13 fragwürdige Kinderprodukte durch bessere Alternativen ersetzen
Kinder sind die Konsumenten von morgen! Das weiß auch jede Marketingabteilung und immer wieder kommen neue Spezialprodukte für die Kleinen auf den Markt. Mit vollmundigen Werbeversprechen und geliebten Figuren aus Kinderbüchern und -filmen lassen sich viele Eltern zum Kauf verführen.
Doch schaut man genauer hin, steckt in zahlreichen beliebten Kinderprodukten gar nicht so viel Gutes. Zu süß, zu salzig, kurzlebig und mit zu viel Abfall verbunden, lautet die ernüchternde Bilanz.
Zum Glück gibt es aber viele einfache und gesunde Alternativen! Die besten stellen wir dir in diesem Beitrag vor.
1. Auf Wiedersehen Frühstücksflocken
Handelsübliche Frühstücks-Cerealien für Kinder werden oft als besonders gesund und vitaminreich beworben. Dabei enthalten sie nicht selten bis zu 50 Prozent Zucker und sind damit alles andere als ein gesunder Start in den Tag. Bessere und langanhaltende Energie spendet ein selbstgemachtes Kindermüsli oder ein Granola mit weniger Zucker – kombiniert mit frischem Obst, Haferflocken, Kernen, Trockenobst und Nüssen. Schon ab dem zweiten Lebensjahr können die meisten Kinder beim gesunden Mix zugreifen. Fällt das Kauen noch schwer, lässt sich das Müsli im Mixer einfach etwas zerkleinern.

2. Palmöl ade: Schokoaufstrich als gesunde Alternative
Ein Toast mit reichlich Nuss-Nougat-Creme gehört für viele Kinder zum Frühstück dazu. Doch konventionelle Markenprodukte bestehen zum Großteil aus Zucker und umweltschädlichem Palmöl. Die Lösung ist simpel und viel leckerer: Einen veganen Schokoaufstrich als Nutella-Alternative kannst du aus Nüssen, Kakao und natürlichen Süßungsmitteln mit wenigen Handgriffen selbst herstellen.

3. Und tschüss Einweg-Snackbeutel und Plastik-Boxen
Für jeden Schultag ein Plastikbeutel oder ein Streifen Alufolie?Da kommt bis zum Ende der Schullaufbahn ein ganz schöner Müllberg zusammen. Glücklicherweise gibt es inzwischen zahlreiche Zero-Waste-Alternativen. Statt Frischhaltefolie halten selbstgemachte Bienenwachstücher, praktische Lunchbags oder schadstofffreie Brotdosen aus Edelstahl das Pausenbrot frisch. Sie sind extrem langlebig, oft praktisch unterteilt und kommen ganz ohne bedenkliche Kunststoffe oder Weichmacher aus.

4. Durst löschen ohne Schadstoffe: Die richtige Trinkflasche
Viele Kinder sind tagsüber stundenlang außer Haus. Eltern wählen für Getränke meist bruchsichere Trinkflaschen aus Plastik oder beschichtetem Aluminium. Was sie oft nicht wissen: Beide Materialien können Stoffe an den Inhalt abgeben. Praktisch und unbedenklich sind dagegen auslaufsichere Trinkflaschen aus lebensmittelechtem Edelstahl. Sie sind robust, geschmacksneutral und halten oft ein Leben lang.

5. Bye bye Capri-Sun, Cola und Co.
Capri-Sun, Durstlöscher und andere Trinkpäckchen mit “Fruchtsaftgetränken” gehören nach wie vor zu den Verkaufsschlagern. Sie suggerieren, ihr Inhalt bestünde vor allem aus gesunden Früchten. In Wahrheit enthalten sie oft nur wenige Prozent Saft, dafür aber massig Zucker. Zum Stillen des kindlichen Durstes ist einfaches Leitungs- oder Mineralwasser am besten geeignet. Wenn es Geschmack sein soll, mische lieber eine echte Saftschorle (ohne Zuckerzusatz) oder setze im Sommer erfrischenden Eistee oder bereite eine fruchtige Limonade mit weniger Zucker zu.

