Hafermilch selber machen – die Blitzmethode mit Haferflocken

Mit diesem Rezept für Hafermilch aus Haferflocken kannst du die pflanzliche Milchalternative in wenigen Minuten herstellen. Flocken aus regionaler Quelle ohne Plastikverpackung machen den gesunden Drink besonders nachhaltig.

Wer anstelle von Kuhmilch pflanzliche Milch-Alternativen bevorzugt, sucht fertige Pflanzenmilch in der Pfandflasche meist vergeblich. Der übliche Verpackungsmüll in Form von Tetrapacks lässt sich leicht einsparen, wenn man die pflanzliche Milch-Alternative einfach selbst herstellt. Das ist außerdem viel preiswerter, und man weiß genau, was drin steckt.

Hafermilch ist eine besonders nachhaltige Kuhmilch-Alternative, weil sich das Korn im Gegensatz zu Mandeln, Cashews und Co. auch aus regionalem Anbau beziehen lässt. Unser Rezept für Hafermilch aus eingeweichten Haferkörnern hat sich zwar bewährt, für Eilige eignet es sich aufgrund der mehrstündigen Einweichzeit aber nicht.

Wenn es ganz schnell gehen soll, kannst du stattdessen eine ebenso köstliche Pflanzenmilch in wenigen Minuten aus Haferflocken herstellen!

Blitzrezept für Hafermilch aus Haferflocken

Haferflocken aus dem Handel werden bei der Herstellung gepresst und dabei erhitzt, wodurch sich die Haltbarkeit erhöht und die enthaltene Stärke teilweise aufgeschlossen und damit besser verdaulich wird. Allerdings sinkt durch die Wärmebehandlung der Gehalt an hitzeempfindlichen Vitalstoffen, wie etwa den wertvollen B-Vitaminen. Dennoch enthalten Haferflocken viele gesunde Inhaltsstoffe, und die daraus hergestellte Milch-Alternative ist eine gesunde und köstliche Ergänzung für den Speiseplan.

Mit diesem Rezept für Hafermilch aus Haferflocken kannst du die pflanzliche Milchalternative in wenigen Minuten herstellen. Flocken aus regionaler Quelle ohne Plastikverpackung machen den gesunden Drink besonders nachhaltig.

Für einen Liter Hafermilch brauchst du folgende Zutaten und Utensilien:

  • 1 L kaltes Wasser
  • 50-100 g Haferflocken
  • 1 Prise Salz
  • optional 3-5 Datteln
  • Standmixer oder Stabmixer – je leistungsfähiger desto besser
  • Feines Sieb, Nussmilchbeutel (gibt es auch plastikfrei), Passiertuch oder ein dünnes Geschirrtuch

Zarte Haferflocken lassen sich unmittelbar verarbeiten. Bei Verwendung kerniger Flocken empfiehlt es sich, sie für circa zehn Minuten im Wasser einzuweichen, bevor du mit dem Mixen beginnst. Die Einweichdauer hängt davon ab, wie leistungsstark der Mixer ist.

Tipp: Ähnlich schnell kannst du aus Haferflocken Hafersahne herstellen und als vegane Alternative beim Kochen und Backen verwenden.

Die natürliche Süße bei Haferdrinks aus dem Handel entsteht durch Fermentationsprozesse, bei denen ein Teil der enthaltenen Stärke umgewandelt wird. Das lässt sich bei der DIY-Hafermilch nicht so einfach nachstellen, weshalb sie ausgeprägt nach Hafer und eigentlich gar nicht süß schmeckt. Wenn du deine Hafermilch lieber leicht gesüßt genießen möchtest, empfiehlt es sich, ein paar Datteln oder eine andere Zuckeralternative deiner Wahl vor dem Mixen hinzuzugeben oder sie später nach Geschmack nachzusüßen.

Mit diesem Rezept für Hafermilch aus Haferflocken kannst du die pflanzliche Milchalternative in wenigen Minuten herstellen. Flocken aus regionaler Quelle ohne Plastikverpackung machen den gesunden Drink besonders nachhaltig.

