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Körperpflege nur mit Wasser und Salz – mehr ist oft nicht nötig
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Salz und Wasser - mehr als diese beiden Substanzen sind für eine umweltfreundliche und nachhaltige Körper- und Zahnpflege, gegen kleine Verletzungen sowie fürs Styling meistens nicht nötig.

Salz findet sich in jeder Küche, als Pflegemittel für den Körper ist es den meisten jedoch weniger geläufig. Wer sich aber im Urlaub am Meer erholt, hat die hautberuhigende Wirkung des Salzes vielleicht schon erlebt. Und auch in handelsüblichen Pflegeprodukten wird immer häufiger auf dessen heilsame und pflegende Kraft gesetzt. Sogar Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte können mit Salz behandelt werden, zum Beispiel durch medizinisch verordnete Kuren am Toten Meer.

Gesünder und viel preiswerter als salzhaltige Drogerieartikel, denen häufig noch weitere, unnötige Stoffe zugesetzt sind, ist eine Körperpflege mit purem Salz. Denn schon (Meer)salz allein reinigt, desinfiziert, glättet, harmonisiert und durchblutet Haut und Schleimhäute. Salz und Wasser sind meistens schon ausreichend.

Welches Salz ist für die Körperpflege geeignet?

Alle Formen von Küchensalz sind für die folgenden Rezepte geeignet. Sowohl raffiniertes Haushaltssalz als auch Steinsalz, Meersalz und Himalayasalz haben die gleiche reinigende Wirkung. Es empfiehlt sich jedoch, Salz ohne Zusätze wie Rieselhilfen, Gewürze oder andere Substanzen zu verwenden. Grundsätzlich sind unverarbeitete Salze besser geeignet, da sie neben dem reinen Kochsalz (NaCl) viele weitere wertvolle Mineralstoffe enthalten, die zusätzlich heilende und ausgleichende Effekte bieten.

Salz und Wasser - mehr als diese beiden Substanzen sind für eine umweltfreundliche und nachhaltige Körper- und Zahnpflege, gegen kleine Verletzungen sowie fürs Styling meistens nicht nötig.

Zu den unraffinierten Salzen gehören Meersalz, Steinsalz und Himalayasalz sowie Salz vom Toten Meer. Neben etwa 95 Prozent Natriumchlorid enthalten sie Mineralien wie Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen, Schwefel und Brom, außerdem Spurenelemente wie Jod, Zink, Selen und Mangan.

Gesichts- und Körperreinigung mit Salz

Zur Reinigung ist Salz sogar für empfindliche Partien wie das Gesicht oder den Intimbereich geeignet. Die dafür benötigte Hautreinigungslösung für Gesicht und Körper kann ganz einfach hergestellt werden, indem ein gestrichener Teelöffel Salz in 100 Millilitern Wasser auflöst und in eine Sprühflasche gefüllt wird. Bei trockener Haut kann die Salzmenge halbiert werden.

So erfolgt die Anwendung:

  1. Gesicht, Hals und Dekolleté anfeuchten, etwas Salzlösung aufsprühen und mit den feuchten Händen verteilen.
  2. Gründlich abspülen oder mit einem feuchten Waschlappen abtupfen.
    Auf die noch feuchte Haut eine Feuchtigkeitscreme oder pures Aloe-vera-Gel auftragen.

Salz und Wasser - mehr als diese beiden Substanzen sind für eine umweltfreundliche und nachhaltige Körper- und Zahnpflege, gegen kleine Verletzungen sowie fürs Styling meistens nicht nötig.

Tipp: Bei sehr trockener Haut kannst du einige Tropfen Salzwasser in deine Creme mischen. Das Salz hält auf diese Weise die Feuchtigkeit besser in der Haut fest.

Unter der Dusche kann das Spray ebenso verwendet werden. Zuerst mit Wasser abbrausen. Die Salzlösung überall aufsprühen und mit den Händen wie Duschgel verteilen. Abduschen, anschließend locker trocken tupfen und bei Bedarf eincremen.

Wer einen Kristallbrocken aus Himalayasalz zu Hause hat und nicht auf eine genaue Salzdosierung angewiesen ist, kann einfach die feuchten Handflächen oder einen Waschlappen am Salzstein reiben und die Salzlösung auf der Haut verteilen. Anschließend wie zuvor beschrieben verfahren.

