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Nervennahrung: Diese 10 Lebensmittel helfen bei Stress
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Ständig unter Stress? Diese Lebensmittel füllen deine Energiespeicher wieder auf, machen dich gelassener und glücklicher.

Stress ist an sich nichts Schlimmes, sondern eine normale Reaktion auf äußere Einflüsse. Kurzfristig kann er dabei helfen, mehr Leistung zu erbringen, indem das Herz stärker pulsiert, der Atem beschleunigt wird und die Muskeln sich anspannen. Als Dauerzustand beeinträchtigt er jedoch die Gesundheit.

Bei der Stress-Vermeidung spielt die Ernährung eine besondere Rolle, denn Stress erhöht den Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen, bestimmten Fettsäuren und Aminosäuren. Du brauchst zum Ausgleich jedoch keine Nahrungsergänzungsmittel, denn du kannst auf natürliche Lebensmittel zurückgreifen, um ungesunde Stress-Symptome zu vermeiden.

1. Haferflocken für starke Nerven

Vollkornprodukte wie auch Haferflocken enthalten die wichtigen Nerven-Vitamine B1 und B2. Um deine Nerven schon am Morgen zu stärken, probiere es doch mal mit einem Müsli mit Haferflocken, oder einer Scheibe Vollkornbrot zum Frühstück (zum Beispiel selbst gebacken)!

Haferflocken sind günstig, vielseitig verwendbar und nahrhaft. Es gibt gute Gründe, weshalb ich Haferflocken liebe und weshalb du sie öfter essen solltest!
von StarsApart [CC-BY-SA-2.0]

2. Grünkohl füllt den Kaliumspeicher

Neben Grünkohl enthalten Gemüsesaft, Hülsenfrüchte, Avocado, Spinat, Kartoffeln und Bananen viel Kalium. Dieses Spurenelement wird bei Stress durch den erhöhten Cortisol-Gehalt im Körper vermehrt durch die Nieren ausgeschieden. Mit Grünkohlchips oder einen grünen Power-Smoothie kannst du deine Kaliumreserven wieder auffüllen und deine Nerven beruhigen.

Mit Grünkohl kommst du gesund durch die Wintermonate! Hier erfährst du alles über seine gesundheitlichen Potenziale und findest leckere Rezepte.

3. Kürbiskerne bringen wichtige Aminosäuren

Aminosäuren werden bei Stress vermehrt umgesetzt, unter anderem um mehr Energie für das Gehirn zur Verfügung zu stellen. Bei Stress ist Arginin eine besonders wichtige Aminosäure, die etwa in Kürbiskernen zu finden ist.

Mit gerösteten Kürbiskernen im Salat, in selbst gemachten Müsliriegeln für unterwegs oder übers das Mittagessen gestreut, kannst du leicht genügend dieser Aminosäuren im Alltag aufnehmen.

Kürbiskerne haben erstaunlich viele wertvolle Inhaltsstoffe, die du nicht einfach wegwerfen solltest: Vitamine, Mineralien und sogar Glückshormone.

4. Mehr Magnesium dank Weizenkleie

In Weizenkleie ist viel Magnesium enthalten, das die Auswirkungen des Stresshormons Cortisol dämpft. Ein Magnesiummangel führt insbesondere bei Stress zu Nervosität, Schlafstörungen und Muskelkrämpfen. Mit Weizenkleie kannst du dein Müsli noch verfeinern und den Magnesiumspeicher wieder auffüllen.

5. Karotten für die Vitamin-A-Versorgung

Karotten enthalten viel der Vitamin-A-Vorstufe Beta-Carotin, das ebenso wie Vitamin C und E antioxidativ wirkt und die Körperzellen vor freien Radikalen schützt. Wie wäre es deshalb öfter mal mit einem Möhrensalat oder einem frisch gepressten Möhrensaft? Damit tust du gleichzeitig deinen Augen etwas Gutes.

Tipp: Wirf das Möhrengrün nicht weg! Es ist reich an Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen und lässt sich vielseitig verarbeiten.

Karotten sind nicht nur gut für die Augen, auch die Haut und dein Immunsystem werden es dir danken, wenn du ihnen etwas öfter Beachtung schenkst.
von woodleywonderworks [CC-BY-2.0]

6. Vitamin-C-Bombe Sanddorn

Neben der Hagebutte ist Sanddorn einer der besten regionalen Vitamin-C-Lieferanten. Vitamin C wird vermehrt bei der Synthese der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin verbraucht. Wer permanent unter Stress steht, dem fehlt das Vitamin für den Schutz des Immunsystems, was die Anfälligkeit für Krankheiten erhöht. Du kannst Sanddorn im Herbst entweder selbst ernten und zu Saft oder Gelee verarbeiten oder Sanddornsaft im Handel beziehen.

