Vegane Snacks – 9 Ideen für zu Hause und unterwegs

Warum sind vegane Sacks im Laden so teuer? Mit diesen Ideen kannst du kleine Häppchen ohne tierische Inhaltsstoffe im Handumdrehen selber machen.

Wer vegan snacken möchte oder zumindest ab und zu gesunde pflanzliche Fette auch bei Zwischenmahlzeiten den tierischen vorziehen mag, der muss es sich keineswegs schwer machen. Für vegane Kleinigkeiten braucht es weder überteuerte, einzeln verpackte Müsliriegel aus dem Bio-Regal noch eine aufwendige Vorbereitung in der heimischen Küche. Ein bisschen Einfallsreichtum genügt! Den richtigen Anstoß dafür liefert dir dieser Beitrag, mit Rezepten wie selbst gemachten Käsestangen ohne Käse, Gummibärchen ohne Gelatine oder Ideen für Turbo-Snacks, für die es einfach gar keine Rezepte braucht.

Grundausstattung für vegane Rezepte

Für die Zubereitung braucht es meistens noch nicht einmal einen Hochleistungsmixer oder einen Dörrautomaten. Ein einfacher Backofen und ein gutes Messer reichen oft aus. Für unterwegs ist eine Edelstahl-Brotdose ideal. Garantiert luftdicht und damit die beste Snackaufbewahrung für zu Hause sind Schraubgläser, die du von Essiggurken oder Marmeladen noch wiederverwenden oder auch online kaufen kannst. Ganz nebenbei rascheln die übrigens auch weniger beim gemütlichen Filmschauen als Chips und Gummibärchen aus der Plastiktüte. ;-)

Süße und herzhafte Snackalternativen

So ziemlich jeden vermeintlich supertollen Snack aus dem Veganregal kannst du mit ein bisschen Vorbereitung (oder auch ohne) selber machen: Gemüsechips, Cookies, Popcorn oder auch die heiß geliebte Tafel Schokolade. Mitnehmen lassen sie sich dank deiner Grundausstattung dann auch.

1. Gemüsechips und leckere Dips

Wer die Alternative einmal probiert hat, wird gern öfter mal auf Kartoffelchips verzichten. Die Rede ist von Chips aus Roter Bete, Pastinaken oder Süßkartoffeln. Als Fertigprodukt ziemlich teuer, aber selbst gemacht richtig günstig. Nahezu jedes Gemüse kannst du, in dünne Scheiben geschnitten und unter Zugabe von etwas Pflanzenöl und selbst gewählten Gewürzen, bei etwa 150 °C im Backofen backen, bis sie schön knusprig sind. Meine Lieblingschipssorte ist Möhre, aber selbst Zucchini oder auch Grünkohl eignen sich. Wer noch mehr experimentieren will, für den sind geröstete Kichererbsen besonders zu empfehlen.

Warum sind vegane Sacks im Laden so teuer? Mit diesen Ideen kannst du kleine Häppchen ohne tierische Inhaltsstoffe im Handumdrehen selber machen.

Besonders beliebt sind auch Tortillachips in allen möglichen Geschmacksrichtungen. Mit einem extra Dip wird das Snacken dann gleich zu einem richtigen Erlebnis. Aber warum nicht einfach mal rohe Gemüsesticks dippen? Möhre, Gurke oder Kohlrabi passen, in mundgerechte Stücke geschnitten, hervorragend zu selbst gemachter Salsa oder dem ”Käse”-Dip aus Cashewkernen und Hefeflocken, wie du ihn im nächsten Rezept für Käsestangen findest. Guacamole ist auch nicht aufwendig: Einfach eine Avocado mit der Gabel zerdrücken und zwei gepresste Knoblauchzehen, ein paar Chiliflocken, einen Teelöffel Zitronensaft und etwas Salz unterrühren. Fertig!

2. Käsestangen ohne Käse

Für ein ganzes Blech voller leckerer Knusperstangen brauchst du:

  • 250 g TK-Blätterteig vegan
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 150 g Cashewkerne

Warum sind vegane Sacks im Laden so teuer? Mit diesen Ideen kannst du kleine Häppchen ohne tierische Inhaltsstoffe im Handumdrehen selber machen.

Um deine Knusperstangen schnell zuzubereiten, solltest du die Cashewkerne vorher mindestens vier Stunden lang einweichen lassen. Danach gehst du wie folgt vor:

  1. Blätterteigscheiben nach Anleitung auftauen lassen und Zwiebel währenddessen in feine Würfel schneiden.
  2. Zwiebelwürfel in einer Pfanne mit Olivenöl andünsten und abkühlen lassen.
  3. Eingeweichte Cashewkerne zusammen mit Knoblauch, Zitronensaft, Hefeflocken und nach Bedarf etwas Wasser in einem Mixer pürieren und den entstandenen “Käse”-Dip mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Den Blätterteig in lange, etwa drei Zentimeter breite Streifen schneiden. Jeden Streifen mit je einem halben Teelöffel Zwiebelwürfel und einem halben Teelöffel “Käse”-Dip bestreichen und an den Enden gefasst verdrehen. Auf ein gefettetes Blech legen.
  5. Die belegten und verdrehten Blätterteigstreifen bei 180 °C für 10-15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Abkühlen lassen und losknuspern!

Tipp: Beim Verdrehen der rohen Blätterteigstreifen können ein paar Zwiebelwürfel auch wieder herunterfallen. Das ist aber gar nicht schlimm. Solange du sie wieder darauf legst, werden sie im Backofen auch wieder festgebacken.