Zähneputzen und Mundspülung mit Salz

Das Salzspray ist auch für die Zahnpflege geeignet, indem es statt Zahnpasta auf die feuchten Borsten gesprüht und wie gewohnt zum Zähneputzen verwendet wird. Alternativ kannst du auch einen Schluck der Salzlösung in den Mund nehmen (aber nicht schlucken) und wie gewohnt putzen, sowie die Salzlösung als desinfizierende Mundspülung verwenden.

Salz und Wasser - mehr als diese beiden Substanzen sind für eine umweltfreundliche und nachhaltige Körper- und Zahnpflege, gegen kleine Verletzungen sowie fürs Styling meistens nicht nötig.

Wenn du einen Salzstein verwendest, reibe mit der angefeuchteten Zahnbürste einfach über den Stein und putze mit dem aufgenommenen Salz die Zähne. Für eine schnelle Mundspülung kannst du auch am Salzstein lecken, etwas Wasser in den Mund nehmen und einige Sekunden im Mund bewegen. Den Salzstein danach abspülen. Eine praktische Idee auch für unterwegs!

Salz als Deodorant

Da Salz zuverlässig desodoriert, kannst du das oben genannte Salzspray statt eines üblichen Deosprays oder -rollers verwenden. Einfach unter die Achseln sprühen und trocknen lassen. Alternativ mit den feuchten Fingerspitzen über den Salzbrocken reiben und die Lösung in die Achselhöhlen tupfen.

Bei frisch rasierten Achseln kann die Salzlösung brennen, daher am besten abends rasieren und morgens waschen und desodorieren. Um Schweißgeruch den ganzen Tag über zu verhindern, reicht es oft schon, sich mit Salz waschen. Die Salzlösung kann auch sehr gut gegen Schweißfüße eingesetzt werden.

Salzlösung als Stylingprodukt

Wenn die Haare schlaff wirken, kannst du mit ein paar Sprühstößen der Salzlösung Stand in die Ansätze bringen und deine Frisur wie mit Haarfestiger fixieren.

Dafür je nach Haarlänge einige Sprühstöße Salzlösung in die Haare geben und mit den Fingerspitzen verteilen. Die Frisur auflockern und nicht mehr kämmen. Ähnlich funktioniert das Auffrischen von Locken: Wenige Spritzer Salzlösung auf das Haar geben und mit den Händen Locken hineinkneten. Du kannst einzelne Locken zusätzlich betonen, indem du sie um einen Finger wickelst.

Insektenstiche und andere kleine Hautentzündungen

Insekten lassen sich häufig mit einfachen Hausmitteln vertreiben. Im Sommer lohnt es sich dennoch, im Garten oder in der freien Natur immer etwas Salz dabeizuhaben, entweder ein kleines Tütchen mit Salzkörnern, Salzspray oder ein Stückchen Himalayasalz. Falls du von Insekten gestochen worden bist, kannst du einfach etwas angefeuchtetes Salz oder Salzlösung auf die betroffene Stelle tupfen. Das Salz lässt den Juckreiz nach kurzer Zeit verschwinden und reinigt die Wunde.

Salz und Wasser - mehr als diese beiden Substanzen sind für eine umweltfreundliche und nachhaltige Körper- und Zahnpflege, gegen kleine Verletzungen sowie fürs Styling meistens nicht nötig.

Mit Salzlösung lassen sich auch andere kleine Wunden unterwegs reinigen, etwa wenn du dich an Dornen verletzt oder dir eine Schürfwunde zugezogen hast. Mit einem sauberen Papiertuch die Salzlösung vorsichtig auftupfen und die noch feuchte Wunde mit einem Pflaster abdecken, denn wenn die Haut feucht ist, heilt sie besser.

Großflächige Wunden und Schnitte mit Salz zu behandeln, ist dagegen nicht empfehlenswert, da es ein starkes Brennen auslösen kann. Wende dich zur Wundversorgung lieber an einen Arzt.

Hast du bereits Erfahrungen mit Salz in der Körperpflege gemacht? Teile sie gern mit uns in den Kommentaren!

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