Haarausfall – typische Ursachen, natürliche Hausmittel und weitere Tipps für volles Haar

Haarausfall kann viele Gründe haben. Hier findest du typische Ursachen und verschiedene Natur- und Hausmittel, die gesundes und volles Haar fördern.

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, unter dem nicht nur Männer leiden. Entsprechend viele, oft hochpreisige Produkte gegen Haarverlust sind in Apotheken, Drogeriemärkten und Co. zu finden. Das Wichtigste gleich vorweg: Ein universelles Heilmittel oder “Wundermittel” gegen Haarausfall gibt es nicht.

Statt sich auf unseriöse Versprechen der Anbieter mancher Haarwuchsprodukte zu verlassen, ist es sinnvoll, zunächst einmal einen Hautarzt aufzusuchen und den Ursachen für den Haarverlust auf den Grund zu gehen, um ihn gezielt behandeln zu können. Um eine ärztliche Therapie gegen krankheitsbedingten Haarausfall zu unterstützen oder wenn sich kein eindeutiger Auslöser finden lässt, helfen verschiedene Naturheil- und Hausmittel gegen Haarausfall.

Ursachen für Haarausfall

Behandlungsbedürftiger Haarausfall liegt erst bei einem massiven und andauernden Haarverlust vor, dessen Ursache oft schwierig auszumachen ist. Denn zwischen Auslöser und Haarausfall liegen meist Wochen oder sogar Monate, in denen das Haarwachstum zurückgeht, die Haare dünner werden und schließlich vermehrt ausfallen. Einige dieser Ursachen lassen sich beim Arzt anhand einer Probe von Haar und Kopfhaut abklären, andere können nicht eindeutig bestimmt werden.

Zu den häufigsten Ursachen für bestimmte Arten von Haarausfall oder krankheitsbedingten Haarschäden gehören:

  • Autoimmunerkrankungen (kreisrunder Haarausfall)
  • Stoffwechseldefekte (nur in den ersten Lebensjahren)
  • hoher Dihydrotestosteron-Wert (erblich bedingter Haarausfall – auch bei Frauen)
  • Schilddrüsenüberfunktion (trockene Haut, stumpfes, brüchiges Haar)
  • Schilddrüsenunterfunktion (warm-feuchte Haut, weiches, feines Haar)
  • Eisenmangel (ungenügende Eisenaufnahme oder Blutverlust)
  • Nährstoffmangel durch Diät oder Medikamente zur Cholesterinsenkung und Blutverdünnung oder gegen Akne, sowie Betablocker gegen Bluthochdruck
  • Hormonumstellung (Schwangerschaft, Einnahme der Pille, Wechseljahre)
  • Infektionen oder andere Erkrankungen der Haut (Ekzeme, Psoriasis, Pilzinfektion)
  • Stress oder psychische Belastungen

Zu viel Haarpflege und Styling können ebenfalls zu dünner werdendem Haar beitragen – zum Beispiel durch strenge Frisuren, heißes Föhnen oder Lockenstab, Dauerwelle und chemisches Haarefärben.

Tipp: Auch bei der Haarpflege ist weniger oft mehr. Eine minimalistische Haarpflege mit Roggenmehl-Shampoo oder die No-Poo-Methode sorgen dafür, dass sich strapaziertes Haar erholen kann.

Hausmittel gegen Haarausfall

Gerade weil die Ursachen für Haarausfall vielfältig und manchmal schwer zu identifizieren sind, empfiehlt es sich, bei starkem, über einen längeren Zeitraum anhaltendem Haarausfall einen Arzt aufzusuchen. Je nach Ursache kann dann eine ärztliche Therapie beispielsweise durch entzündungshemmende, nährende oder vitalisierende Hausmittel unterstützt werden.

Aber auch wenn keine medizinischen Ursachen vorliegen, lohnt es sich, verschiedene Hausmittel gegen Haarausfall auszuprobieren. Dabei ist etwas Geduld gefragt, denn bis neue Haare wachsen oder bestehende, spärliche Haare gekräftigt sind, vergehen – wie beim Ausfall – Wochen bis Monate.

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Kopfmassage gegen Haarausfall

Eine Kopfmassage ist nicht nur angenehm und wirkt entspannend auf den ganzen Körper, sie kann auch übermäßigem Haarverlust entgegenwirken. Denn durch den leichten Druck wird die Durchblutung der Kopfhaut angeregt. Das stärkt die Kopfhaut und sorgt für eine bessere Nährstoffversorgung der Haarwurzeln.