Die Zubereitung erfordert nur wenige Handgriffe:

  1. Wasser und Haferflocken in den Mixbecher geben.
  2. Eine Prise Salz und optional eine Süße deiner Wahl hinzufügen.
  3. Für 2-3 Minuten auf hoher Stufe mixen. Darauf achten, dass sich das Wasser dabei nicht zu stark erwärmt, denn sonst kann eine glibberige Konsistenz entstehen, ähnlich wie bei Haferschleim. Vorbeugen kannst du, indem du 2-3 Eiswürfel mit in den Mixer gibst.
  4. Die fertige Milch durch ein engmaschiges Sieb oder einen Nussmilchbeutel abgießen und die Reste gründlich ausdrücken.

Wie fein die Milch gesiebt wird, hängt auch davon ab, wofür du sie verwenden möchtest. Im Müsli stören ein paar Stücken wahrscheinlich nicht, während man als Milchersatz im Kaffee eher eine feine, milchige Konsistenz bevorzugt.

Mit diesem Rezept für Hafermilch aus Haferflocken kannst du die pflanzliche Milchalternative in wenigen Minuten herstellen. Flocken aus regionaler Quelle ohne Plastikverpackung machen den gesunden Drink besonders nachhaltig.

DIY-Hafermilch ist im Kühlschrank bis zu drei Tage lang haltbar, allerdings schmeckt sie frisch am besten. Stelle deshalb am besten immer nur so viel her, wie du zeitnah verbrauchen kannst. Der zurückgebliebene Trester lässt sich noch vielfältig weiterverwenden.

Tipp: Wenn dich die selbst gemachte Hafermilch hinsichtlich Geschmack oder Konsistenz nicht überzeugt, teste doch eine der vielen anderen pflanzlichen Milch-Alternativen zum Selbermachen.

Viele weitere Tipps und DIY-Alternativen zu Fertigprodukten findest du in unseren Büchern:

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Welche Pflanzenmilch trinkst du am liebsten, und wie stellst du sie her? Wir freuen uns auf deine Tipps in einem Kommentar!

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18 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ich hab bis vor Kurzem meine Milch nur aus Cashews und Mandeln gemacht. Da die über Nacht einweichen kam es immer mal wieder vor, dass ich Einweichen vergessen hatte und ohne Milch dastand.
    Schließlich hab ich doch – eher aus Verzweiflung – dieses Rezept hier ausprobiert. Ich war überhaupt kein Fän von Hafermilch, die gekaufte ist mir zu süß und die selbstgemachte zu schleimig.
    Andererseits habe ich bei Cashew-Mandelmilch auch nicht mehr ganz so das gute Gefühl wie früher, seit mir klargeworden ist, dass Mandeln und Cashews importierter Luxus sind.

    Ich kühle das Mixwasser, ich schütte nach Gefühl Haferflocken rein und mixe das mit dem Pürrierstab. Dann siebe ich ab, und zwar mehrmals. Die Masse im Sieb wende ich mit einem Löffel bis die Flüssigkeit abgelaufen ist und sammle sie in einer Schüssel. Die Milch schütte ich ein paar mal hin und her, und durch die klebengebliebenen Reste im Sieb siebt es natürlich auch immer besser.
    Ich mag diese Milch gerne. Wenn Gäste kommen, mache ich wieder mal Mandel-Cashew, den Luxus, ich selbst bin mit der schnellen Hafermilch SEHR zufrieden. Wenig Aufwand, regionale Haferflocken aus der Großpackung, sofort fertig, wenn ich sie brauche. Wunderbar!

    Die Reste in der Schüssel esse ich meist sofort, mit Kakaopulver und einer Süße gibt das einen leckeren Schokobrei. Ich mag sowas. =)
    Hab auch schon Bratlinge draus gemacht, noch mit Kichererbsenmehl und Gewürzen. Demnächst mach ich vielleicht mal süße Keske damit. Lassen sich auch in der Pfanne backen, diese Kekse.

    Also, ich bin SEHR froh über diese neue, wirkliche Alternative in meiner Küche. =)

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    • Hallo, vielen Dank für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht. Davon können andere sicherlich profitieren. Liebe Grüße Sylvia

  2. mist, kommafehler. die fertige hafermilch enthält dann max 0,4mg Amylase pro Liter trinkbarer Hafermilch.

