Schnelle Schüttellotion für verschiedene Hauttypen selber machen

Aus nur zwei Zutaten kannst du im Handumdrehen eine Pflegelotion herstellen, die genau zu deinen Hautbedürfnissen passt. Die Zubereitung geht blitzschnell - einfüllen, schütteln, fertig!

Die Herstellung einer Pflegelotion für Körper und Gesicht muss nicht aufwendig sein! Aus nur wenigen Zutaten lässt sich im Handumdrehen eine individuelle Lotion “erschütteln”. Weil das Rezept so einfach ist und die Lotion blitzschnell durch Schütteln zubereitet wird, heißt sie passenderweise auch Schüttellotion!

Dabei kannst du auf unnötige Inhaltsstoffe und Plastik verzichten, sparst Geld und weißt genau, was in deiner Hautpflege enthalten ist. Die Schüttellotion kann ganz einfach auf deinen Hauttyp angepasst werden und kommt bei Bedarf auch ohne Konservierungsstoffe aus.

Grundrezept für eine Schüttellotion

Für eine hautpflegende Bodylotion werden nur wenige Zutaten benötigt, und die Herstellung ist denkbar einfach. Die Rezeptur kann je nach Hautbedürfnissen und Vorlieben abgewandelt und der Duft individuell gewählt werden.

Das wird für 100 ml Schüttellotion benötigt:

  • 60 ml deines Lieblingsöls für die Hautpflege (mehr dazu weiter unten)
  • 40 ml kosmetisches Pflanzenhydrolat, das in Apotheken erhältlich ist (zum Beispiel Hamameliswasser oder Rosenwasser) oder einfach destilliertes Wasser
  • optional ein paar Tropfen ätherisches Öl für den Duft
  • optional ein paar Tropfen Tocopherol (Vitamin-E-Öl) um das Ranzigwerden der Fettphase zu verzögern
  • Zerstäuberflasche mit 100 ml Fassungsvermögen (z.B. von vorhandener Kosmetik)

Aus nur zwei Zutaten kannst du im Handumdrehen eine Pflegelotion herstellen, die genau zu deinen Hautbedürfnissen passt. Die Zubereitung geht blitzschnell - einfüllen, schütteln, fertig!

Für die Herstellung der Schüttellotion gib zuerst das Öl in die Flasche. Füge optional Tocopherol und die ätherischen Öle hinzu, damit sie sich gut mit dem Öl verbinden können. Fülle die Flasche mit Hydrolat auf, verschließe sie und schüttle alles kräftig durch.

Da die Schüttellotion ganz ohne Emulgator auskommt, trennen sich Fett- und Wasserphase einige Zeit nach dem Schütteln wieder. Daher ist es besonders wichtig, die Lotion vor jeder Verwendung zu schütteln.

Für diese Schüttellotion werden keine Konservierungsstoffe verwendet, daher sollte sie kühl und dunkel gelagert und innerhalb von drei Wochen aufgebraucht werden. Tipps zur Konservierung, um bei Bedarf eine wesentlich längere Haltbarkeit zu erreichen, findest du weiter unten im Beitrag.

Aus nur zwei Zutaten kannst du im Handumdrehen eine Pflegelotion herstellen, die genau zu deinen Hautbedürfnissen passt. Die Zubereitung geht blitzschnell - einfüllen, schütteln, fertig!

Zutaten für deine Schüttellotion

Welches Pflanzenöl du für deine Schüttellotion verwendest, ist ganz dir überlassen. Wir empfehlen ein Öl, das gut zu deinem Hauttyp passt. Das Öl kann zudem je nach Jahreszeit gewechselt werden: Zum Beispiel kann im Winter ein etwas reichhaltigeres Öl nützlich sein. Für die Pflege normaler, feinporiger und gut durchbluteter Haut sind Sonnenblumenöl, Arganöl, Rizinusöl und Jojobaöl gut geeignet.

Es können natürlich auch pflanzliche Ölauszüge verwendet werden, wie zum Beispiel Ringelblumenöl, Kamillenöl, Johanniskrautöl oder viele weitere, um der Lotion zusätzliche Heil- und Pflegeeigenschaften zu verleihen.

