Gurken einlegen – unsere besten Rezepte für die Gurkenzeit
Wer selber Gurken einlegen möchte, kann auf Klassiker wie Salzgurken und Essiggurken zurückgreifen oder auch mal ungewöhnliche Varianten wie blitzschnelle Schüttelgurken ausprobieren. In unserer Rezeptsammlung ist alles drin, um Abwechslung auf den Tisch zu bringen.
Gurken einlegen – ein paar Tipps vorweg
Die Rezepte unterscheiden sich insbesondere durch die Lake, in der die Gurken eingelegt werden: Essig- oder Salzwasser. In der Essiglake wirkt die Essigsäure konservierend. In der Salzlake entwickeln sich dagegen Milchsäurebakterien, die alle anderen Keime verdrängen. Essiggurken sind meist kräftig säuerlich, während fermentierte Salzgurken eher mild-würzig schmecken.
Für viele Gurkenrezepte werden Einlegegurken oder noch kleinere Cornichons verwendet. Andere hingegen werden mit größeren Schälgurken zubereitet.
Tipp: Eine weitere Methode, Gurken haltbar zu machen, ist es, sie zu trocknen und als Gurkenchips zu genießen.
Essiggurken – der einfache Klassiker
In Essig eingelegte Gurken sind schnell zubereitet und monatelang haltbar, sodass der köstlich-säuerliche Snack oft das ganze Jahr zur Verfügung steht. Ganze Essiggurken ziehen am besten mindestens zwei Wochen durch, bis sie den vollen Geschmack entwickelt haben. In Scheiben geschnittene Gurken sind dagegen schon nach einigen Tagen genussreif.

Tipp: Auch anderes Gemüse lässt sich nach einem persischen Rezept in puren Essig einlegen und wird Torshi genannt.
Salzgurken – fermentiert und vitaminreich
Salzgurken werden in einer Salzlake eingelegt und fermentiert. Die dabei entstehenden Milchsäurebakterien sorgen für eine lange Haltbarkeit und einen mild-säuerlichen Geschmack. Auch Sauerkraut und Kimchi verleihen die Milchsäurebakterien ihren typischen Geschmack.

Tipp: Wusstest du, dass fermentiertes Gemüse mehr Vitamin C enthält als die rohen Sorten? Generell sind in fermentierten Lebensmitteln (Probiotika genannt) sehr viele Mikroorganismen enthalten. Sie sind besonders gesund für die Darmflora und wirken als wahre Immunbooster!
Gewürzgurken – aromatisch und individuell
Als Variante der Essiggurken werden Gewürzgurken ebenso wie diese zubereitet, aber besonders intensiv gewürzt. Dabei kann nach Herzenslust mit Kräutern und Gewürzen experimentiert werden, um die Lieblingsmischung zu finden. Wie wäre es mit scharfen Chili-Gurken oder orientalischen Gurken mit Kreuzkümmel, Bockshornklee und Kardamom? Verwende am besten unser Lieblingsrezept als würzige Basis für deine eigene Mischung.
Senfgurken – zarte Gurkenhappen
Nicht knackig wie kleine Einlegegurken oder Cornichons, sondern herrlich zart im Biss sind Senfgurken, da sie aus geschälten und in Stücke geschnittenen Schälgurken zubereitet werden. Ihr köstlicher Honig-Senf-Geschmack überzeugt auch diejenigen, die kräftig saure Gurken nicht so gerne mögen.

Tipp: Aus Schälgurken lassen sich zum Beispiel auch köstliche Schmorgurken zubereiten.
Süß-saure Gurken – wie bei Oma
Wer Gurkenhappen mit Honig-Senf-Geschmack liebt, ist bestimmt auch für dieses Rezept für süß-saure Gurken zu begeistern! Die Gurken sind nach etwa drei bis vier Wochen durchgezogen. Dunkel und kühl gelagert, zum Beispiel im Keller, halten sie sich mehrere Monate lang. Guten Appetit!

Tipp: Genauso lecker und dabei sehr viel schneller genussfertig sind eingelegte Zwiebeln.
Schüttelgurken – blitzschnell genussbereit
Eingelegte Gurken müssen leider mindestens einige Tage durchziehen, bevor sie das Aroma der Lake aufgenommen haben. Wer partout nicht warten möchte, kann diese Schüttelgurken zubereiten, die schon nach wenigen Stunden volles Aroma versprechen – ideal, um kurzfristigen Besuch zu verköstigen!

Gurkengewürz – damit schmecken alle eingelegten Gurken
Welchen Gewürze für eingelegte Gurken am besten sind, ist natürlich Geschmackssache. Wir empfehlen unsere Lieblings-Gurkengewürzmischung, die Senfkörner, Pfeffer, Fenchelsamen, Nelken, Wacholder, Koriander, Piment und Lorbeerblätter enthält. Sie kann nach Wunsch angepasst und mit frischen Zutaten wie Dill und Zwiebel ergänzt werden. Viel Spaß beim Ausprobieren!
Tipp: Wenn du alle eingelegten Gurken verspeist hast, schütte das Gurkenwasser nicht weg! Die würzige Lake lässt sich hervorragend verwerten für Salatdressings, Suppen und Mayonnaise. Sie hilft außerdem gegen Krämpfe, Muskelkater und Halsschmerzen und dient sogar zum Entkalken des Wasserkochers!
Weitere Rezepte zum Haltbarmachen findest du in unserem Buch:
Ideen für die Zero-Waste-Küche gibt es in diesem Buch:
Welches Gemüse legst du gerne selber ein? Wir freuen uns auf Ideen und Rezepte von dir in einem Kommentar!
Beiträge, in denen es ebenfalls um lange Haltbarkeit geht:
- Einkochen für Anfänger – so werden Lebensmittel lange haltbar
- Zucchini einlegen – süß-sauer, in Salzlake oder Öl haltbar machen und genießen
- Erdbeeren haltbar machen – so geht’s ohne Farbverlust und matschige Früchte
- Pusteblume haltbar machen – so einfach lassen sich die Blüten konservieren



Hallo ihr Lieben,
vielen Dank für die schöne Übersicht.
Ich frage mich gerade, ob man den würzigen Sud so ähnlich auch für anderes Gemüse nehmen kann, das jetzt noch so anfällt? Ich denke da zum Beispiel an Karottenstifte oder vielleicht sogar Kürbiswürfel.
Hat das schon mal jemand ausprobiert und kann berichten, ob das gut klappt?
Viele Grüße
Ja das klappt genauso gut und ergibt schöne geschmackliche Variationen! Falls du es mit einem bestimmten Gemüse probierst, berichte doch gern, wie es geworden ist.
Liebe Grüße