6. Braucht man Quetschies wirklich?
Beim Thema Quetschies scheiden sich die Geister. Schließlich sind unzählige Generationen ganz ohne Früchtebrei “to go” groß geworden. Immerhin sind sie, wenn mit ungesüßtem Fruchtmus gefüllt, eine bessere Alternative zu Schokoriegeln – wenn da nicht der immense Verpackungsmüll wäre! Mit auswaschbaren Mehrweg-Quetschies bekommst du das Müllproblem in den Griff und bestimmst selbst, welche gesunden Fruchtbreie oder Smoothies in den Beutel kommen.
7. Gesünder Naschen: Fruchtleder und saure Zungen statt Gummibärchen
Vitamine und Naschen? Ein bekannter Slogan verspricht genau das. Doch mit handelsüblichen Bonbons funktioniert das nicht. Kinder müssen aber keinesfalls auf Süßes verzichten! Es gibt tolle Möglichkeiten, zuckerfrei und gesund zu naschen.
Der absolute Hit für Kinder: Gummibärchen-Alternativen aus Obst! Du kannst ganz einfach vitaminreiches Fruchtleder aus püriertem Obst selber machen. Und für Fans von sauren Süßigkeiten gibt es sogar ein geniales Rezept für natürliche saure Zungen aus Fruchtleder.

8. Slush-Eis aus echtem Obst statt Aromastoffen
Statt künstlicher Farb- und Aromastoffe kommen in unserem Rezept für Slush-Eis frische Früchte (wie Beeren oder Wassermelone), eine natürliche Zuckeralternative und Reste wie Marmelade oder Apfelmus zum Einsatz. Die Zutaten werden püriert, eingefroren und anschließend im Mixer oder Icecrusher zerkleinert. Fertig ist die gesündere Alternative für die bei Kindern beliebte Erfrischung.

Immer wieder müssen Spielzeuge aufgrund von giftigen Inhaltsstoffen oder akuter Verletzungsgefahr zurückgerufen werden. Besonders Billig-Produkte von Fast-Commerce-Plattformen aus Fernost (wie Temu oder Shein) fallen immer wieder wegen gesundheitsgefährdender Inhaltsstoffe auf. Die gute Nachricht: Auch hier gibt es zahlreiche bessere Alternativen!
9. Knete ohne Chemie: Spielknete einfach selber machen
Herkömmliche bunte Knete enthält oft bittere Stoffe (Alaun), damit Kinder sie nicht essen, sowie bedenkliche Konservierungsstoffe. Da beim Spielen die Finger aber unweigerlich im Mund landen, ist essbare Spielknete ohne Kochen die viel bessere und sicherere Wahl. Sie besteht nur aus Haushaltszutaten und ist in wenigen Minuten fertig.

10. Wiederverwendbare Wasserbomben
Wasserbomben hinterlassen Müll und oftmals auch Mikroplastik in freier Natur. Mit wiederverwendbaren Wasserbomben, die sich ganz leicht selber machen lassen, wird der feuchte Spielspaß müllfrei.

11. Bunter Malspaß ohne Chemie: Fingerfarben einfach herstellen
Mit wenigen Zutaten aus der Küche lassen sich ungiftige Fingerfarben einfach selbst herstellen. Aus Speisestärke, Wasser und etwas Lebensmittelfarbe entsteht im Handumdrehen eine cremige Paste, die sich perfekt zum kreativen Matschen und Malen eignet. Da die selbstgemachten Farben frei von bedenklichen Chemikalien sind, können schon die Kleinsten bedenkenlos loslegen – und durch den Verzicht auf gekaufte Produkte sparst du gleichzeitig Geld und unnötigen Verpackungsmüll.

12. Plastik-Strohhalm – nein danke
Kinder lieben es, mit dem Strohhalm zu trinken. Im Restaurant und beim Kindergeburtstag wird geschlürft und geblubbert, was das Zeug hält, und auch im Alltag genießen die Kleinen das spielerische Trinkerlebnis. Der Kauf von Mehrweg-Trinkhalmen bedeutet hier schon einen guten Schritt in die richtige Richtung. Leider bestehen viele ebenfalls aus Plastik. Noch besser, weil vollkommen plastikfrei, sind wiederverwendbare Trinkröhrchen aus Edelstahl und für größere Kinder Trinkhalme aus bruchsicherem Glas.

13. Badespaß pur: Knetseife statt Mikroplastik
Bunte Flaschen mit Comicfiguren locken im Drogeriemarkt, doch Kindershampoos und Schaumbäder können Mikroplastik und aggressive Tenside enthalten. Eine kreative und müllfreie Alternative, die Kinder dazu motiviert, sich freiwillig zu waschen, ist selbstgemachte Knetseife für die Badewanne.

