Spinat-Ersatz: Blattgemüse und Wildkräuter als köstliche, gesunde Spinat-Alternative

Spinat kennt jedes Kind - doch viele typische Spinatgerichte lassen sich auch mit anderen Blattgemüsesorten und besonders vitalstoffreichen Wildpflanzen zubereiten.
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Spinat gehört zu den beliebtesten Gemüsesorten und kommt in vielen Haushalten regelmäßig auf den Tisch. Weitestgehend unbekannt sind hingegen zahlreiche Alternativen zu Spinat, die mindestens ebenso gesund sind und sich ähnlich einfach zubereiten lassen. Ob Kulturgemüse oder Wildkraut, das du kostenlos vor deiner Haustür ernten kannst – mit den folgenden Pflanzen als Spinat-Ersatz lässt sich das beliebte Gericht ebenso zubereiten.

Blattgemüse als Spinat-Ersatz

Als regionales und saisonales Gemüse ist frischer Spinat nur für eine begrenzte Zeit im Jahr verfügbar. Wie gut, dass es gleich mehrere Alternativen gibt, die genauso wie Spinat zubereitet werden können oder Spinat als Zutat in zahlreichen Rezepten ersetzen! Während einige etwas intensiver schmecken, merkt man bei anderen kaum einen Unterschied zum Original.

Auf der Suche nach dem bevorzugten Spinat-Ersatz kann man zum Beispiel folgende Blattgemüse ausprobieren.

Baumspinat

Wie der Name vermuten lässt, zeichnet sich Baumspinat durch sein enormes Wachstum aus. Eine Pflanze kann bis zu drei Meter hoch werden. Zwar ist Baumspinat nicht mit herkömmlichem Spinat verwandt, seine Blätter eignen sich aber hervorragend als Spinat-Ersatz, auch aufgrund ihres dezenten Eigengeschmacks.

Spinat kennt jedes Kind - doch viele typische Spinatgerichte lassen sich auch mit anderen Blattgemüsesorten und besonders vitalstoffreichen Wildpflanzen zubereiten.

Seine Größe macht Baumspinat zu einer interessanten Spinat-Alternative für Hobbygärtner. Weil er vor allem in die Höhe wächst, lässt sich auf vergleichsweise kleiner Fläche viel gesundes Grün ernten.

Erdbeerspinat

Bevor er vom bekannten Gemüse-Spinat, verdrängt wurde, gehörte Erdbeerspinat lange Zeit zu den weit verbreiteten Gemüsesorten. Den Namen verdankt das Blattgemüse seinen kleinen roten Früchten, die äußerlich Walderdbeeren ähneln, geschmacklich aber eher an Rote Bete erinnern.

Neben den Beeren sind auch die Blätter des Erdbeerspinats essbar und können wie herkömmlicher Spinat verarbeitet werden.

Spinat kennt jedes Kind - doch viele typische Spinatgerichte lassen sich auch mit anderen Blattgemüsesorten und besonders vitalstoffreichen Wildpflanzen zubereiten.

Grünkohl

Als würzig-deftiger Eintopf gehört Grünkohl in vielen Regionen zur Hausmannskost. Statt ihn lange zu kochen und damit viele der enthaltenen Vitalstoffe zu zerstören, kann er auch wie Spinat gedünstet oder für die Zubereitung von Smoothies und Salaten verwendet werden.

Mit Grünkohl kommst du gesund durch die Wintermonate! Hier erfährst du alles über seine gesundheitlichen Potenziale und findest leckere Rezepte.

Mangold

Mangold lässt sich vergleichweise leicht anbauen und verhilft auch Gartenanfängern zu einer reichen Ernte. Die Blätter haben einen milden Eigengeschmack, weshalb gedünsteter Mangold, mit etwas Salz, Pfeffer und Knoblauch abgeschmeckt, einen wunderbaren Spinat-Ersatz abgibt. Aber auch in anderen Gerichten sind die zarten Blätter eine passende Spinat-Alternative.

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Neuseeländer Spinat

Während herkömmlicher Spinat bei höheren Temperaturen zum “Schießen” neigt, gedeiht Neuseeländer Spinat auch im Sommer noch prächtig und liefert bis in den Herbst hinein über mehrere Wochen hinweg frische Blätter, die sich wie Spinat zubereiten lassen. Einmal ausgesät, kommt die pflegeleichte Pflanze immer wieder, weshalb sie sich auch wunderbar für Hobbygärtner mit wenig Zeit eignet.

Tipp: In einem anderen Beitrag haben wir weitere mehrjährige Pflanzen gesammelt, die wenig Arbeit machen und eine reiche Ernte versprechen.

Spinat kennt jedes Kind - doch viele typische Spinatgerichte lassen sich auch mit anderen Blattgemüsesorten und besonders vitalstoffreichen Wildpflanzen zubereiten.

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Winterportulak

Winterportulak ist frostunempfindlich und wird vor allem in der kalten Jahreszeit angebaut. Seine Blätter sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und schmecken roh ebenso wie gedünstet. Aufgrund seines nicht zu ausladenden Wachstums eignet sich Winterportulak auch für den kleinen Gemüsegarten auf dem Balkon.

