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Beifuß: Wirkung und Anwendung der Heilpflanze als Tee und in der Küche

Der unscheinbare Beifuß ist eine weit verbreitete Pflanze, die im Garten oft als Unkraut angesehen wird, da sie mit ihren unauffälligen Blüten wenig attraktiv wirkt. Statt den Beifuß zu bekämpfen, kannst du die wirkungsvolle Heilpflanze vielfältig in der Küche und für deine Gesundheit einsetzten – zum Beispiel in einem Beifuß-Tee gegen viele Frauenleiden.

Beifuß enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und wirkt unter anderem entzündungshemmend, verdauungsfördernd und entkrampfend. Wie du diese wertvolle Wildpflanze nutzen kannst, erfährst du hier.

Gesundheitliche Wirkung von Beifuß

Beifuß ist seit der Antike ein angesehenes und wirkungsstarkes Heilkraut, insbesondere zur Behandlung von Frauenleiden. Seine entkrampfende und entspannende Wirkung lindert unter anderem Menstruationsbeschwerden. Zudem fördern seine Inhaltsstoffe die Blutung bei ausbleibender oder schwacher Menses. Früher wurde das Heilkraut zur Wehenförderung verwendet und um das Abgehen der Nachgeburt zu fördern.

Hinweis: Aufgrund seiner wehenfördernden Wirkung sollte während der Frühschwangerschaft auf Beifuß verzichtet werden.

Beifuß wirkt sich auch positiv auf die Verdauung aus. Die enthaltenen Bitterstoffe lindern Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Sodbrennen und Appetitlosigkeit und unterstützen die Tätigkeit von Galle, Magen und Darm. Auch bei Bauchschmerzen und nach dem Verzehr fetter Speisen ist Beifuß sehr wirksam.

Nach langen Wanderungen ist Beifuß ebenfalls ein nützlicher Helfer. Er wärmt von außen und innen, indem er die Durchblutung fördert, und hilft so bei schweren Beinen und müden, geschwollenen und kalten Füßen.

Der unscheinbare Beifuß ist eine starke Heilpflanze, die unter anderem bei Menstruationsbeschwerden und Verdauungsproblemen Linderung verschafft.

Beifuß als Würzkraut in der Küche

Beifuß hat nicht nur zahlreiche heilende Eigenschaften, mit seinem kräftigen Aroma ist er auch ein begehrtes Würzkraut. Bis ins 18. Jahrhundert war Beifuß ein überaus gebräuchliches und beliebtes Küchenkraut, so wie heutzutage die Petersilie.

Seine verdauungsfördernde Wirkung macht Beifuß zum idealen Begleiter fettiger und schwer verdaulicher Speisen. Während der Weihnachtszeit ist das Kraut auch heute noch in vielen Supermärkten zu finden, da Beifuß häufig zu Gänse- und Entenbraten gegeben wird. Aber auch zu Eisbein, Eierspeisen, Kartoffelgerichten, Salaten und Suppen passt die Pflanze ausgezeichnet.

Auch eignet er sich zusammen mit Rosmarin, Knoblauch, Thymian und Bohnenkraut als Zutat für eine mediterrane Gewürzmischung und kann zum Aromatisieren von Dips und Aufstrichen, Wildkräuter-Würzpaste oder Kräuterbutter verwendet werden.

In der Küche werden frische oder getrocknete Blätter und Knospen genutzt, die vor der Blüte geerntet wurden, da das Kraut nach der Blüte mehr Bitterstoffe enthält. Für heilende Anwendungen kann das Kraut auch nach der Blüte geerntet werden.

Beifußtee gegen Menstruationsbeschwerden

Um Unterleibsschmerzen, Krämpfe während der Menstruation und ähnliche Symptome zu lindern, bietet sich ein Teeaufguss mit Beifuß an. In der Frauenheilkunde wird der Tee ebenso verwendet, um hormonelle Schwankungen auszugleichen und den weiblichen Zyklus zu stabilisieren.

Für eine Tasse Beifußtee übergieße einen Teelöffel getrocknetes oder zwei Teelöffel frisches Beifußkraut mit 250 Millilitern kochendem Wasser. Nach zwei bis drei Minuten Ziehzeit wird der Tee abgeseiht. Es können täglich bis zu drei Tassen Beifußtee getrunken werden. Wird der Tee täglich als Kur eingenommen, sollte nach sechs Wochen eine vierwöchige Pause eingelegt werden.

