7 Tipps, wie du auch ohne Garten zum Selbstversorger werden kannst

Selbstversorgung geht auch ohne eigenen Garten! Mit diesen Tipps machst du dich unabhängiger, sparst Geld, lebst gesünder und schonst auch noch die Umwelt.

Während unsere Großeltern sich ganz selbstverständlich noch regional und saisonal ernährten, Lebensmittel selbst haltbar machten oder Gegenstände reparierten, statt sie neu zu kaufen, ist unser Alltag heute von einer Fülle industriell hergestellter Produkte geprägt. Ob Lebensmittel, Kosmetik, Putz- oder Waschmittel – wir kaufen und verwenden viele Dinge, ohne zu wissen, was sie enthalten oder wie sie hergestellt werden.

Das ist einerseits sehr bequem, führt aber auch zu einem Gefühl der Abhängigkeit und Unfreiheit. Deshalb sehnen sich immer mehr Menschen nach Selbstbestimmung und eigener Produktivität. Diese Rückbesinnung auf das althergebrachte Prinzip der Selbstversorgung, kombiniert mit den neuen Möglichkeiten unserer modernen, vernetzten Welt, verschafft nicht nur ein ganz besonderes Zufriedenheitsgefühl. Du kannst damit auch viel Geld sparen, lebst gesünder und schonst ganz nebenbei noch die Umwelt. Wie das auch ohne eigenen Garten funktioniert, erfährst du in den folgenden Selbstversorger-Tipps!

Selbstversorgung auf Balkon und Fensterbrett

Vielleicht hast du bisher geglaubt, dass Selbstversorgung nur mit einem eigenen Bauernhof oder zumindest einem großen Garten möglich ist. Dann wirst du überrascht sein, wieviel Obst, Gemüse, Kräuter und Tees man auch in einer kleinen Wohnung anbauen kann. Mit einem Balkon hast du sogar noch mehr Glück, denn mit einigen Tipps wird er zum Selbstversorger-Paradies und beliefert dich auf dem kürzesten Weg mit vitaminreicher Kost.

Obst und Gemüse vom Balkon - mit diesen Tipps kannst du auch einen kleinen Balkon in ein Selbstversorger-Paradies verwandeln.

(Kleine) Anbaufläche kostenlos oder preiswert nutzen

Selbst bei gut durchdachter Nutzung kann ein Balkon für den leidenschaftlichen Selbstversorger schnell zu klein werden. Auch dann musst du dich nicht unbedingt nach einem eigenen Grundstück umsehen. Denn es gibt neben dem klassischen Schrebergarten inzwischen eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, auch für kleines Geld ein Fleckchen Erde (allein oder gemeinsam mit Gleichgesinnten) zu bewirtschaften.

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Kräuter, Obst und Wildfrüchte sammeln

Ernten ohne Säen, Gießen und Co.? Was sich wie ein Traum anhört, ist für jeden möglich, der sich einmal damit beschäftigt, welche essbare Pflanzen in seiner Umgebung wachsen. Wilde Früchte, Kräuter und Wurzeln warten nur darauf, entdeckt, geerntet und gegessen zu werden. Wenn du Kinder hast, werden sie am Abenteuer “Essbare Stadt” auch noch jede Menge Spaß haben und das eine oder andere gesunde Kraut gleich viel lieber kosten.

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Tipp: Auf dem Wildpflanzenportal kostbarenatur.net widmen wir uns ausführlich der unendlichen Vielfalt essbarer Wildpflanzen.

In unserem gemeinsam mit mundraub.org herausgegeben Buch findest du viele weiterführende Informationen und Rezepte zu den Pflanzen unmittelbar vor deiner Haustür:

Geh raus! Deine Stadt ist essbar - 36 gesunde Pflanzen vor deiner Haustür und über 100 Rezepte, die Geld sparen und glücklich machen - ISBN 978-3-946658-06-1

Geh raus! Deine Stadt ist essbar

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Verarbeiten und haltbar machen

Wie das Anbauen und Sammeln gehört das Wissen um die Weiterverarbeitung und das Haltbarmachen von Lebensmitteln zur effizienten Selbstversorgung unbedingt dazu. Schließlich beschenkt uns die Natur in der Mitte des Jahres so reichlich, dass wir gar nicht alles verbrauchen können. In den kalten Monaten fällt die Ernte hingegen meist dürftiger aus.

In diesem Beitrag lernst du verschiedene Methoden kennen, wie du Lebensmittel aufbewahren und länger haltbar machen kannst.

Kostenlose Wasch- und Pflegeprodukte aus der Natur

Wusstest du, dass man sich sogar mit kostenlosen Waschmitteln und Pflegeprodukten aus der Natur versorgen kann? Die im Herbst vielerorts in rauen Mengen verfügbaren Rosskastanien lassen sich zum Beispiel zu Waschmittel, Duschgel, Zahnputzpulver und vielen anderen Pflegeprodukten verarbeiten. Auch das fast überall vorkommende Efeu eignet sich hervorragend als kostenloses Bio-Waschmittel. Und mit Kartoffelschalen kannst du unter anderem Flecken entfernen oder deinen Spiegeln zu neuem Glanz verhelfen.

