Besenreiser vorbeugen und natürlich behandeln mit Hausmitteln

Besenreiser sind ein meist harmloses, aber lästiges Problem. Statt einer medizinischen Behandlung lassen sich die durchscheinenden Adern auch mit Hausmitteln lindern.

Besenreiser sind meist vor allem ein ästhetisches Problem, können aber auch auf ein tieferliegendes Venenleiden oder andere Grunderkrankungen hinweisen. Deshalb empfiehlt es sich, bei gehäuftem Auftreten der feinen, durch die Haut schimmernden rot-bläulichen Adern ärztlichen Rat einzuholen.

Sofern kein gravierendes medizinisches Problem vorliegt, lassen sich die unschönen Äderchen mit Hausmitteln lindern. Zudem gibt es ein paar einfache Maßnahmen, um Besenreisern vorzubeugen.

Besenreiser entfernen und vorbeugen

Als Besenreiser werden feine, direkt unter der Haut liegende Krampfadern bezeichnet. Ihre Entstehung wird durch eine erbliche Veranlagung begünstigt und Frauen sind aufgrund ihres von Natur aus schwächeren Bindegewebes häufiger betroffen als Männer. Dennoch gibt es einige Faktoren, die sich beeinflussen lassen sowie einfache Alltagsroutinen, um Besenreisern vorzubeugen.

Bereits vorhandene Besenreiser lassen sich mit Hausmitteln zwar nicht immer vollständig entfernen, aber zumindest lindern. Einige der folgenden Mittel und Wirkstoffe aus der Natur sind auch in handelsüblichen Salben und anderen Präparaten enthalten.

Kalte Güsse und Wassertreten nach Kneipp

Kalte Güsse und das Wassertreten im Kneippbecken gehören zu den klassischen Anwendungen, die die Durchblutung der Beine fördern, die Venen stärken und somit auch der Entstehung von Besenreisern entgegenwirken. Ganz nebenbei werden auch noch die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt.

Da der kalte Schenkelguss sich am einfachsten unter der Dusche durchführen lässt, ist er leicht in den Alltag zu integrieren. So wird der Guss durchgeführt:

  1. Den kalten Wasserstrahl vom Fußrücken ausgehend an der Außenseite des rechten Beins entlang langsam nach oben bis zur Leiste führen und dort fünf bis acht Sekunden verweilen.
  2. Den Wasserstrahl zur Innenseite des Beins führen und langsam nach unten gleiten.
  3. Den Guss am anderen Bein wiederholen. Zum Schluss die rechte und die linke Fußsohle kalt abduschen.
  4. Die Beine nach dem Schenkelguss durch Bewegung oder warme Kleidung wieder erwärmen.

Tipp: Neben den kalten Güssen gibt es viele weitere Kneipp-Anwendungen für zu Hause, die gesund und fit halten.

Besenreiser sind ein meist harmloses, aber lästiges Problem. Statt einer medizinischen Behandlung lassen sich die durchscheinenden Adern auch mit Hausmitteln lindern.

Venengymnastik und Bewegung allgemein

Venengymnastik eignet sich, um Venenleiden wie Krampfadern und Besenreisern vorzubeugen sowie um bestehende Probleme zu lindern. Sie setzt sich aus Übungen zusammen, die insbesondere die Beinmuskulatur beanspruchen, darunter die altbekannten Kniebeugen.

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Einige einfache Übungen lassen sich sogar nebenbei erledigen, etwa am Schreibtisch im Büro, zum Beispiel die Fußwippe. So wird sie durchgeführt:

  1. Mit geschlossenen Beinen und geradem Rücken auf den vorderen Bereich eines Stuhls setzen.
  2. Die Füße so auf den Boden aufstellen, dass Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden.
  3. Beide Füße auf die Fersen stellen und die Füße abrollen, bis sie auf den Zehen stehen. Die Übung mehrmals wiederholen.

Auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie e.V. (DGP) findest du hilfreiche Tipps zur Venengymnastik ab und eine ganze Reihe weiterer Übungen .

Tipp: Fuß- und Zehengymnastik ist auch eines von vielen Hausmitteln, mit denen sich kalte Füße wieder warm bekommen lassen.

Kalte Füße stören Wohlbefinden und Schlaf. Mit diesen Tipps und Hausmitteln bekommst du Eisfüße wieder warm und kannst etwas gegen die Ursachen tun.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, generell mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren, um den Blutkreislauf anzuregen und die Muskulatur zu kräftigen – öfter mal das Auto stehen lassen und stattdessen mit dem Fahrrad fahren und die Treppe dem Lift vorziehen beispielsweise. Auch durch regelmäßiges Spazierengehen lässt sich bereits viel bewirken.

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Ausgewogene Ernährung und ausreichend trinken

Eine ausgewogene, vitalstoffreiche Ernährung bietet viele gesundheitliche Vorteile und wirkt sich auch positiv auf die Venengesundheit aus. Insbesondere eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C (unter anderem in Broccoli, Grünkohl und Paprika enthalten), Zink (gute Quellen sind Hülsenfrüchte und Haferflocken) und Flavonoiden (z.B. reichlich in Hagebutten und Schafgarbe) stärkt die Venen und das Bindegewebe.

