Keine Zeit zum Selbermachen? – Diese Tipps helfen

Fragst du dich auch, wann du alle deine Vorhaben umsetzen sollst, um gesünder und nachhaltiger zu leben? Mit diesen Strategien fällt es dir leichter, deine Ziele zu erreichen.

Es gibt viele wunderbare Ideen, wie man Dinge selber machen kann, statt sie zu kaufen: Schadstofffreie Putzmittel, Kosmetik ohne künstliche Zusatzstoffe und gesunde Lebensmittel selber machen, Obst und Gemüse im eigenen Garten anbauen, auf so viel Plastik wie möglich verzichten und mit dem Fahrrad statt dem Auto fahren. Doch bei der Fülle an Möglichkeiten fragt sich jeder irgendwann: Wann soll ich das alles machen, wer hat denn so viel Zeit?

Wer sich die Frage häufiger stellt, sei beruhigt, denn erstens geht es den meisten anderen auch so, und zweitens gibt es einige Strategien, das vermeintliche Problem anzugehen. Die folgenden Tipps helfen, damit das Selbermachen nicht in Stress ausartet, sondern Freude, Selbstverwirklichung, Lust auf Neues oder auch pures Vergnügen bedeutet.

Mach nur die DIY-Projekte, die dir Spaß machen

Such dir von den vielen Dingen, die du machen könntest, am besten nur diejenigen aus, die dir Freude bereiten. Damit werden die selbst gestellten Aufgaben zur angenehmen Freizeitbeschäftigung statt zur zusätzlichen Bürde.

Wenn du gerne kochst und in der Küche experimentierst, kannst du vielleicht mit dem Einkochen oder Einmachen von Obst und Gemüse aus regionalem Anbau oder sogar aus dem eigenen Garten für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Wenn du Lust auf selbstgemachte Kosmetik hast, weil man sich damit ein bisschen Wellness gönnen kann, dann ist das dein erfüllender Beitrag zu einer plastikärmeren Welt.

Fragst du dich auch, wann du alle deine Vorhaben umsetzen sollst, um gesünder und nachhaltiger zu leben? Mit diesen Strategien fällt es dir leichter, deine Ziele zu erreichen.

Etwas tun und etwas anderes sein lassen

Ein Tag hat 24 Stunden, egal, wie man es dreht und wendet. Die Kunst besteht darin, die vorhandene Zeit für Dinge zu nutzen, die dir wichtig sind. Frage dich nicht “Wann soll ich das alles schaffen?”, sondern frage zunächst: “Was kann ich sein lassen?”

Die Deutschen verbringen durchschnittlich 3,5 Stunden täglich vor dem Fernseher. Wer nur TV-Sendungen mit persönlichem Mehrwert ansieht, kann viel Zeit sparen.

Auch das Smartphone raubt uns viel Lebenszeit, wenn teilweise im Viertelstundentakt Statusupdates gelesen werden. Wer sich dagegen darauf beschränkt, nur ein- oder zweimal am Tag auf dem Smartphone nach Neuigkeiten zu schauen, hat automatisch mehr Zeit für andere Dinge. Vermutlich ist der Nebeneffekt zudem mehr Gelassenheit, denn “Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.”

Was deine persönlichen Zeitfresser sind, ist natürlich individuell verschieden – herausfinden kannst du es zum Beispiel mit unserem nachhaltigen Jahresplaner Grüner Faden und dem Zeitfresser-Aufspürer.

Überflüssige Dinge zu lassen, bedeutet im Optimalfall nicht nur mehr Zeit, sondern bringt für sich genommen häufig schon mehr Lebensqualität. Wenn du dir beispielsweise vornimmst, nur noch jeden zweiten Tag zu kochen, ist das Ergebnis vielleicht, dass es häufiger Rohkost-Gerichte gibt. Das ist ohnehin viel gesünder.

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Auch im Garten ist gelegentliche Faulheit profitabel: Unerwünschte Beikräuter als Mulch auf den Beeten liegen zu lassen statt sie “aufzuräumen”, schützt die Erde vor dem Austrocknen und versorgt die Pflanzen mit zusätzlichen Nährstoffen.