3. Popcorn

Der wahrscheinlich beliebteste Snack zu einem guten Film ist Popcorn. Das ist in den meisten Varianten eh vegan, aber Selbermachen lohnt sich dennoch. Denn die eben erst aufgepoppten, knackfrischen Maiskörner schlagen Fertigpopcorn in Sachen Geschmack um Längen. Das Herumprobieren mit Kräutersalz anstatt Zucker macht zudem richtig Lust auf mehr!

Warum sind vegane Sacks im Laden so teuer? Mit diesen Ideen kannst du kleine Häppchen ohne tierische Inhaltsstoffe im Handumdrehen selber machen.

4. Gummibärchen

Nur weil es Gummibärchen ohne Gelatine zu kaufen gibt, heißt das noch lange nicht, dass diese vegan sind. In ellenlangen Zutatenlisten ist es oft schwer, die versteckten tierischen Produkte überhaupt zu erkennen. Farbstoff aus Schildläusen (Karmin E120), Süßmolkenpulver oder Joghurt, … Viel durchschaubarer sind da selbst getrocknete Beeren oder selbst gemachte Fruchtgummis aus Sirup und dem veganen Geliermittel Agar Agar.

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5. Cookies

Kleine Schokostückchen in einem knusprigen Keksteig sehen schon wirklich zum Anbeißen aus. Viel Wertvolles enthalten Cookies aus dem Supermarkt aber meist nicht, und mir persönlich sind sie auch immer viel zu süß. Selbst gemachte Rohkostplätzchen oder Brownies aus gerade mal vier natürlich-veganen Zutaten sind da eindeutige die bessere Snackalternative.

So geht Rohkost zum Genießen. Zehn-Minuten-Brownies aus Datteln, Nüssen und Kakao, glutenfrei und vegan.

6. Schokolade über alles!

Das hört man immer wieder: “Ohne Schokolade könnte ich einfach nicht!” Zum Glück muss man mit dem Verzicht auf tierische Produkte nicht automatisch auch auf Schokolade verzichten. Diese selbst gemachte Schokolade aus Kakaobutter, Kakaopulver und Agavendicksaft eignet sich hervorragend, um noch mit anderen Zutaten wie Rosinen oder Nüssen zu experimentieren. Dadurch wird sie nicht nur die gesündere und preiswertere Alternative zu Fertigschokolade, sondern auch die kreativere.

7. Müsliriegel und Fruchtschnitten

Schnelle Energie liefern sie, die Powerriegel mit stolzem Preis. Auch für Kinder sind Fruchtschnitten & Co. dank ihrer gesunden Inhaltsstoffe beliebt. Ins Regal greifen und schon hat man den fruchtigen Riegel in der Hand, ist ja zugegebenermaßen auch wirklich einfach. Fast genauso einfach ist es aber, aus getrockneten Früchten, Nüssen und Nussmus vegane Energy Balls selber zu zaubern. Etwas aufwendiger, aber sogar aus frischen Früchten herstellen lassen sich diese Fruchtschnitten.

Pullerparty und Babyshower sind schöne Gelegenheiten, Baby und Eltern etwas zu schenken. Selbst gemachte, umweltfreundliche und entspannungsfördernde Dinge kommen gut an.

Snacks ganz ohne Vorbereitung

All die bisher gezeigten Snacks zum Selbermachen lassen sich problemlos auch für unterwegs mitnehmen, aber nicht immer hat man die Zeit oder auch die Lust, sich noch in die Küche zu stellen, bevor man einen kleinen Imbiss genießen will. Das ist auch gar nicht notwendig, denn Snacken geht auch ohne Vorbereitung!

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8. Nüsse, Obst und Gemüse – einfach pur

Warum muss eigentlich jede Frucht und jede Nuss erst in ein anderes Produkt umgewandelt werden? Ganz ohne Verarbeitung bleiben sowieso die meisten Nährstoffe erhalten. Darum kann man auch mal Nüsse genießen, einfach so wie sie sind, in einen Apfel beißen, ohne irgendetwas zu schnippeln! Auch Gurken lassen sich im Ganzen verputzen. Meine Tochter findet es klasse, das grüne Gemüse unterwegs wie eine Friedenspfeife unter Familienmitgliedern herumwandern zu lassen. Garantiert knackfrisch. Und die Zähne werden auch noch trainiert.

Warum sind vegane Sacks im Laden so teuer? Mit diesen Ideen kannst du kleine Häppchen ohne tierische Inhaltsstoffe im Handumdrehen selber machen.

9. Luft und Liebe

Vielleicht gehörst zu denen, die das gar nicht gern hören wollen, aber es stimmt: Nicht alles, was wir wollen und worauf wir Appetit haben, brauchen wir auch sofort! Magenknurren bedeutet Hunger? Keineswegs! Es bedeutet lediglich, dass der Darm kräftig arbeitet und die “leere” Zeit nutzt, um sich selbst zu reinigen. Das ist gut und wichtig. Bevor du beim kleinsten Anflug von Langeweile an den Griff zur Snacktüte denkst, trink doch erstmal einen Schluck und schau aus dem Fenster! Ich meine es ernst: Ein bisschen in den Wolken lesen und die Gedanken schweifen lassen ist Futter für die Seele und damit häufig wertvoller als jeder gesunde Snack.

Warum sind vegane Sacks im Laden so teuer? Mit diesen Ideen kannst du kleine Häppchen ohne tierische Inhaltsstoffe im Handumdrehen selber machen.

Wenn du allerdings nach dem Lesen dieser vielen leckeren Rezeptideen Appetit bekommen hast, ist das ganz normal. Welches ist dein veganer Lieblingssnack? Schreib es unten in die Kommentare!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Kerstin Marx-Kiesinger

    Ich danke dem Team von smarticular für die vielen wirklich wertvollen Beiträge. Bitte weiter so!

    Antworten
    • smarticular.net

      Vielen Dank für die Blumen – das motiviert uns sehr :-) Liebe Grüße

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