Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen? Erkältungsbadesalz selber machen

Bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit hilft ein Erkältungsbad gleich doppelt - das warme Wasser entspannt, die ätherischen Öle und Heilkräuter im Badesalz lindern die Beschwerden.

Wenn dich ein Infekt mit Husten und Schnupfen erwischt hat, kann ein Erkältungsbad mit heilsamen Zusätzen gleich doppelt für Linderung sorgen. Das warme, dampfende Badewasser entspannt den schmerzenden Körper und wirkt positiv auf die Atemwege. Ätherische Öle und Heilkräuter helfen, die unterschiedlichen Beschwerden zu bekämpfen, so dass du dich schnell besser fühlst.

Statt einen im Handel erhältlichen Badezusatz zu kaufen, kannst du ein Badesalz gegen Erkältungsbeschwerden ganz einfach und viel preiswerter selber machen. Es hat zudem den Vorteil, dass sich die Düfte und Wirkstoffe individuell nach deinen Vorlieben und Bedürfnissen zusammenstellen lassen.

Erkältungsbadesalz selber machen

Besonders wohltuend und gleichzeitig sanft bei Erkältungen ist Thymian. Er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und eignet sich insbesondere bei Husten und Heiserkeit. Ergänzt wird er in diesem Badesalz mit antibakteriellem, schleimlösendem Fichtennadelöl und entzündungshemmendem, atemwegserweiterndem Eukalyptusöl – eine Kombination, die herrlich duftet und die Erkältung umfassend bekämpft.

Falls dir andere Essenzen besser helfen oder dir deren Duft mehr liegt, kannst du für das Badesalz auch eine oder mehrere der unten genannten alternativen Zutaten verwenden.

Für das Erkältungsbadesalz mit Thymian benötigst du:

  • 500 g grobes Salz, zum Beispiel besonders mineralstoffhaltiges Totes-Meer-Badesalz
  • 2 EL Pflanzenöl (zum Beispiel regionales Sonnenblumen- oder Rapsöl oder ein anderes, zu deinem Hauttyp passendes Öl)
  • 20 Tropfen Thymianöl
  • 20 Tropfen Fichtennadelöl
  • 20 Tropfen Eukalyptusöl
  • optional ergänzende Heilkräuter, z.B. 2 EL getrocknete Thymianblättchen oder unbehandelte Nadeln von Fichte, Tanne oder Kiefer

Hinweis: Dieses Badesalz ist für Kinder aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle weniger geeignet, für Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren sogar gefährlich! Für größere Kinder ab etwa fünf Jahren kann ein Badesalz mit einer Auswahl kindgerechter, ätherischer Öle hergestellt werden.

Bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit hilft ein Erkältungsbad gleich doppelt - das warme Wasser entspannt, die ätherischen Öle und Heilkräuter im Badesalz lindern die Beschwerden.

So machst du ein heilsames Badesalz daraus:

  1. Salz und Heilkräuter in eine große Schüssel geben.
  2. Pflanzenöl und ätherische Öle in einem Schälchen vermischen, damit sich die ätherischen Öle im Badesalz gleichmäßiger verteilen lassen.
  3. Öle zum Kräuter-Salz-Gemisch geben und alles gut vermengen.
  4. In ein oder mehrere Schraubgläser geben und verschließen.
  5. Vor der Verwendung mindestens einen Tag lang durchziehen lassen.

Fertig ist dein Wintervorrat an Erkältungsbadesalz!

Ein Erkältungsbad nehmen

Gib je nach Vorliebe und Größe der Badewanne bis zu 100 Gramm Badesalz ins Wasser – am besten erst, wenn die Wanne schon voll ist, damit die heilsamen Wirkstoffe nicht vorzeitig verfliegen. Empfehlenswert ist eine Temperatur von maximal 38 °C und eine Badezeit von etwa 20 Minuten, um den bei einer Erkältung ohnehin schon belasteten Kreislauf nicht zu überfordern.

