Gemüseblätter essen statt wegwerfen – lecker und vitalstoffreich
Meist sind sie schon verschwunden, bevor das Gemüse überhaupt im Gemüseregal oder in der Auslage des Marktstandes liegt: die grünen Blätter und das Kraut von Karotten, Kohlrabi, Rote Bete und Co. Wenn sie doch den Weg bis in unsere Küche finden, landen sie in aller Regel zu Beginn der Zubereitung unbeachtet im Bio-Abfall. Dabei sind Gemüseblätter nicht nur gesund, sie enthalten oft sogar mehr Vitamine und andere Nährstoffe als die dazugehörigen Knollen.
Gemüseblätter verwerten – allgemeine Tipps
Wer sich diese Vitalstoff-Bomben nicht länger entgehen lassen möchte, kann mit den Blättern zahlreicher Gemüsesorten grüne Smoothies, Salate, Eintöpfe, Pestos und andere gesunde Gerichte zaubern und verfeinern.
Am einfachsten ist es, das aromatische Grün im selbst gemachten Fonds oder zu Gemüse-Brühpulver oder Gemüse-Würzpaste zu verarbeiten. Dafür lassen sich die Gemüsereste auch einfrieren und sammeln. Aber auch anspruchsvollere Gerichte sind möglich, probiere es doch einfach mal aus! Du wirst sehen, dass die vermeintlichen “Abfälle” dem übrigen Teil der Frucht in nichts nachstehen.

Zum Verzehr geeignete Gemüseblätter
Die folgenden Gemüseblätter eignen sich zur Zubereitung von einer Vielzahl unterschiedlicher Speisen. Alle vorgestellten Blätter lassen sich sowohl roh als auch gekocht verwenden. Im Gegensatz zu kultiviertem Blattgemüse wie Spinat oder Salat verfügen Gemüseblätter häufig über ein kräftiges Aroma. Im Idealfall solltest du die sie frisch ernten und direkt weiterverarbeiten.
Karottengrün
Das buschige Grün der Karotte enthält mehr Calcium als die Wurzel und ist relativ mild im Geschmack. Es lässt sich in roher Form wie Petersilie zum Würzen von Salaten oder Suppen und als vitalstoffreiche Zutat in grünen Smoothies verwenden. Auch Suppen und Eintöpfen verleiht es eine besondere Geschmacksnote. Mit ein paar weiteren Zutaten kannst du es zum Beispiel zu einem köstlichen Möhrengrün-Pesto, einer Möhrengrün-Suppe oder einem Taboulé verarbeiten.

Kohlrabi-Blätter
In den Kohlrabi-Blättern verstecken sich fast doppelt so viel Vitamine wie in der Knolle. Die jungen, zarten Blätter kannst du feingeschnitten unter einen Rohkostsalat mischen oder bei der Zubereitung eines grünen Smoothies hinzugeben. Auch in einer Suppe entfalten Kohlrabi-Blätter ein köstliches Aroma. Gedünstet lassen sie sich wie Würzspinat verzehren. Hier geht es zu einer Übersicht bewährter Kohlrabiblätter-Rezepte.

Rote-Bete-Blätter
Rote-Bete-Blätter sind dem Mangold äußerlich und auch im Geschmack sehr ähnlich. Kein Wunder, denn beide Pflanzen sind botanisch eng verwandet. Das Blattgrün beinhaltet mehr Calcium und Beta-Carotin als die Knolle. Die zarten Blätter eignen sich zur Zubereitung von Smoothies, Suppen, Soßen und Salaten. Und du kannst sie anstelle von Mangold für die Zubereitung eines würzigen Mangoldgemüses verwenden.

Radieschenblätter
Radieschenblätter sind reich an Vitaminen und antibakteriellen Senfölen. Sie schmecken scharf-würzig, ähnlich wie Rucola, und eignen sich zur Verfeinerung von Rohkostsalaten ebenso wie als Basis für Pesto oder als Grundlage für cremige Suppen. Hier findest du unsere liebsten Rezepte mit Radieschenblättern.

Tipp: Auch Blumenkohlblätter kannst du vielseitig verarbeiten. Das Blattgrün des Kohls schmeckt sogar aromatischer als die Knospen.
Zum Verzehr nicht geeignet
Nicht alle Blätter von Gemüsepflanzen eignen sich für den Verzehr. Auch bei den oben genannten Sorten solltest du angefressene, verfärbte oder auf andere Weise nicht gesund aussehende Blätter vor der Weiterverarbeitung aussortieren. Darüber hinaus gibt es einige Pflanzen, deren Blätter Giftstoffe enthalten bzw. für den menschlichen Körper unverdaulich sind.
Tomaten-Blätter
Tomaten sind Nachtschattengewächse und enthalten Solanin, das in höherer Dosis schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Wegwerfen musst du abgeschnittene oder ausgegeizte Blätter dennoch nicht, sondern kannst sie beispielsweise wie folgt verwenden:
- Mit den ausgegeizten Zweigen lassen sich neue Setzlinge ziehen.
- Abgeschnittenes Blattwerk ins Tomatenbeet untergegraben ergibt einen hervorragenden Dünger.
- Das Aroma der Blätter schützt wirksam gegen Stechmücken. Du kannst dich mit den Blättern einreiben oder sie am Körper tragen.
Auch Paprikablätter und Kartoffelblätter enthalten giftige Stoffe und sind deshalb nicht zum Verzehr geeignet. Gurkenblätter sind zwar nicht grundsätzlich giftig, aber meist stachelig und können Bitterstoffe enthalten, die Verdauungsprobleme verursachen.
Rhabarber-Blätter
Auch die Blätter des Rhabarber sind nicht essbar, dafür bergen sie ein großes Potenzial zur Bekämpfung von Schädlingen und Pilzerkrankungen im Garten. Wegen ihres Kaliumgehalts sind sie auch als Dünger von großem Nutzen. Alle Details zur ganzheitlichen Verwertung von Rhabarber und Rhabarberblättern findest du in diesem Beitrag.

