Besser schlafen – Schlafstörungen mit natürlichen Mitteln vermeiden

Wer unter Schlafstörungen leidet und besser schlafen möchte, braucht meist keine Medikamente, sondern kann auf natürliche Mittel und Methoden zurückgreifen.

Schlafstörungen bedeuten nicht nur, nachts immer wieder aufzuwachen oder quälend lange wach zu liegen, sondern auch tagsüber müde und erschöpft zu sein. Schlaflosigkeit bringt den ganzen Tag aus den Fugen! Wer besser schlafen möchte, braucht aber meist nicht zu Medikamenten zu greifen, sondern kann mit natürlichen Mitteln und Gewohnheiten in den Schlaf finden.

Besser schlafen mit natürlichen Mitteln

Schlafmittel aus der Drogerie oder verschreibungspflichtige Medikamente haben oft starke Nebenwirkungen und führen bei regelmäßiger Einnahme zur Abhängigkeit. Sie beheben außerdem nicht die Ursache des Schlafproblems, sodass der Schlaf nicht erholsam ist und man mitten am Tag müde sein kann.

Viel besser als Medikamente zu nehmen, ist es daher, der Schlaflosigkeit auf den Grund zu gehen, für optimale Bedingungen zu sorgen und mit sanften und natürlichen Mitteln in den Schlaf zu finden.

Das Schlafzimmer schlaffreundlich einrichten

Ein schlafförderndes Schlafzimmer ist möglichst dunkel und ruhig. Um den Raum von Licht von außen abzuschirmen, sind Rollläden, Jalousien oder lichtdichte Vorhänge empfehlenswert. Auch Licht im Raum durch Steckerleisten, Stand-by-Leuchten und andere Stromfresser gilt es zu vermeiden – entweder entfernen, ausschalten oder zumindest abdecken. Lässt sich der Raum nicht ausreichend abdunkeln, kann eine Schlafmaske helfen.

Ein tickender Wecker oder die Spülmaschine in der Küche fallen tagsüber kaum auf, stören jedoch den Nachtschlaf. Versuche geräuschvolle Vorgänge innerhalb der Wohnung abzustellen oder auf den Tag zu verschieben. Schwere Vorhänge halten nicht nur Licht, sondern auch Lärm von draußen ab. Lassen sich akustische Störungen, zum Beispiel vom Verkehr oder von Schnarchgeräuschen, nicht reduzieren oder beseitigen, sorgen Ohrstöpsel für Ruhe.

Wer unter Schlafstörungen leidet und besser schlafen möchte, braucht meist keine Medikamente, sondern kann auf natürliche Mittel und Methoden zurückgreifen.

Reduziere die Strahlung von Handy und Tablet sowie von anderen elektrischen Geräten, um gesund zu schlafen. Es empfiehlt sich, die betreffenden Objekte aus dem Schlafzimmer zu verbannen oder wenigstens möglichst weit entfernt vom Bett aufzustellen. Mobile Geräte wie Handy, Tablet und Laptop am besten in einem anderen Raum über Nacht aufladen.

Zusätzlich zu weiteren Tipps für besseren Schlaf ist es empfehlenswert, vor dem Zubettgehen ausgiebig zu lüften, da frische, sauerstoffreiche Luft einen erholsameren Schlaf ermöglicht.

Zimmerpflanzen für gutes Raumklima

Damit auch im Laufe der Nacht genug Sauerstoff vorhanden ist und der CO2-Gehalt nicht zu stark ansteigt, sind Zimmerpflanzen im Schlafzimmer hilfreich. Am besten eignen sich Pflanzen wie zum Beispiel Aloe vera, Bogenhanf, Grünlilie oder Birkenfeige, die vor allem nachts Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln, zusätzlich Giftstoffe aus der Luft filtern oder die Raumluft befeuchten.

