Spargel kochen: richtig schälen und zubereiten im Topf oder Dampfgarer

Alle Jahre wieder bringt der Spargel für einige Wochen besondere, gesunde Abwechslung auf den Teller. Hier findest du alle Zubereitungsarten auf einen Blick!

Wenn auf Märkten oder im Supermarkt die ersten Spargelstangen angeboten werden, ist bei vielen die Freude groß. Um das gesunde Gemüse nicht immer auf die gleiche Weise zu genießen, können ganz unterschiedliche Methoden gewählt werden, den Spargel zuzubereiten. Vom Topf bis zum Grill – es gibt viele Möglichkeiten, die aromatischen Stangen zu verarbeiten.

In diesem Beitrag findest du alle Zubereitungsarten für Spargel zusammen mit den entsprechenden Garzeiten. Lass dich inspirieren!

Spargel kochen und andere Zubereitungsarten

Meistens wird Spargel ganz klassisch im Topf in Wasser mit etwas Zucker, Salz und Zitronensaft oder Essig gegart und kommt zusammen mit einer Sauce Hollandaise auf den Tisch. Das saisonale Gemüse lässt sich aber auch auf viele andere Weisen zubereiten.

Je nach Zubereitungsart und dicke der Stangen fällt die Garzeit des Spargels unterschiedlich aus:

Garmethode Güteklasse 1 (dick) Güteklasse 2 (dünn)
Spargel kochen (mittlere Hitze) 10-15 Minuten 8-10 Minuten
Spargel dämpfen (90-100 °C) 15 Minuten 10 Minuten
Spargel backen (200 °C) 45 Minuten 35 Minuten
Spargel braten (scharf anbraten, bei mittlerer Hitze garen) 10-15 Minuten 8-12 Minuten
Spargel grillen 20-30 Minuten 10-15 Minuten

Die angegebenen Garzeiten sind als Richtwerte zu verstehen. Schließlich mögen manche ihren Spargel am liebsten “al dente”, und andere genießen ihn lieber auf der Zunge zergehend. Eine Kostprobe, wenige Minuten vor Ende der Garzeit, verrät, ob noch etwas mehr Garzeit notwendig ist.

Tipp: Wer auf tierische Zutaten lieber verzichten möchte, kann eine Sauce Hollandaise auch vegan ganz ohne Ei und Butter zubereiten. Eine einfache Mehlschwitze, zum Beispiel als Basis für eine Bechamel-Sauce, gelingt ebenfalls vegan.

Alle Jahre wieder bringt der Spargel für einige Wochen besondere, gesunde Abwechslung auf den Teller. Hier findest du alle Zubereitungsarten auf einen Blick!

Falls du Spargel bisher nur auf traditionelle Weise gekocht hast, sind die folgenden Tipps zu anderen Garmethoden in Kurzform sicherlich besonders interessant.

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Spargel backen

Die Zubereitung im Backofen ist besonders bequem. Denn nachdem der Spargel geschält ist, macht der Ofen seine Arbeit allein. Um Spargel im Ofen zu backen, verwende am besten eine Auflaufform mit Deckel. Sie sorgt dafür, dass nicht zu viel Flüssigkeit verdampft und der Spargel schön saftig bleibt. Mit etwas Butter oder Margarine, Salz und Zitronensaft mariniert, werden die Stangen bei 180 °C für etwa 30 bis 45 Minuten gegart.

Spargel braten

Um Spargel in der Pfanne zu braten, wird er nach dem Schälen in mundgerechte Stücke zerteilt, zuerst für wenige Minuten scharf angebraten und anschließend bei mittlerer Hitze fertig gegart. Karamellisiert durch die Zugabe von etwas Zucker, entwickelt das Gemüse ein besonders feines Aroma.

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Spargel grillen

Auf dem Grill lässt sich Spargel ebenfalls erstaunlich leicht garen. Eine Grillschale – die es auch in einer Mehrwegvariante ohne Aluminium gibt – verhindert, dass die Stangen in die Glut fallen oder verbrennen. Besonders saftig wird der Spargel vom Grill, wenn man ihn mariniert und ihn statt in Alufolie in ein dafür geeignetes Haushaltspapier oder ein großes, mit Öl bestrichenes Gemüseblatt einschlägt, zum Beispiel in ein Kohlblatt.