Ebenfalls nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind die Blätter von Auberginen, Bohnen, Gurken und Kartoffeln.
Diese und viele weitere Tipps, wie sich vermeintliche Küchenabfälle noch sinnvoll weiterverwenden lassen, findest du in unserem Buch:
Hast du schon einmal eines der genannten Rezepte ausprobiert? Oder kennst du andere Zubereitungsmöglichkeiten für Gemüseblätter? Wir freuen uns über deine Anregungen und Rezepte in einem Kommentar unter diesem Beitrag!
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Es ist schon erstaunlich wieviele “Blattgemüse” im laufe der Jahrhunderte ins vergessen abgerutscht sind , teilweise haftet vielen Gemüsen ja immer noch der Begriff “ArmeLeuteEssen” an dabei ist es teilweise garnicht so einfach an das Gemüse ranzukommen .
Ich verwerte auch meinen Blumenkohl bis auf das letzte Blättchen .. Gründlich waschen dann nach garzeit sortieren und ab gehts in den Topf . was anschnitt und abschnitt ist kommt in den BrüheTopf und wird geköchelt bis eine schmackhafe und solide Base”Gemüsebrühe” draus geworden ist .
Viele Gemüse haben auch den “Makel” von unverträglich oder schädlich , wobei es bei einigen Hülsenfrüchten eine Sache des einweichens ist . min 12 std einweichen damit die “Schädlichen Stoffe” rausziehen , wegschütten (Ich gieße damit Blumen) und dann mit frischem Wasser ankochen . Das wird dann ein schmackhaftes Essen .
Und dran denken viele “Gemüse” haben die gleichen Auswirkungen wie Fleisch . Also wenn dem Körper etwas nicht bekommt dann ist meist im eignen Körper etwas was das nicht verträgt . Ich ernähre mich auf Grund von Knochenproblemen von Gemüse und vertrage auch einige Gemüse nicht so gut wie ich es gerne hätte weil ich Harnsäure meiden muß .. :traurig: somit dann auch meine geliebten grühnen Bohnen…..
Hallo.ich muss sagen ich hätte niemals gedacht das man doch soviel Blattgrün wiederverwerten kann🤗.ich selbst koche mir meine brühen egal ob Fleisch oder Gemüse selbst.einfach alles an “Abfall”in einen Topf schmeißen und würzen und kochen lassen, einreduzieren lassen und immer wieder so machen bis man ein Konzentrat hat.im Mittelalter hat’s man genauso gemacht und jedesmal hat’s anders geschmeckt. Bei Fleisch sollte man aber schon das Fleisch mit kochen, sonst schmeckt die Brühe nach nix😂, die Knochen kurz anrösten damit besseres aroma.so habt ihr immer Brühe ohne Chemie da und hält sich im Kühlschrank ewig.
Es würde genügen, wenn Sie sich Ihre eigenen Seiten – die ja seltsam genug sind …
auf google etc ansehen würden
nicht: Dass da ausgerechnet das Gegenteil von allem hervorgehoben wird als besonders gesund und dann ist es tödlich.
Früher war es einfacher: Was in der Erde wächst wird gegessen –
was über der Erde heraus ragt/kommt – wird oder kann Tierfutterwerden. Karottengrün z.B.
Zum Glück ist das heute nicht mehr so 😍 sonst hätten wir keinen Salat, Kohl, Petersilie, Stangensellerie … Und von den ganzen Früchten ganz zu schweigen 👌
Liebe Grüße
Auf der Google-Site, die zu dieser Seite führt –
Schmackhaft und gesund – Gemüseblätter essen statt wegwerfen
steht Text und dann … noch ein halber Satz:
“… verfärbte oder auf … geeignet sind die Blätter von Auberginen, Bohnen, Gurken und Kartoffeln.”
Ich weiß nicht, inwieweit man sich mit google verständigen kann. Ob man wenigstens ein “un”
für ungeeignet davor setzen kann. – So wie es da steht, halte ich es für Lebensgefährlich für
Schnellleser die ungeprüft alles übernehmen.
Schmackhaft und gesund Gemüseblätter essen statt wegwerfen.
Das ist ja in der Tat seltsam bzw. unglücklich! Leider haben wir keinen Einfluss darauf, welche Textschnipsel genau sich die Suchmaschinen heraussuchen, um sie in Suchergebnissen darzustellen, das tut uns leid!
Liebe Grüße
Danke wirklich sehr interessante Tipps. Pesto aus Sellerieblättern habe ich schon ausprobiert. Ich selber liebe Kräuter, essbare Blüten. Immer ein toller Anblick und es schmeckt.
Größere Kohlrabiblätter kann man wie Weinblätter oder andere Kohlsorten füllen z.B mit Hackfleisch oder Reis, die ausgehöhlten Kohlrabi ebenfalls füllen, zusammen garen und die kleineren Bätter klein schneiden und mit in die (Sahne-)Soße geben. Sehr lecker.
Mairübchenblätter kann man auch essen und die sind äußerst lecker. Hier ein Rezept: https://zufallsmoment.de/2017/05/12/mairuebchen-rezept/
Rote Beete Blätter kann man auch mitsamt den Stielen klein schneiden, in Öl anbraten, ein bisschen dünsten und z. B. abgezogene Tomaten dazu geben und ein Ei. Mit Kräutersalz und etwas Pfeffer würzen. Sehr lecker! Isst sogar mein Teenager, die absolut keine rote Beete Knolle mag ;-)
Danke für den nützlichen Tipp!