    Das Temperaturoptimum der genannten Amylase werd ich gleich noch beim Händler erfragen.

    Antworten
  3. Leider passiert im Kaffee das selbe mit der Hafermilch wie im zu warmen Mixer, sie klumpt und wird zu „Haferschleim“.
    Hast du dafür einen Tipp?

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    • Hallo Dina, die schleimige Konsistenz entsteht ja vor allem durch Hitze. Vielleicht hilft es schon, wenn du die Hafermilch gekühlt in den Kaffee gibst, so dass sich die Mischung insgesamt nicht so stark erhitzt. Einige schwören auch darauf, die Flocken vor dem Einweichen mit klarem Wasser abzuspülen. Liebe Grüße Sylvia

  4. Hallo Kirsten! Hast du die Hafer-Wasser-Amylase Mischung vor oder nach dem Mixen erhitzt? Ich frage, weil ich gelesen habe, dass es zur Fermentation Wärme braucht (60 Grad oder so?)
    Herzliche Grüße aus Frankfurt!

    Antworten
  5. Bei der Fermentation ensteht niemals Zucker, sondern Zucker wird umgesetzt in Säuren, Gase oder Alkohol. Beispiele sind Sauerkraut, Yoghurt oder Kombucha.
    Lebensmittel werden im Laufe der Fermentation weniger süß. Wenn man (gesüßte) Hafermilch offen stehen lässt, beginnt irgendwann eine Fermentatiin,, und sie wird sauer.
    Zucker ist nichts, was „entsteht“. Es wächst zum Beispiel in Rüben oder Früchten.

    Antworten
    • smarticular.net

      Liebe Karin,
      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Die Information zur Süße käuflicher Produkte stammt direkt von den Herstellern und ist unter anderem hier nachzulesen: https://www.alnatura.de/de-de/alnatura-produkte/produktsuche/bio-reis-drink-natur-ungesuesst-1l
      Während früher unter Fermentation nur die anaerobe Gärung verstanden wurde, bei der unter anderem Zucker abgebaut wird, ist der Begriff heute weiter gefasst und umschreibt „jegliche mikrobielle oder enzymatische Umwandlung, auch solche unter Sauerstoffversorgung“ (nachzulesen unter anderem in der Wikipedia bzw. in deren Quellen.
      In den Pflanzen „wächst“ Zucker auch nicht einfach so, sondern entsteht als Ergebnis von Stoffwechselprodukten dieser Pflanzen (hier insbesondere durch Photosynthese).
      Liebe Grüße!

  6. Tut mir leid, aber diese hafermilch ist alles andere als überzeugend.
    Selbst auf meinem hafermusli schmeckte sie wie Wasser.

    Antworten
  7. Hi Kirsten,
    eine Frage zu deiner Hafermilch mit Amylase. Benutzt du ganzen Hafer oder Haferflocken?

    Antworten
    • Hallo Siggi, Ich benutze den ganzen Hafer (Schälhafer), es funktioniert sicher aber auch mit Haferflocken. Die Amylase baut einfach die Stärke ab, die dazu führt, dass Hafermilch schleimt, vor allem wenn man sie in heisse Getränke gibt. Ausserdem schmeckt die Hafermilch damit angenehm schwach süsslich, ohne dass ich zusätzlich Süssungsmittel beigeben muss.

  8. Die Hafermilch geht noch einfacher zum Herstellen, wenn man sich α-Amylase besorgt (ich habe es auf Amazon bei Distillerie-Bedarf gefunden). Ein paar Tropfen der Amylase zum Hafer und Wasser vor oder während des mixens ergibt eine prima Hafermilch, die nicht schleimt. Amylase ist das Enzym welches im Speichel enthalten ist und Vielfachzucker (Stärke) in Ein- und Zweifachzucker abbaut. Die Datteln brauche ich dafür nicht und ich seihe die fertige Milch auch nicht mehr durch ein Tuch ab. Man muss sie vor Gebrauch einfach gut schütteln. Die Hafermilch ist übrigens sofort trinkfertig und hält ein paar Tage im Kühlschrank.

