Schweizer Birnenbrot aus selbst getrockneten Birnen
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Birnen sind im Gegensatz zu Äpfeln doch ein eher unterschätztes Obst. Dabei lassen sie sich genauso gut verarbeiten – zu Fruchtessig, Kompott, Aufstrich oder Dörrobst. Letzteres lässt sich dann noch ganz wunderbar zu einem süß-würzigen Birnenbrot verarbeiten!
Wenn du zur Birnenzeit viele Früchte ernten kannst und sie durch Trocknen haltbar machst, hast du auch im Winter noch genug Vorräte zum Backen.
Rezept für Schweizer Birnenbrot

Zutaten
Für den Hefeteig
- 250 g helles Weizen- oder Dinkelmehl
- 30 g weiche Butter oder Margarine
- 20 g Frischhefe
- 2 EL Zucker oder eine Zuckeralternative
- 1 Prise Salz
- 100 ml Milch oder eine pflanzliche Alternative
Für die Füllung
- 200 g gedörrte Birnen
- 100 g gedörrte Äpfel
- 100 g Trockenpflaumen
- 100 g gedörrte Rosinen oder Maulbeeren
- 50 g gedörrte Feigen
- 75 g gehackte Hasel- oder Walnüsse
- 2 EL Rum (optional)
- 50 g Orangeat
- 1 TL Zimt
- ½ TL Nelken, gemahlen
- ½ TL Kardamom, gemahlen
- ½ TL klein geschnittener Ingwer
- 1 Eigelb (oder 1 EL Pflanzenmilch vermischt mit 1 TL Lupinenmehl)
Zubereitung
- Mehl, Butter, Zucker und Salz vermengen. Milch ganz leicht erwärmen (etwa auf Körpertemperatur), und die Hefe darin auflösen. Milch und Hefe zur Mehlmischung geben. Alles zu einem kompakten Teig verkneten und an einem warmen Ort mindestens 40 Minuten (maximal vier Stunden) gehen lassen.

- Während der Teig geht, das Trockenobst in mundgerechte Stücke zerteilen. In einen Topf geben, geradeso mit Wasser bedecken und etwa zehn Minuten köcheln lassen, bis das Obst weich ist. Wasser abgießen.

- Nüsse hacken. Zusammen mit Rum, Orangeat und Gewürzen zu den weich gekochten Trockenfrüchten geben und vermischen.

- Den aufgegangenen Teig etwa zwei Millimeter dick rechteckig ausrollen und mit der Früchtemischung bestreichen, dabei einen Rand lassen. Den Teig aufrollen und die Enden umschlagen.

- Die Rolle mit Eigelb bepinseln und nochmal 15 Minuten gehen lassen.

- Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze eine Stunde lang backen, bis das Birnenbrot goldgelb ist.
Nährwerte pro Portion
- Kalorien
- 250 kcal
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Haltbarkeit und Lagerung
Frisch und noch warm angeschnitten, schmeckt das Birnenbrot am besten. Luftdicht gelagert, hält es sich aber auch gut eine Woche und kann noch später genossen werden.
Tipp: Statt sie zu kaufen, kannst du Trockenfrüchte selber machen – auch ohne Dörrautomat.
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3 Kommentare
Ich freue mich riesig über das Rezept und Micas Ergänzung! Ich liebe Birnen und Birnbrot, das länger haltbar ist! Kindheitserinnerungen, die ich ganz vergessen hatte! Vielen lieben Dank!
Obiges Birnenbrot mag lecker sein, als „Schweizer“ Birnenbrot sollte es nicht bezeichnet werden… Bei einem „Schweizer Birnbrot“ wird – über regionale Herstellungsvarianten hinweg – stets ein Teil des Teiges mit der Füllung gemischt, deren Basis mit Rotwein bzw.Kirsch zu einer dicken Paste verarbeitet und mit gröberern Frucht-Stücken und Nüssen gemischt wird. Auch wird es mit dem restlichem Teig dünn eingepackt, nicht eingerollt. Gebacken bekommt es so eine sehr dichte schnittfeste – eben brotartige – Struktur, dunkelbraun mit einigen sichtbaren gröberen Stücken und ganzen Nüssen, von feinem hellem (Zopf-)Teigrand umhüllt.
Dagegen ist beim „Schweizer Birnwegge“ eine gewürzte Dörrfrucht-Füllung glatt püriert und in einen (meist) Kuchenteig schneckenartig eingerollt.
Obiges Rezept entspricht damit weder der einen noch der andern Schweizer Version.
Als „Dörrbirnenbrot“ wärs nicht falsch bezeichnet – und sicher nicht minder schmackhaft…
Danke schön für die Ergänzung! Ich hatte gerade eine Birnenwegge mit Dinkel in der Schweiz essen dürfen und suche noch nach der Zusammensetzung dieses Birnen-Pürees.