Wildpflanzen als Spinat-Ersatz

Jedes Kulturgemüse stammt als Züchtung ursprünglich von einer Wildpflanze ab. Doch während beim Gemüseanbau häufig der Ertrag im Vordergrund steht, enthalten Wildkräuter oft mehr Aromen und gesunde Inhaltsstoffe – was sie als Spinat-Ersatz besonders interessant macht.

Viele der folgenden Wildpflanzen können mit den zuvor genannten Kulturgemüsesorten kombiniert werden, manche eignen sich sogar als alleinige Spinat-Alternative.

Brennnessel

Auch wenn man sie besser mit Handschuhen erntet, lohnt es sich bei der Brennnessel allemal, etwas mehr Aufwand zu betreiben. Denn das meist in Scharen auftretende Wildkraut enthält sehr viel mehr Vitalstoffe als viele Kulturgemüsesorten. Beim Kochen verlieren die Brennhaare ihre Wirkung, und man erhält eine gesunde, köstliche und auch noch kostenlose Spinat-Alternative, entweder allein oder in Kombination mit anderen Blattgemüsesorten.

Der Saisonkalender März verrät dir, welche regionale Obst- und Gemüsesorten jetzt reif sind - zum Beispiel Äpfel, Bärlauch, Feldsalat und Wirsing.

Franzosenkraut

Weil es nährstoffreiche Böden bevorzugt, findet man das Franzosenkraut häufig im Beet oder auf Äckern und in Weinbergen. Der Eisengehalt des weit verbreiteten Wildkrauts ist dreimal so hoch wie der von Spinat. Auch als Lieferant der Vitamine A und C sowie der Mineralstoffe Calcium, Magnesium, Phosphor und Mangan kann Franzosenkraut einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Ernährung leisten.

Wer das Franzosenkraut anstelle von Spinat verwenden möchte, zupft einfach die Blätter ab und verarbeitet sie wie gewohnt weiter.

Das Franzosenkraut, auch kleinblütiges Knopfkraut genannt, wuchert in vielen Gärten. Wer es findet, sollte unbedingt zugreifen und das vitalstoffreiche Kraut zu Smoothie, Pesto und mehr verarbeiten.

Giersch

Giersch enthält besonders viel Vitamin A, Vitamin C sowie die Mineralstoffe Eisen, Magnesium und Calcium. Vor allem die jungen, noch zarten Blätter eignen sich hervorragend als Spinatersatz. Wer das wegen seiner Wuchsfreudigkeit bei vielen Gärtnern unbeliebte Wildkraut erst einmal im Garten hat, braucht sich um Nachschub nicht zu sorgen.Giersch wächst in vielen Gärten besonders üppig. Statt dich darüber zu ärgern, kannst du ihn mit diesen köstlichen Rezepten einfach aufessen.

Guter Heinrich

Die Blätter des Guten Heinrichs schmecken am besten vor der Blüte. Sie sind besonders reich an Vitamin C und lassen sich roh zum Beispiel für Smoothies und im Salat verwenden oder ebenfalls wie Spinat dünsten.

Weißer Gänsefuß

Wenn man ihn erst einmal für sich entdeckt hat, sieht man den Weißen Gänsefuß in der Natur nahezu überall. Auch dieses Wildkraut enthält besonders viel Vitamin C sowie Kalium, Magnesium, Phosphor und Calcium. Die zarten Blätter des Weißen Gänsefußes eignen sich wunderbar als Spinat-Ersatz, seine Knospen können gedünstet ebenfalls verzehrt werden.

Der Weiße Gänsefuß ist so weit verbreitet, das man ihn in nahezu jedem Garten findet. Mit den folgenden Tipps und Rezepten wird aus dem vermeintlichen “Unkraut” eine gesunde Küchenzutat.

Tipp: Gundermann, Spitzwegerich und Co. können einen Wildkräuter-Spinat mit den genannten Kräutern bereichern und dich mit vielen wertvollen Vitalstoffen versorgen.

Wenn du dich bislang noch kaum mit Wildpflanzen beschäftigt hast, empfiehlt es sich, vor dem Sammeln eine angeleitete Wildkräuterwanderung zu besuchen und entsprechende Fachliteratur oder Internetseiten wie kostbarenatur.net zurate zu ziehen.

In unserem Buch kannst du viele weitere Wildpflanzen entdecken, die vor unserer Haustür wachsen:

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Kennst du noch andere Alternativen zu Spinat? Wir freuen uns auf deine Tipps und Rezeptideen in einem Kommentar!

Mehr gesunde und nachhaltige Themen gibt es hier:

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Mein Tipp: Giersch und Weißen Gänsefuß (oder eine andere Meldeart) mischen. Der Vorteil: schmeckt nicht so starkwürzig wie Giersch und ist kein solch Mineralienräuber wie Gänsefuß allein. – Wenn sich Leute über Giersch im Garten beschweren, sag ich bloß: „Nicht ärgern – essen!“ Giersch ist auch seeeehr gut gegen beginnende Gicht.

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