Gesunde Müsliriegel selber machen: Schnelles Rezept ohne Backen

Gesunde Müsliriegel selber machen – schnell und ganz ohne Backen! Entdecke das einfache Rezept für den perfekten Snack für unterwegs.

Je mehr ich mich mit gesunder Ernährung und den Inhaltsstoffen der Lebensmittelindustrie auseinandersetze, desto wichtiger wird es mir, frische Alternativen selbst herzustellen. Für den kleinen Hunger unterwegs habe ich zwar meistens frisches Obst dabei, aber manchmal verlangt der Körper nach einem sättigenden energiereichen Snack. Die perfekte Lösung: Müsliriegel selber machen! Das ist viel einfacher, als die meisten denken, und schont zudem Geldbeutel und Umwelt, da Verpackungsmüll vermieden wird.

Die Zubereitung dieser DIY-Riegel dauert nur wenige Minuten und du behältst die volle Kontrolle über die Zutaten: Du wählst deine Lieblingsnüsse, bestimmst den Schokoladenanteil und entscheidest selbst, wie viel und welches natürliche Süßungsmittel im Riegel landet.

Warum eignen sich selbstgemachte Müsliriegel als gesunder Snack?

Gekaufte Riegel aus dem Supermarkt entpuppen sich bei einem Blick auf die Zutatenliste oft als wahre Zuckerbomben. Wenn du deine Müsliriegel selber machst, verzichtest du auf raffinierten Zucker, künstliche Aromen und Konservierungsstoffe. Stattdessen liefern hochwertige Nüsse, Saaten und Pseudogetreide wie Amaranth wertvolle Fettsäuren, Ballaststoffe und langanhaltende Energie – ideal für die Arbeit, die Schule oder beim Sport.

Das Beste an diesem Rezept: Es handelt sich um sogenannte No-Bake-Müsliriegel. Sie müssen nicht in den Ofen, was Vitamine schont und jede Menge Energie spart.

Rezept für gesunde Müsliriegel

Rezept für gesunde Müsliriegel

Schwierigkeit: Einfach
Portionen

12

Portionen
Kalorien

126

kcal
Gesamtzeit

40

Minuten

Dieses Basis-Rezept ist herrlich unkompliziert, absolut gelingsicher und die perfekte Grundlage für deine ersten eigenen Riegel. Da wir bei der Zubereitung komplett aufs Backen verzichten, stehen die Snacks in Rekordzeit zum Festwerden im Kühlschrank – und ganz nebenbei bleiben so auch alle wertvollen Nährstoffe der Nüsse und Saaten erhalten. Alles, was du dafür brauchst, sind eine Handvoll naturbelassener Vorräte und etwa 10 Minuten Zeit. Schnapp dir eine Schüssel und lass uns direkt loslegen!

Zutaten

  • 1/2 Tasse ganze Mandeln

  • 1/2 Tasse gehackte Walnüsse

  • 1/2 Tasse ganze Cashewkerne

  • 1/2 Tasse gepufften Amaranth, gepuffte Quinoa oder feine Haferflocken

  • 1 TL geschrotete Leinsamen

  • 1/4 Tasse braunen Reissirup

  • 2 EL Honig (für eine vegane Variante eignen sich Ahornsirup, Agavendicksaft oder Löwenzahnhonig)

  • 1 Vanilleschote (ausgekratztes Mark) oder 1 TL gemahlene Vanille

  • 1/2 TL naturbelassenes Salz

  • optional hochwertige dunkle Schokolade (min. 70 % Kakaoanteil) zum Verzieren

Zubereitung

  • Nüsse, den gepufften Amaranth und die Leinsamen in einer großen Schüssel vermengen und beiseite stellen. Tipp: Die Schüssel vorher mit ganz wenig Pflanzenöl bestreichen, dann klebt die Masse später nicht fest.
  • Reissirup, Honig, die Vanille (Mark oder Pulver) und Salz in einen kleinen Kochtopf geben. Die Mischung unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und für ca. zwei Minuten leicht köcheln lassen, bis sie leicht andickt.
  • Die heiße Masse zügig über die Nussmischung gießen. Alles gründlich mit einem Löffel oder mit eingefetteten Händen vermengen, bis alle Zutaten gleichmäßig benetzt sind.
  • Eine kleine Auflauf- oder Kastenform mit Backpapier (oder einer nachhaltigen Backpapier-Alternative) auskleiden. Die Müsliriegelmasse hineingeben und sie so fest und gleichmäßig wie möglich andrücken. Vermeide Hohlräume, da die Riegel sonst später brüchig werden.
  • Die Form kurz abkühlen lassen und anschließend für 30 bis 40 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Masse vollständig fest wird.
  • Die fest gewordene Masse mithilfe des Backpapiers aus der Form nehmen und mit einem großen, scharfen Messer in die gewünschte Riegelgröße schneiden.

