Aphthen im Mund: Diese Hausmittel wirken

Aphthen im Mund sind unangenehm und können schmerzhaft sein. Lies hier, wie du Aphthen mit Hausmitteln schneller verschwinden lassen kannst.

Aphthen, kleine weißlich-gelbe Erhebungen im Mund, die oft einen roten Entzündungsrand haben, können ziemlich unangenehm bis schmerzhaft werden. Meist heilen die “Pickel” auf der Schleimhaut zwar innerhalb von zwei bis drei Wochen von selbst wieder ab, aber mit einigen Hausmitteln tun Aphthen im Mund weniger weh und verschwinden schneller.

Einige der im Folgenden beschriebenen Mittel wirken desinfizierend, sodass Keime im Mundraum reduziert werden, die die bestehende Entzündung noch verschlimmern könnten. Andere Mittel unterstützen auch den Aufbau neuer, gesunder Schleimhäute. Wie du der Entstehung von Aphthen vorbeugen kannst, erfährst du weiter unten.

Ätherische Öle gegen Aphthen im Mund

Gegen Aphthen helfen beispielsweise Mundspülungen mit desinfizierenden ätherischen Ölen wie Eukalyptus, Thymian und Minze. Damit sich das ätherische Öl mit dem Wasser verbindet, lassen sich entweder Salz oder Honig als Emulgator hinzufügen. Da sowohl Honig als auch Salz ebenfalls gegen Aphthen wirken (siehe weiter unten), verstärken sie den heilenden Effekt noch.

Für etwa 150 Milliliter Mundspüllösung werden benötigt:

  • 150 Milliliter lauwarmes Wasser
  • 6-7 Tr. ätherisches Öl (Eukalyptus, Thymian oder Pfefferminze oder eine Mischung davon)
  • 1 TL Salz oder 1 TL Honig
  • 1 kleine Flasche mit Schraubverschluss (optional)

Benötigte Zeit: 5 Minuten.

So wird die wohltuende Mundspülung gegen Aphthen hergestellt:

  1. Wasser mit Honig oder Salz mischen

    Wasser mit Honig oder Salz verrühren, bis der Zusatz sich aufgelöst hat. Wenn das Wasser lauwarm ist, lösen sich Honig oder Salz schneller auf.

  2. Ätherische Öle hinzufügen

    Die ätherischen Öle in die Mischung tropfen und gründlich verrühren, damit sie sich gleichmäßig in der Flüssigkeit verteilen.

  3. Mundspülung in Flasche abfüllen

    Optional die Mundspülung nun in eine kleine, saubere Flasche abfüllen. Damit kannst du sie auch für unterwegs einstecken und zwischendurch den Mundraum ausspülen.

Diese Menge an Mundspülung reicht, um über den Tag verteilt vier- bis fünfmal damit zu gurgeln. Da sie so einfach herzustellen ist, kann sie jeden Tag frisch gemacht werden, wodurch Keime im Wasser nicht zum Problem werden.

Tipp: Ätherisches Lavendelöl, das ebenfalls desinfizierend wirkt, lässt sich unverdünnt mit einem Wattestäbchen auf die Aphthe tupfen. Nach Möglichkeit ein paar Minuten einwirken lassen.

Aphthen im Mund sind unangenehm und können schmerzhaft sein. Lies hier, wie du Aphthen mit Hausmitteln schneller verschwinden lassen kannst.

Weitere Mundspülungen gegen Aphthen

Auch Mundspülungen mit anderen Hausmitteln lassen sich praktisch in einer kleinen Flasche überall mit hinnehmen. Du hast die Wahl zwischen verschiedenen Mitteln, von denen du wahrscheinlich das eine oder andere ohnehin schon zu Hause hast.

Vermische

  • 30 Tropfen Propolis mit 150 ml Wasser oder
  • einen Teelöffel Salz mit 200 ml Wasser oder 
  • Natron mit 200 ml Wasser

und spüle dreimal täglich damit den Mundraum aus.

Teeaufgüsse aus Salbei, Kamille oder grünem Tee (wie normaler Tee zubereitet, mit etwa acht Minuten Ziehdauer) eignen sich ebenfalls zur Linderung der Beschwerden durch Aphthen: Einfach mehrmals täglich damit gurgeln.

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Hausmittel gegen akute Schmerzen

Gib ein wenig Propolis-Tinktur oder Wasserstoffperoxid auf ein Wattestäbchen  und betupfe damit die Aphthe etwa dreimal am Tag, um akute Schmerzen zu lindern.

Auch eine kleine Menge Natron, mit sehr wenig Wasser zu einer Paste verrührt, lässt sich direkt auf die Aphthe auftragen. Nach zwei bis drei Minuten Einwirkzeit abspülen.

