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Die besten Lunchboxen: Unterwegs essen ohne Müll und Schadstoffe
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Mit einer wiederverwendbaren Brotbox lässt sich viel Müll einsparen. Hier findest du die besten Lunchboxen aus Edelstahl, Glas, BPA-freiem Plastik und Co. im Vergleich.

Während die Pausenbrote in meiner Kindheit meist in Alufolie oder Butterbrotpapier transportiert wurden, besitzen die meisten Kinder heute eine stabile Brot- oder Lunchbox. Aber nicht nur der Nachwuchs, auch viele Erwachsene nehmen sich ihr Essen für die Mittagspause von zu Hause mit. Das ist preiswerter und spart auf Dauer viel Müll. Ein weiterer Vorteil: Anders als beim Schulessen oder in der Caféteria lassen sich Brotdosen individuell und besonders gesund füllen!

Allerdings ist die Auswahl an Mehrweg-Behältnissen für Vesper oder Lunch-to-go riesig, umso schwerer fällt die Entscheidung! Um dich bei der Suche nach einer funktionalen und schadstofffreien Lunchbox zu unterstützen, haben wir die verschiedenen Varianten und Materialien einmal genauer unter die Lupe genommen.

Lunchbox, Brotdose, Bento-Box: Kriterien für die Auswahl

Die richtige Lunchbox zu finden, ist gar nicht so einfach. Denn neben einigen allgemeinen Kriterien hängt es auch von deinen persönlichen Vorlieben ab, ob sich eine Brotbox besonders gut für deine Zwecke eignet.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, bei der Auswahl folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  • Gewicht: Während Brotboxen aus Kunststoff und Edelstahl ungefüllt nur 100-200 Gramm wiegen, kommen Produkte aus Glas schnell auf ein knappes Kilogramm. Wer auf seinem Schul- oder Arbeitsweg ohnehin schon mit viel Gewicht unterwegs ist, sollte deshalb das Leergewicht der in Frage kommenden Behälter bei der Auswahl berücksichtigen.
  • Langlebigkeit: Lunchboxen werden unter anderem gekauft, um der Umwelt zuliebe Einwegverpackungen einzusparen. Das macht allerdings nur dann Sinn, wenn die Dosen über einen längeren Zeitraum nutzbar bleiben. Deshalb empfiehlt es sich, beim Kauf auf eine hochwertige Verarbeitung zu achten, insbesondere bei Verschleißteilen wie Dichtungen, Deckel und Scharnieren.
  • Schadstofffreiheit: Bei Glas und lebensmittelechtem Edelstahl ist die Gefahr des Übergangs von Schadstoffen ins Essen ausgeschlossen. Kunststoffprodukte hingegen können Weichmacher und andere bedenkliche Stoffe enthalten. Informiere dich am besten vor dem Kauf genau über die verwendeten Materialien.
  • Auslaufsicherheit: Viele Hersteller versprechen, dass ihre Dosen dicht sind. Bei flüssigen Zutaten wie Soßen, Suppen, Joghurts und Dressings versagen die Dichtungen jedoch häufig. Viele Lunchboxen eignen sich daher nur für trockene Inhalte.

Tipp: Besonders platzsparend lässt sich ein belegtes Brot in einem Bienenwachstuch wie diesem transportieren, das du auch leicht selber machen kannst. Wenn du bei der Arbeit bevorzugt Salate oder im Winter auch mal eine schnelle Suppe essen möchtest, ist ein Salat im Glas oder eine selbst gemachte Instant-Suppe womöglich die bessere Wahl für den müllfreien Lunch-to-go.

Vergiss Instant-Suppen im Plastikbecher - mit diesem Rezept kannst du Instant-Suppe aus frischen Zutaten auf Vorrat selber machen, perfekt fürs Büro und als schnelle Mahlzeit.

Brotdosen aus Edelstahl

Zero-waste und zugleich plastikfrei wird dein Bürosnack mit einer Brotdose aus lebensmittelechtem Edelstahl. Es gibt sie in vielen verschiedenen Größen und Ausführungen. Wer lediglich ein paar belegte Brote transportieren möchte, dem reicht meist schon eine einfache und preiswerte Variante mit einem Fach. Fans von kleinteiligen Snacks, Beeren und geschnippeltem Gemüse sagt wahrscheinlich ein Modell mit mehreren voneinander getrennten Fächern mehr zu.