Tipp

  • Wenn du dir das nachträgliche Schneiden sparen möchtest, kannst du die Riegel auch hervorragend in speziellen Silikonformen für Müsliriegel (oder in kleinen Muffin-Silikonformen) herstellen. Drücke die heiße Masse dafür einfach mit einem feuchten Löffel direkt in die einzelnen Mulden. Der große Vorteil: Ein Einfetten oder Auskleiden mit Backpapier ist bei Silikon nicht nötig! Nach der Kühlzeit lassen sich die Riegel kinderleicht herausdrücken.

Müsliriegel mit Schokolade verfeinern

Wenn du magst, kannst du den Riegeln ein schokoladiges Finish verleihen. Schmelze dazu etwas dunkle Schokolade (oder vegane Kuvertüre) schonend im Wasserbad und träufle sie mit einem Löffel in Streifen über die fertigen Riegel.

Haltbarkeit und Lagerung

Nachdem die Schokolade fest geworden ist, solltest du die Riegel in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Im Kühlschrank gelagert sind sie bis zu zwei Wochen problemlos haltbar. Für einen noch größeren Vorrat kannst du die Riegel auch hervorragend einfrieren und bei Bedarf einzeln auftauen. Ich freue mich schon auf den Herbst, wenn ich mit frischen Haselnüssen aus dem eigenen Garten einen gesunden Riegelvorrat anlegen kann!

Tipp: Reste von Nüssen kannst du zusammen mit Trockenfrüchten clever in diesem Rezept für Früchtebrot verwerten.

Dieses Früchtebrot-Rezept ergibt kein Brot im eigentlichen Sinne. Denn die Hauptzutaten sind Reste von Nüssen und Trockenfrüchten aus der Weihnachtszeit.

Kreative Variationen: Erlaubt ist, was schmeckt!

Das Tolle beim Müsliriegel-Selbermachen ist die Flexibilität. Du kannst das Rezept nach Lust und Laune abwandeln. Versuche doch mal folgende Zutaten unterzumischen:

  • Nüsse & Saaten: Haselnüsse, Pekannüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder Sesam.
  • Trockenfrüchte: Ungeschwefelte Rosinen, fein gehackte Datteln, Pflaumen, Aprikosen oder Cranberrys für eine fruchtige Note.
  • Klassiker: Kernige oder zarte Haferflocken (diese am besten vorher kurz ohne Fett in der Pfanne anrösten – das verstärkt das Aroma!).
  • Exotisch: Kokosraspel oder ein Hauch von Zimt und Kardamom.

Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Teile deine Lieblingskreationen in den Kommentaren am Ende des Beitrags.

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33 Kommentare
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  1. Danke für diese tolle Rezept! Ich habe es etwas abgeändert und finde sie unglaublich lecker. Drinnen sind Haferflocken, Amaranthpopps, gehackte Walnüsse, Datteln und Schokolade. Als Süße habe ich Ahornsirup und Honig genommen, wobei ich nur der Ahornsirup gekocht und den Honig erst danach in den Topf dazugegeben habe. Damit alles gut zusammenhält, hab ich dann noch etwas Kakaobutter in der heißen Maße geschmolzen. Die fertige Riegelmasse hab ich im Kühlschrank hart werden lassen. Vielleicht von der Konsistenz her nicht perfekt, aber geschmacklich ein Traum und durch das Fett auch recht sättigend ;)

    Antworten
  2. Wie lange sind sie haltbar und wie lagere ich sie am besten?

    Antworten
  3. Auf einer Seite wie diese die Verwendung von Alufolie zu empfehlen, ist mehr als absurd !

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Dein Kommentar bezieht sich bestimmt auf einen anderen Kommentar weiter unten?
      Liebe Grüße

  4. Danke für die Antwort.Dann probiere ich es mal aus 😊 lg

    Antworten
  5. Hallo.Muss es Brauner Reissirup sein?Habe noch hellen im Schrank und würde diesen gerne verwenden.

    Antworten
    • Hallo Maike, ich denke, das müsste genauso gut gehen. Liebe Grüße Sylvia

  6. Hallo! Ich hab noch eine Frage: Kann ich auch gefrorenes Obst bzw. Kräuter verwenden? Oder getrocknetes? Jetzt im Herbst gibt es ja fast nichts Frisches mehr. Danke! Lg!

    Antworten
    • In diesem Rezept wird garkein Obst oder Kräuter verwendet, nur Trockenfrüchte als optionale Zutaten….

  7. Danke für das Rezept. Eine Frage habe ich da aber noch: passt denn zum Nachhaltigkeits-Gedanken und der Müll-Vermeidung, dass man unbedingt Alu-Folie zum Auskleiden nehmen muss? https://www.smarticular.net/wp-content/uploads/2015/05/muesliriegel-selber-machen-1.jpg

    Kann man die Form auch mit Butter einfetten oder ähnliches?

