Brotsuppe: Noch eine einfache und schmackhafte Art, Brotreste zu verwerten

Mit Brotsuppe kann man einfach, schnell und immer wieder anders alte Brotreste verwerten. Hier findest du zwei Brotsuppen-Rezepte als Basis für eigene Ideen.

Wenn das halbe Brot mal wieder versteinert ist und sich die Brotscheiben vor Trockenheit zu biegen beginnen, dann ist das zwar schade, aber noch kein Beinbruch! Mit altem Brot und Gemüseresten aus dem Kühlschrank lässt sich  köstliche Brotsuppe zubereiten. Wie das gelingt, erfährst du in diesem Beitrag.

Brotsuppe – flexible Resteverwertung für Brot

Brotsuppe war traditionell ein Arme-Leute-Essen, in dem – meistens bis auf Fleisch – alles verarbeitet wurde, was zu verderben drohte. Daher ist die Grenze an Zutaten nur dort gesetzt, wo der eigene (Reste-)Vorrat aufhört. Hier ein paar Tipps, was sich besonders gut in einer Brotsuppe macht:

  • Als Gemüseeinlage kann fast alles herhalten, was an Resten gerade vorhanden ist: Brokkoli und Blumenkohl (auch die Strünke), Kohlrabi oder klassisches Suppengemüse wie Lauch, Karotten, Pastinaken, grüne Bohnen, Petersilienwurzel oder Sellerie. Die Blätter von Gemüse tragen ebenfalls zum Geschmack bei. Tomaten, Paprika und Reste gebratener Auberginen verleihen der Suppe mediterranes Flair.
  • Auch restliche frische oder getrocknete Kräuter lassen sich verarbeiten, zum Beispiel Petersilie, Majoran, Estragon, Liebstöckel, Rosmarin, Frühlingszwiebeln und Thymian.
  • Mit Gewürzen bekommt die Suppe dann noch eine ganz spezielle Note, zum Beispiel mit viel Knoblauch. Schwarzer Pfeffer, Chilis oder Ingwer geben der Suppe würzige Schärfe. Und wer mag, kann die Brotsuppe auch mit Brotgewürz verfeinern.
  • Zum Binden eignen sich ein aufgeschlagenes Ei, restliches Eiweiß oder übrig gebliebenes Eigelb. Sahne oder eine pflanzliche Alternative geben der Suppe einen runden Geschmack.
  • Die Kochflüssigkeit (Gemüse- oder auch Fleischbrühe) kann je nach Geschmack zum Teil durch einen Rest Wein oder Bier ersetzt werden.

“Verkochte” Brotsuppe – Grundrezept

Diese sehr sättigende Suppe eignet sich für die Verarbeitung größerer Brotstücke, die so durchgetrocknet sind, dass sie sich – außer mit einer Kreissäge – nicht mehr zerkleinern lassen. Da hilft nur, das gesamte Brot in Brühe einzuweichen und später zu pürieren.

Für zwei Portionen werden folgende Zutaten benötigt:

  • 200 g altes, hartes Brot (Graubrot oder Weißbrot/Brötchen, auch eine Mischung aus allem)
  • 1 große Zwiebel
  • 300 g gemischtes Gemüse, zum Beispiel Karotten, Kohlrabi, grüne Bohnen, Lauch, Sellerie
  • 1 L Gemüsebrühe oder 1 L Wasser mit 2-3 EL Gemüsewürzpaste
  • 2 EL frische oder 1 EL getrocknete Petersilie
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 3-4 EL Öl
  • Salz, Pfeffer, mildes Paprikapulver, Bockshornkleesamen nach Geschmack

Mit Brotsuppe kann man einfach, schnell und immer wieder anders alte Brotreste verwerten. Hier findest du zwei Brotsuppen-Rezepte als Basis für eigene Ideen.

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Und so wird die Brotsuppe zubereitet:

  1. Brot in der Gemüsebrühe einweichen. Je nach Brotsorte und -alter kann es 30-60 Minuten dauern, bis es durchgeweicht ist. Dann mit der Flüssigkeit pürieren.
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  2. In der Zwischenzeit das Gemüse putzen und in kleine Stücke schneiden.
  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und in kleine Würfel schneiden.
  4. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel mit dem Knoblauch darin anschmoren, bis die Zwiebelstückchen hellbraun sind.
  5. Mit einem dreiviertel Liter Wasser ablöschen. Das Gemüse mit allen Gewürzen außer Salz hinzufügen und bei mittlerer Hitze für einige Minuten kochen lassen.
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  6. Wenn das Gemüse bissfest ist, das pürierte Brot mit in den Topf geben und gut verrühren. Bei Bedarf mehr Wasser zugeben, bis die Konsistenz gefällt. Zum Schluss mit Salz würzen und die Suppe noch etwa 15 Minuten leise vor sich hin köcheln lassen.

