Das Ideenportal für ein einfaches und nachhaltiges Leben

Nachhaltig und umweltfreundlich durch den Winter – so geht’s
4.5 5 22
20
2

Diese 10 Tipps helfen dir, im Winter deine Umwelt zu schonen, ohne auf Komfort zu verzichten - beim Fahrradfahren, Kochen und Urlaubmachen!

Im Sommer ist es leicht, ein möglichst ökologisches Leben zu führen. Elektrisches Licht wird kaum benötigt und die Heizung läuft gar nicht, das Auto bleibt öfter mal stehen zu Gunsten eines gemütlichen Spaziergangs oder des Fahrrads, und sogar die Ernährung kann durch den Überfluss an regionalem Obst und Gemüse besonders nachhaltig gestaltet werden.

Doch auch im Winter gibt es einige Dinge, die du tun kannst, um Energie und Ressourcen zu sparen, ohne auf Komfort zu verzichten. Diese zehn Tipps helfen dir dabei, umweltfreundlich und gemütlich durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

1. Ohne Auto geht nichts?

Im Sommer brauchst du als Stadtmensch dein Auto womöglich kaum, weil du lieber mit dem Fahrrad fährst? Mit der richtigen Vorbereitung ist das Fahrradfahren auch im Winter möglich. Und mit der richtigen Vorbereitung sogar sehr angenehm und gesund!

Ein verringerter Reifendruck, spezielle Winterreifen oder selbst gemachte Spikes, eine helle Beleuchtung (möglichst mit Standlicht) sowie warme Fahrradkleidung, die trotzdem volle Beweglichkeit ermöglicht, fördern die Sicherheit und den Fahrkomfort. Mit dem Fahrrad sparst du im Winter auf kurzen Strecken sogar Fahrzeit, denn das zeitraubende Scheibenkratzen entfällt, und die zusätzliche Bewegung an frischer (Winter-)Luft bringt die Immunabwehr in Schwung.

Diese 10 Tipps helfen dir, im Winter deine Umwelt zu schonen, ohne auf Komfort zu verzichten - beim Fahrradfahren, Kochen und Urlaubmachen!

Für die paar Mal, bei denen ein motorisiertes Gefährt doch unverzichtbar ist, kannst du in immer mehr Regionen auf Carsharing-Angebote zurückgreifen. Auch bei dieser Fahrmöglichkeit kommst du wahrscheinlich um das Scheibenkratzen herum, da das ja dein Vorgänger schon gemacht hat. ;-) Und für wenige Fahrten im Jahr ist Carsharing sowieso die preiswertere Lösung!

2. Umweltfreundlich unterwegs im eigenen Auto

Auch trotz eigenem Auto kannst du Umweltfreundlichkeit beweisen. Am Morgen den Motor minutenlang warmlaufen zu lassen, ist zwar immer noch weit verbreitet, aus technischer Sicht aber nicht notwendig. Einige Sekunden Leerlauf vor dem Losfahren reichen aus, um dem Motor in Gang zu bringen.

Statt das Enteisungsspray zu zücken, um die Windschutzscheibe von Eis zu befreien, ist es viel einfacher und schneller, das Auto schon am Abend mit einer Abdeckung zu versehen, die die Eisbildung verhindert. Ist die Enteisung doch einmal notwendig, beispielsweise weil das Türschloss zugefroren ist, hilft ein selbst hergestelltes Mittel mit Bio-Ethanol.

Bist du das ewige Abkratzen der Autofenster überdrüssig. Wir zeigen dir, wie du dein eigenes, günstiges Einteisungsmittel herstellst.
von Jayen466 [Public domain], via Wikimedia Commons

3. Alternativen zu Streusalz

Streusalz sorgt für Rutschsicherheit auf Wegen und Straßen, schädigt aber auch Pflanzen, Böden und Gewässer. Abstumpfende Mittel wie Sand, Splitt oder Holzspäne sind umweltfreundlichere Hilfen, müssen aber nach der Wintersaison wieder eingesammelt werden und sind nur bedingt recycelbar. Ein besonders umweltfreundlicher Enteiser auf Basis biologisch abbaubarer Ameisensäure kann helfen, wenn gefährliche Vereisungen auf Treppen und Rampen entfernt werden müssen.

Die beste Lösung sind aber immer noch Schneeschaufel und Besen, um rutschfrei durch den Winter zu kommen. Gerade für ältere Menschen mit unsicherem Gang lohnt sich während längerer Frostperioden ein weiteres Hilfsmittel: Umschnallbare Schuhspikes bewahren sicher vor dem Ausrutschen.

Winterzeit ist Schneeräumzeit aber anstatt Salz auf vereiste Wege zu streuen, kannst du einige wirkungsvolle und umweltfreundliche Alternativen nutzen
von HomeSpot HQ [CC-BY-2.0]

4. Den Garten umweltfreundlich winterfest machen

Auch dein heimischer Garten oder Balkon kann auf nachhaltige Weise winterfest gemacht werden, zum Beispiel, indem du Laub und Schnittgut auf den Beeten liegen lässt. Damit schützt du etwaige Bewohner wie Vögel oder Igel und sparst gleichzeitig einiges an Arbeit.

Wer den Winter gesund und gut gelaunt überstehen will, muss nicht ins Warme reisen. Auch zuhause kannst du dir ganz einfach einen schönen Winter machen.