Hydrolate (Pflanzenwasser) sind Nebenprodukte aus der Gewinnung von ätherischen Ölen. Die unterschiedlichen Pflanzenhydrolate haben verschiedene Eigenschaften und Wirkungen. Beispielsweise wirkt Melissenhydrolat beruhigend auf empfindliche Haut, und Zimt wirkt straffend und vitalisierend. Hamameliswasser wirkt zusammenziehend und entzündungshemmend und hilft so bei zahlreichen Hautproblemen. Wähle für deine Hautpflege ein Hydrolat, dessen Wirkung du dir zunutze machen möchtest.

Insbesondere das Rosenwasser ist bekannt und beliebt. Viele weitere Informationen zu Hydrolaten und dazu, wie du sie selbst aus Pflanzenteilen herstellen kannst, erhältst du in diesem Beitrag.

Einige Tropfen Ätherische Öle geben deiner Lotion nicht nur einen herrlichen Duft, sondern bringen auch zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe mit, deren Wirkung man sich in der Schüttellotion zunutze machen kann. Das wohlriechende Lavendelöl wird beispielsweise gerne wegen seiner beruhigenden Wirkung eingesetzt. Hier erfährst du, welche ätherischen Öle sich für welchen Zweck am besten eignen.

Die Schüttellotion konservieren

Für eine lange Haltbarkeit der Schüttellotion ist sauberes Arbeiten mit desinfizierten Utensilien wichtig. Mit einer Soda-Lösung oder hochprozentigem Alkohol können alle Arbeitsmittel und Behälter sehr einfach desinfiziert werden.

Zum Konservieren der Schüttellotion kann hochprozentiger Alkohol wie zum Beispiel Weingeist (erhältlich in der Apotheke oder online) verwendet werden, indem ein Teil des (Pflanzen-)Wassers durch Weingeist ersetzt wird. Für eine optimale Konservierung sollte der Alkoholanteil 15 bis 20 Prozent der gesamten Wassermenge ausmachen (entspricht 6-10 ml Weingeist im obigen Rezept). Alternativ ist es auch möglich, etwa die Hälfte des Wassers durch einfachen Wodka zu ersetzen.

Hinweis: Achte darauf, nur unvergällten Alkohol bzw. kosmetischen Alkohol zu verwenden (also keinen Brennspiritus).

Ein für Naturkosmetik ebenfalls geeignetes Konservierungsmittel ist Biokons PA 30, das in Apotheken erhältlich ist und in einem breiten pH-Wert-Bereich wirksam ist.

Tocopherol (Vitamin E) kann ebenfalls verwendet werden, um die Haltbarkeit geringfügig zu verlängern. Es wird in die Fettphase gemischt und verlangsamt das Ranzigwerden der Öle.

Viele weitere Tipps und Hinweise, wie die Haltbarkeit von Natur-Kosmetika verlängert werden kann, findest du in diesem Beitrag.

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Schüttellotionen für verschiedene Hauttypen

Das Grundrezept der Schüttellotion lässt sich individuell je nach Hauttyp und gewünschter Wirkung abwandeln. Hier haben wir einige bewährte Rezepte zur Anregung für dich zusammengestellt.

Schüttellotion für unreine Haut

Da unreine Haut oftmals mit fettiger Haut einhergeht, sind leichte Cremes und Lotionen für die Pflege am besten geeignet. Als Basisöl empfiehlt sich ein nicht komedogenes Öl, das die Poren nicht verstopft.

Folgende Zutaten werden benötigt:

  • 50 ml Jojobaöl
  • 30 ml Lavendel- oder Rosenhydrolat
  • 10 ml Bio-Weingeist
  • optional einige Tropfen Lavendelöl

Für die Pflege unreiner Haut sind Walnussöl, Emuöl und Hanföl ebenfalls gut geeignet.

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Schüttellotion für trockene Haut

Trockene Haut ist oft mit einem Spannungsgefühl und Juckreiz verbunden. In solchen Fällen sollte Alkohol in Pflegeprodukten nur in geringen Mengen eingesetzt werden, da er unter Umständen dazu beiträgt, die Haut auszutrocknen.

Für 100 ml Schüttellotion benötigst du:

  • 70 ml Olivenöl oder Leinöl
  • 30 ml Pflanzenhydrolat
  • 5 Tropfen Vitamin-E-Öl
  • optional 5 g Urea (ein natürliches Feuchthaltemittel für die Pflege besonders anspruchsvoller Haut)

Bei unreiner Haut sind Hydrolate von Weihrauch, Wacholder, Myrte, Lavendel oder Birke besonders gut geeignet. Alternativ kann auch das beliebte Rosenwasser verwendet werden.