Anstelle einer klassischen Kopfmassage lassen sich Haare und Kopfhaut durch regelmäßiges Bürsten mit einer Naturhaarbürste anregen. Das intensive Bürsten kann sogar andere Haarpflegeroutinen vollständig ersetzen – eine natürliche Haarpflege-Methode, die auch unter dem Namen Sebum-only bekannt ist.

Haarausfall kann viele Gründe haben. Hier findest du typische Ursachen und verschiedene Natur- und Hausmittel, die gesundes und volles Haar fördern.

Ätherische Öle bei Haarausfall

Ätherische Öle lassen sich in der Körperpflege vielfältig nutzen und können auch bei übermäßigem Haarausfall und gebremstem Haarwachstum hilfreich sein. Zu den ätherischen Ölen, die unterstützend gegen Haarausfall eingesetzt werden, gehören:

Vermische für eine Anwendung einfach zwei bis drei Tropfen des ätherischen Öls mit einem Esslöffel Trägeröl (zum Beispiel Kokosöl, Avocadoöl, Olivenöl, Traubenkernöl oder Mandelöl) und massiere die Mischung sanft in die Kopfhaut ein.

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Klettenwurzelöl: heilsam für entzündete Haarwurzeln

Mit seiner entzündungshemmenden Wirkung hat sich auch Klettenwurzelöl, das du leicht selber machen kannst, als natürliches unterstützendes Hausmittel gegen Haarausfall bewährt. Das mit den Wurzeln der Großen Klette (Arctium lappa) hergestellte Öl wird in die Kopfhaut einmassiert und wirkt regenerierend auf Haar und Kopfhaut.

Aloe vera gegen Haarausfall

Als vielseitiges Pflegeprodukt aus der Natur lässt sich Aloe vera auch nutzen, um Haarausfall unterstützend entgegenzuwirken. Die Inhaltsstoffe des Gels versorgen Haut und Haar mit Feuchtigkeit und wirken beruhigend und ausgleichend auf gereizte Kopfhaut. Dazu wird einfach das (selbst gewonnene) Aloe-vera-Gel in die Kopfhaut einmassiert. Für noch mehr Pflege sorgt ein Leave-in-Conditioner mit Aloe vera, der sich blitzschnell selbst herstellen lässt.

Statt Aloe vera in Form teuren Cremes aus der Drogerie zu nutzen, kannst du das heilsame Gel ganz einfach selbst aus der Pflanze herstellen.

Anregendes Koffein gegen Haarausfall

Haarwasser und Shampoos mit Koffein gehören zu den bekanntesten Mitteln gegen Haarausfall. Statt ein teures Produkt zu kaufen, kannst du die durchblutungsfördernde Wirkung alternativ mit einer selbst gemachten Haarspülung mit Kaffeesatz erzielen. Alles, was du dafür brauchst, sind ein paar Esslöffel frischer oder getrockneter Kaffeesatz und etwas Wasser.

Wild- und Heilkräuter gegen Haarausfall

Zahlreichen Wild- und Heilkräutern wird eine entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Wirkung zugeschrieben, weshalb sie sich ebenfalls als Hausmittel gegen Haarausfall eignen.

Haarspülung mit Salbei bei angegriffenen Haarwurzeln

Salbei ist eine wunderbare Basis für eine natürliche Haartönung bei grauem Haar, hilft durch seine entzündungshemmende Wirkung aber auch, angegriffene Haarwurzeln wieder ins Gleichgewicht zu bringen und das Haar insgesamt zu kräftigen. Dazu wird aus einer Handvoll Salbeiblättern und einem Viertelliter Apfelessig eine Kräuteressig-Haarspülung hergestellt.

Eine Kräuteressig-Haarspülung vereint die pflegenden Eigenschaften von Apfelessig mit den Wirkstoffen verschiedener Kräuter. Wähle das passende Kraut für deinen Haartyp!

Brennesseltinktur gegen Haarausfall

Ebenfalls bewährt als Heilpflanze gegen Haarausfall hat sich die Brennnessel. Ihre Inhaltsstoffe wirken Entzündungen entgegen und regen die Durchblutung der Kopfhaut an. Stelle zu diesem Zweck eine Brennesseltinktur her und massiere sie, 1:1 mit Wasser verdünnt, in die Kopfhaut ein. Die Tinktur lässt sich auch innerlich anwenden, indem du dreimal täglich 20 Tropfen pur oder in einem Getränk zu dir nimmst.