Spargel richtig schälen

Während grüner Spargel meist gar nicht oder nur im unteren Teil geschält werden muss, ist es beim weißen Spargel in der Regel notwendig, die zähe bis holzige äußere Haut mit einem Schäler zu entfernen. Das beste Ergebnis lässt sich beim Spargelschälen wie folgt erzielen:

  1. Spargelstangen von Sand und Schmutz befreien.
  2. Die Stange in der einen Hand halten und mit dem Sparschäler oder einem Messer von der Spargelspitze bis zum untern Ende rundherum eine dünne Schicht abschälen. Dabei den zarten Spargelkopf aussparen.
  3. Prüfen, ob noch harte, holzige Stellen vorhanden sind, und gegebenenfalls nachschälen.
  4. Zum Schluss einen bis zwei Zentimenter vom unteren Spargelende abschneiden (nicht nötig, wenn der Spargel taufrisch geschnitten wurde).

Alle Jahre wieder bringt der Spargel für einige Wochen besondere, gesunde Abwechslung auf den Teller. Hier findest du alle Zubereitungsarten auf einen Blick!

Wie intensiv der Spargel geschält werden muss, hängt auch von seiner Lagerdauer ab. Bei frischem Spargel geht es am einfachsten. Lange gelagerter Spargel trocknet dagegen nach und nach aus, sodass oft etwas mehr Schale entfernen muss. Die Schale lässt sich noch für Suppen und Fonds nutzen.

Tipp: Wenn du Spargel nach dem Einkauf für einen bis zwei Tage lagern möchtest, schlage ihn am besten in ein feuchtes Küchentuch ein und bewahre ihn im Kühlschrank auf. So bleibt er schön knackig.

Warum Spargel so gesund ist

Frischer Spargel enthält zahlreiche Vitalstoffe und galt bereits zu Zeiten Hippokrates’ als vielseitiges Heilmittel. Schon 500 Gramm des begehrten Frühjahrsgemüses decken beispielsweise den Tagesbedarf an den Vitaminen A, C und E sowie Folsäure ab.

In einem eigenen Beitrag kannst du zahlreiche Vorteile des Spargels entdecken – alles gute Gründe, die Spargelsaison auf keinen Fall zu verpassen!

Tipp: Neben Spargel lassen sich in unserem Saisonkalender für Mai viele andere leckere, gesunde Obst- und Gemüsesorten entdecken, die jetzt regional erhältlich sind:

Im Mai wird das erste regionale Obst reif und auch einige Gemüsesorten haben Saison. Erdbeeren, Rhabarber, Spargel, neue Kartoffeln und andere sind jetzt auf Märkten und im Laden erhältlich.

Hier findest du ungewöhnliche Rezepte mit weißem Spargel und einfache Rezepte für Grünen Spargel.

Wie isst du Spargel am liebsten? Wir freuen uns auf deinen Geheimtipp in einem Kommentar!

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Mehr Kulinarisches und andere interessante Themen findest du hier:

Alle Jahre wieder bringt der Spargel für einige Wochen besondere, gesunde Abwechslung auf den Teller. Hier findest du alle Zubereitungsarten auf einen Blick!

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  1. Ein Spargelzüchter in Holland empfahl mir einmal, den Spargel bis zum Verzehr in kaltem Wasser zu bewaren, so bleibt er saftig und frisch. Nach dem Schälen kochen in Wasser mit Salz, Zucker und einem Stückchen Butter, dabei soll aber der Spargel nicht weiter als bis 2/3 im Wasser stehen! Mit kaltem Wasser beginnen, langsam erwärmen, und sobald das Wasser kocht, abschalten und nur noch 5 – 10′ ziehen lassen, je nach Dicke. Funktioniert perfekt! Man kann einen Teil dieses Wassers dann zum Kochen verwenden, sodass kein Aroma verloren geht.
    Meine Lieblingszubereitung ist mit einer würzigen Soße:
    Zwiebel und Knoblauch fein schneiden, etwas Speck in feine Würfelchen, alles in Butter anbraten, mit Mehl bestäuben, kurz braten und dann mit etwas Weißwein und Fruchtsaft (z.B. Multivitaminsaft) aufgiessen, wie eine Mehlschwitze. Etwas Kochsahne zugießen, abschmecken mit Salz und Pfeffer und über dem Spargel verteilen.
    Guten Appetit!

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