Die richtige Matratze für jeden Typ

Die sonstigen Bedingungen können noch so gut sein, auf einer unbequemen Unterlage schläft es sich trotzdem schlecht. Eine gute Matratze für erholsamen Schlaf passt zu den individuellen Bedürfnissen: Für Rückenschläfer ist eine punktelastische Matratze wichtiger als für Seiten- oder Bauchschläfer, schwere Menschen liegen besser auf einer weicheren Matratze als leichtere, für Allergiker ist eine Matratze aus Latex eher geeignet als eine aus Naturmaterialien.

Wer unter Schlafstörungen leidet und besser schlafen möchte, braucht meist keine Medikamente, sondern kann auf natürliche Mittel und Methoden zurückgreifen.

Schlaftipps für Allergiker

Für Allergiker gibt es zusätzliche Punkte zu berücksichtigen: Bei einer Tierhaarallergie bleiben Hund und Katze dem Schlafzimmer lieber fern – auch tagsüber, denn die Allergene schweben weiterhin in der Raumluft, sodass sie die Atemwege reizen.

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Künstliche Duftstoffe (zum Beispiel in der Duftlampe oder in der Bettwäsche vom Waschmittel) und bestimmte Pflanzen können ebenso Allergien auslösen und werden deswegen besser aus dem Schlafzimmer verbannt.

Wer von Heuschnupfen geplagt wird, duscht idealerweise vor dem Zubettgehen und spült den Nasen-Rachen-Raum mit einer Nasendusche, damit keine Allergene den Schlaf stören.

Wenn die Pollen wieder anfangen zu fliegen, leiden viele Menschen unter Heuschnupfen. Die Nasendusche ist ein bewährtes Hausmittel, um Allergiebeschwerden natürlich zu lindern.

Abendroutine zum Müdewerden

Eltern kennen das: Eine immer gleiche, möglichst beruhigende Abendroutine fördert das Einschlafen. Aber nicht nur bei Kindern funktioniert allabendliches Vorlesen oder Singen, auch Erwachsenen hilft es, ruhige Musik zu hören, zu lesen und so belastende Gedanken ad acta zu legen. Meditation und Atemübungen sind ebenfalls gute Hilfsmittel, um zur Ruhe zu kommen.

Ganz besonders wichtig bei Einschlafschwierigkeiten ist es, das Handy und andere elektronische Geräte mindestens 30 Minuten vor dem Zubettgehen wegzulegen, um auch geistig abzuschalten. Bildschirme mit hohen Blaulichtanteil, wie zum Beispiel der Fernseher, hemmen zudem die Produktion von Schlafhormonen – ein spannender Film direkt vor dem Einschlafen ist daher alles andere als schlaffördernd!

Abends abschalten zu können ist gar nicht so einfach! Diese 9 Tipps helfen, deine ganz persönliche, auf dich zugeschnittene Abendroutine für ein entspanntes Einschlafen zu finden.

Nahrungsmittel für einen besseren Schlaf

Schwer verdauliches Essen macht zwar müde, beeinträchtigt aber das Ein- und Durchschlafen, da der Körper schwer arbeiten muss, während der Geist versucht abzuschalten. Es empfiehlt sich also, abends leicht und nicht zu spät zu essen.

Aufputschende Substanzen wie Koffein, die zum Beispiel in Kaffee oder auch in (veganem) Tiramisu enthalten sind, gilt es natürlich zu vermeiden. Aber auch Weichkäse, Oliven und Schokolade enthalten wachmachende Inhaltsstoffe. Manche Lebensmittel fördern dagegen das schnelle Ein- und gute Durchschlafen! Mit Nahrungsmitteln lässt sich also der Schlaf beeinflussen.

Pflanzliche Schlafmittel statt Schlaftabletten

Wer trotz bester Bedingungen einfach nicht einschlafen kann, muss trotzdem nicht zu nebenwirkungsreichen Medikamenten greifen. Auch viele pflanzliche Mittel verhelfen zu einem gesunden Schlaf – zum Beispiel Baldrian, Hopfen oder Lavendel. Sie lassen sich in einer Teemischung kombinieren oder als Tinktur in einem Glas Wasser einnehmen, wirken sanfter und sind meist frei von unerwünschten Begleiterscheinungen.