Selbst gemachte Haarpflege mit Birke gegen Haarausfall

Auch die Inhaltsstoffe der Birke sorgen dafür, dass die Kopfhaut intensiver durchblutet wird und die Haarwurzeln besser mit Nährstoffen versorgt werden. Als Hausmittel gegen Haarausfall eignet sich ein Birkenshampoo, eine Birkenhaarspülung und ein Birkenhaarwasser, die du alle einfach selber machen kannst.

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Schafgarbenöl gegen Haarausfall

Ein selbst hergestelltes Schafgarbenöl fördert ebenfalls die Durchblutung und kann als Naturheilmittel gegen Haarausfall sowie gegen zahlreiche andere Beschwerden verwendet werden.

Tipp: Hier findest du weitere Heilpflanzen und Rezepturen gegen Haarausfall.

Ernährung bei Haarausfall

Ähnlich wie bei der Hautpflege von innen lässt sich auch durch eine ausgewogene Ernährung etwas gegen Haarausfall, oder – positiv formuliert – für ein gesundes Haarwachstum tun.

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Um Entzündungen von Kopfhaut und Haarwurzeln zu lindern, helfen insbesondere basische Lebensmittel, die einer Übersäuerung des Körpers entgegenwirken. Dazu gehören frisches Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide. Ein weitestgehender Verzicht auf zuckerhaltige und stark verarbeitete Lebensmittel fördert ebenfalls neben dem allgemeinen Wohlbefinden die Haargesundheit.

Tipp: Hier erfährst du, was du noch für ein gesundes und schnelles Haarwachstum tun kannst.

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Mit welchen Hausmitteln gegen Haarausfall konntest du schon Erfolge erzielen? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen und Tipps in einem Kommentar!

Mehr Wissenswertes und praktische Ideen kannst du hier entdecken:

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4 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Verstehe natürlich, dass man hier erwähnen muss, zuerst einmal zum Arzt gehen, was ja auch richtig ist. Hatte Jahrzehnte Haarausfall und kein Arzt, Hautarzt, Gynäkologe oder Endokrinologe hatte mir geholfen, obwohl der Haarausfall vom Hautarzt diagnostiziert wurde. Ein undankbares Thema, das so viele Ursachen haben kann, dass das den Rahmen einer genauen Untersuchung sprengen würde, gerade bei Autoimmungeschichten. Das macht kein Arzt. Da bekommt man nen Ultraschall und wenn da nichts gesehen wird, ist es auch egal. Die Krankenkassen würden sowas auch nicht bezahlen, gerade wenn es „nur“ Haarausfall ist. Also so viel zur Realität, da darf man nicht zu viel Hilfe erwarten.

    Die Tipps sind es auf jeden Fall wert, ausprobiert zu werden, DANKE ;)

    Antworten
    • Liebe SiBa!
      Ich kann dir nur zustimmen ! Mich habe seit den Wechseljahren und seit ich eine Autoimmunkrankheit habe (==seit den Wechseljahren – hängt irgendwie zusammen !!!)standig währenden Haarausfall !
      Hab schon etliches ausprobiert ! Immer ,wenn ich dachte ,ich hätte was gefunden ,habe ich nach ca,. dreiviertel bis 1Jahr wieder alles von vorne durchgemacht ! Als würde mein Körper mir “Ätsch “sagen !
      Ich nehme sogar seit fünf bis sechs Jahren HET ,weil ich Probleme mit Depressionen hatte ! Auf meine Haaren hat dies keinen Einfluss gehabt ,aber ein paar andere Dinge ,die ich schlimm fand ,haben sich dadurch verbessert !’
      Kein Arzt kann mur helfen … ich bin allein mit diesem endlosen Problem ! Bald ,ca in zwei Jahre gab ich dann kaum mehr Haare suf dem Kopf ! Due WachstumsPhase hat sich total verändert ,due wachsen kaum noch und es ist auch kein Glanz mehr da!
      Was hat sich bei dir getan ?
      Wolken wir mal In Kontakt bleiben ??
      Meine email :: theoelena1@gmail.com
      Vlt hast du Lust auf einen Austausch …??!!
      Glg von Claudia

  2. Hallo, soviel ich weiß ist Roggenmehl und Mehl allgemein für den Abfluss ganz schlimm.
    Davon gibt es Verstopfung die nicht ohne ist.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Roggenmehl ist (anders als andere Mehlsorten) glutenarm und verstopft oder verklebt daher den Abfluss nicht. Wir hatten damit auch noch nie Probleme.
      Liebe Grüße

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