Auch eine adäquate Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Durchblutung und hilft so der Entstehung von Krampfadern und Besenreisern entgegenzuwirken.

Venenstärkende Kräutertees

Zahlreiche Alltagskrankheiten lassen sich mit Heilkräutern behandeln, von denen man viele einfach in der Natur sammeln oder im eigenen Garten anpflanzen kann – zum Beispiel in einem Apothekerbeet.

Um schwache Venen innerlich zu stärken, eignen sich vor allem folgende Kräuter und Blätter einzeln oder als Mischung, indem sie zu einem heilkräftigen Tee aufgegossen werden:

Besenreiser sind ein meist harmloses, aber lästiges Problem. Statt einer medizinischen Behandlung lassen sich die durchscheinenden Adern auch mit Hausmitteln lindern.

Für den Teeaufguss – falls nicht anders empfohlen – ein bis zwei gehäufte Teelöffel der getrockneten und grob zerbröselten Kräuter mit 250 Milliliter kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen, durch ein Sieb seihen und noch warm trinken. Ein solcher venenstärkender Kräutertee kann als Kur über mehrere Wochen hinweg zwei- bis dreimal täglich getrunken werden. Wie bei allen heilkräftigen Anwendungen empfiehlt es sich, anschließend eine mehrwöchige Pause einzulegen.

Wenn du noch wenig Erfahrung mit dem Sammeln und der Verarbeitung von Wild- und Heilkräutern hast, informiere dich am besten auf entsprechenden Portalen wie beispielsweise kostbarenatur.net oder beziehe die Kräuter zusammen mit Dosierungsempfehlungen über eine Apotheke oder den Kräuterfachhandel wie etwa die Herbathek.

Apfelessig und Salben gegen Besenreiser

Neben Bewegung, Ernährung und heilkräftigen Tees helfen auch einige äußerliche Anwendungen gegen Besenreiser. Selbst gemachte Salben bieten beispielsweise eine gute Alternative zu entsprechenden Präparaten aus der Apotheke und helfen, bestehende Besenreiser zu reduzieren und ihrer Neubildung vorzubeugen.

Apfelessig gegen Besenreiser

Ein klassisches Hausmittel, um Besenreiser zu lindern, ist Apfelessig. Durch seine durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung fördert er den Abfluss des Blutes aus den Venen und kann so auch das Auftreten der Besenreiser vermindern.

Um einen spür- beziehungsweise sichtbaren Effekt zu erzielen, empfiehlt es sich, mehrmals täglich über mehrere Wochen hinweg die betroffenen Körperstellen mit einem in unverdünntem Apfelessig getränkten Kosmetikpad abzutupfen.

Tipp: Eine Trinkkur mit Apfelessig beugt Erkältungen vor, fördert eine gesunde Verdauung und unterstützt sogar beim Abnehmen.

Ringelblumensalbe gegen Besenreiser

Die weit verbreitete Ringelblume wird seit dem Mittelalter für ihre Heilkraft geschätzt und ist auch in handelsüblichen Bein- und Venencremes enthalten. Statt ein solches Produkt zu kaufen, kannst du eine Ringelblumensalbe einfach selber machen. Regelmäßig aufgetragen, hilft sie Krampfadern und venöse Stauungen zu lindern.

Eine Ringelblumensalbe eignet sich hervorragend als Wund- und Heilsalbe. Sie lässt sich mit einem Ringelblumenextrakt ganz einfach selber machen!

Besenreiser adé mit Rosskastaniensalbe

Die Inhaltsstoffe der Rosskastanie wirken gefäßstärkend, blutgerinnungshemmend und entzündungshemmend, weshalb sie ebenfalls häufig für Cremes und Salben gegen Besenreiser verwendet wird. Um eine heilsame Kastaniensalbe selber zu machen, wird zunächst mit zerkleinerten Kastanien und Alkohol eine Kastanientinktur angesetzt und diese nach Ende der Ziehzeit zu einer Salbe weiterverarbeitet.

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Die Kastaniensalbe wird morgens und abends auf von Besenreisern betroffenen Hautpartien aufgetragen. Um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen, empfiehlt sich eine tägliche Anwendung über mehrere Wochen hinweg.

Auch gegen Besenreiser: Salbe mit Steinklee

Der Gelbe Steinklee, auch Echter Steinklee genannt, lässt sich vielerorts wild sammeln. Seine Inhaltsstoffe wirken unter anderem venenstärkend und durchblutungsfördernd, weshalb er sich ebenfalls als natürliches Hausmittel gegen Besenreiser eignet, zum Beispiel in einer selbst gemachten Salbe mit Steinklee, mit der die betroffenen Stellen drei- bis viermal täglich eingerieben werden.

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Welche Hausmittel haben dir zur Linderung oder Vorbeugung von Besenreisern geholfen? Wir freuen uns auf Empfehlungen und Erfahrungsberichte in einem Kommentar!

Weitere nützliche Tipps und Ideen zum Selbermachen gibt es hier:

Besenreiser sind ein meist harmloses, aber lästiges Problem. Statt einer medizinischen Behandlung lassen sich die durchscheinenden Adern auch mit Hausmitteln lindern.

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