Schon ist die Brotsuppe fertig. Serviere sie zum Beispiel mit einem Klecks Joghurt oder veganem Joghurt. Wenn du sie nicht stückig magst, kannst du die Suppe zum Schluss auch pürieren.

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Suppen-Variation mit gerösteten Brotstücken

Pappige Brotscheiben, die sich noch zerteilen lassen, können in kleine Stück geschnitten oder gerissen und dann mit wenig Fett in der Pfanne geröstet werden, um eine kräftige Einlage für Suppen zu erhalten. Koche einfach die Gemüsesuppe aus dem obigen Rezept (Schritte 2 bis 5) und gib erst kurz vor dem Servieren die gerösteten Brotstücke hinein, sodass sie beim Servieren noch ein bisschen knusprig sind.

Wenn du das Gemüse im Rezept beispielsweise durch frische und getrocknete Tomaten, Paprika und Auberginen ersetzt, erinnert die Suppe an den Urlaub am Mittelmeer. Als Topping bietet sich in beiden Fällen Parmesankäse oder veganer Mandelparmesan an.

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Brotsuppe ist international!

Überall, wo Brot zu den Grundnahrungsmitteln gehört, findet sich auch ein Rezept für Brotsuppe. Bekannt ist zum Beispiel die französische Zwiebel-Brotsuppe, die traditionell mit Käse überbacken wird. In Portugal findet sich Brotsuppe mit Fisch, in Lettland isst man gerne eine süße Brotsuppe zum Dessert und selbst in Teilen Chinas ist eine Suppe mit Hammelfleisch und Fladenbrot bekannt.

Erlaubt ist, was gefällt und schmeckt. Guten Appetit!

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Hast du auch schon mal Brotsuppe gemacht? Wie bereitest du sie am liebsten zu? Wir freuen uns über deine Tipps und Anregungen in den Kommentaren!

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5 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Katharina

    Also das ist mal ein gelungenes Rezept! Auf die Idee, das alte Brot in Gemüsebrühe einzuweichen und es anschliessend zu pürieren, wäre ich nicht gekommen. Bei uns zuhause wurde das harte Brot in Scheiben einer „aufgeschmelzten“ Zwiebelsuppe beigegeben. In der Christnacht wurde daraus eine sogenannten “ Mettensuppe“, verfeinert mit Leberwurstbrät.
    Danke für das schöne Rezept

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  2. Janne 1965

    Jetzt fällt mir wieder ein, wie meine Grosstante „Kräppchen“ machte, wenn es Freitags Erbseneintopf gab. Altbackenes Brot ziemlich klein würfeln, in der Pfanne rösten und über die Suppe in den Tellern geben. Ich wusste ewig nicht, dass diese kleinen leckeren Knusperdinger „Croutons“ genannt werden…

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  3. Ach je, Brotsuppe :)
    Meine Oma hat mir die immer so gemacht:
    Altes, hartes Brot salzen und mit heißem Wasser übergießen. Wenn das Wasser aufgesogen und das Brot nicht mehr zu hart war, hat sie heiße Milch dazu gegossen – das war die Brotsuppe. Das Brot selbst war langweiliges Graubrot.
    Als Kind hat sie mir sehr gut geschmeckt, allerdings glaube ich, dass es an der salzigen Milch lag. Und das Brot durfte noch nicht zu weich sein, am liebsten waren mir die noch nicht ganz aufgeweichten Ränder und Kanten.
    :)

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  4. Anneliese Horn

    Auch ich durfte als Kind Brotsuppe „genießen“, damals war ich nicht sooo begeistert. Altes Brot ist nicht hart, k e i n Brot ist hart. Leider haben viele Menschen keinen Bezug zu den Lebensmittel und dadurch wird so vieles weggeschmissen.
    Bei uns zuhause wurde übriges Brot in dünne Scheiben geschnitten, im Backofen geröstet und dann als Knabberzeug genascht, vielleicht mit etwas Knoblauchbutter bestrichen.
    Herzliche Grüsse aus dem Münsterland.

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    • Janne 1965

      das gefällt mir! Kein Brot ist hart. Wir sind heutzutage zu verwöhnt und die meisten Menschen geben das ungefiltert an ihre Kinder weiter.

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