Aufhellendes Zahnputzpulver mit Kastanien und Natron

Kastanien sind die europäischen Waschnüsse und sind sogar in der Zahnpflege hilfreich. Mit Rosskastanien, Natron und Salbei werden Zähne wieder weiß!

Gründliche Zahnpflege lernen wir schon in sehr jungen Jahren. Wenn unsere Zähne bis ins hohe Alter gesund sein und strahlen sollen, dann ist das regelmäßige Putzen unausweichlich.

Ganz selbstverständlich greifen wir heutzutage deshalb zur Zahncreme. Das war nicht immer so, noch unsere Großeltern haben sich die Zähne mit Zahnputzpulver geputzt. Es ist schade, dass dieses Mittel in Vergessenheit geraten ist, denn Zahnputzpulver hat einige entscheidende Vorteile:

  • ist frei von komplexen Chemikalien und Mikroplastikpartikeln
  • lässt sich schnell und preiswert selbst herstellen
  • benötigt kaum Verpackung
  • ist viel praktischer auf Reisen als Zahnpasta
  • erlaubt endlose Kombinationsmöglichkeiten von Zutaten, ganz nach persönlichem Geschmack und Bedürfnissen
  • Kastanien sind kostenlos und auch die übrigen Zutaten sind sehr preiswert, somit spart dir dieses Pulver auch noch bares Geld

In diesem Beitrag findest du ein Rezept für Zahnpulver, das dir nicht nur beim Entfernen von Belag und Essensresten hilft. Mit diesen Zutaten werden deine Zähne auch allmählich wieder aufgehellt.

Aufhellendes Zahnputzpulver herstellen

Für das Basisrezept benötigst du lediglich:

Rosskastanien enthalten Saponine, weshalb sie ähnlich wie Waschnüsse zum Wäschewaschen geeignet sind. Genauso reinigen sie auch die Zähne, zusätzlich wirkt das Pulver desinfizierend, entzündungshemmend und gewebefestigend. Falls du noch kein Kastanienpulver hergestellt hast, erfährst du hier, worauf zu achten ist.

Natron hellt die Zähne auf und neutralisiert zahnschädigende Säuren sowie unangenehme Gerüche. Hier findest du mehr Informationen darüber, was du beim Kauf von Natron beachten solltest.

Salbei ist eine universelle Heilpflanze, die besonders in der Zahnpflege gute Dienste erweisen kann. Es desinfiziert, strafft das Zahnfleisch und unterstützt die Heilung von Wunden und Entzündungen.

Zusätzlich kannst du deinem Zahnputzpulver auch noch viele andere Zutaten beimischen. Hier ist eine Auswahl möglicher Inhaltsstoffe:

  • Minzblätter für einen frischen Geschmack
  • Zimt hemmt die Keimbildung, desodoriert und verbessert den Geschmack
  • Gewürznelkenpulver desodoriert, strafft das Zahnfleisch und ist besonders bei Entzündungen sehr empfehlenswert
  • Xylit oder auch Birkenzucker ist eine Zuckeralternative, die gegen Karies vorbeugt
  • Salz ist der Klassiker unter den Zahnpulverzutaten, ganz nach persönlichem Bedarf kannst du Salz mit oder ohne Flourid beimischen
  • Kieselsäure in Pulverform ist ein Aufbaustoff für Zähne und Zahnfleisch, sie wirkt außerdem als Trennmittel und verhindert Klümpchen

Die Herstellung des Kastanien-Zahnputzpulvers ist sehr einfach. Alle Zutaten werden in einen Mörser oder eine Kaffemühle gegeben und gründlich zerkleinert. Es ist wichtig, dass die Zutaten sehr fein werden, ideal ist eine mehlige Konsistenz. Andernfalls sind die Partikel zu grob und Zähne und Zahnfleisch können beim Putzen beschädigt werden.

Das Pulver sollte trocken in einem Glas oder kleinem Tiegel aufbewahrt werden. Zum Zähneputzen einfach etwas Pulver mit einem Spatel o.ä. auf die feuchte Zahnbürste geben und wie gewohnt putzen.

An den Mangel an Schaum und den leicht seifigen Geschmack muss man sich vielleicht etwas gewöhnen, aber das Ergebnis hat mich total überzeugt.

Viele weitere Verwendungsmöglichkeiten für Rosskastanien findest du hier.

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Hast du das Zahnputzpulver schon einmal probiert? Oder nutzt du andere Zutaten?

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. VORSICHT! Natron schleift den Zahnschmelz ab. In der Folge werden die Zähne nicht nur weißer sondern auch empfindlicher und poröser, haben nicht so viel Schutz. Der Zahnschmelz baut sich im Alter eh schon genug ab, da braucht man kein Schleifpapier in Form von Natron, Backpulver oder künstlichen Schleifpartikeln (Mikroplastik) um dies zu fördern.

    Antworten
    • smarticular.net

      Hallo Sophie,
      Natron ist ein ziemlich weiches Mineral, wesentlich weicher als Zahnschmelz und sogar weicher als normale Zahnbürsten. Deshalb sind Schleifspuren durch das Natron unwahrscheinlich. Wegen seiner positiven Eigenschaften für die Zahnpflege ist Natron außerdem in zahlreichen handelsüblichen Zahnpflegeprodukten enthalten, zum Beispiel in vielen Zahncremes (mal in der Zutatenliste nach sodium bicarbonate suchen) oder auch in „Denttabs“ Zahnputztabletten, ohne dass sich die Nutzer/innen massenhaft die Zähne verderben würden.
      Stattdessen rühren Schleifspuren und ähnliche Schäden am Zahnschmelz fast immer von einem zu großen Druck beim Zähneputzen. Durch das so genannte „Schrubben“ entstehen mit der Zeit sichtbare Spuren auf dem Schmelz, was auch alle Zahnärzte attestieren können. Deshalb sind weiche Zahnbürsten empfehlenswert, die sanft aber dafür regelmäßig angewendet werden.
      Liebe Grüße

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