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Hausmittel für starke Venen – damit Krampfadern gar nicht erst entstehen
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Krampfadern sind ein weit verbreitetes Volksleiden und kommen oft immer wieder. Mit einfachen Maßnahmen und verschiedenen Hausmitteln kannst du der Erkrankung sanft und natürlich entgegenwirken.

Venenleiden wie Besenreiser, schwere Beine und Krampfadern sind weit verbreitete Volksleiden und können sich schnell von einem lästigen bzw. ästhetischen Problem zu einer schmerzhaften Krankheit entwickeln. Schulmediziner verweisen dann meist auf eine angeborene Bindegewebsschwäche als Ursache und empfehlen das Tragen von Stützstrümpfen oder raten zu einer Operation. Maßnahmen, die zwar die unangenehmen Symptome lindern, die Erkrankung aber nicht wirklich aufhalten oder heilen können.

Bleibt Betroffenen also nichts anderes übrig, als sich mit den Beschwerden abzufinden?
Nein, denn die Natur stellt uns eine große Zahl pflanzlicher Wirkstoffe zur Verfügung, die Durchblutungsstörungen und der Entstehung von Krampfadern entgegenwirken, indem sie das Bindegewebe kräftigen, die Durchblutung verbessern und die Gefäße stärken. Auch kleine Verhaltensänderungen im Alltag setzen bei den Ursachen an und können helfen, die Krankheit dauerhaft in Schach zu halten, insbesondere in ihrem Anfangsstadium.

Äußerliche Anwendungen gegen schwere Beine, Besenreiser und Krampfadern

Im Handel gibt es viele Cremes, Salben und Tinkturen, die bei müden Beinen Linderung versprechen und zu einer besseren Durchblutung der Venen beitragen. Sie enthalten in der Regel hauptsächlich pflanzliche Wirkstoffe und lassen sich daher mit wenig Aufwand und mitunter sehr viel preiswerter selbst herstellen. Darüber hinaus können traditionelle Wasseranwendungen nach Kneipp sowie spezielle Übungen ebenfalls helfen.

1. Kühlende Umschläge und venenstärkendes Beinöl

Retterspitz äußerlich gehört zu den klassischen natürlichen Heilmitteln bei schmerzhaften Venenschwellungen. Es enthält ätherische Öle und eine Tinktur aus Arnika und wird mittels kühlender Wickel angewendet.

Alternativ kannst du aus einem geeigneten ätherischen Öl und einem Trägeröl ein venenstärkendes Beinöl selbst herstellen. Dafür eignen sich u.a. folgende ätherische Öle:

  • Zypresse
  • Wacholder
  • Citrus

Tipp: In diesem Beitrag erfährst du alles, was du beim Kauf ätherischer Öle beachten solltest.

Als Trägeröl kannst du eines der folgenden pflanzlichen Öle verwenden:

  • Sonnenblumenöl
  • Olivenöl
  • Weizenkeimöl
  • Kokosöl

Krampfadern sind ein weit verbreitetes Volksleiden und kommen oft immer wieder. Mit einfachen Maßnahmen und verschiedenen Hausmitteln kannst du der Erkrankung sanft und natürlich entgegenwirken.

So einfach stellst du das Beinöl her:

  1. Gib 50 ml pflanzliches Öl in ein kleines, dunkles Schraubglas oder eine Tropfflasche.
  2. Füge 15 Tropfen ätherisches Öl hinzu.

Vor jeder Anwendung aufschütteln und das Öl einmal täglich sanft in die Beine einmassieren.

2. Venenstärkende Salben und Tinkturen

Wenn du unter schweren Beinen und schwachen Venen leidest, hast du vielleicht schon einmal eine Venensalbe mit Rosskastanien benutzt. Alternativ kannst du eine heilsame Tinktur aus (gesammelten) Rosskastanien ganz leicht selber machen. Sie eignet sich zur innerlichen wie äußerlichen Anwendung und wirkt gefäßstärkend und durchblutungsfördernd.

Den Blutfluss verbessert auch das regelmäßige Auftragen einer Salbe mit Steinklee, die du ebenfalls einfach selbst zubereiten kannst.

Oder wächst vor deiner Haustür besonders viel Schafgarbe? Dann probiere es mit einer Schafgarbentinktur als natürlichem Helfer gegen Durchblutungsstörungen und Venenschwäche.

Die Rosskastanie ist ein wirksames Heilmittel gegen Rheuma, Krampfadern, Hämorrhoiden und viel mehr. So stellst du die heilende Kastanien-Tinktur her!

3. Wechselduschen zur Venenstärkung

Kneipp-Anwendungen stärken nicht nur das Immunsystem, sie sind auch bei geschwächten Venen und einer Neigung zu Krampfadern eine vielversprechende Gegenmaßnahme.

Den wechselwarmen Knieguss kannst du leicht zu Hause in der Badewanne durchführen:

  1. Beine bis zu den Oberschenkeln entkleiden.
  2. Mit dem warmen Guss beginnen. Dafür den Wasserstrahl vom rechten Fuss ausgehend über die Außenseite der Wade bis kurz unterhalb des Knies führen. Langsam über die Beinrückseite nach innen gleiten und das Wasser an der Innenseite entlang wieder nach unten bis zur Ferse führen.
  3. Anwendung beim linken Bein wiederholen.
  4. Anschließend die gesamte Prozedur mit kaltem Wasser wiederholen.

Der warme Guss sollte pro Bein nicht länger als 25 Sekunden dauern, der kalte noch etwas kürzer. Wenn du nach der Anwendung frierst, empfiehlt sich das Tragen warmer Strümpfe und ein gemächlicher Gang oder eine Ruhephase mit Kuscheldecke auf dem Sofa.