Die Rosskastanie, europäische Waschnuss: Wäsche waschen, reinigende und heilende Körperpflegeprodukte und vieles mehr herstellen mit dem Rosskastanienpulver

Kreislaufwirtschaft und Resteverwertung

Wer sich mit frischen Lebensmitteln selbst versorgt, bei dem fallen auch vermehrt Reste wie Gemüseschalen oder Kerngehäuse an. Bevor du biologische Abfälle mit Hilfe eines Bokashi-Eimers oder einer Wurmkiste in neue, fruchtbare Erde verwandelst, wirf einen Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten der Resteverwertung. Du wirst staunen, welche leckeren Speisen man aus vermeintlichen Küchenabfällen noch zaubern kann. Selbst Gemüseblätter sind eigentlich viel zu schade zum Wegwerfen, denn viele von ihnen können in köstliche und gesunde Gerichte verwandelt werden.

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Solidarisch handeln statt einfach nur kaufen

In welchem Umfang du dich selbst versorgen möchtest, kannst du heutzutage glücklicherweise selbst entscheiden. Wem zum Gärtnern und Sammeln Zeit oder Lust fehlt, der findet trotzdem immer mehr Möglichkeiten, sich mit Bauern und kleinen Herstellern direkt zu vernetzen – sogar in der Großstadt. Schließlich macht auch der lokale Einkauf ein Stück weit freier und unabhängiger von Supermärkten und internationalen Lebensmittelkonzernen.

Selbstversorgung geht auch ohne eigenen Garten! Mit diesen Tipps machst du dich unabhängiger, sparst Geld, lebst gesünder und schonst auch noch die Umwelt.

Dein Interesse für Selbstversorgung ist geweckt? Dann informiere dich weiter über die vielfältigen Möglichkeiten in unseren Buchtipps:

Basiswissen Selbstversorgung aus Biogärten - Individuelle und gemeinschaftliche Wege und Möglichkeiten

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Wie machst du dich unabhängiger und nimmst dein Leben selbst in die Hand? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen und Tipps in einem Kommentar unter diesem Beitrag!

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Mike Ullrich

    Hmmm. Unter Selbstversorgung verstehe ich eigentlich was anderes. Hier scheint es eher um etwas Gemüse aus dem Blumentopf zu gehen, als um einen Kleinbauernhof mit Getreide, Obst und Gemüse, Schweinen, Kühen, Schafen, Pferden, Hühnern und Hasen mit genug Platz für das alles und einem Wald für das nötige Holz. Dazu wäre nicht nur die ganze Familie Plus Oma am Spinnrad nötig, sondern noch vieles mehr. Selbst dann ist eine reine Selbstversorgung in der heutigen Zeit so gut wie unmöglich.
    Natürlich finde ich es absolut begrüßenswert, wenn einige Menschen sich einen Teil ihrer täglichen Nahrung versuchen selbst zu ziehen. Auch ich mache das auf ungefähr 400 Quadratmetern und freue mich über jede Pflanze die da wächst und gedeiht. Es ist schön zu wissen das da nicht gegen Tiere und Wildkräuter gespritzt wird. Im Gegenteil, wir bauen Pflanzen extra für Wildbienen und Hummeln an und haben auch Nistmöglichkeiten für diese geschaffen.
    Leider wissen die meisten Menschen heute nicht mehr wie z. B. Gemüse angebaut wird. Es ist gut wenn sie es wieder lernen und auch ihren Kindern weiter geben. In diesem Sinne finde ich ihren Artikel richtig gut. Aber von Selbstversorgung zu reden finde ich jetzt doch ein wenig übertrieben.
    Liebe Grüße Mike

    Antworten
    • Murx Pickwick

      Hier sind viele Dinge angesprochen, wie man zu Fast-Selbstversorgern ohne Land werden kann – beispielsweise das Sammeln von Gemüse und Obst. Ich selbst kaufe im Sommer weder Gemüse, noch Obst, noch Kräuter. Ich sammle selbst. Das, was ich im Winter an Gemüse und Obst hole, ist sehr wenig … hier mal Tomaten, dort mal ne Zucchini oder der absolute Luxus – Bananen.
      Waschmittel sammle ich selbst.
      Ich spare auf die Art und Weise so viel Geld, daß ich mir Weidefleisch und Mandelmehl leisten kann … hätte ich nen Jagdschein, könnte ich mich auch mit Fleisch aus dem Wald versorgen, dann würden nur noch Kleider, Eier, Käse, Mandelmehl und natürlich Strom und Gas überbleiben, die gekauft werden müßten – ganz ohne Land!

      100% Selbstversorgung gab es nicht mal im Mittelalter, da wurde schließlich auch das notwendige Eisen gekauft, um überhaupt die Werkzeuge herstellen zu können, die man zum Beackern des Landes, zum Holzschlagen und für Reparaturarbeiten brauchte.
      Auch Hausbau und Dachdecken war Gemeinschaftsaufgabe, auch das war keine Selbstversorgung … dennoch würde heutzutage jeder von Selbstversorgung sprechen, wenn jemand so leben würde, wie ein Landbesitzer im Mittelalter.

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