Pizza ohne Käse: Ein veganes Rezept, das alle überzeugt

Pizza ohne Käse? Dieses Rezept für vegane Pizza schmeckt richtig lecker und ist herrlich saftig - dank frischem Gemüse und wertvollen Ölen.

Pizza gehört zu meinen absoluten Lieblingsgerichten. Das würzig belegte Fladenbrot schmeckt nicht nur fantastisch, sondern eignet sich auch perfekt zur Verwertung von Gemüseresten. Allerdings gehört auf eine traditionelle Pizza meist viel Käse. Das macht das eigentlich gesunde Gericht schnell gehaltvoll und kommt für eine rein pflanzliche Ernährung ohnehin nicht infrage. Käse-Ersatzprodukte aus dem Supermarkt sind oft teuer und gesundheitlich kaum wertvoller als echter Käse.

Für mich stand daher fest: Ein richtig gutes Rezept für vegane Pizza ohne Käse muss her! Erste Versuche von „einfach weglassen“ bis „vor dem Essen mit Öl beträufeln“ lieferten nur trockene Resultate. Letztendlich habe ich aber eine Kombination kreiert, die nicht nur mich, sondern auch Käseliebhaber und Kinder begeistert.

Rezept für vegane Pizza ohne Käse

Rezept für vegane Pizza ohne Käse

Schwierigkeit: Einfach
Portionen

4

Portionen
Kalorien

880

kcal
Gesamtzeit

1

Stunde 

20

Minuten

Die wichtigste Zutat für eine saftige Pizza ohne Käse ist hochwertiges, natives Raps- oder Olivenöl. Kombiniert mit frischem, regionalem und saisonalem Gemüse zauberst du daraus ein unglaublich aromatisches Gericht.

Zutaten

  • Für den Pizzateig
  • 500 g Mehl (Dinkelmehl oder eine Dinkel-Weizen-Mischung)

  • 300 ml lauwarmes Wasser

  • 1 Päckchen Trockenhefe (oder ½ Würfel frische Hefe)

  • 1 TL Zucker & 1 TL Salz

  • 1 EL Raps- oder Olivenöl

  • Für die Tomatensoße
  • 100 g (selbst gemachtes) Tomatenmark

  • 50 ml Wasser

  • 2 EL Raps- oder Olivenöl

  • ½ EL italienische Kräuter (Oregano, Basilikum, Thymian)

  • Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver

  • Für den Gemüsebelag
  • Rund 600 g Gemüse der Saison (z. B. Kürbis, Rote Bete und Grünkohl im Winter oder Zucchini, Tomaten und Rucola im Sommer)

  • 2 EL Sonnenblumenkerne

  • 8 EL kaltgepresstes Oliven- oder Rapsöl

  • Salz, Pfeffer, etwas Chilipulver und passende Kräuter (z. B. 1–2 TL Kurkuma für Wintergemüse)

Zubereitung

  • Teig vorbereiten
  • Mehl mit Trockenhefe und Salz in einer großen Schüssel mischen.
  • Zucker in lauwarmem Wasser auflösen und samt Öl zum Mehl geben.
  • Den Teig einige Minuten kräftig durchkneten, bis er sich vom Schüsselrand löst.
  • Abgedeckt für ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Den Teig mit bemehlten Händen auf dem Blech verteilen. Tipp: Je mehr Dinkelmehl du nutzt, desto klebriger ist er – nutze dann einfach etwas mehr Mehl für die Hände.
  • Soße und Belag vorbereiten
  • Alle Zutaten für die Soße verrühren und kräftig abschmecken. Wasser nur schrittweise zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  • Das Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden (und falls verwendet, den Ingwer fein reiben).
  • Gemüse in einer Schüssel mit dem Öl und den Gewürzen vermengen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.
  • Belegen und Backen
  • Den Teig mit der Tomatensoße bestreichen und das Gemüse (ohne die zarten Blattsorten) darauf verteilen.
  • Die Pizza im vorgeheizten Backofen bei 150 °C Umluft (170 °C Ober-/Unterhitze) für 15–20 Minuten backen. Warum so niedrig? Um die wertvollen Inhaltsstoffe des kaltgepressten Öls und des Gemüses zu schonen, backen wir diese Pizza schonender und dafür etwas länger.
  • Nun das zarte Gemüse und die Sonnenblumenkerne ergänzen. Die Temperatur auf 175 °C Umluft (195 °C Ober-/Unterhitze) erhöhen und weitere 10–15 Minuten backen.