Hausmittel zur Beruhigung der Schleimhaut bei Aphthen

Naturbelassener Honig und Aloe-Vera-Saft (zum Beispiel selbst gemacht aus Aloe-Vera-Gel) beruhigen unter anderem die entzündete Haut. Spüle den Mund mehrmals täglich mit Aloe-Vera-Saft durch oder lass einen Teelöffel voll Honig im Mund zergehen. Letzteres bietet sich vor allem dann an, wenn die Aphthen an Stellen sitzen, die durch Sprechen oft beansprucht werden (zum Beispiel auf der Zunge, auf dem Zahnfleisch oder auf der Lippen-Innenseite).

Was sind Aphthen und wie entstehen sie?

Der Begriff “Aphthe” kommt aus dem Griechischen und bedeutet “Schwämmchen”. Das bezieht sich auf die meist unregelmäßig-schwammige Oberfläche der kleinen, weiß-gelblichen Erhebungen, deren Entstehung sich oft mit einem Brennen oder Kribbeln ankündigt. Aphthen treten auf der Mundschleimhaut auf, können sich aber auch auf der Zungenspitze oder auf dem Zahnfleisch bilden.

Ganz genau ist noch nicht geklärt, wie bzw. warum Aphthen tatsächlich entstehen. Sicher ist jedoch, dass Aphthen nicht ansteckend sind, da sie weder durch Viren noch durch Bakterien ausgelöst werden oder diese produzieren.

Neben einer genetischen Disposition (Aphthen treten innerhalb einer Familie häufiger auf) kann unter anderem auch ein dauerhafter mechanischer Reiz, zum Beispiel durch schlecht sitzende feste Zahnspangen oder Prothesen, dazu führen, dass sich Aphthen bilden.

Sobald der dauerhafte Reiz abgestellt wird, bilden sich die Aphthen zurück und kommen auch nicht wieder. Sollten Aphthen im Mund öfter auftreten, lohnt es sich, ärztlich abklären zu lassen, ob eventuell eine tiefergreifende Krankheit oder Mangelerscheinungen (zum Beispiel Mangel an Vitamin B12, Folsäure, Zink oder Eisen) vorliegen. 

Wie du Aphthen vorbeugen kannst

Aphthen treten selten auf, wenn Zahnspange oder Prothese sitzen und auch sonst nichts im Mundraum stört. Auch weniger Stress hilft unter Umständen, Aphthen erst gar nicht entstehen zu lassen. Außerdem kann es sinnvoll sein, stark histaminhaltige Lebensmittel wie Nüsse und Tomaten zu vermeiden.

Es besteht zudem der Verdacht, dass Zahnpasta, die das Tensid Natriumlaurylsulfat (SLS) enthält, dazu beiträgt, dass sich Aphthen bilden – ein Blick auf die Zusammensetzung der eigenen Zahncreme kann das Problem also eventuell schon lösen.

Insgesamt beugt auch ein gut funktionierendes Immunsystem mit ausgewogener Ernährung und genügend Bewegung an der frischen Luft der Bildung von Aphthen vor – zum Beispiel mit leckerer Rohkost, Waldbaden und genügend Schlaf und Entspannung.

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Wie behandelst du Aphthen im Mund, wenn sie bei dir auftreten? Wir freuen uns über deine Anregungen in einem Kommentar!

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10 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hier gibt es eine Salbe, die leider nicht mehr in Deutschland erhältlich ist. Aber in Österreich gibt es die noch. Sie hat eine lila Verpackung und heisst Mundisal.
    Die brennt ganz übel beim Auftragen, aber dann ist die Aphthe betäubt und man kann was essen oder Zähne putzen.

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  2. Petraenfrance

    Ich habe an ätherischen Ölen bisher nur Teebaumöl benutzt. Möglichst lokal pur auftragen und etwas trocknen lassen bevor man den Mund schließt. Der Geschmack ist unangenehm. Es lohnt sich aber es betäubt und auch desinfiziert. Die Aphthe heilt schneller und danach kann man sich ohne Schmerzen die Zähne anständig putzen.

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  3. Rezeptur von einem alten Arzt – benütze ich seit Jahrzehnten:
    Tinctura gallae + Tinctura ratanhiae (alkoholische Pflanzenauszüge, gibt’s in Apotheken!) zu gleichen Teilen mischen, auf Wattestäbchen geben – Aphte damit betupfen -> hilft sofort!

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  4. seit einem halben jahr spüle und gurgle ich nach dem zähneputzen mit 3 tropfen salviathymin in etwas wasser ( etwa 2 schluck) und benutzt zahnpasta ohne SLS mit einer elektrischen zahnbürste. seitdem keine einzige aphte mehr!

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  5. Natron wirkt bei mir sensationell. Abends, nach dem Zähneputzen etwas Natron in Wasser auflösen, etwas natürliches Mundwasser oder ätherisches Öl für den Geschmack dazu geben und den Mund damit spülen. Nächsten Tag ist die Aphte verschwunden.

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  6. Johanniskraut Öl ist spitze für mich!

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  7. Aphten können auch durch bestimmte Lebensmittel ausgelöst werden, z.B. Orangen.

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  8. Ich trinke Spitzwegerich Tee. Meist reicht schon 1 Becher.

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  9. Mir hilft Kamillentee ganz gut.

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