Schmorgurken wie bei Oma: Rezept klassisch vegetarisch oder mit Hack
Knackige Gurken, frischer Dill und eine herrlich sämige Soße mit feiner Senfnote: Schmorgurken sind der unangefochtene Sommerklassiker aus Omas Küche. Das traditionelle Pfannengericht schmeckt nicht nur herrlich tröstend, sondern ist auch die schmackhafteste Art, eine üppige Gurkenernte aus dem eigenen Garten restlos zu verwerten.
Ob als leichte vegetarische Beilage, rein pflanzlich verfeinert oder als deftiges Hauptgericht mit (veganem) Hackfleisch: Dieses Rezept beweist, wie wandelbar und unkompliziert saisonale Küche sein kann. Und das Beste: Wenn du keine speziellen Schälgurken zur Hand hast, gelingt das Gericht mit einem einfachen Trick auch mit herkömmlichen Salatgurken.
Vielseitiges Schmorgurken-Rezept
Schwierigkeit: Einfach4
Portionen250
kcal40
MinutenMeist wird für Schmorgurken eine spezielle Gurkensorte verwendet – Schälgurken, die ausgereift geerntet und zur Verwendung geschält und entkernt werden. Sie haben mehr und etwas festeres Fruchtfleisch als Salatgurken, fallen beim Schmoren nicht so schnell auseinander und eignen sich auch zum Einlegen von Senfgurken. Aber auch andere große Gurken lassen sich für dieses Rezept verwenden.
Zutaten
etwa 1,5 kg Schälgurken
1 Zwiebel
100 ml Gemüsebrühe (z.B. mit gekörnter Brühe oder Gemüsewürzpaste gemacht)
2-3 EL Gurkenwasser (oder 1 EL milder Essig wie z.B. Weißweinessig)
200 g (selbst gemachte) Crème fraîche (oder eine vegane Crème-fraîche-Alternative)
1 Bund Dill
optional 1 TL Honig (oder eine vegane flüssige Süße)
Zubereitung
- Gurken schälen, der Länge nach vierteln und entkernen. Dann in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel würfeln, den Dill fein hacken.
Tipp: Wenn du normale Salatgurken verwendest, musst du diese erst entwässern. Also Kerne entfernen, Stücke kurz einsalzen, 10 Minuten Wasser ziehen lassen und abtupfen.
- Die Zwiebel in einer großen Pfanne mit zum Braten geeignetem Pflanzenöl bei mittlerer Hitze kurz anschwitzen. Die Gurkenstücke hinzugeben und mit der Brühe angießen. Etwa 10 bis 15 Minuten lang schmoren lassen, bis die Gurken glasig und weich sind.

- Crème fraîche und Senf zugeben. Mit Essig, Pfeffer, Salz und auf Wunsch etwas Honig abschmecken. Zum Schluss den Dill zugeben und alles noch einmal kurz aufkochen lassen.

Tipp
- Nutze statt Weißweinessig 2 bis 3 Esslöffel Sud aus einem Glas Essig- oder Gewürzgurken. Das spart Abfall, bringt zusätzliche Gewürzaromen mit und verleiht der Soße eine runde, säuerliche Tiefe.
Damit sind die Schmorgurken fertig. Je nach verwendeter Gurkensorte fällt die Soße mehr oder weniger flüssig aus. Bei Bedarf entweder noch Wasser zugeben oder das Ragout etwas länger einkochen lassen.
Das Gurkenragout lässt sich zum Beispiel mit Gegrilltem, Lachsfilet oder (vegetarischen oder veganen) Frikadellen kombinieren. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber wenn von den köstlichen Schmorgurken noch etwas übrig bleibt, ist das gar nicht schlimm. Ähnlich wie viele Eintöpfe schmecken die Schmorgurken noch einmal aufgewärmt am nächsten Tag fast noch besser!
Durch den hohen Wassergehalt kannst du das Gericht nicht einfrieren, denn die Gurken verlieren beim Auftauen komplett ihre Struktur und werden matschig. Besser: Im Schraubglas im Kühlschrank bis zu drei Tage aufbewahren.
Tipp: Probiere an heißen Tagen auch unseren erfrischend-aromatischen asiatischen Gurkensalat.
Schmorgurken mit Hack als Hauptgericht
Um die Schmorgurken mit Hack als Hauptgericht zuzubereiten, kannst du in Schritt 2 des Rezepts zunächst etwa 500 Gramm Hackfleisch oder veganes Hack scharf anbraten, bevor du die Zwiebeln bei reduzierter Hitze zugibst. Dann wie beschrieben fortfahren. Dazu schmecken zum Beispiel Kartoffeln.
Welche Rezepte bereitest du am liebsten zu, um Gurken auf vielfältige Weise zu verarbeiten? Wir freuen uns über einen Kommentar von dir unter diesem Beitrag!
Tipp: Anstelle von Hackfleisch geräucherten Tofu kross anbraten – gibt eine wunderbar rauchige Note!
Weitere Ideen, wie sich große Erntemengen oder Reste verschiedener Obst- und Gemüsesorten verarbeiten lassen, findest du in unseren Büchern:
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