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Einfrieren ohne Plastik – 4 Alternativen zu Gefrierbeutel & Co.
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Zum Einfrieren von Lebensmitteln bedarf es keiner Blastikbehälter und Gefrierbeutel. Mit diesen Mittel frierst du dein Essen gesund und plastikfrei ein.

Toll sehen sie ja aus, diese bunten, unkaputtbaren Plastikdosen für die Aufbewahrung von Lebensmitteln. Leicht, mit dem passenden Deckel verschließbar und für Spülmaschinen, Mikrowelle und sogar Tiefkühlschrank geeignet. Leider sind Aufbewahrungsdosen aus Plastik alles andere als gesund. Der schleichende Zerfall des Materials beginnt schon am ersten Tag der Nutzung und macht sich nach ein paar Jahren so richtig bemerkbar. Milchig trüb, verblasst, zerkratzt, oder gar schmierig – so sind die Dosen gar nicht mehr appetitlich und vor allem nicht gesund.

Die weit verbreiteten Gefrierbeutel sind zwar ebenfalls praktisch, halten jedoch nicht länger als ein paar Anwendungen, verursachen unnötigen Abfall und enthalten Weichmacher.

Mikroplastik und Weichmacher verteilen sich über die Jahre in Wohnraum und der Nahrung, wodurch unser Körper belastet wird. Kein schöner Gedanke, aber was sind die Alternativen? Mit Edelstahlbehältern, Schraubgläsern und Einmachgläsern ist die Bevorratung wirklich kein Problem. Doch wie sieht das beim Einfrieren aus?

Mit ein paar Tricks klappt auch das Tiefkühlen von Kuchen, Soßen, Obst und Beeren, sowie Brot, Käse, Pizza und Fleisch ganz ohne Kunststoff. Sogar Eiswürfel lassen sich ohne die üblichen Tüten oder Formen herstellen. Wie das plastikfreie Einfrieren gelingt, erfährst du in diesem Beitrag.

1. Einfrieren im Glas

Die einfachste und preiswerteste Alternative zu Tupperdosen ist das Einfrieren im Glas. Zwar hat jeder schon einmal von geplatzten Flaschen im Eisfach gehört, doch mit der richtigen Vorgehensweise kommt Glasbruch so gut wie nie vor.

Beim Einfrieren von Lebensmitteln denkst du wahrscheinlich zuerst an Gefrierbeutel und Kunstoffbehälter. Es geht aber auch ohne - so funktioniert's!
Bild von Frédérique Voisin-Demery [CC-BY-2.0]
Schraubgläser eignen sich als Gefrierbehälter für alles, was irgendwie flüssig oder breiig ist, wie zum Beispiel Soßen, Suppen, lose Beeren, Obst, zerkleinertes Gemüse, Kompott und Mus.

Auch selbstgemachtes Speiseeis, kleine Aufläufe oder Kuchen im Glas können beim Einhalten der maximalen Füllhöhe in Sturzgläsern eingefroren werden.

Loses Gemüse oder Obststücke solltest du möglichst trocken und luftig geschichtet einfüllen. So kann es bis knapp unter den Deckel ohne Glasbruch durchfrieren.

Was genau beim Einfrieren in Gläsern zu beachten ist, welche Gläser und Lebensmittel dafür geeignet sind, die optimale Füllhöhe und wie du sie richtig auftaust, erfährst du in diesem Beitrag.

2. Einfrieren in Schalen

Problematischer ist es, geeignete Gläser für große, flache oder voluminöse Portionen zu finden, die noch dazu eine plastikfreie Verschlussmöglichkeit bieten, denn auch die größten Sturzgläser sind hier einfach ungeeignet. Wie kann man Kuchen oder auch ein Stück Fleisch sinnvoll einfrieren?

Für mich haben sich stapelbare Auflaufformen aus Borosilikatglas als ideale Lösung erwiesen, wie zum Beispiel von Jena Glas oder Pyrex Glas.

Sie sind hitze- und kältebeständig, du kannst Kuchen und Aufläufe darin backen und nach Erkalten gleich in dieser Form mit dem passenden Glasdeckel einfrieren. Natürlich klappt das auch mit Apfelstrudel und Kuchenstücken sowie Blech- und Zwiebelkuchen, Pizza oder Fleisch. Rechteckige Glasformen sind etwas schwieriger zu finden, sie sind jedoch besonders praktisch, platzsparend und stapelbar.

Wer es lieber bruchfest mag, wird mit Edelstahlbrotzeitdosen oder den großen, rechteckigen Edelstahldosen mit passendem Edelstahlverschluss von Manufactum liebäugeln.

Damit die Deckel vom Inhalt nicht nach oben gedrückt werden, solltest du abhängig von den verbleibenden Luftzwischenräumen ein Viertel des Volumens unbefüllt lassen.

3. Einfrieren mit Wachspapier

Zum Einfrieren von Lebensmitteln bedarf es keiner Blastikbehälter und Gefrierbeutel. Mit diesen Mittel frierst du dein Essen gesund und plastikfrei ein.

Zur Vermeidung von Plastikbeuteln bzw. Gefrierbeuteln, die bevorzugt zum Tiefkühlen von Brot, Käse und Würstchen verwendet werden, sind Wachstücher eine gute Alternative. Das Nahrungsmittel wird in das beschichtete Tuch eingewickelt und in die Tiefkühlung gegeben. Größere Formate eignen sich außerdem, um Schüsseln und Auflaufformen zum Einfrieren abzudecken.

Geeignete plastikfreie Stoffe gibt es von Bee’s Wrap oder Abeego. Leider sind diese speziellen Tücher etwas teuer, sodass sich das Selbermachen wirklich lohnt. Eine Anleitung für selbst gemachte Wachstücher findest du hier.

4. Herstellung von Eiswürfeln

Komplett kunststofffreie Eiswürfelformen sind lange Zeit nicht existent gewesen. Noch ärgerlicher sind jedoch Eiswürfelbeutel für den Einmalgebrauch, denn sie verursachen jede Menge Plastikmüll, der sich nun wirklich leicht vermeiden lässt. Außerdem gibt es inzwischen praktische Edelstahlformen für Eiswürfel.

Wenn du auf Kunststoff weitestgehend verzichten oder Abfall vermeiden möchtest, gibt es ein paar clevere Alternativen für die Herstellung von Eiswürfeln.

Diese Investition ist nicht wirklich notwendig, denn mit den passenden Gläsern ist das plastikfreie Herstellen von Eiswürfeln ebenso möglich.

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Welche Erfahrungen hast du mit dem Einfrieren ohne Plastik? Oder kennst du noch andere Methoden zum plastikfreien Einfrieren? Verwende die Kommentarfunktion, um deine Tipps zu ergänzen.