In unserem Buch findest du viele weitere müll- und plastikfreie Alternativen für die ganze Familie:
Mit unserem Bilderbuch kannst du zusammen mit deinem Nachwuchs zahlreiche Alltagsprodukte selber machen, statt sie zu kaufen:
Welche vermeintlich guten Kinder-Produkte hast du schon lange von der Einkaufsliste gestrichen? Wir freuen uns über deine Geschichte in einem Kommentar unter diesem Beitrag!
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Thɑnks for finally writing aboutt > 11 nachhaltige Alternativen zu schⅼechten Kindeгprodukten Informasi
tambahan
Als ich vor 7 Jahren das erste Mal auf einem amerikanischen Blog von wiederverwendbar quetschies las, war ich begeistert. Klar, streng betrachtet “brauchen” nur die wenigsten Menschen Nahrung aus der Tube, aber wenn ich mein Kind so leichter an Obst bekomme, oder ihm bei einer Lebensmittelunverträglichkeit für ihn vertragliche Joghurts etc mit geben kann, bin ich dafür. Also habe ich mir damals aus Irland 2 silikon Quetschies bestellt, für einen recht hohen Preis, schlicht, weil es auf dem europäischen Festland damals nichts dergleichen gab. Die silicups von damals sind noch heute bei uns in Verwendung, auch von Tchibo gibt es immer wieder mal Silikon Quetschiebeutel . Die finde ich persönlich noch besser als die klassischen wiederbefüllbaren Quetschiebeutel, weil sie einfach jahrelang halten. Von denen haben wir unlängst ein paar geschenkt bekommen (gibt es bei DM) meine Kids finden sie cooler, als die Silikonbeutel, weil sie wie echte Quetschies aussehen, nehmen aber auch weiter die “alten”.
Auf den ersten Blick sind das alles
interessante und ökologische Empfehlung. Schaut man sich die Links an, ist das
fast ausschließlich ‘ne Werbemaschine für a m a z o n . Und die Praktiken im
Umgang mit Mensch und Natur gelten ja eher als wenig fair und nachhaltig. Und
preiswerter ist es dort auch nicht immer. Da vergleiche ich doch lieber und
unterstütze die, die sich wirklich für die Umwelt einsetzen.
Wie habt ihr es den Großeltern beigebracht? Ich selbst kaufe diese Dinge für meine Kinder nicht, finde aber jede Woche einen Berg voll Süßigkeiten und Plastespielzeug vor, wenn die Oma da war. Ich bin aber auf ihre Hilfe in der Kinderbetreuung angewiesen. Wenn ich generell über Müll und Plastik, Zucker und Fett rede, auf Artikel hinweise usw., wird das vielleicht sogar bejaht, aber in der Praxis komplett ignoriert – wie geht ihr damit um?
Liebe Susanne! Ich hatte dasselbe Dilemma mit meiner Schwiegermutter. Da hilft nur Ehrlichkeit! Es direkt und ehrlich aber unmissverständlich ansprechen- solange du freundlich deinen Standpunkt darlegst und vertrittst, sollte das ja wohl kein Problem darstellen. Vielleicht kannst du dich ja mit ihr auf einen Kompromiss einigen. Wir haben es mittlerweile so gelöst, dass sie uns statt einer Tüte Süßigkeiten frisches Obst mitbringt.
Ich denke bei meiner Schwiegermutter ließ sie dass eigene Essverhalten dermaßen unkontrolliert einkaufen.
Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Erfolg! LG Manuela
Vielen Dank liebe Manuela! Ja, da werde ich wohl meinen Mut zusammen nehmen müssen und mich klarer ausdrücken. Wenn ich es genau überlege, bringt sie in letzter Zeit schon häufiger Obst statt Süßigkeiten mit. Meine Tochte hat ihr gerade gestern auch selbst gesagt, dass sie gerade versucht keine Süßigkeiten zu essen, weil es der Juri vom Baumhaus auch so macht. Die Kinder können das so ehrlich und doch irgendwie liebevoll rüberbringen, da kann ich noch lernen :-)
Oh mann,- wo sind die Alternativen denn ? ich lese immer nur überall was schlecht ist. Es gäbe viele gesunde ” Alternativen” an Naschis – Rezepten” . .. ja und wo sind die nun ? Bescheuert!
Liebe Tanja, im Text sind einzelne Links untergebracht, die die Alternativen aufzeigen. Es sind käufliche Dinge verlinkt oder Rezepte auf unsere Seiten, mit denen man viele Produkte ersetzen kann. Viele Grüße!
Milchschnitte und Kinder Schokolade (Kinder Riegel, Ü-Eier) Capri Sonne und andere Päckchengetränke kaufe ich grundsätzlich nicht.
sehr gut