    Antworten
    • Hallo Kirsten, vielen Dank für deine Ergänzung. Das klingt ja sehr interessant, das werden wir uns mal anschauen. Liebe Grüße Sylvia

    • Ich habe ein wenig testen müssen und komme zum besten Resultat, wenn ich für einen knappen Liter Milch (+/- 850 ml > 750ml Wasser, 125ml Hafer) 10 Tropfen der Amylase zufüge (zum abmessen habe ich eine kleine Pipette). Ich habe nur ein ganz kleines Fläschchen der Amylase gekauft, sie ist aber so sehr ergiebig.

    • Hallo Kirsten! Hast du die Hafer-Wasser-Amylase Mischung vor oder nach dem Mixen erhitzt? Ich frage, weil ich gelesen habe, dass es zur Fermentation Wärme braucht (60 Grad oder so?)
      Herzliche Grüße aus Frankfurt!

    • @Nina: Mit Temperaturen oberhalb von 40°C wäre ich grundsätzlich sehr vorsichtig, da Enzyme ja chemisch betrachtet auch nichts anderes als spezielle Eiweiße sind und sofern es sich bei diesen nicht um die besondere Gruppe der hitzeresistenten Eiweiße handelt, denaturieren die oberhalb von 40°C…

      @alle: Ich hab hier die Amylase von http://www.brouwland.com bestellt, auf deren Etikett steht aber was von ner Einsatzkonzentration von 2-4ml/10L bei ner Fermentatiosdauer von 48h bei 25°C… Nur steht da nirgends ein Sterbenswörtchen auf welche Amylose(=Stärke)Konzentration pro Liter sich das bezieht… Mhm… Auf der Webseite stand nur, dass man die Amylasemenge verdoppeln solle wenn man die Temperatur um 7°C absenken möchte bei gleicher Fermentationsdauer oder die Fermentationsdauer bei konstanter Temperatur halbieren wolle… Das ergibt dann nach meinen Berechnungen 25ml Amylase pro Liter Hafermilch bei ner Temperatur von 18°C und ner Fermentationsdauer von 1,5h….

      @Kirsten: Das weicht halt massiv von deinen Mengenangaben ab… Deine sind für mich nun aber ein wertvoller Anhaltspunkt um mit meinen Versuchsreihen hier zu beginnen.
      Weißt du ungefähr wieviele ml ein Tropfen aus deiner Pipette mißt? Oder könntest du mal die Tropfen zählen um ein 10ml Fläschchen damit zu füllen?

      Ich vermute mal dass sich die Mengengangabe auf dem Etikett meiner Amylaseflasche auf eine Standard-Bier-Maische bezieht…. Ich versuch mal zu recherchieren, welchen Amylaseanteil die durchschnittlich hat.

    • edit bzw nachtrag zu meinem vorigen Kommentar –
      mhm – da mir der Gedanke kam, dass es wohl nicht so besonders gesund ist, größere Mengen Amylase auf einmal zu sich zu nehmen, hab ich die o.g. Mengenverhältnisse doch nochmal neu berechnet…
      Und bin einfach mal von den max 4ml Amylase pro 10L fertigem Getränk ausgegangen. Und wenn ich dann nen Hafergehalt von 20% in der fertigen Milch haben will, dann ergibt sich daraus, dass wenn man 50g Hafer(flocken) mit 1ml Amylase und 1L Wasser mischt, das durchfermentierte Gebräu anschließend nochmal um den Faktor 2,5 verdünnt werden muß, damit die fertige Hafermilch dann nicht mehr als 4ml Amylase pro Liter enthält….

      Kostentechnisch betrachtet heißt das, wenn ich den Hafer als Haferflocken zb. bei Rossmann kaufe für 1,98€/500g, und die Amylase bei brouwland.com, dann kostet mich 1 Liter selbstgemachte fertige Hafermilch gerade mal 9ct.
      Die mir bekannte günstigste fertige Hafermilch aus dem Laden (dm) kostet im Vergleich dazu 99ct pro Liter.

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