Selbermachen spart manchmal sogar Zeit ein

Etwas für die Umwelt und Gesundheit zu tun, wird meist mit Mehrarbeit verbunden – das stimmt aber oft nicht.

Unser Baukastenwaschmittel besteht beispielsweise nur aus Waschsoda, Kernseife und Sauerstoffbleiche, die individuell dosiert in die Waschmaschine gegeben werden. Es muss weder gemischt noch vorbereitet werden und macht gar keine zusätzliche Arbeit.

Eine Deocreme, die aus Kokosöl, Natron und Speisestärke besteht, lässt sich in einer Minute zusammenrühren. Wenn du die Zutaten bereits im Haus hast, geht die Herstellung sogar schneller, als in den Laden zu gehen, um ein Deo zu kaufen!

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Eins nach dem anderen machen, statt alles auf einmal zu wollen

Mach dich nicht verrückt: Statt dich von der Flut der Möglichkeiten überwältigen zu lassen und alles auf einmal angehen zu wollen, ist es sinnvoller, dir ein Projekt nach dem anderen vorzunehmen. Wenn du in kleinen Schritten vorgehst, kannst du stolz auf das sein, was du heute geschafft hast, statt schon daran zu denken, was morgen alles noch besser gehen könnte.

Wenn du zum Beispiel viele Fertigprodukte in deiner Küche ersetzen möchtest, kannst du dich zunächst auf eins konzentrieren, das sich besonders einfach selber machen lässt. Wenn die selbst gemachte Alternative nun fest in deinem Alltag verankert ist, kannst du mit gutem Gefühl den nächsten Schritt machen.

Wer braucht schon künstliche Aromen und andere Zusatzstoffe - mit diesem einfachen Rezept kannst du Einrührpulver für dunkle Soßen ganz einfach selber machen.

Lass dir helfen

Etwas selber zu machen, muss nicht heißen, es allein zu machen. Bitte deine Kinder, deinen Partner oder Freunde, dir zu helfen. Vielleicht gibt es auch Experten in deinem Bekanntenkreis, die dir mit Tipps oder tatkräftiger Hilfe gerne unter die Arme greifen. Wenn ihr gemeinsam ans Werk geht, macht sowieso fast alles mehr Spaß.

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Arbeitserleichternde Geräte nutzen

Hilfe in Anspruch zu nehmen, kann auch bedeuten, ein Gerät zu benutzen, das dir die Arbeit erleichtert. Wenn du es nicht selbst besitzt, kannst du es vielleicht bei Freunden oder in der Nachbarschaft ausleihen oder den Anstoß geben für eine gemeinschaftliche Anschaffung. So sparst du nicht nur Mühe, sondern auch Geld.

Ein Gerät wie etwa ein teurer Einkochautomat, steht sonst vielleicht monatelang ungenutzt im Keller, weil nur einmal im Jahr Kirschen eingemacht werden. Und für zwei Gläser Himbeermarmelade lohnt es sich gar nicht, ihn hervorzuholen. Für größere Mengen und häufigere Anwendungen ist das Gerät dagegen Gold wert.

Perfektionismus ist nicht notwendig

Auch beim nachhaltigen Leben ist es okay, nicht perfekt zu sein. Und es ist allemal besser, etwas nicht hunderprozentig hinzukriegen, als zu große Ansprüche zu haben, daran zu verzweifeln und am Ende alles hinzuschmeißen.

Statt in einem selbst gemachten Lunchbeutel mit perfekten Nähten lassen sich die Schulbrote des Kindes genauso gut in einem Erstlingswerk transportieren, das ein bisschen krumm und schief geraten ist. Vielleicht wird das nächste Nähprojekt ja besser? Es gibt viele schöne Nähideen, die auch für Anfänger geeignet sind. Wer das Nähen dagegen nach den ersten Versuchen gleich aufgibt, verpasst viele kleine Erfolge und selbst gemachte Alternativen zu Plastikprodukten.

Wie schaffst du es, mehr Selbstgemachtes in den Alltag zu integrieren, ohne dich damit zu überfordern? Wir freuen uns über deine Tipps und Erfahrungen in einem Kommentar unter diesem Beitrag.

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