Pflanzliche Schlafmittel sind bei Schlafproblemen oft die gesündere Lösung als Medikamente, die starke Nebenwirkungen haben und Abhängigkeiten verursachen können.

Tipp: Mit einer ayurvedischen Moon Milk, die sich auch regional mit Lavendel zubereiten lässt, findest du ebenfalls sanft in den Schlaf.

Besser schlafen bei Hitze

Im Sommer ist die Ursache für schlechten Schlaf manchmal sonnenklar: Es ist einfach zu heiß! Das lässt sich natürlich nicht so einfach abstellen, es sei denn, du hast eine Klimaanlage. Dennoch verhelfen einige Tricks zu erholsamem Schlaf trotz Hitze, zum Beispiel ein kaltes Fußbad vor dem Schlafengehen oder ein feuchtes Bettlaken statt einer Decke.

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Welche Mittel und Tricks helfen dir, wenn du mal nicht gut schlafen kannst? Wir freuen uns über einen Kommentar von dir!

Gut geschlafen? Dann hast du bestimmt Energie für diese Aktivitäten:

Pflanzliche Schlafmittel sind bei Schlafproblemen oft die gesündere Lösung als Medikamente, die starke Nebenwirkungen haben und Abhängigkeiten verursachen können.

4 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Rhabarbara

    Guter Artikel, aber was kann man machen, um Abends länger wach zu bleiben? Ich bin in einem Teufelskreis, schlafe schon vor 22 Uhr ein und bin dann von 0 bis 1 uhr wach und ab 5 Uhr wieder. Weil ich dann seit 5 wach bin, fallen mir um 21 Uhr schon die Augen zu. Ich brauche also eine wach-bleib-Routine, dann schlafe ich vielleicht auch mal bis 7 Uhr durch.

    Antworten
    • Anscheinend bist du eine extreme Lerche. Da habe ich jetzt so keine Tipps für dich, kann aber etwas zu deiner wachen Zeit in der Nacht sagen.

      In Europa war es im Mittelalter und wahrscheinlich auch noch früher normal, nachts in zwei Blöcken zu schlafen und dazwischen noch mal aufzustehen. In dieser Zeit versorgte man dann das Vieh und die Alten und Kranken, schaute einmal nach dem Rechten.
      Wenn du Nachts so eine Zeit hast, in der du wach bist und Schwierigkeiten hast, wieder einzuschlafen, liegt es dir also in den Genen.

      Grundsätzlich empfiehlt es sich, auf den eigenen Körper zu hören bei Müdigkeit oder eben Munterkeit und dann lieber noch mal aufzustehen als sich im Bett hin- und herzuwälzen.
      Wir haben versucht, unseren Schlaf mit der Industrialisierung zu vereinheitlichen, aber das funktioniert eben nicht immer.

  2. Keine Pflanze der Welt kann nachts Kohlendioxid zu Sauerstoff umwandeln. Schon gar nicht “vor allem nachts”
    Für diesen Prozess, die Fotosynthese, benötigt die Pflanze Sonnenlicht. Das gibt es nicht nachts im dunklen Schlafzimmer. Auch das nicht ganz abgeschirmte Licht von Radiowecker oder Standbyleuchte reichen nicht, um auch nur ein Sauerstoffatom herzustellen.
    Richtig ist, dass die genannten Pflanzen nur relativ wenig Licht benötigen, weswegen sie auch in einem Zimmer mit nur einem Fenster gedeihen können. Richtig ist auch, dass die Pflanzen Schadstoffe aus der Luft filtern können, während sie gedeihen.

    Antworten
    • smarticular.net
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      Liebe Claudia, danke für den Hinweis! Tatsächlich ist ist Formulierung ungünstig gewählt: Die Aloe vera produziert zwar nachts keinen Sauerstoff; durch ihre dicken Blätter gibt sie aber den tagsüber produzieren Sauerstoff langsamer ab als andere Pflanzen, sodass sich dieser Vorgang bis in die Nacht fortsetzt. Daher eignet sie sich besonders gut fürs Schlafzimmer.
      Liebe Grüße

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