    Antworten
    • Hallo Michael, danke für deinen Kommentar! Der Beitrag ist schon etwas älter und insofern sind es die Bilder und die Methode auch. Du hast natürlich recht, dass man das auch auf andere Weise hinbekommt. Inzwischen haben wir übrigens eine Liste mit Alternativen zu Alufolie https://www.smarticular.net/alufolie-ersetzen-alternativen/ Liebe Grüße Sylvia

  8. Hallo!
    Diesen Artikel gibt es schon eine Weile, aber ich muss unbedingt etwas dazu schreiben. Ich habe mich vor kurzem entschieden, Müsliriegel selbst zu machen. Bei meiner Suche nach Rezepten bin ich auf diese Seite gestoßen. Ich habe das Rezept nachgemacht, zwar nicht ganz genau , aber das Wichtigste habe ich beachtet: Sirup (muss wiklich unbedingt rein) und Honig schön erhitzt und köcheln lassen. In die Trockenmischung kam alles rein, was ich zu Hause hatte: Mandeln, Haferflocken , Kokosflocken, Leinsamen, gemahlene Mandeln, Chiasamen, Amaranth , Kernemischung etc. Alles angeröstet und mit Honig-Agavensirup gemischt. Plus Rosinen und trockene Kirschen, gepresst und ab in den Kühlschrank. Als alles fest genug war, aufgeschnitten und ins Backpapier eingewickelt und zum Aufbewahren in eine luftdichte Dose in den Kühlschrank gestellt. Probiert und … einfach GÖTTLICH! Danke! Ich werde jetzt nie wieder Müsliriegel kaufen. Tolles Rezept!

    Antworten
    • Hallo, wie lange halten sich die Riegel ca und wie kann ich sie am besten lagern? Im Kühlschrank oder besser nicht?

      Danke und liebe Grüße
      Eva

    • Hallo Eva, dazu steht etwas im Beitrag, leider etwas versteckt: ” … in einem luftdichten Behälter bis zu zwei Wochen lang haltbar. Im Kühlschrank oder Tiefkühlfach halten sich die Riegel natürlich noch länger.” Liebe Grüße Sylvia

    • Angéline

      Liebe Katrin
      Honig sollte nicht erhitzt werden, da seine heilende Wirkung bei einer Temperatur von über 40 Grad verloren geht und erhitzter Honig aus ayurvedischer Sicht sogar ungesund ist. Nur so als Tipp. Liebe Grüße Angie

    • Eva Brauckmann
      Eva Brauckmann

      Liebe Angéline, Es stimmt, dass die wertvollen, hitzeempfindlichen Enzyme im Honig ab ca. 40 Grad verloren gehen. Toxisch oder ungesund wird er durch das kurze Aufkochen jedoch nicht – er dient in diesem Rezept schlicht als Geschmacksträger und Süßungsmittel.

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Liebe Angeline,
      wenn du Rohkost bevorzugst, probiere es gern mit diesem Rezept: https://www.smarticular.net/rohkost-plaetzchen-und-cookies-als-gesunder-snack/
      Liebe Grüße

  9. Birgit Wunderlich

    Macht noch Haferflocken dazu, dann werden sie nicht so “bröselig”. :-)

    Antworten
  10. Brigitte V InKi

    Honig soll aber nicht über 40°C erwärmt werden, vom Kochen ganz zu schweigen.
    Ist der Kochvorgang unbedingt notwendig, würde das Erwärmen zB. im Wasserbad nciht genügen?
    Ich finde, es wäre schondender…

    Antworten
    • Hallo Brigitte, das ist natürlich ein nachvollziebarer Grund, für die Konsistenz der Riegel ist das Erhitzen jedoch unerlässlich. Du kannst es natürlich im Wasserbad ausprobieren, wir freuen uns sehr über dein feedback, wie es funktioniert hat. Liebe Grüße!

  11. Brigitte V InKi

    Ich möchte zu bedenken geben, dass man Honig eigentlich nie über 40°C erwärmen, schon gar nicht aber zum Kochen bringen sollte, weil dann sehr viele seiner wertvollen Inhaltsstoffe, die hitzeempfindlich sind, ihren Geist aufgeben.

    Deshalb meine Frage:
    Muss es sein, dass die Masse kocht, reicht nicht ein Erwärmen im Wasserbad?

    Antworten
  12. Ich habe die Riegel schon 2x gemacht. Geschmacklich sind die perfekt. Allerdings sind sie bei mir sehr klebrig und fallen auseinander. Ich habe mich genau an Rezeptvorgeben gehalten. Was mache ich falsch?

    Antworten
    • Maximilian Knap

      Wenn sie noch zu klebrig sind und zerfallen, enthalten sie wahrscheinlich zu viel Restfeuchte. Entweder bei Zimmertemperatur oder im Dörr-Aparat so lange weiter trocknen, bis sie beim Anfassen nicht mehr sonderlich kleben, dann halten sie auch besser zusammen :-) Viel Erfolg und liebe Grüße!

    • Gegen das Kleben könnte auch helfen, sie nach dem zurechtschneiden in Kakaopulver, Kokosflocken, Mandel-/Nussmehl o.ä. zu wälzen. So mache ich es auch bei Energieschnitten oder -Kugeln.

  13. Was für eine Tasse ist gemeint? Kaffeetasse oder Kaffeebecher?

    Danke für das Rezept.

    Antworten
  14. Renate Strauß

    Ich werd die auf alle Fälle ausprobieren! Was könnte ich anstatt von Reissirup verwenden? Das ist das einzige, was ich nicht zu Hause hab ☺

    Antworten

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