Quark-Blätterteig: viel einfacher als echter Blätterteig

Quark-Blätterteig ersetzt herkömmlichen Blätterteig in süßen und herzhaften Rezepten und lässt sich sehr viel einfacher selber machen.

Einen klassischen Blätterteig selber zu machen, ist ziemlich kompliziert und zeitaufwändig. Deshalb greifen die meisten Hobbybäcker lieber auf fertigen Teig aus dem Kühlregal zurück. Eine Alternative, die Verpackungsmüll einspart und zudem kein Palmöl enthält, ist sogenannter Quark-Blätterteig, auch Topfenblätterteig oder falscher Blätterteig genannt.

Quark-Blätterteig kommt mit wenigen Zutaten aus und lässt sich sehr viel einfacher und schneller herstellen als das Original.

Rezept für Quark-Blätterteig

Um den Topfenblätterteig selber zu machen, benötigst du nur eine Handvoll Zutaten:

  • 250 g feines Mehl (Weizen 405/550 oder Dinkel 630)
  • 250 g kalte Butter oder Margarine
  • 250 g Quark (lässt sich auch selber machen)
  • 6 g Backpulver
  • ½ TL Salz

Quark-Blätterteig ersetzt herkömmlichen Blätterteig in süßen und herzhaften Rezepten und lässt sich sehr viel einfacher selber machen.

Beim falschen Blätterteig ist es, wie beim echten Blätterteig auch, wichtig, die Zutaten möglichst kalt zu verarbeiten. Anders als beim Original werden alle Zutaten direkt zu einem Teig verarbeitet und dann mehrmals gefaltet – was sehr viel weniger Arbeit macht. So geht’s:

  1. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Dazu die kalte Butter am besten in kleine Stücke oder Flocken schneiden. Den fertigen Teig abgedeckt für circa 30 Minuten kalt stellen.
    Quark-Blätterteig ersetzt herkömmlichen Blätterteig in süßen und herzhaften Rezepten und lässt sich sehr viel einfacher selber machen.
  2. Den Teig herausnehmen und auf einer bemehlten Fläche zu einem etwa einen Zentimeter dicken Rechteck ausrollen. Ein Drittel des Rechtecks über das mittlere Drittel falten. Das verbliebene Drittel über die Doppelschicht legen, so dass ein Teigstück aus drei Schichten entsteht. Den Teig wiederum 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
    Quark-Blätterteig ersetzt herkömmlichen Blätterteig in süßen und herzhaften Rezepten und lässt sich sehr viel einfacher selber machen.
  3. Punkt 2 dreimal wiederholen. Dabei nicht zu fest und nur in eine Richtung ausrollen, damit die Teigschichten möglichst intakt bleiben und den Teig nach jeder Faltung erneut für ungefähr eine halbe Stunde kalt stellen.

Nach der letzten Ruhephase im Kühlschrank ist dein falscher Blätterteig fertig.

Tipp: Als veganer Ersatz für Blätterteig eignet sich ein selbst gemachter Filoteig.

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Backen mit Quark-Blätterteig

Topfenblätterteig lässt sich zu Käsestangen, Apfeltaschen und anderen süßen oder herzhaften Schnecken verarbeiten und in vielen weiteren Rezepten verwenden, in denen sonst herkömmlicher Blätterteig zum Einsatz kommt. Er wird dann genauso verarbeitet wie herkömmlicher Blätterteig. Beim Backen des Topfenblätterteigs empfiehlt es sich, eher hohe Temperaturen zu wählen:

  • 180-200 °C Ober-/Unterhitze
  • 200-220 °C Umluft

Durch heißen Wasserdampf wird das Aufblättern des Teiges zusätzlich unterstützt. Schiebe zu diesem Zweck ein weiteres Blech oder eine Fettpfanne in die untere Schiene des noch kalten Backofens oder stelle eine feuerfeste Schale auf den Backofenboden und schütte zu Beginn der Backzeit eine halbe Tasse Wasser auf das vorgeheizte Blech bzw. in die Schale.

Tipp: Als schnelle Alternative zu Hefeteig eignet sich Quark-Öl-Teig ebenfalls für salziges und süßes Gebäck.

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Welche schnelle Alternativen zu aufwändigen Klassikern kannst du weiterempfehlen? Wir freuen uns auf deine Ergänzungen!

Mehr Köstlichkeiten und andere nützliche Tipps gibt es hier:

Quark-Blätterteig ersetzt herkömmlichen Blätterteig in süßen und herzhaften Rezepten und lässt sich sehr viel einfacher selber machen.

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20 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo zusammen

    Kann ich den Teig auch einfrieren? Wenn ja, wie lange ungefähr?
    Vielen Dank im Voraus von jemanden, dem bis vor kurzem noch nicht mal ein Spiegelei gelang.

    Antworten
  2. Huhu, habt Ihr Erfahrungen mit glutenfreiem Mehl gemacht?