Tipp: Wenn dir der leicht bittere Geschmack von Beifuß nicht zusagt, gib ihn in eine Teemischung, zum Beispiel mit Frauenmantel, Rotklee und Melisse.

Der unscheinbare Beifuß ist eine starke Heilpflanze, die unter anderem bei Menstruationsbeschwerden und Verdauungsproblemen Linderung verschafft.

Äußerlich angewendet, hilft die antibakterielle, antimykotische und wärmende Wirkung eines Beifuß-Aufgusses bei Scheidenpilz, Ausfluss, Unterleibsschmerzen und Blasenentzündung.

Dafür werden 250 Gramm frisches Beifußkraut mit zwei Litern kochendem Wasser übergossen und nach zehn Minuten abgeseiht. Dieser Aufguss kann für Sitzbäder oder Spülungen verwendet werden.

Wärmendes Fußbad mit Beifuß

Ein Fußbad mit Beifuß hat auch äußerlich eine stark wärmende Wirkung und ist hervorragend geeignet, um kalte Füße nachhaltig zu wärmen. Auch schwere Beine und geschwollene Füße macht das Kraut wieder munter.

Für ein Fußbad übergieße zwei Handvoll geschnittenes, blühendes Beifußkraut mit einem Liter kochendem Wasser. Nach fünf bis zehn Minuten Ziehzeit abseihen und für ein Fußbad mit warmem Wasser auffüllen. Gegen müde und geschwollene Füße hilft auch ein kaltes Fußbad mit Beifuß.

Während langer Wanderungen empfiehlt es sich, ein paar Blätter und Blüten mit in die Schuhe zu geben, um müden Füßen, Blasen und Schrunden vorzubeugen

Tipp: Ein selbst gemachter Ölauszug mit Beifuß als Einreibemittel lindert ebenfalls müde und schwere Beine sowie Verspannungen, Muskelkater und rheumatische Berschwerden.

Füße tragen uns den ganzen Tag und werden viel zu selten gepflegt und verwöhnt. Gönne ihnen eine Auszeit mit diesen gesunden Fußbädern.

Beifuß erkennen und sammeln

Wahrscheinlich ist dir der Beifuß schon oft bewusst oder unbewusst begegnet – er ist eine weit verbreitete, anspruchslose Pflanze, die trotz ihrer Größe von bis zu zwei Metern kaum beachtet wird. Das unscheinbare Kraut ist an Weg- und Feldrändern zu finden, an Böschungen, auf kargen Wiesen und sogar in der Stadt.

Überprüfe den Beifuß auf folgende Erkennungsmerkmale, um ihn einwandfrei identifizieren zu können:

  • Der aufrechte Hauptstängel ist braun bis rötlich und sehr hart.
  • Die Blätter sind fiederförmig, eingekerbt und bei großen Exemplaren bis zu zehn Zentimeter groß.
  • Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Unterseite dagegen weiß-filzig.
  • Die unscheinbaren, kleinen Blüten stehen in Rispen.
  • Die Blütenfarbe ist weiß-grau, gelb oder zart rosa.

Der unscheinbare Beifuß ist eine starke Heilpflanze, die unter anderem bei Menstruationsbeschwerden und Verdauungsproblemen Linderung verschafft.

Beifußkraut kann den gesamten Sommer über geerntet werden. Schneide dafür die Stängel am oberen Drittel ab, binde sie zu Sträußen zusammen und hänge sie kopfüber zum Trocknen auf. Früher wurden die Sträuße im Schlafzimmer aufgehängt, weil die enthaltenen ätherischen Öle Mücken vertreiben sollen. Wenn das Kraut getrocknet ist, lassen sich Blätter und Blüten leicht von den Stielen streifen und in Schraubgläsern luftdicht aufbewahren.

In einem eigenen Beitrag findest du viele weitere Tipps und Hinweise und zum erfolgreichen Sammeln von Wildpflanzen. Wenn du bei der Erkennung von Beifuß und anderen Wildpflanzen unsicher bist, nimm an einer geführten Wildkräuterwanderung teil.

Viele weitere gesunde Anwendungsmöglichkeiten für Beifuß und andere Kräuter findest du in unserem Buch:

Verwendest du noch mehr Rezepte mit Beifuß und anderen heimischen Wildpflanzen? Wir freuen uns auf einen Kommentar unter diesem Beitrag!

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