Tipps

  • Noch minimalistischer gelingt unser Pizzateig aus vier Zutaten. Wer auf industrielle Hefe verzichten möchte, probiert am besten unsere Sauerteig-Pizza.
  • Ergänze ein walnussgroßes Stück Ingwer im Belag – klingt ungewöhnlich, ist aber unglaublich lecker!
  • Gemüsesorten mit kurzer Garzeit (Blattspinat, Grünkohl) erst später auf die Pizza legen. Frische Kräuter wie Basilikum und Rucola kommen erst ganz am Ende nach dem Backen darauf.

Durch das Einlegen des Gemüses in reichlich Öl, das unter anderem als Geschmacksträger dient, wird die Pizza schön saftig und aromatisch. Den Käse wirst du garantiert nicht vermissen. Viel Spaß beim Schlemmen!

Tipp: Falls du dich doch nach einem käseähnlichen Topping sehnst, probiere unser Rezept für einen veganen “Überbackkäse”.

Zugegeben, kalorienärmer als herkömmliche Pizza ist diese vegane Pizza-Variante zwar nicht, aber das war ja auch nicht das Ziel. Durch die Verwendung hochwertiger Fette und reichlich Gemüse ist sie aber deutlich gesünder.

Die Pizza schmeckt sowohl heiß als auch kalt. Auf Partys kommt sie auch in Form von Pizzabrötchen sehr gut an.

Haltbarkeit und Lagerung

Reste der saftigen Gemüsepizza lassen sich wunderbar aufbewahren und schmecken auch am nächsten Tag noch hervorragend.

  • Im Kühlschrank: Luftdicht verpackt in einer Vorratsdose oder abgedeckt mit einem Bienenwachstuch hält sich die fertig gebackene Pizza problemlos zwei bis drei Tage. Da bei diesem Rezept kein Käse aushärten kann, bleibt der Belag erstaunlich saftig.
  • Einfrieren: Für eine längere Haltbarkeit lassen sich die abgekühlten Pizzastücke bis zu drei Monate tiefkühlen. Lege am besten ein Stück Pergament- oder Backpapier zwischen die einzelnen Stücke, damit sie in der Dose oder im Gefrierbeutel nicht aneinanderkleben.
  • Richtig aufwärmen: Den knusprigsten Boden erhältst du zurück, wenn du die Stücke bei mittlerer Hitze für wenige Minuten in einer Pfanne (ohne zusätzliches Öl) anröstest. Alternativ wärmst du sie im Backofen bei 150 °C Umluft auf. Gefrorene Stücke können direkt ohne Auftauen für 10 bis 15 Minuten in den heißen Ofen.
  • Rohen Teig aufbewahren: Der Hefeteig lässt sich ideal vorbereiten. Nach dem Kneten kann er luftdicht verschlossen bis zu drei Tage im Kühlschrank ruhen. Diese sogenannte kalte Führung macht den Teig durch die langsame Fermentation sogar noch bekömmlicher und aromatischer. Alternativ kannst du den rohen Teigling problemlos einfrieren und bei Bedarf schonend über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.

Viele vegane Alternativen zu beliebten Fertigprodukten findest du in unserem Buch:

Mehr vegane Gerichte für jeden Geschmack gibt es in diesem Buch:

Welche Zutaten dürfen auf deiner Gemüsepizza nicht fehlen? Wir freuen uns über neue Anregungen in den Kommentaren!

