Nussmilchbeutel selber nähen für Mandelmilch, Hafermilch, Käse und Sirup

Ein selbst genähter Nussmilchbeutel erleichtert das Filtern der eigenen Mandelmilch oder Hafermilch. Wenn du Stoffreste aus Baumwolle oder Leinen dafür upcycelst, ist der Beutel außerdem plastikfrei.

Mit einem Nussmilchbeutel wird nicht nur das Filtern selbst gemachter Pflanzenmilch erleichtert, man kann auch feste Bestandteile bei der Herstellung von Käse, Sirup und Tinkturen abseihen. Flüssige und feste Stoffen lassen sich zwar auch mit einem Seihtuch oder einem einfachen Mulltuch trennen, das in ein Sieb gelegt wird, aber ein Beutel ist einfacher zu handhaben. Nähe doch ganz einfach selber einen aus Stoffresten!

Nussmilchbeutel selber nähen

Einen Nussmilchbeutel kannst du auch fertig kaufen. Handelsübliche Beutel bestehen jedoch meist aus Nylon oder anderen Kunstfasern. Für eine plastikfreie Alternative kannst du dagegen ein altes Hemd oder Gardinenstoff upcyceln.

Am besten geeignet ist Baumwoll- oder Leinenstoff, der sich zur gründlichen Reinigung auch mal heiß waschen lässt. Dieser selbst genähte Beutel hat zudem abgerundete Ecken, sodass sich die Feststoffe nach dem Filtern problemlos aus dem Beutel entfernen lassen.

Für einen etwa 25 mal 30 Zentimeter großen Beutel benötigst du:

  • ein 51 x 34 cm großes Stück dünnen Baumwoll- oder Leinenstoff (möglichst bereits gewaschen, damit keine Rückstände aus der Stoffproduktion in deiner Mandel- oder Hafermilch landen)
  • ein 60 cm langes Stück Kordel als Zugband, alternativ ein weiterer 3 cm schmaler und 60 cm langer Streifen des verwendeten Hemdstoffs

Ein selbst genähter Nussmilchbeutel erleichtert das Filtern der eigenen Mandelmilch oder Hafermilch. Wenn du Stoffreste aus Baumwolle oder Leinen dafür upcycelst, ist der Beutel außerdem plastikfrei.

Für den Beutel empfiehlt sich dicht gewebter, sehr leichter Stoff. Ein dicker Bezugsstoff würde das Abtropfen der Flüssigkeit behindern, Tüllstoff ist dagegen zu durchlässig für kleine, feste Bestandteile.

So nähst du den Nussmilchbeutel:

1. Stoffstück einmal längs falten. Ecken an der unteren, kurzen Kante mit einer Schere abrunden. Ein Radius von mindestens fünf Zentimetern ist empfehlenswert. Für eine möglichst gleichmäßige Form kannst du die Rundungen mit Bleistift entlang einer kleinen Schüssel vorzeichnen. Wieder auffalten.

Ein selbst genähter Nussmilchbeutel erleichtert das Filtern der eigenen Mandelmilch oder Hafermilch. Wenn du Stoffreste aus Baumwolle oder Leinen dafür upcycelst, ist der Beutel außerdem plastikfrei.

2. Die Kanten des Stoffstücks mit einer Zickzacknaht versäubern. Dafür direkt an der Stoffkante entlang nähen, sodass die Nadel links in den Stoff sticht und rechts knapp daneben. Alternativ kannst du auch auf dem Stoff nähen und ihn danach entlang der Naht abschneiden. Den Faden dabei nicht beschädigen!

Ein selbst genähter Nussmilchbeutel erleichtert das Filtern der eigenen Mandelmilch oder Hafermilch. Wenn du Stoffreste aus Baumwolle oder Leinen dafür upcycelst, ist der Beutel außerdem plastikfrei.

3. Stoffstück wieder längs falten, sodass die spätere Außenseite innen liegt. An der offenen Seite Markierungen zweieinhalb und vier Zentimeter unterhalb der Oberkante anbringen, entweder mit Bleistift oder mit Stecknadeln.

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4. Die offenen Kanten unten und an der Seite entlang der inneren Kante der Versäuberungsnaht mit einem normalen Stich zusammennähen. Die markierte Öffnung dabei aussparen.

5. Die obere Stoffkante zweieinhalb Zentimeter zur Innenseite hin umschlagen, bügeln und dann am oberen Rand der Versäuberungsnaht festnähen.

Ein selbst genähter Nussmilchbeutel erleichtert das Filtern der eigenen Mandelmilch oder Hafermilch. Wenn du Stoffreste aus Baumwolle oder Leinen dafür upcycelst, ist der Beutel außerdem plastikfrei.

6. Beutel umkrempeln.

7. Falls du einen Stoffstreifen als Zugband verwenden möchtest, die langen Seiten jeweils einen halben Zentimeter umbügeln. Dann den Streifen längs falten und an der offenen Seite mit geringem Abstand zur Kante umnähen.

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8. Nun noch das Band mithilfe einer Sicherheitsnadel einfädeln. Die Bandenden miteinander verknoten. Vorher eventuell noch einen Kordelstopper auffädeln.

Ein selbst genähter Nussmilchbeutel erleichtert das Filtern der eigenen Mandelmilch oder Hafermilch. Wenn du Stoffreste aus Baumwolle oder Leinen dafür upcycelst, ist der Beutel außerdem plastikfrei.

Fertig ist dein Nussmilchbeutel!

Tipp: Falls du nur kleinere Stoffreste zur Verfügung hast, kannst du auch zwei einzelne Stücke à 26 mal 34 Zentimeter verwenden, die du vor der weiteren Verarbeitung an einer Seite zusammennähst.

Ein selbst genähter Nussmilchbeutel erleichtert das Filtern der eigenen Mandelmilch oder Hafermilch. Wenn du Stoffreste aus Baumwolle oder Leinen dafür upcycelst, ist der Beutel außerdem plastikfrei.

Nussmilchbeutel verwenden

Der Beutel kann zum Abseihen mit dem Zugband verschlossen und mit den Händen ausgedrückt oder alternativ am Band über der Abtropfschüssel aufgehängt werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, den oberen Rand des Beutels über ein Gefäß zu stülpen und ihn durch Festziehen des Bandes daran zu befestigen.

Verwende den Nussmilchbeutel, um feste und flüssige Bestandteile zu trennen bei der Herstellung von pflanzlichen Milchalternativen, selbst gemachtem Quark und Frischkäse, heilsamen Tinkturen, Tee, Beeren- und Blütensirup und vielem mehr. Es empfiehlt sich allerdings, nur Lebensmittel zu filtern, damit keine schädlichen Substanzen im Stoff zurückbleiben. Falls du nicht essbare Substanzen abseihen möchtest, nähe besser einen zweiten Beutel.

Ebenfalls eine Überlegung wert ist es, Beutel aus verschiedenen Stoffen für unterschiedlich feine Filterungen herzustellen.

Tipp: Um Flecken aus dem Beutel zu entfernen und ihn zu desinfizieren, kannst du der Wäsche einfach einen oder zwei Esslöffel umweltfreundliche Sauerstoffbleiche zugeben.

Rezepte, für die du einen Nussmilchbeutel gut gebrauchen kannst, findest du in unseren Büchern:

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Für welche Rezepte verwendest du einen Nussmilchbeutel? Wir freuen uns über deine Anregungen in einem Kommentar!

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