5. Wäsche im Freien trocknen

Selbst bei frostigen Temperaturen kann die Wäsche draußen aufgehängt werden, denn durch den Effekt der Sublimation trocknen die nassen Wäschestücke auch dann, wenn sie gefroren sind. Etwas mehr Geduld als im Hochsommer ist allerdings notwendig.

6. Obst für den Winter aufbewahren

Statt im Winter exotische Früchte mit langen Transportwegen einzukaufen, kannst du auf deine Wintervorräte zurückgreifen, wenn du während des Jahres einen Teil deiner Obst- und Gemüseernte haltbar machst, sei es durch Eingekochen, Einfrieren oder Trocknen. Manche Sorten sind auch ohne konservierende Behandlung besonders lange lagerfähig, wie einige Apfelsorten, Kartoffeln oder Kohl. Besonders frische Vitamine gibt’s direkt von der Fensterbank, wenn du Sprossen selber ziehst.

Muss ich das einkochen, oder reicht heißes Einfüllen aus? Was die verschiedenen Methoden unterscheidet und wie lange deine Schätze haltbar sind, erfährst du hier.

7. Regionales und Saisonales im Winter

Selbst wer bis jetzt noch keine Vorräte angelegt hat, findet in unseren Breiten noch erntereifes Gemüse, denn Essbares wächst auch in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar, beispielsweise Grünkohl und Rosenkohl, Steckrüben, Rote Bete und mehr.

Auch einige Wildpflanzen haben in den Wintermonaten Saison. Im Dezember, Januar und Februar sind es vor allem Beeren wie Sanddorn, Schlehe und Hagebutte und die Wurzeln von Löwenzahn oder Spitzwegerich und Breitwegerich die Nahrung bieten. Manche Kräuter wie etwa Vogelmiere oder Gundermann zeigen sogar im Winter frisches Grün, wenn es nicht zu frostig ist.

Im Winter findet man selten essbare Wildpflanzen. Mit etwas Glück und dem richtigen Gespür entdeckst du an wärmeren Tagen aber einige zarte Pflänzchen.
von theilr [CC-BY-SA-2.0]

8. Speisen und Getränke kühlen oder warmhalten

Auch bei der Zubereitung und Lagerung deiner Lebensmittel kannst du im Winter Energie sparen. Warum mit dem Kühlen von Lebensmitteln und Getränken im Kühlschrank Energie verbrauchen, wenn es auf dem Balkon oder im Garten so schön kalt ist? Stelle Getränke und Verderbliches einfach nach draußen, sofern es keinen schädlichen Frost gibt.

Wenn Heizung oder Kachelofen sowieso die Wohnung heizen, kannst du die Teekanne gleich mit warmhalten, statt ein Stövchen oder eine Warmhalteplatte zu verwenden. In einem Kochsack garen nicht nur Reis, Suppen und Eintöpfe nach, er hält auch deine Teekanne länger warm. Eine große Thermoskanne tut es natürlich auch und beschert dir den ganzen Tag über heiße Getränke.

Mit dem Kochsack lassen sich viele Speisen bequem und energiesparend kochen. Oft sind sie auch gesünder und schmecken besser.
von Moyan Brenn [CC-BY-2.0]

9. Energiesparen auf die gemütliche Art

Einfach nur das Licht ausmachen und die Heizung runterdrehen? Spare Energie doch lieber ohne Komforteinbußen! Statt die Wohnung hell auszuleuchten, ist es abends viel gemütlicher, eine Kerze anzuzünden. Und wer kuschelt nicht gerne mit Partner und Kindern unter einer warmen Decke auf dem Sofa, wenn es draußen grau und kalt ist? Da kann die Raumtemperatur ruhig etwas reduziert werden. Die oben erwähnte Teekanne trägt ebenfalls zu Gemütlichkeit und Wärme bei.

10. Umweltfreundlicher Winterurlaub

Fast jeder möchte irgendwann im Winter dem tristen Wetter entkommen. Aber warum eine energieintensive Flugreise in wärmere Gefilde buchen, wenn kuschelige Urlaubsstimmung auch ganz in der Nähe möglich ist? Lange Waldspaziergänge in passender Kleidung oder Wanderungen am winterlichen Strand, kombiniert mit warmen Socken und heißem Tee, Saunabesuchen und stressfreiem Nichtstun, sind nicht nur sehr erholsam, sondern fördern auch dein Immunsystem.

Sogar eine Skireise lässt sich umweltfreundlich gestalten, wenn du nach Skiorten Ausschau hältst, die auf künstliche Beschneiung, Flutlicht und Musikbeschallung der Pisten verzichten. Eine Anreise mit der Bahn ist dabei viel nachhaltiger und erholsamer als mit dem Auto. Der örtliche Skibus bringt dich zudem viel günstiger zum Lift als das eigene Gefährt.

Diese 10 Tipps helfen dir, im Winter deine Umwelt zu schonen, ohne auf Komfort zu verzichten - beim Fahrradfahren, Kochen und Urlaubmachen!

Welche weiteren Ideen für einen umweltfreundlichen Winter hast du? Lass es uns wissen in einem Kommentar unter diesem Beitrag!

Vielleicht interessieren dich auch diese Themen:

Die besten Tipps kostenlos per E-Mail Mach es wie 25.000 andere Leser und erhalte die besten Tipps und Tricks per Mail!
Wir senden niemals Spam und geben deine Daten niemals weiter. Du kannst dich jederzeit abmelden.