Um keine bösen Überraschungen zu erleben, empfiehlt es sich, beim Verschluss genauer hinzusehen. Dosen, bei denen lediglich der Deckel auf die Dose gedrückt wird, können sich beim Transport leicht öffnen. Hier kann ein Gummiband verhindern, dass sich das Essen unbemerkt im Rucksack verteilt. Noch sicherer sind Edelstahl-Brotdosen mit Klips wie diese von ECO Brotbox.

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Auf dem Markt finden sich auch Boxen aus anderen Metallen, zum Beispiel aus Weißblech oder Aluminium. Da beim Kontakt mit säurehaltigen Lebensmitteln Zinn, Nickel und andere gesundheitlich bedenkliche Stoffe übergehen können, sind sie jedoch eher nicht zu empfehlen.

Lunchboxen aus Glas

Gläserne Lunchboxen bestehen nicht zu hundert Prozent aus Glas, sondern sind in der Regel mit einem Kunststoffdeckel ausgestattet. Die Vorteile von Glas: Es lässt sich meist problemlos für den Backofen oder die Mikrowelle verwenden und ist absolut lebensmittelecht, gibt also keine Stoffe an das Essen ab. Die Nachteile bestehen im erhöhten Gewicht und in der Bruchgefahr – was eine Lunchbox aus Glas für Kinder meist ausschließt.

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Bento-Boxen aus Holz

Besonders edel und ebenfalls plastikfrei sind Lunchboxen aus Holz im Stil des japanischen Bentō, einer seit dem 5. Jahrhundert in Japan üblichen Form der Essensaufbewahrung für unterwegs. Die gleichnamigen Boxen aus Holz sind in der Regel in mehrere kleine Kammern unterteilt und eignen sich deshalb auch zum Transportieren von Gerichten mit Hauptspeise und Beilagen oder für mehrere Gänge. Ein elastisches Band sorgt dafür, dass sich die Box unterwegs nicht öffnet. Die in Deutschland hergestellte Eshly Deli Box besteht aus geöltem Eschenholz, enthält also keine Lacke oder Klebstoffe, hat aber auch einen stolzen Preis.

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Bento-Boxen aus Holz sind in der Regel nicht auslaufsicher und deshalb nur für trockenes oder leicht feuchtes Essen geeignet, und nicht spülmaschinenfest, müssen also von Hand gereinigt werden.

Lunchboxen aus schadstofffreiem Kunststoff

Auch wenn Produkte aus Kunststoff umstritten sind und ich vermehrt versuche, sie durch plastikfreie Alternativen zu ersetzen, kann das robuste Material bei langlebigen Alltagsgegenständen durchaus seine Berechtigung haben. Zum Beispiel für Kita- und Schulkinder, denen öfter mal etwas verloren- oder kaputtgeht.

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Deshalb möchte ich zuletzt noch einige Vesperdosen aus Plastik vorstellen, die gemäß der Herstellerangaben keine Schadstoffe enthalten und vor allem für Kindergarten- und Grundschulkinder die richtige Wahl sein können. Ohne Weichmacher wie Bisphenol A (BPA) und Phtalate kommt zum Beispiel die Lunchbox für Kinder von Bentgo aus. Sie verfügt über mehrere kleine Fächer, in denen Gemüsesticks, Obststücke und Co. getrennt voneinander transportiert werden können. Ebenfalls schadstofffrei und zertifiziert für den Transport von Babynahrung ist die Snack- und Lunchbox von Emsa. Sie kann wahlweise mit kleinen Einsätzen oder als eine große Box verwendet werden.

Tipp: Immer wieder erweisen sich bei Lunchboxen aus Plastik die Scharniere und Verschlüsse als Schwachstelle. Für das einfache Pausenbrot ohne Nachspeise oder saftiges Obst sind deshalb nach meiner Erfahrung einfache Edelstahlboxen die langlebigste und nachhaltigste Variante.

Für die Füllung der Dosen findest du hier einige gesunde Lunchbox-Ideen. Oder lass dich von unserem Buchtipp inspirieren:

Welche schadstofffreie Lunchbox verwendest du und warum? Wir freuen uns auf deine Tipps in einem Kommentar!

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