Der wechselwarme Schenkelguss erfordert etwas mehr Überwindung, ist aber auch effektiver, denn die Venenstränge reichen bis hoch in die Leisten. Beim Schenkelguss sollte der Oberkörper ebenfalls bekleidet sein. Er entspricht dem Knieguss, nur wird der Wasserstrahl jeweils bis zur Hüfte geführt und soll dort für fünf bis zehn Sekunden verweilen.

Krampfadern sind ein weit verbreitetes Volksleiden und kommen oft immer wieder. Mit einfachen Maßnahmen und verschiedenen Hausmitteln kannst du der Erkrankung sanft und natürlich entgegenwirken.

4. Bewegung und Venengymnastik

Unser moderner Alltag ist von Bewegungsmangel geprägt. Ein Umstand, der das Auftreten von schweren Beinen und Krampfadern verstärken kann. Der Treppe öfter mal den Vorzug geben, regelmäßige Spaziergänge, gemächliches Fahrradfahren, Walking, Aquagymnastik und andere sanfte Sportarten, insbesondere solche, die die Beinmuskulatur kräftigen, verbessern die Durchblutung des Körpers, stärken das Bindegewebe und wirken so den Ursachen entgegen.

Krampfadern sind ein weit verbreitetes Volksleiden und kommen oft immer wieder. Mit einfachen Maßnahmen und verschiedenen Hausmitteln kannst du der Erkrankung sanft und natürlich entgegenwirken.

Darüber hinaus gibt es einige spezielle Übungen, sogenannte Venengymnastik, die schwachen Venen besonders effektiv entgegenwirken. Dazu gehört das klassische Fahrradfahren in der Luft. Wenn du häufig am Schreibtisch arbeitest, bietet sich die Fuß-Wippe an, eine einfache Übung, die sich leicht in den Arbeitsalltag integrieren lässt. Hierzu stellst du die Beine im Sitzen auf den Boden, setzt die Füße auf die Fersen auf und rollst sie langsam nach vorne ab, bis sie auf den Spitzen stehen. Das Ganze 20 mal wiederholen und am besten mindestens einmal täglich durchführen.

Innerliche Anwendungen gegen schwere Beine, Besenreiser und Krampfadern

Nicht nur äußerlich, auch innerlich kannst du einiges gegen müde Beine und schwache Venen tun und so das Auftreten von Besenreisern und Krampfadern verhindern oder zumindest abschwächen.

5. Venenstärkende Tees aus der Natur

In der Natur gibt es eine ganze Reihe von Heilpflanzen, die entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und venenstärkende Stoffe enthalten. Besonders einfach kannst du sie in Form eines Tee-Aufgusses anwenden. Buchweizen-Tee unterstützt beispielsweise die Durchblutung und wirkt so müden und schweren Beinen entgegen. Eine ähnliche Wirkung hat ein Tee aus Steinklee-Kraut.

Ein Aufguss mit Ackerschachtelhalm strafft und stärkt das Bindegewebe und kann auf diese Weise ebenfalls dazu beitragen, die Krampfadern gar nicht erst entstehen zu lassen.

6. Trink-Kuren mit venenstärkenden Tinkturen

Viele naturmedizinische Tinkturen sind sowohl äußerlich als auch innerlich anwendbar. Für eine venenstärkende Trink-Kur eignet sich eine einfache Rosskastanientinktur, die du leicht selbst zubereiten kannst. Auf ganz ähnliche Weise wirkt die Einnahme einer Steinklee-Tinktur. Sie lässt sich ebenfalls ganz einfach mit einer Handvoll Steinkleeblüten und etwas Ansatzalkohol zu Hause ansetzen.

7. Venenstärkende Nährstoffe und die Flüssigkeitszufuhr

Mit einer ausgewogenen Ernährung, die viel frisches Obst und Gemüse beinhaltet, kannst du auch bei einer Venenschwäche nichts falsch machen. Eine regelmäßige Zufuhr von Ballaststoffen sowie ausreichendes Trinken sorgen für eine gesunde Verdauung und vermeiden Verstopfungen, die die Entstehung von Venenerkrankungen begünstigen können.

Tipp: Wenn du zu Verstopfung neigst, kann eine Darmkur mit Leinsamen helfen.

Krampfadern sind ein weit verbreitetes Volksleiden und kommen oft immer wieder. Mit einfachen Maßnahmen und verschiedenen Hausmitteln kannst du der Erkrankung sanft und natürlich entgegenwirken.

Vitamin C, Zink und sogenannte Flavonoide stärken die Venenwände und Venenklappen. Für die ausreichende Zufuhr von Vitamin C musst du nicht zu Zitrusfrüchten greifen, es gibt auch viele reichhaltige Quellen in unseren Breiten.

Deinen Zinkbedarf kannst du unter anderem über Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte decken, zum Beispiel mit Haferflocken.

Besonders viele Flavonoide stecken in frischen, pflanzlichen Lebensmitteln wie Paprika, Tomaten, Rotkohl und Roter Bete, aber auch Äpfel und Beerenobst enthalten überdurchschnittlich große Mengen der gesundheitsfördernden Pflanzenfarbstoffe.

Krampfadern sind ein weit verbreitetes Volksleiden und kommen oft immer wieder. Mit einfachen Maßnahmen und verschiedenen Hausmitteln kannst du der Erkrankung sanft und natürlich entgegenwirken.

Viele weitere Informationen über heilsame Pflanzen und die gesundheitliche Wirkung des Wassers findest du in unserem Buchtipp:

Was hilft dir bei müden Beinen oder lästiger Krampfaderbildung? Teile deine Tipps in einem Kommentar unter diesem Beitrag!

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