Utensilien der Kosmetikherstellung reinigen – so verschwinden Wachsreste & Co.

Bei der Herstellung eigener Kosmetik und Putzmittel verbleiben oft Wachsreste und Fett an den Utensilien. Wie du sie einfach mit Hausmitteln reinigen kannst, erfährst du hier.

Wer Kosmetik, Pflegeprodukte oder Putzmittel selber macht, stellt oft fest, dass das Werk vollbracht ist, aber ein Großteil der Arbeit erst beginnt: Die Reinigung der Utensilien! Wachsreste, Fett und färbende Zutaten hinterlassen Spuren, die oft schwer zu beseitigen sind. Mit einigen Tricks und den richtigen Hausmitteln kannst du die Gläser, Töpfe und andere Werkzeuge reinigen und hartnäckige Verschmutzungen lösen.

Verschmutzungen identifizieren

Oberflächen, Gefäße und Werkzeuge lassen sich leichter reinigen, wenn du weißt, woraus die Verschmutzung besteht. So lässt sich Wachs schmelzen und wegwischen, zähe Fette lassen sich mit Öl verflüssigen und entfernen. Verfärbungen verschwinden, wenn sie mit bleichenden Mitteln behandelt werden.

Reinigungsarbeit von vornherein vermeiden

Es ist generell empfehlenswert, einfach zu reinigende Utensilien zu verwenden: Statt einer Plastikschüssel ist eine aus Glas oder Keramik besser geeignet. Zum Umrühren ist statt eines Holzspatels ein Löffel aus Edelstahl empfehlenswert.

Um heiße Gefäße anzufassen oder abtropfen zu lassen, sind vielleicht noch einige ausrangierte Tücher oder Lappen vorhanden. Es empfiehlt sich außerdem, auf einer gut zu reinigenden Unterlage zu arbeiten oder sie zum Beispiel mit Zeitungspapier abzudecken und dieses anschließend zu entsorgen.

Tipp: Wenn grobe Schmutzrückstände in Gefäßen und an Utensilien zurückbleiben, wische sie am besten so weit wie möglich mit Zeitungspapier o.ä. ab und entsorge sie im Restmüll, statt sie wegzuspülen. So bleibt der Abfluss sauber und das Abwasser wird nicht unnötig belastet.

Wachsreste und Wachsflecken entfernen

Ein Glas oder eine Schüssel mit fest gewordenen Wachs lässt sich am einfachsten mit Wärme von den Resten befreien. Dafür das Gefäß auf saugfähigem Papier bei etwa 70 °C in den Backofen stellen oder in einen Topf mit ganz wenig Wasser stellen und erhitzen, bis das Wachs geschmolzen ist. Gieße so viel davon wie möglich ab und wische die noch weichen Wachsreste mit Papier ab.

Mit Wachs verschmutzte Textilien legst du am besten zwischen mehrere Lagen saugfähiges Papier und bügelst sie. Verschiebe das Papier so lange, bis keine neuen Wachsspuren mehr daran zu sehen sind.

Wachs auf dem Kochfeld, der Arbeitsfläche oder dem Fußboden kannst du so entfernen:

1. Größere Wachsmengen zunächst mit einem Ceranfeldschaber, einer Kunststoffkarte (zum Beispiel einer alten EC-Karte) oder einem Messerrücken abkratzen.

2.Reste am besten mit einem Föhn erhitzen und das flüssige Wachs mit Küchen- oder Toilettenpapier wegwischen. Alternativ mehrere Lagen Papier auf die Wachsreste legen und mit einem Bügeleisen vorsichtig überbügeln, bis der Fleck aufgesaugt ist.

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3. Eventuell zurückbleibende Spuren auf Holz und porösen Materialien werden unsichtbar, indem die gesamte Oberfläche mit pflegendem Wachs behandelt wird.

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Fett- und Ölschmutz beseitigen

Auch bei Fett und Öl empfiehlt es sich, zunächst grobe Reste mit saugfähigem Papier aufzunehmen und im Müll zu entsorgen. Flüssige Ölspuren lassen sich wie beim Spülen von Hand mit Wasser und Spülmittel entfernen. Bei festen Fetten empfiehlt es sich, möglichst heißes Wasser zu verwenden, sodass das Fett schmilzt und sich leichter wegputzen lässt.

Besonders schwer zu entfernen sind Wollfett oder Wollwachs (Lanolin), bereits eingetrocknete Öle und Harze, die eine zäh-klebrige Konsistenz aufweisen. Verreibe sie am besten mit etwas Öl oder Butter, um sie anzulösen, und entferne sie dann mit heißem Wasser und Spülmittel.

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Von glatten Flächen lassen sich festsitzende Fettspuren mit selbst gemachtem Scheuermittel entfernen. Bei Fettspritzern an der Wand kann das Pulver mit Essigreiniger zu einer Scheuermilch vermischt werden, um die Flecken damit abzureiben. Auf empfindliche Wandfarben oder Tapeten sollte das Scheuermittel aber lieber nicht verwendet werden!

Für Flecken auf Teppichböden eignet sich ein einfacher Teppichreiniger mit Natron und Speisestärke.

Verfärbungen loswerden

Schüsseln und Töpfe aus Emaille oder Kunststoff können durch stark färbende Substanzen Spuren zurückbehalten – zum Beispiel nach der Zubereitung von natürlichem Rouge mit Roter Bete. Um solche Ränder und Flecken zu entfernen, hilft es, das Gefäß mit heißem Wasser zu füllen und ein bis zwei Esslöffel Sauerstoffbleiche hinzuzugeben. Mindestens zwei Stunden lang oder am besten über Nacht einwirken lassen, danach ausspülen.

Flecken von grünen Pflanzen lassen sich auch mit Spiritus oder Resten hochprozentiger Getränke beseitigen.

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Tipp: Wenn beim Selbermachen Schmutz und Verfärbungen auf Haut und Nägeln zurückbleiben, kannst du eine Waschpaste aus Natron und wenig Wasser herstellen und die Hände damit abreiben. Der Saft einer Zitrone hilft, Verfärbungen der Nägel auf natürliche Weise zu bleichen.

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Wie reinigst du DIY-Utensilien und -Gefäße? Wir freuen uns über weitere Tipps von dir in einem Kommentar!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Gefäße (Glas, Metall) mit Bienen-, Pflanzen- und Wollwachs-Resten gebe ich in ein Bad mit heißem/kochendem Wasser mit Zitronensäure. Löst sich prima, entferne ich dann mit Küchenpapier – hab ich eigentlich nur noch für solche Ausnahmefälle. :-)

    Laut eures WC-Reiniger-Beitrags bildet sich beim Erhitzen von Zitronensäure schwer lösliches Citrat, habe ich aber noch nirgends erlebt in x Jahren. Ob sich das Citrat vlt nur bildet, wenn man das Wasser verkochen lässt?

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo,
      ja das mit dem kochenden Wasser ist auch eine gute Idee. Es ist dann allerdings empfehlenswert, die abkühlenden, oben schwimmenden Wachsreste abzuschöpfen, damit sie nicht in den Abfluss gelangen und sich dort absetzen. Ob und wie viel Citrat sich bildet, hängt auch von der Säurekonzentration und der Dauer der Erhitzung ab. Normalerweise ist das kaum ein Problem. Das ist auch der Grund, warum Zitronensäure ein guter Entkalker ist und genau deshalb auch in vielen handelsüblichen Entkalkerprodukten enthalten ist: https://www.smarticular.net/zitronensaeure-entkalken-hausmittel-waschmaschine-geschirrspueler/
      Liebe Grüße

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