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11 Kommentare
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  1. So easy eigentlich und so unfassbar lecker :-) Danke!

    Antworten
  2. Ohne Käse besteht ganz sicher keine Suchtgefahr. :-)

    Antworten
  3. Pizza ohne Käse?
    Das geht nicht das schmeckt nicht.

    Antworten
  4. Habe dieses Rezept als Inspiration für eine VEGANE EXPRESS-PIZZA genutzt – oft muss es halt schnell gehen.
    Man nehme eine Pizza-Box aus der Kühltheke, die fertig ausgerollten Teig auf Backpapier und ein Glas Tomatensauce enthält.
    Dazu ein Paket tiefgefrorenes Grillgemüse mit Paprika, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln und Tomaten.
    Schritt für Schritt:
    -Backofen vorheizen, währenddessen die Aluschale mit dem Grillgemüse in den Ofen stellen, um dieses anzutauen
    -Pizzateig mit Backpapier auf dem Blech ausrollen und die Tomatensauce gleichmäßig darauf verteilen
    -Sobald das Gemüse etwas angetaut ist, dieses aus dem Backofen herausnehmen und auf dem Pizzaboden verteilen
    -Belegte Pizza in den vorgeheizten Ofen schieben und backen; währenddessen den Tisch decken
    FERTIG – BUEN APETITO

    Diese Produkte habe ich verwendet:

    https://www.edeka.de/de/produkte/gut-guenstig-frischer-pizzateig-mit-tomatensauce-600g

    https://www.edeka.de/de/produkte/gut-guenstig-grillgemuese-klassische-art-350g
    Das Gemüse ist zumindest in meinem Edeka auch außerhalb der Grillsaison erhältlich

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  5. Christina

    Danke für das Rezept. Der Boden ist super lecker gewesen und die tollen Tipps zum Belegen mit saisonalem Gemüse haben mich inspiriert!

    Antworten
  6. Ravinda Raven

    Ich probiere dieses Rezept mit hausgemachten Sauerteig, mall sehen wie’s wird…

    Antworten
  7. Ravinda Raven

    Dieses Rezept probiere ich jetzt mit selbstgezogen Sauerteig…. Fingers cross.

    Antworten
  8. Diese Pizza ist so lecker! Vor allem der tipp mit Ingwer hat mir sehr gefallen. Sogar meine Familie die nicht Vegan lebt fand das es einer der besten Pizzen war die sie gegessen hatten.
    Danke!

    Antworten
  9. Uwe Christoph

    moderate Fleischesser leben am längsten, also was soll der Veganerquatsch mit dem angeblich “gesünderen” Essen ? Für die Tiere ist das OK, aber die “gesünderes Essen Lüge” sollte man doch langsam mal beenden.

    Antworten
    • smarticular.net
      smarticular.net

      Hallo Uwe, vermutlich hast du den Beitrag nicht richtig gelesen, denn dort steht gar nicht, dass eine vegane Pizza oder allgemein vegane Ernährung gesünder sei als nicht-vegane. Es muss jede/r selbst entscheiden, wie sie oder er sich ernähren möchte, das können und wollen wir niemandem abnehmen. Vorurteile in der einen oder anderen Richtung möchten wir allerdings ebenso wenig akzeptieren.
      Tatsächlich würde uns aber interessieren, worauf sich deine Aussage stützt, dass moderate Fleischesser am längsten leben würden. Was ist deine Quelle, gibt es eine Studie oder ähnliches, wo wir mehr darüber erfahren können?
      Liebe Grüße

  10. Mein Mann isst auch keinen Käse und daher machen wir die Pizza für ihn schon immer so. Wir machen aber noch ein bisschen Knoblauch an die Soße. Sehr lecker!
    Eignet sich auch super für partys: einfach vorher alles schnippeln und dann belegt sich jeder seine Pizza selbst.
    Grüße!

    Antworten

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