Torshi: Sauer eingelegtes Gemüse nach persischer Art

Torshi oder Turshi eignet sich gut als Appetizer oder als Beilage zu zahlreichen Gerichten. Wer gerne sauer isst, hat am wandelbaren Torshi viel Freude.

Torshi, Turshi oder Torchi ist der persische Name einer im mittleren Osten und auf der Balkanhalbinsel beliebten Methode, Gemüse mit Essig und Gewürzen haltbar zu machen. Das persische Wort “torsh” bedeutet “sauer” – und das ist das eingelegte Gemüse auch. Wer Saures mag, hat wahrscheinlich mit diesem variierbaren Torshi-Rezept viel Spaß.

Torshi wird – von seiner Funktion her ähnlich wie Trinkessig – als Appetitanreger vor einer Mahlzeit gereicht, eignet sich aber auch als leckere Beilage zu fast jedem Gericht.

Torshi-Rezept: Saures Gemüse

Torshi-Rezept: Saures Gemüse

Schwierigkeit: Leicht
Portionen

2

Portionen
Kalorien

195

kcal
Gesamtzeit

30

Minuten

Torshi wird als Appetizer und Beilage zu Fleisch- und Gemüsegerichten gereicht. Das Torshi zieht etwa vier Wochen lang durch. Mit diesem Rezept ergibt sich eine Menge für zwei mittelgroße Schraubgläser.

Zutaten

  • 1 kleine oder ½ Aubergine

  • ¼ Blumenkohlkopf

  • 1 große Karotte

  • ⅛ Sellerieknolle (vergleichbar einer Scheibe aus einer frischen Suppengrün-Mischung)

  • ½ Schlangengurke

  • 2 Zehen Knoblauch

  • ½ Schote Peperoni

  • 1 Zwiebel

  • 1 TL Petersilie, getrocknet

  • 1 TL Minze, getrocknet

  • ¼ TL Koriandersamen

  • ¼ TL Schwarzkümmelsamen (optional)

  • ¼ TL Kardamom, gemahlen

  • 3 Pfefferkörner

  • 1 Prise Zitronengraspulver, alternativ 1 Schuss Zitronensaft (optional)

  • 750 ml (selbst gemachter) Weißweinessig

  • 1-2 TL Salz

Zubereitung

  • Aubergine in Würfel schneiden und mit einer halben Tasse Essig etwa 15 Min. lang dünsten. Abkühlen lassen. Der Essig kommt später mit ins Glas.
  • Blumenkohl in Röschen schneiden, den Stamm in kleine Stücke zerteilen. Karotte nach Bedarf schälen und in dünne Scheiben schneiden.
  • Sellerie, Gurke, Zwiebel und Peperoni klein würfeln, Knoblauch in Viertel zerteilen.
  • Das gesamte Gemüse in einer Schüssel mit den getrockneten Kräutern und den Gewürzen verrühren.
  • Die Mischung in keimfreie Schraubgläser schichten und bis 1 cm unter den Rand fest zusammendrücken.
  • Die Gläser mit dem restlichen Essig auffüllen, sodass das Gemüse vollständig damit bedeckt ist. Pro Glas einen Teelöffel Salz auf den Inhalt streuen und die Gefäße fest verschließen.
  • Das Torshi 3 bis 4 Wochen an einem dunklen, kühlen Ort (zum Beispiel im Keller) ziehen lassen. Je länger es durchziehen kann, desto besser schmeckt es.

Tipp

  • Um Schimmelbildung durch zu viel Wasser in der Mischung zu vermeiden, wird das Gemüse am besten nach der Reinigung sehr gut abgetrocknet. Aus dem gleichen Grund empfiehlt es sich, getrocknete Kräuter zu verwenden. Frische Kräuter nach dem Waschen und Abtrocknen am besten ein paar Stunden anwelken lassen.

Das Torshi ist ungeöffnet mindestens ein halbes Jahr lang haltbar; angebrochene Gläser werden am besten im Kühlschrank aufgehoben und innerhalb einer Woche verbraucht. Wenn einzelne Portionen immer mit einem sauberen Löffel entnommen werden, gelangen die wenigsten Keime in die Gläser. 

Das Rezept lässt sich mit Gemüse, Kräutern und Gewürzen nach Wahl variieren. Beliebte Zutaten sind zum Beispiel auch kleine hellgrüne Paprika, in Streifen geschnittene Weißkohlblätter, Perlzwiebeln, Gewürze wie Zimt oder Kreuzkümmel und Kräuter wie Estragon und persischer Bärenklau (Golpar).

Tipp: Wenn du einen großen Gärtopf für selbst gemachtes Sauerkraut besitzt, kannst du gleich eine größere Menge Torshi darin zubereiten.

Hast du auch schon einmal Gemüse nur in Essig eingelegt? Was ist dein Rezept? Wir freuen uns über deine Anregungen in den Kommentaren!

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Über mich

Heike hat langjährige Erfahrung darin, Dinge für den täglichen Bedarf selber zu machen, und teilt gerne die Ergebnisse ihrer Recherchen und "Feldversuche" mit der Community. Ihre besondere Leidenschaft gilt den Heilpflanzen, Essig und dem Haltbarmachen von Lebensmitteln. Als gelernte Sozialwissenschaftlerin und Germanistin verbindet sie ihre Neugierde auf die Welt mit dem Spaß am Schreiben und Vermitteln von alltagstauglichem Wissen. Sie lässt sich privat vom Beruf inspirieren und umgekehrt und hält das für die beste Mischung überhaupt.

8 Kommentare
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  1. Anna-Maria

    Guten Tag
    Die gefüllte Einmach Gläser mit Gemüsen in Essig eingemacht, müssen Sterilisiert sein dann sind Gemüsen in Essig eingemacht viele Jahren lang haltbar statt nur paar Monaten!!! Ich machen viele Gemüsen in Essig oder in öl eingelegt und sind gut mehrere Jahren haltbar. Für mich rendiert nicht wenn ich Eingelegtes machen würde die nur paar Monaten gut bleibt. Dass rendiert nicht der Aufwand. Daher lieber eingelegte Gemüsen&Co richtig machen die Jahren Lang haltbar sind.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Liebe Anna-Maria,
      dass die Gläser keimfrei sein sollen, ist im Rezept oben erwähnt.
      Von einer zuverlässigen Haltbarkeit für mehrere Jahre kann man bei dieser Methode allerdings dennoch nicht ausgehen, denn das Gemüse kommt roh ins Glas. Zwar hemmt der niedrige pH-Wert die meisten Mikroorganismen und durch das heiße Einfüllen des Suds werden die Gemüse-Stücke pasteurisiert. Das ist allerdings weitaus weniger zuverlässig, als wenn man die Gläser nachträglich pasteurisieren oder sogar einkochen würde.
      Aus diesem Grund kann man einigermaßen sicher von einer Haltbarkeit von 6 bis zu 12 Monaten ausgehen.
      Liebe Grüße

  2. Dankeschön…..für die Info und frohe Ostern 💖

    Antworten
  3. gewußt….(habe ich gemeint)

    Antworten
    • Albrecht Schnabel

      Klingt ja oberlecker. Und man muss gar nicht in einen extra großen Tontopf investieren. Danke euch!!

  4. Danke für das Rezept. Muss es denn unbedingt Weißweinessig sein oder geht auch ein anderer?

    Antworten
    • Oh…..das hätte ich auch gerne gesüßt! Danke im voraus.

    • Hallo Lisa und Christa,
      Weißweinessig ist zwar am aromatischsten, aber mit anderen Essigsorten funktioniert das auch.
      Lieben Gruß
      Heike

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