Gib zunächst Urea in das Hydrolat und schüttle die Mischung, bis sich das Urea komplett aufgelöst hat. Erst dann können die restlichen Zutaten beigemischt werden.

Aus nur zwei Zutaten kannst du im Handumdrehen eine Pflegelotion herstellen, die genau zu deinen Hautbedürfnissen passt. Die Zubereitung geht blitzschnell - einfüllen, schütteln, fertig!

Schüttellotion bei Cellulite

Gegen unschöne Orangenhaut können Wechselduschen, Trockenbürsten, eine Teekur und Gymnastik helfen. Unterstützend wirkt die Anwendung einer Schüttellotion.

Folgendes wird benötigt:

Weitere Tipps gegen Cellulite findest du in diesem Beitrag.

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Welche Hautpflegeprodukte hast du schon einmal selbst gemacht? Teile deine Rezepte und Erfahrungen unter diesem Beitrag!

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13 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Rosenresli

    Ich habe eine Frage zum Duft: könnte man statt dem ätherischen Öl auch Seifenduftöl zum Beduften nehmen? Ich mache meine Schüttellotion nach eurem Rezept mit Arganöl, Hydrolat und Weingeist.

    Antworten
    • Hallo Rosenresli, damit haben wir keine Erfahrung. Seife wird ja wieder abgewaschen, die Lotion nicht. Das ist schon ein entscheidender Unterschied. Vielleicht fragst du mal beim Hersteller des Seifenduftöls nach. Liebe Grüße Sylvia

  2. Finde die Idee super!
    Der Zerstäuber ist meiner Meinung nach etwas unpraktisch, nehme stattdessen eine Pumpflasche die einem Seifenspender ähnelt und eher portioniert. Damit lässt sich gut arbeiten ;)

    Antworten
  3. Hallo,
    wäre es denn denkbar, Lecithin als Emulgator und Stabilisator dieser Lotion zu verwenden und wie viel bräuchte man dafür?
    Gruß, Heide

    Antworten
  4. Ganz andere Frage: wie bekomme ich eigentlich den Zerstäuber wieder sauber? Ich mach meine Kosmetik schon länger selbst, Ölhaltiges in Zerstäuberfläschchen zu füllen, hab ich aber bisher weitgehend vermieden, weil ich die nie wieder wirklich sauber bekommen habe. Und den Zerstäuber danach wegzuwerfen, ist für mich ein No-Go.

    Antworten
  5. Meine Schüttellotion, ich nehme sie auch fürs Gesicht, also für alles, mische ich für 1 Woche an. Somit brauche ich keine Konservierung. Sie besteht aus 30ml destiliertes Wasser, 20ml Olivenöl und ca. 1/4 TL Urea. Wenn meine Haut mal mehr Pflege benötigt, mische ich 1 MS Lipodermin Gel hinzu. Mit der Zeit brauchte meine Haut deutlich weniger Unterstützung, zumal ich sie auf Anraten meines Artes nur noch mit Wasser reinige.

    Antworten
  6. Ich finde es einfacher erst das hydrolat auf die Haut zu verspritzen und dann gleich ein bisschen Öl in die Hand zu geben, darüber verteilen und ein zu reiben. Weil das Öl dann nicht so überall hinspritzt..

    Antworten
  7. Aiko Starboard

    Urea ist übrigens auch bekannt als Harnstoff und kann in handelsüblichen Mengen in der Apotheke gekauft werden :) die erklären einem auf Wunsch auch nochmal wieviel man verwenden soll. Über 10% ist es nämlich nicht für Bodylotion & co geeignet und ab 40% ist es sogar Hornhautlösend. Also gerne nochmal informieren :)

    Antworten
  8. Die Idee klingt total super! Aber was genau bedeutet ‘kühl lagern’? Kühlschrank? Oder reicht Raumtemperatur und Vermeiden direkter Sonneneinstrahlung?

    Antworten
    • Aiko Starboard

      Kühlschrank wäre wohl optimal, Badezimmer ist nicht zu empfehlen, weil es beim Duschen meistens warm (und feucht) wird. Ich denke am praktikabelsten ist es, das ganze im kühlen Schlafzimmer aufzubewahren. Wenn da natürlich tagsüber hochgeheizt wird, ist auch das keine gute Idee.

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