Tipp: Um zu verhindern, dass zugegebene Kräuter den Abfluss verstopfen, kannst du das Badesalz auch in einem großen Stoffteebeutel ins Badewasser geben.

Alternative Zutaten für DIY-Badesalz

Je nach Vorliebe und gewünschter Wirkung kannst du das Badesalz auch mit anderen ätherischen Ölen zubereiten. Bei unterschiedlichen Erkältungsbeschwerden sind zum Beispiel diese Öle empfehlenswert:

  • Kiefernnadelöl befreit die Atemwege bei Husten und Schnupfen, ebenso wie
  • Tannenöl, das gleichzeitig antiseptisch wirkt
  • Teebaumöl ist antiviral, antibakteriell und entzündungshemmend und besonders wirksam bei Angina und Nebenhöhlenentzündungen
  • Lavendelöl besitzt eine beruhigende und fiebersenkende Wirkung und ist damit besonders empfehlenswert für eine erholsame Nachtruhe

Weitere frische oder getrocknete Heilkräuter ergänzen das Badesalz:

  • Eine Handvoll getrockneter Lindenblüten wirkt entzündungshemmend, schleimlösend und fiebersenkend.
  • Eine entsprechende Menge Holunderblüten hilft ebenfalls gegen Entzündungen und Fieber.
  • Zwei Esslöffel getrockneter Rosmarin sind heilsam bei Atembeschwerden und Entzündungen.
  • Zwei Esslöffel getrocknete Pfefferminze (z.B. in Form von Pfefferminztee) besitzen eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung.

Auch diese Erkältungs-Badebomben mit heilsamen ätherischen Ölen helfen, Husten, Schnupfen und Heiserkeit zu kurieren.

Eine Übersicht ätherischer Öle sowie Rezepturen und Tipps, wie sie bei vielen Beschwerden angewendet werden, findest du in unseren Buchtipps:

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Welche Öle und Heilkräuter verwendest du am liebsten, wenn dich eine Erkältung erwischt hat? Wir freuen uns über deine Anregungen in einem Kommentar!

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5 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Gut, im Moment ist ja noch keine Erkältungszeit und somit noch zu früh sowas herzustellen wenn es ein paar Wochen haltbar ist. Dann muss ich noch was warten

    Antworten
  2. Wie lange ist das Badesalz haltbar?

    Antworten
    • Hallo Nicole, sofern die Kräuter gut durchgetrocknet sind, ist es nahezu unbegrenzt haltbar. Da sich die ätherischen Öle mit der Zeit verflüchtigen, sollte man es aber nicht zu lange aufbewahren. Einige Wochen ist aber gar kein Problem. Liebe Grüße Sylvia

  3. Hallo,

    dieser Beitrag hat mich gestern daran erinnert, was ich mit meinen an der Pflanze getrockneten Kräutern anstellen kann (das mit dem Gießen vergessen meine Leute gerne mal, wenn ich nicht da bin). Jedenfalls konnte ich ein Erkältungsbadesalz mit Eukalyptusöl und getrocknetem Thymian sowie ein „sommerliches“ Badesalz mit Zitrusölen, getrockneter Zitronenmelisse, Minze und etwas Zitronenschale herstellen. Weil ich gerade dabei war, habe ich auch noch das Jasminöl, das ich mal geschenkt bekommen habe, mit meinen im Juni geernteten Jasminblüten und etwas Grüntee zu einem „special taste“-Badezusatz (Jasminaroma ist ja nicht jedermanns Ding) verarbeitet. Übrigens nehme ich zum Zerkleinern von trockenen Kräutern und Blütenblättern am liebsten mein Wiegemesser (ich habe eines mit zwei Klingen, das ist wirklich super!), mit dem sich auch größere Mengen mit sehr geringem Kraftaufwand zerkleinern lassen.
    Vielen Dank für die Anregung und liebe Grüße!

    Antworten
    • Hallo Lenina, vielen Dank für deinen Kommentar und ganz viel Spaß beim Baden. Das klingt wirklich großartig. Liebe Grüße Sylvia

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