    Antworten
    • Hallo Lotte, leider noch nicht. Vielleicht magst du mal testen und hier berichten. Dann freuen sich bestimmt einige LeserInnen mit Glutenunverträglichkeiten. Liebe Grüße Sylvia

  3. Verarbeitet man den Teig ohne Backpulver und mit der Hälfte der Butter (alles zimmerwarm), kann er nach einer halbstündigen Ruhezeit ausgerollt für Marmeladetascherl verwendet werden. Den Teig 3 mm ausrollen, Quadrate schneiden, einen Klecks Marmelade draufsetzen, zusammenklappen, (wenn man will mit versprudeltem Ei bestreichen) bei 200°in den Ofen. Mein Lieblings-Kinder-Essen… geht auch mit salziger Fülle, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

    Antworten
    • Toll! Das ist ja supereinfach! Butter wird auch noch eingespart! Solche Rezepte sind genau nach meinem Geschmack, danke für’s teilen! Werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren, vielleicht erstmal als Käsestangen.

  4. Das sollte doch bestimmt auch in vegan klappen, wenn man vegane Butter und Sojaquark nimmt, oder?

    Antworten
    • Hallo Johanna, haben wir nicht probiert. Spricht aber eigentlich nichts dagegen. Alle veganen Smarties freuen sich sicher, wenn du hier nochmal berichtest, falls du dazu kommst, es zu testen. Liebe Grüße Sylvia

  5. Ich glaube mit den Temperatur Angaben habt ihr euch vertan. Eigentlich sind die Temperaturen bei Umluft geringer.

    Antworten
    • Stimmt. – Hoffentlich stimmen alle anderen Angaben zu dem Rezept; ferner wäre es angebracht, eine Backzeit anzugeben.

    • smarticular.net
      smarticular.net

      Liebe Cornelia,
      danke für den Hinweis – wie konnte das passieren, das wird natürlich korrigiert 💚
      Die Backzeit hängt davon ab, was man mit dem Blätterteig backt – er wird ja anstelle von echtem Blätterteig im jeweiligen Rezept verwendet 😉 darum ist eine allgemeingültige Angabe einer Backzeit sinnlos.
      Liebe Grüße

  6. Christina

    Muß es Butter sein oder geht das Rezept auch mit Veganer Margarine?

    Antworten
    • Hallo Christina, das müsste eigentlich auch gehen. Liebe Grüße Sylvia

  7. Wir machen seit vielen Jahren den Quarkblätterteig, allerdings ohne Backpulver und ohne das Ausrollen, schmeckt auch so sehr lecker!
    Mehl, Quark & Butter(darf bei mir auch Zimmerwarm sein) zu gleichen Teilen (+etwas Salz) verkneten, über Nacht in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag verarbeiten.

    Antworten
    • Hallo Simone, danke für deinen Kommentar! Das habe ich auch getestet. Dabei blätterte der Teig aber viel weniger auf. Vielleicht hatte er nicht lange genug geruht oder oder oder … Solche Teige sind auf jeden Fall eine schöne Spielwiese für Experimentierfreudige. Liebe Grüße Sylvia

    • Hallo Silvia, das stimmt schon, es blättert nicht so doll. Ich finde aber das ist eher ein Vorteil, weil man bei dem normalen Blätterteig ja immer so viel Abfall hat: beim Schneiden und Abbeissen, da fällt ja gefühlt immer die Hälfte ab. Jedenfalls ist es mir die Mehrarbeit nicht wert und ich muss hinterher nicht die überall rumfliegenden Blätterteig-Reste zusammenfegen…
      Also eigentlich ganz im Sinne von Smarticular, oder? Liebe Grüße Simone

    • Hallo Simone, klar restlose Verwertung ist absolut smarticular :-) Der Topfenblätterteig verhält sich auch mit dem oben geschriebenen Vorgehen nicht exakt wie Blätterteig und ist etwas kompakter. Aber es geht ja auch vor allem darum, dass es schmeckt und Spaß macht und nicht darum die täuschend echte Alternative zu schaffen. Liebe Grüße und nochmal danke für deine Ergänzung einer noch schnelleren Variante, Sylvia

  8. Super Rezept und sehr lecker….. Für Hobbiebäcker gleichermaßen wie für Profis!!! 😉

    Antworten
  9. Ich finde nicht, das dieser Teig eine schnelle Alternative zu klassischem Blätterteig ist, weil die Ruhezeiten bei beiden das sind, was die Zeit kostet.
    Trotzdem ist dieser Teig auch sehr lecker, ich hab ihn unter der Bezeichnung “Plunderzeug” gelernt.

    Antworten
    • Hallo Nado, es stimmt, die Wartezeit ist bei diesem Teig auch nicht unerheblich. Dennoch finde ich es sehr viel einfacher und damit auch weniger zeitaufwändig, einen Teig herzustellen und auszurollen, statt Teig und Butterschichten abzuwechseln. Bei herkömmlichem Blätterteig hat mich immer bereits das Rezept abgeschreckt. Dieses hier ist eigentlich simpel, dauert eben nur ein bisschen. Liebe Grüße Sylvia

    • Vielleicht liegt es daran, dass ich gerne und viel backe mich so nicht so gut in “Nichtbäcker/Wenigbäcker” rein-versetzten kann. ;-)

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