Graupen-Rezepte: vielseitige regionale Alternative zu Reis & Co.
Wer sättigendes und bekömmliches Getreide schätzt, für den sind vielseitig verwendbare Graupen aus Gerste gerade richtig! Denn durch ihren fast neutralen, allenfalls leicht nussigen Geschmack lassen sich Perlgraupen bzw. Rollgerste für die verschiedensten herzhaften und süßen Gerichte verwenden.
Umso besser, wenn Gerichte mit Graupen, die früher eher als Arme-Leute-Essen galten, nicht in Vergessenheit geraten oder sogar neu entdeckt werden! Welche köstlichen Graupen-Rezepte es gibt und warum Gerstengraupen so gesund sind, erfährst du in diesem Beitrag.
Vielseitige Graupen-Rezepte
Graupen, die in manchen Regionen auch liebevoll “Gräupchen” genannt werden, sind eine ideale regionale Alternative zu Reis. Allgemein lassen sich die geschliffenen Gerstenkörner herzhaft, süß, kalt und warm zubereiten.
Graupensuppe
Der Klassiker unter den Graupen-Rezepten ist die Graupensuppe mit Gemüse, das saisonal variieren kann. Aber auch jeder Rest Gemüseeintopf lässt sich mit einer Portion gekochter Graupen bereichern.

Graupenrisotto
Auch ein Graupenrisotto schmeckt mindestens genauso lecker wie das Original mit Reis. Gerstengraupen sind für die verschiedenen Risotto-Gerichte genauso variabel verwendbar wie Risottoreis: Wenn dir demnächst dieser Reis fehlt, ersetze ihn doch einfach mal durch Perlgraupen!

Milchgraupen
Graupen lassen sich aber auch süß zubereiten, zum Beispiel als regionale Milchreis-Alternative. Verfeinere den Milchgraupen-Brei nach Wunsch mit Zimt, Zucker oder einem regionalen Süßungsmittel (zum Beispiel mit Apfel- oder Birnendicksaft) oder (gekochtem) Obst.

Mediterraner Graupensalat
Ein Graupensalat lässt sich wunderbar vorbereiten. Deshalb eignet er sich auch sehr gut als sättigende Mittagsmahlzeit für den nächsten Tag.

Was sind Graupen eigentlich und warum sind sie so gesund?
Graupen sind Gerstenkörner (manchmal auch Weizenkörner), die in einer speziellen Mühle geschält, poliert und dann rundgeschliffen wurden. Größere auf diese Art behandelte Gerstenkörner tragen den Namen Rollgerste, klein und rund geschliffene Körnchen werden Perlgraupen genannt.
Weil sie geschält wurden, fehlen den Graupen zwar die Ballaststoffe und andere gesunde Bestandteile aus der Schale. Dafür sind sie aber besonders gut verträglich, was sie zu einer geeigneten Zutat für Menschen mit gereiztem Magen-Darm-Trakt macht.
Gerste ist außerdem sehr eiweißreich, was unter anderem zu einem gesunden Sättigungsgefühl beiträgt. Ihr hoher Magnesiumgehalt sorgt auch für einen guten Schlaf.
Gerstengraupen enthalten darüber hinaus viele Beta-Glucane. Das sind lösliche Ballaststoffe, die helfen, den Blutzuckerspiegel zu senken und damit Heißhungerattacken zu vermeiden. Im Darm werden Beta-Glucane in verschiedene Stoffe umgewandelt, die den Stoffwechsel befördern und den Dickdarm gesund halten.
Diese positiven Eigenschaften der schmackhaften Graupen sind Grund genug, sie öfter auf den Speiseplan zu setzen. Viele interessante Rezepte mit Gemüse, zu denen Graupen sehr gut passen, findest du in unserem Buch:
Wie bereitest du die vielseitigen Getreidekügelchen zu? Wir freuen uns über deine Anregungen in den Kommentaren!
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Ich röste die Graupen immer kurz in etwas Butter an, bevor ich sie koche, das verstärkt das nussige Aroma ungemein, besonders lecker in einer wärmenden Suppe mit Wintergemüse. Es ist so schön, dass ihr diesen fast vergessenen Klassikern wieder zu neuem Glanz verhelft.
Liebe Grüße,
Alara
Unpolierte Nacktgerste wäre besser, dann würde es auch mit der Gesundheit hinhauen.
An sich steht dazu alles im Artikel die “Vegane Ernährungspyramide” dieser Website.
Aber Puddingvegetarismus ist leider voll im Trend!
Hallo Vollkornrad,
wir haben in diesem Beitrag den Schwerpunkt auf die Bekömmlichkeit gelegt, siehe dazu den letzten Abschnitt. Aber natürlich bleibt es jeder Person selbst überlassen, auch unpolierte Nacktgerste zu verwenden.
Lieben Gruß
Heike