Ständig unter Stress? Diese Lebensmittel füllen deine Energiespeicher wieder auf, machen dich gelassener und glücklicher.

7. Weizenkeimöl gegen freie Radikale

Vitamin E schützt die Zellen vor freien Radikalen, die bei Stress vermehrt gebildet werden. Weizenkeimöl enthält mit 200 bis 300 Milligramm pro 100 Gramm weitaus mehr Vitamin E als alle anderen Speiseöle. Da das Vitamin keine Hitze verträgt, sollte Weizenkeimöl bevorzugt in der kalten Küche verwendet werden, etwa für Salate. Kaufe es am besten in kleinen Flaschen, da es nach dem Öffnen nur zwei Monate lang haltbar ist.

8. Mandeln als Kalziumquelle

Um den Kalziumbedarf zu decken, sind Nüsse und vor allem Mandeln bestens geeignet. Sie enthalten besonders viel von diesem Mineral, dessen Bedarf bei permanentem Stress erhöht ist. Du kannst Mandeln zum Beispiel als Brotaufstrich oder als pflanzliche Milchalternative zu dir nehmen.

Das Vielseitigkeitswunder Mandelmus ist aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken - mit diesem Rezept kannst du das Universalgenie ganz einfach selbst herstellen!

9. Kakao macht glücklich

Greifst du bei Stress öfter mal zu Schokolade? Das ist verständlich, denn Schokolade ist ein echter Seelentröster. Für die Wirkung verantwortlich ist der enthaltene Kakao. Er hat einen hohen Gehalt an Flavonoiden, die die Zellen des Nerven- und Immunsystems vor freien Radikalen schützen. Darüber hinaus füllt Kakao die Tryptophan-Reserven auf, aus denen das Glückshormon Serotonin gebildet wird. Erhöhter Stress führt zu einem Abbau an Tryptophan, weshalb es zu Verstimmungen oder Depressionen und zu Heißhungerattacken auf Süßes kommen kann. Gegen Stress-Symptome hilft Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil oder selbst gemachte Schokolade mit besonders viel Kakao am besten.

Rohkakao ist gesund für Herz, Gehirn, Muskeln, Knochen und die Psyche. Iss lieber die rohen Bohnen als Schokolade, denn sie stecken voller Mineralien und sekundärer Pflanzenstoffe!

10. Leinsamen mit wichtigen Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren schützen den Körper vor entzündlichen Prozessen, die durch Stress ausgelöst werden. Wichtig für die Aufnahme dieser Fettsäuren ist das Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, das bei Chiasamen optimal ist. Da Chia jedoch bisher fast ausschließlich in Südamerika angebaut wird, sind Leinöl und Leinsamen die bessere regionale Alternative. Chia- und Leinsamen lassen sich beispielsweise in Müslis, Smoothies oder als Ei-Ersatz verwenden.

Auch viele Zubereitungen mit Kräutern und Pflanzen aus dem Garten haben eine entspannende Wirkung.

Was du sonst noch gegen Stress tun kannst

Neben einer Ernährung, die Stress-Symptome reduziert, helfen Ausdauersportarten wie Joggen, Fahrradfahren oder Entspannungsmethoden wie Yoga, nervöse und körperliche Beschwerden abzubauen. Langfristig hilfreich gegen Stress ist jedoch vor allem, die Auslöser zu finden und zu minimieren.

Was hilft dir bei Stress am besten? Berichte uns und den anderen Lesern von deiner Erfahrung in einem Kommentar unter diesem Beitrag!

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  • Brigitte

    Ich war sehr erstaunt, als ich hörte, dass in Deutschland Öle selbst dann noch als extra Vergine, also kaltgepresst verkauft werden dürfen, wenn sie beim Pressvorgang über 100°C heiß geworden sind.
    Bei keinem Öl merkt man das deutlicher, als beim stark hitzeempfindlichen Leinöl. Wird es zu warm, entwickelt es Bitterstoffe, die erstens nicht schmecken und zweitens ungesund sind. Lang hab ich vergeblich nach einem guten, nicht bitteren Leinöl gesucht.Zufällig fand ich einen kleinen Familienbetrieb. Die kaufen den Leinsamen von einem Biobauern ihres Vertrauens und pressen das Öl sehr langsam, so dass es sich nicht erhitzt. Dieses Öl schmeckt unvergleichlich nussig, mild und lecker. Es muss unter Lichtabschluss im Kühlschrank gelagert werden, dann hält es eine Weile.
    Meine Favoriten sind Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl und morgens als Frühstück Quark mit Leinöl und Himbeeren. Hmmmm

    • Sabine

      Klingt ja sehr interessant :) Darf man fragen von welchem Familienbetrieb man es erwerben kann? Ich esse auch unheimlich gerne Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl…

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