzen in etwas Pflanzenöl goldgelb anbraten. Bei Verwendung von Zwiebelpaste braucht weder Öl noch Salz dazu gegeben zu werden.
  2. Alle Zutaten in einem hohen Gefäß mit einem Pürierstab zu einer Creme mixen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (leicht stückig oder sehr fein).
  3. Den fertigen Aufstrich in ein sterilisiertes Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren oder auf Vorrat portionsweise im Glas einfrieren.

Tipp: Auf die gleiche Weise lassen sich veganes Bohnenschmalz oder würziger Knoblauch-.Aufstrich zubereiten, die auf frischem Brot oder zu gegrilltem Gemüse ausgezeichnet schmecken.

Reste von gekochtem Gemüse lassen sich mit wenigen weiteren Zutaten in köstliche Brotaufstriche verwandeln.

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Würziger Zucchini-Aufstrich

Mit diesem Aufstrich-Rezept sind übrig gebliebene Zucchini-Spagetti oder gegrillte Zucchini-Scheiben, aber auch Zucchini-Gemüse, schnell und lecker verwertet.

Diese Zutaten werden benötigt:

Was haben Tomate, Zucchini und Gurke gemeinsam? Aus den Sommergemüse-Sorten kannst du tolle Aufstriche herstellen! Gesunder Genuss (nicht nur) fürs Brot.

So wird’s gemacht:

  1. Zwiebeln und Knoblauch schälen, fein würfeln und in Pflanzenöl goldgelb anbraten.
  2. Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Pürierstab zu einer glatten Paste mixen.
  3. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, in saubere Gläser füllen und den fertigen Aufstrich im Kühlschrank aufbewahren oder auf Vorrat portionsweise im Glas einfrieren.

Der Zucchini-Aufstrich schmeckt nicht nur köstlich auf frischem Brot, sondern eignet sich auch hervorragend als Dip oder Pesto-Alternative.

Schmorgurken und gegrillte Auberginen oder Champignons lassen sich auf die gleiche Weise verarbeiten.

Tipp: Angefangene Brotaufstriche eignen sich auch, um damit noch vielseitig zu kochen, zu backen und zu würzen.

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9 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Friederike

    ich finde die Idee wunderbar Gemüsereste zu Brotaufstrichen zu verarbeiten. Allerdings würde ich Nüsse und Kerne immer vorher rösten, das peppt das Ganz noch etwas auf.
    Auch die Blumenkohlblätter kann man wunderbar verwerten.
    Normalerweise benutze ich Gemüsereste wie Schalen, Strünke etc, roh. Sie werden eingefroren bis ca 500g zusammen sind, dann müllere ich sie klein, dann werden sie im nusstuch ausgewrungen und dann kommt Olivenöl dran, Sonnenblumenkerne, gemahlene Mandeln, Kräutersalz, Haferflocken und andere Kerne, je nach Geschmack. 1 Stunde quellen lassen. Alles wird gut vermengt und dünn auf Backpapier ausgerollt. Dann mit dem Pizzaroller eingeschnitten und 50min bei 150°C Umluft gebacken, bzw bis es knackig und knusprig ist. Ich lege es zuletzt immer noch etwas in die Sonne. In Deutschland vielleicht auf die Heizung zum durchtrocknen. Das ist ein wunderbares veganes Knäckebrot.

    Antworten
  2. Vielleicht sind andere auch schon drauf gekommen, aber ich berichte einfach mal… ;)
    Zuletzt kaufte ich einen Strauß Petersilie.
    Irgendwie sind so eine Portion für einen 1-2 Personenhaushalt doch immer ganz schön groß.
    Also selbst nachdem ich davon etwas auf Vorrat eingefroren hatte, Teile für Couscous, Bulgur und Suppe verwendet habe, war es immer noch zu viel!
    Mir tat es auch leid die ganzen dicken Stängel wegzuwerfen.
    Somit spontan den Versuch gestartet die Petersilie unter Pesto zu mischen, das ich eh machen wollte. Für meinen Geschmack funktioniert das gut, schmeckt auch nicht zu stark nach dem Kraut.
    Ich habe keine Ahnung, ob da viele Nährstoffe in den Stängeln sind.
    Das muss jemand anders beantworten.
    Mir scheint die Verarbeitung in Pesto / Aufstrich eine gute Verwertung, besser als wegwerfen…

    Antworten
    • Friederike

      Stimmt, was auch gut als Pesto geht sind Karottengrün und die Blätter von Radieschen.

  3. Ich bin sehr enttäuscht worden. Habe freudestrahlend meine Vorratssuppen nicht in Plastik, sondern in ( marmelade) Gläser gefüllt und eingefroren. Vorschriftsmäßig, nicht ganz gefüllt! Zwei Gläser sind in sich geplatzt innerhalb des gefrierschrankes, der auf 18 grad minus steht nach ca. 1 woche! Das war kein guter Rat!
    Also Vorsicht bei diesem Hinweis: in Gläser eingefrieren.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Das ist natürlich schade – was für Gläser waren das, und hattest du sie hingestellt oder gelegt?
      Liebe Grüße

    • Katharina

      Ich friere ständig mit Glas ein und es ist noch nie eines geplatzt.

    • Vielleicht hatte das Glas eine leichte Beschädigung, die man gar nicht sehen konnte. Mir ist es auch mal bei 2 Gläsern passiert, aber mit vielen anderen Gläsern hat es immer geklappt.

  4. Barbara Munzinger

    Mühlviertler Erdäpfelkäse:
    Gekochte Erdäpfelreste (1 mittlere pro Person) zerdrücken (kann auch restlicher Erdäpfelbrei sein),
    mit sehr fein gehackter Zwiebel nach Geschmack, etwas weicher Butter oder Margarine und Sauerrahm oder griechischem Joghurt (oder der veganen Alternative) vermengen. Mit Salz und Pfeffer, eventuell Kümmel würzen. Schmeckt am besten auf Vollkorn- oder dunklem Brot! Liebe Grüße aus dem Mühlviertel

    Antworten
  5. Ich könnte mir vorstellen, dass mit diesem Grundrezept Z.B. auch mitgekochtes Wurzelgemüse Z.B. bei der Herstellung von Brühen, weiter verwertet werden könnte.

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