Das Ideenportal für ein einfaches und nachhaltiges Leben

Kichererbsen einkochen auf Vorrat: Spart Zeit, Geld und Müll
4.9 5 70
69
1

Statt Kichererbsen teuer in der Dose zu kaufen oder jedes Mal einzuweichen und zu kochen, kannst du leicht einen Vorrat anlegen - fast ohne Müll.

Kichererbsen enthalten reichlich Proteine und Mineralstoffe und sind nicht nur für Vegetarier eine gesunde Bereicherung des Speiseplans. Sie lassen sich in köstlichen Kichererbsen-Gerichten und zu Hummus verarbeiten. Schade nur, dass es sie nur in Dosen oder bestenfalls in Einweggläsern gibt, die zudem in Bioqualität relativ teuer sind! Getrocknete Kichererbsen sind zwar eine Alternative, jedoch müssen sie erst lange einweichen und kochen, was langes Vorausplanen erforderlich macht.

Warum also nicht gleich Kichererbsen selbst einkochen? Diese Variante vereint alle Vorteile: Es entsteht fast kein Müll, weil getrocknete Kichererbsen oft sogar unverpackt und zudem relativ preiswert erhältlich sind. Für Einweichen und Einkochen wird nur einmal Zeit benötigt, und der Arbeitsaufwand ist so gering, dass man am besten gleich einen großen Vorrat auf einmal einkochen kann, zum Beispiel in ausgedienten Schraubgläsern.

Kichererbsen einkochen – so geht’s

Damit dein Kichererbsenvorrat lange haltbar ist und nicht verdirbt, ist es hilfreich, den Unterschied zwischen Einkochen, Einwecken und Heiß-Einfüllen zu verstehen, denn gerade bei proteinhaltigen Lebensmitteln ist das alleinige kochend heiße Abfüllen nicht ausreichend! Ein zusätzliches Einkochen ist notwendig, aber gar nicht schwierig. Das folgende Rezept zeigt, wie es geht.

Für etwa 10 Gläser Kichererbsen brauchst du:

  • 1 kg getrocknete Kichererbsen (gibt es in vielen Bioläden unverpackt, alternativ online)
  • 1 EL Salz
  • 10 Schraubgläser à 350 ml oder 14 Stück à 250 ml
  • Topf mit mindestens vier Litern Fassungsvermögen
  • Backofen mit einer Saftpfanne oder einem tiefen Backblech

So wird’s gemacht:

1. Kichererbsen in den Topf geben, mit Wasser auffüllen und circa zwölf Stunden lang einweichen lassen, dabei werden auch Antinährstoffe ausgespült. Die Kichererbsen verdoppeln in der Zeit ihr Volumen, darum reichlich Wasser verwenden.

2. Danach das Einweichwasser wegschütten und erneut mit Wasser aufgießen, sodass die Kichererbsen gut bedeckt sind, und das Wasser salzen.

3. Aufkochen und eine Stunde lang leise köcheln lassen, gelegentlich umrühren.

Statt Kichererbsen teuer in der Dose zu kaufen oder jedes Mal einzuweichen und zu kochen, kannst du leicht einen Vorrat anlegen - fast ohne Müll.

4. Währenddessen die Gläser mit kochendem Wasser oder mit einer heißen Soda-Lösung desinfizieren.

5. Die Kichererbsen kochend heiß in die Gläser füllen und mit Kochwasser bedecken, so dass noch etwa ein Zentimeter Platz verbleibt. Eventuell bekleckerte Glasränder mit einem sauberen Tuch abwischen und Deckel fest zuschrauben.

Statt Kichererbsen teuer in der Dose zu kaufen oder jedes Mal einzuweichen und zu kochen, kannst du leicht einen Vorrat anlegen - fast ohne Müll.

6. In die Saftpfanne oder auf das Backblech im Backofen stellen und Wasser zugeben, so dass die Gläser etwa zwei Zentimeter tief im Wasser stehen. Für zwei Stunden bei 100 °C einkochen. Der Energiebedarf hält sich dabei in Grenzen (weniger als eine kWh bzw. 30 Cent), weil die Gläser bereits heiß sind und weil vergleichsweise wenig Strom benötigt wird, um 100 °C zu halten. Im Umluftofen können auf diese Weise viele Gläser auf einmal auf zwei Etagen eingekocht werden. Wer häufiger Lebensmittel auf diese Weise konservieren möchte, kann sich die Arbeit mit einem Einkochautomaten erleichtern.

Statt Kichererbsen teuer in der Dose zu kaufen oder jedes Mal einzuweichen und zu kochen, kannst du leicht einen Vorrat anlegen - fast ohne Müll.

7. Nach dem Auskühlen durch Druck auf den Deckel prüfen, ob sich das benötigte Vakuum im Glas aufgebaut hat.

In einwandfreien Gläsern sind die Kichererbsen mehrere Monate lang haltbar. Immer schnell zur Hand und sofort verzehrfertig – perfekt für Kichererbsensalat, geröstete Kichererbsen und andere köstliche Gerichte!

Tipp: Auch andere Hülsenfrüchte wie Linsen und Kidneybohnen sowie Obst, Gemüse und sogar Fleischgerichte können durch Einkochen konserviert und so Vorräte angelegt werden.

Weitere Tipps rund ums Haltbarmachen sowie viele einfache, umweltfreundliche und gesunde Rezepte findest du in unserem Buch:

Selber machen statt kaufen - Küche: 137 gesündere Alternativen zu Fertigprodukten, die Geld sparen und die Umwelt schonen
137 gesündere Alternativen zu Fertigprodukten, die Geld sparen und die Umwelt schonen
Oder als eBook: kindle - tolino

Welche Lebensmittel machst du durch Einmachen und Einkochen haltbar? Wir freuen uns über deine Ideen in einem Kommentar!

Vielleicht interessieren dich auch diese Themen:

Statt Kichererbsen teuer in der Dose zu kaufen oder jedes Mal einzuweichen und zu kochen, kannst du leicht einen Vorrat anlegen - fast ohne Müll.