Reismilch selber machen: vielseitige, fettarme Alternative zu Milch

Reismilch oder Reisdrink ist eine gute Alternative zu Kuhmilch. Sie ersetzt Milch beim Kochen und Backen und ist zudem vegan, laktosefrei und glutenfrei.

Reismilch, die im Handel unter der Bezeichnung “Reisdrink” oder “Reisgetränk” erhältlich ist, ist eine gesunde Alternative zu Kuhmilch – und lässt sich wie andere Pflanzenmilch-Sorten ganz einfach selber machen! Mit ihrer dezenten, leicht süßlichen Note schmeckt Reismilch besonders gut im Müsli und sorgt im Kaffee für einen schwungvollen Start in den Tag.

Die Reismilch ist vegan und eignet sich für eine glutenfreie und laktosefreie Ernährung. Gleichzeitig enthält sie kaum Fett und liefert viele Kohlenhydrate, sodass sie dir einen spürbaren Energiekick geben kann. Mit der selbst gemachten Reismilch gehst du zudem sicher, dass sie keine Zusätze enthält. Denn einige Hersteller versetzen sie mit Geschmacksverstärkern oder Industriezucker.

Reismilch selber machen

Im Wesentlichen besteht Reismilch aus der im Reis enthaltenen Reisstärke, Wasser und Salz. Die natürliche Süße, die bei der industriellen Herstellung von Reismilch in einem Fermentationsprozess (Vermaischung) entsteht, kann im folgenden Rezept durch ein zugegebenes Süßungsmittel der Wahl erreicht werden.

Für etwa 800 Milliliter Reismilch benötigst du:

  • 100 g Vollkornreis aus biologischem Anbau, z.B. Basmatireis
  • circa 800 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • optional 1 EL Zucker oder eine Zuckeralternative, z.B. Dattelpaste oder 2-4 Datteln
  • optional 1 TL Vanilleextrakt oder eine halbe Vanilleschote
  • Nussmilchbeutel, Baumwolltuch oder engmaschiges Sieb

Tipp: Wenn du Reismilch in hellerer Farbe bevorzugst, kannst du auch weißen, polierten Reis für die Zubereitung verwenden. Vollkornreis hat den Vorteil, dass er einen hohen Anteil an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen aufweist. Zudem enthält er mehr sättigende Ballaststoffe und B-Vitamine.

Reismilch oder Reisdrink ist eine gute Alternative zu Kuhmilch. Sie ersetzt Milch beim Kochen und Backen und ist zudem vegan, laktosefrei und glutenfrei.

So einfach wird die Reismilch hergestellt:

  1. Reis mit 200 Millilitern Wasser und bei geschlossenem Deckel nach Packungsangabe kochen, bis das Wasser aufgesogen ist.
  2. Den gekochten Reis zusammen mit Salz und optional Süßungsmittel und Vanille in einen Mixer geben. 800 Milliliter Wasser hinzugeben und alles fein pürieren.
    Reismilch oder Reisdrink ist eine gute Alternative zu Kuhmilch. Sie ersetzt Milch beim Kochen und Backen und ist zudem vegan, laktosefrei und glutenfrei.
  3. Bei Bedarf mehr Wasser hinzugeben, um die Reismilch zu verdünnen, und sie gegebenenfalls nochmal abschmecken.
  4. Die Reismilch durch ein Sieb, Tuch oder einen Nussmilchbeutel abseihen.
    Reismilch oder Reisdrink ist eine gute Alternative zu Kuhmilch. Sie ersetzt Milch beim Kochen und Backen und ist zudem vegan, laktosefrei und glutenfrei.

Die Reismilch hält sich im Kühlschrank bis zu vier Tage. Vor Gebrauch wird der Reisdrink am besten geschüttelt, da sich mit der Zeit die feinen Schwebstoffe absetzen.

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Zum Frühstück schmeckt sie zum Beispiel zu Knusper-Müsli oder in Over-Night-Oats. Aber sie kann auch sehr gut zum Kochen und Backen von beliebten Milchgerichten wie Eierkuchen verwendet werden.

Tipp: Je nachdem, wie leistungsstark dein Mixer ist, kann durch das Abseihen der Reismilch ein Reisbrei zurückbleiben. Diesen Rest (auch Trester genannt) kannst du noch vielseitig weiterverwenden, denn er ist reich an Ballast- und Nährstoffen. Zum Beispiel eignet er sich im Müsli oder für Familienkost-Rezepte für Kinder ab dem 8. Monat.

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Besonders aromatische Reismilch herstellen

Wenn die Reiskörner für die Reismilch zuvor in der Pfanne geröstet werden, schmeckt der Reisdrink besonders aromatisch. Dafür werden die Körner zunächst über Nacht eingeweicht und für die weitere Zubereitung geröstet, aber nicht mehr gekocht.

Für die Zubereitung der aromatischen Reismilch gehst du folgendermaßen vor:

  1. Reiskörner in einem Gefäß mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen.
  2. Den eingeweichten Reis abspülen und gut abtropfen lassen.
  3. Die Reiskörner in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, bis die Aromen zu duften beginnen.

Für die weitere Zubereitung der Reismilch mit geröstetem Reis gehst du genauso vor wie in den Schritten 3 und 4 des obigen Rezepts.

Hinweis: Reis und Reisprodukte enthalten immer einen kleinen Anteil anorganisches Arsen, das als krebsauslösend klassifiziert ist. Es empfiehlt sich deshalb, neben Reismilch auch verschiedene andere Pflanzenmilch-Sorten in den Speiseplan zu integrieren.

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Welche Pflanzenmilch stellst du am liebsten her? Wir freuen uns über deine Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Herbert Sommer

    Sie meinen Vollreis, nicht Vollkornreis. – Vollkorn ist Vollkorn und Vollreis ist Vollreis. – Ansonsten gute Idee, aber woher die Zeit nehmen?

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Herbert,
      nein wir meinen normalen Vollkornreis, der geschält ist, an dem das das Korn umgebende Silberhäutchen aber noch vorhanden ist. Im Handel trägt er üblicherweise diese Bezeichnung.
      Was die Zeit zum Selbermachen angeht, das muss natürlich jeder für sich selbst einschätzen. Vielleicht hilft dir in diesem Zusammenhang folgender Beitrag, der zeigt, dass meistens genügend Zeit vorhanden ist, und dass Selbermachen gar nicht unbedingt mehr Zeit in Anspruch nehmen muss: https://www.smarticular.net/wann-soll-ich-das-alles-machen-zu-viel-stress-zeit/
      Liebe Grüße

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